In Zeiten der Globalisierung und der internationalen Arbeitsteilung kommt es immer häufiger
vor, dass auch mit Geschäftspartnern im Ausland zusammengearbeitet wird. Um Missverständnisse
zu vermeiden und sich auch in der fremden Kultur souverän bewegen zu können, sollte
man sich mit den Besonderheiten der jeweiligen Region auseinandersetzen sowie die grundsätzlichen
Unterschiede verschiedener Kulturen kennen. Aus diesem Grund wird im Zuge dieser Arbeit auf das Verhalten der Menschen im Ausland eingegangen. Gängige Begrüßungsformen, Tischsitten, Dresscodes und Fettnäpfchen werden vorgestellt.
Inhaltsverzeichnis
1 Einführung
2 Frankreich
2.1 Begrüßung und Anrede in Frankreich
2.2 Einladung zum Essen in Frankreich
2.3 Geschäftsleben in Frankreich
3 Großbritannien
3.1 Britische Höflichkeit
3.2 Klassische britische Dinner
3.3 Geschäftsleben in Großbritannien
4 USA
4.1 Begrüßung und Verhalten in den USA
4.2 Tischsitten in den USA
5 Japan
5.1 Begrüßung und Verhalten in Japan
5.2 Tischsitten in Japan
6 Volksrepublik China
6.1 Begrüßung und Verhalten in China
6.2 Tischsitten in China
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht kulturelle Besonderheiten in verschiedenen Ländern, um deutschen Geschäftsleuten eine Orientierungshilfe für die internationale Zusammenarbeit zu bieten und interkulturelle Missverständnisse zu vermeiden.
- Grundlegende Strukturmerkmale von Kulturen
- Kulturelle Verhaltensregeln in Frankreich und Großbritannien
- Business-Knigge und Tischsitten in den USA
- Besonderheiten der asiatischen Geschäftskultur (Japan und China)
- Umgang mit Zeit, Raum und sozialen Hierarchien
Auszug aus dem Buch
2.1 Begrüßung und Anrede in Frankreich
Bei der Begrüßung schütteln sich die Geschäftspartner die Hand. Auch im Tagesgeschäft begrüßen sich die Kollegen oftmals per Handschlag und verabschieden sich auf die gleiche Weise. Erst wenn sich die Geschäftsbeziehung zu einer Freundschaft entwickelt hat, begrüßt man sich in Frankreich mit Wangenküssen. Begonnen werden diese „bises“ stets auf der linken Wange. Die Anzahl der Küsse ist regional unterschiedlich. Meist wird viermal geküsst, im Großraum Paris allerdings nur zweimal. Der Kuss wird lediglich gehaucht, Lippen und Wange berühren sich nicht.
Man sollte sein Gegenüber mit „bonjour monsieur“ bzw. “bonjour madame“ begrüßen, nie zusammengefasst mit „messieurs-dames“. „Je suis enchanté de faire votre connaissance“ (wörtlich: „Ich freue mich, Sie kennenzulernen.“) sollte als ganzer Satz gesprochen und nicht zu „enchanté“ abgekürzt werden. Der Satz sollte nie von einer Frau ausgesprochen werden, sie belässt es bei der Begrüßung. „Ça va?“ ist eine Grußformel für eher lockere Kontexte und wird mit „ça va?“ erwidert. Ist man mit einem Geschäftspartner unterwegs und er begrüßt einen Bekannten, wird er einander nicht vorstellen. Dies gilt in Frankreich als indiskret. Generell versuchen die Franzosen, in den meisten Situationen höflich zu bleiben. Ein klares Nein auf wichtige geschäftliche Fragen wird nur sehr selten ausgesprochen, sondern meist nur umschrieben.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einführung: Die Einleitung beleuchtet die Notwendigkeit interkultureller Kompetenz in Zeiten der Globalisierung und definiert zentrale Strukturmerkmale von Kulturen.
2 Frankreich: Dieses Kapitel erläutert die Besonderheiten in der französischen Geschäftskultur, insbesondere in Bezug auf Begrüßung, Tischsitten und direktive Entscheidungsstrukturen.
3 Großbritannien: Der Fokus liegt hier auf der britischen Höflichkeit, der indirekten Kommunikation sowie spezifischen Etiketteregeln bei Geschäftsessen und im Büroalltag.
4 USA: Hier werden die US-amerikanischen Verhaltensweisen behandelt, wobei Aspekte wie Pünktlichkeit, Small Talk und das amerikanische Verständnis von Geschäftsbeziehungen im Mittelpunkt stehen.
5 Japan: Dieses Kapitel thematisiert die japanische Kultur, die durch Kollektivismus, strikte Höflichkeitsregeln bei Begrüßungen und komplexe Tischsitten geprägt ist.
6 Volksrepublik China: Abschließend werden die chinesischen Sitten beleuchtet, wobei das Konzept „Guanxi“ (Networking) sowie die Bedeutung von Zurückhaltung und Gesichtswahrung hervorgehoben werden.
Schlüsselwörter
Interkulturelle Kommunikation, Geschäftsleben, Etikette, Begrüßung, Tischsitten, Globalisierung, Frankreich, Großbritannien, USA, Japan, China, Verhaltensregeln, Business-Knigge, Kulturunterschiede, Arbeitskultur.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit kulturellen Besonderheiten und Verhaltensregeln in fünf ausgewählten Ländern, um deutschen Geschäftsleuten beim Navigieren in einem internationalen Umfeld zu helfen.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die zentralen Themen sind Begrüßungsrituale, Tischsitten, Kommunikationsstile sowie allgemeine geschäftliche Gepflogenheiten in Frankreich, Großbritannien, den USA, Japan und China.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, das Verständnis für kulturelle Unterschiede zu fördern, um Missverständnisse zu vermeiden und den Erfolg bei internationalen Geschäftskontakten zu sichern.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und einer deskriptiven Zusammenstellung von Verhaltensnormen, die durch etablierte Business-Knigge-Literatur und interkulturelle Studien gestützt wird.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich nach Ländern und behandelt jeweils detailliert die spezifischen lokalen Normen für Begrüßung, Essen und das tägliche Geschäftsleben.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Schlagworte sind Interkulturelle Kommunikation, Business-Knigge, Geschäftsleben und Verhaltensregeln.
Warum wird im Kapitel über Frankreich die "Grand école" erwähnt?
Das ist ein wichtiger Hinweis, da der Ausbildungsweg in Frankreich einen hohen Stellenwert hat und es als unhöflich gilt, Absolventen nach ihrer Universität zu fragen, statt ihre spezielle Qualifikation anzuerkennen.
Was bedeutet das japanische Konzept "Guanxi" in China?
Guanxi beschreibt die essenzielle Bedeutung persönlicher Netzwerke und Beziehungen in China, die oft wichtiger sind als rein formale Konzernstrukturen.
Warum sollte man in Großbritannien vorsichtig mit der direkten Kommunikation sein?
Die britische Kultur bevorzugt indirekte Ausdrucksweisen, um Höflichkeit zu wahren; deutsche Direktheit kann dort daher leicht als aggressiv oder unhöflich missverstanden werden.
- Arbeit zitieren
- Bachelor of Science Sebastian Neininger (Autor:in), 2010, Business-Knigge fürs Ausland: Kulturelle Besonderheiten, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/150948