Konstantin der Große, der erste christliche Kaiser?


Hausarbeit (Hauptseminar), 2006
21 Seiten, Note: 2,5

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

I. Einführung

II. Konstantin und die Religion vor 312:
1. Christliche Einflüsse in der Jugend
2. Sein Bezug zum Christentum zu Zeiten dynastischer Streitigkeiten

III. Konstantin und die Religion ab 312:
1. Die „christliche Vision“
2. Christliche Zeugnisse:
a) Bautätigkeit
b) Pro-christliche Gesetze
3. Konstantins Taufe und Bestattung

IV. Konstantin der Große, als ersten christlichen Kaiser?

V. Quellen- und Literaturverzeichnis
1. Quellen
2. Literatur
3. Internetseiten

VI. Anhänge 1 - 15

Die Anhänge wurden für die Veröffentlichung aus urheberrechtlichen Gründen entfernt und durch Links bzw. Literaturverweise ersetzt.

I. Einführung

Hinsichtlich der diesjährigen Konstantin - Ausstellung in seiner früheren Residenzstadt Trier und Erhebung zum Augustus vor 1700 Jahren, rückt die Beschreibung seiner historischen Leistungen, sowie die Frage “Was am "ersten christlichen Kaiser" christlich ist - [...].”1 erneut in den Vordergrund. Die konstantinische Zeit markiert nicht nur einen Wendepunkt innerhalb der heidnischen Antike, sondern wurde seine Person auch häufig als “Wegbereiter des Christentums”2 bezeichnet. Dabei gilt es jedoch, vor allem in der Geschichts- und Religionswissenschaft - in der die Literaturlisten zu Konstantin dem Großen mehr als zahlreich sind - seine Gestalt kritisch zu würdigen.

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich daher ein weiteres Mal mit Konstantin dem Großen unter der Fragestellung, ob es sich überhaupt um einen christlichen Kaiser handelte und woran sich dies untersuchen lässt. Zu den uns bekannten Quellen zählen hierzu vor allem die Werke „Vita Constantini“ des Konstantin - Biographen und Bischof Eusebius von Cäsarea, sowie „de mortibus persecutorum“ von Laktanz. Da es sich bei beiden Darstellungen jedoch um christliche Zeitgenossen Konstantins handelte, steht die Vermutung nahe, dass die Berichte ganz im Sinne einer Bekehrungslegende verfasst oder zumindest christlich eingefärbt wurden. Diese Ausgangslage erfordert höchstes Maß an Quellenkritik und erschwert die Untersuchungen erheblich. Außerdem gingen durch den im Jahr 438 publizierten Codex Theodosianus, in welchem die konstantinischen Rechtsanordnungen enthalten sind, die allerdings aufgrund kaiserlicher Anordnungen auf die Kerninhalte beschränkt wurden, wichtige Fakten verloren.3 Was veranlasste Konstantin zu einer Gesetzgebung, welche die Christen begünstigte und wie ist überhaupt seine persönliche Religiosität einzuordnen?

II. Konstantin und die Religion vor 312:

1. Christliche Einflüsse in der Jugend

Konstantin wurde vermutlich zwischen 270 und 2884 in Naissus in der römischen Provinz Moesien5 als einziger Sohn von Helena und Constantius I. (Chlorus) geboren. Laut Julian,6 dem Enkel des Constantius und Kaiser von 361 bis 363, waren Konstantins Eltern nicht vermählt, womit dieser genau genommen als „Bastard“ das Licht der Welt erblickte und kein rechtmäßiger Thronfolger war.7

Die Mutter Konstantins war niederer Herkunft8 und bis zur späten Bekehrung durch ihren Sohn Heidin gewesen.9 Sein Vater wurde 293 in der ersten Tetrarchie, zusammen mit Galerius, von den beiden Augusti Diokletian und Maximian in das Caesariat erhoben und schließlich in der zweiten Tetrarchie am 1. Mai 305 zum Augustus, womit er Diokletian ablöste. Er übernahm dabei die Regierung in Gallien und Britannien, wobei er letzteres Gebiet erst von einem Ursupator zurückerobern musste.10

Bis zu Constantius’ Tod im Jahr 306 in Britannien und damit dem Ende der zweiten Tetrarchie, war die tradierte römische Religion maßgeblich, denn auch im diokletianischen Mehrkaisersystems bezogen sich die Herrscher auf die traditionellen Götter, um mit ihrer Hilfe weiterhin das Heil der Gemeinschaft zu garantieren. Allerdings spielten dabei vier Schutzgottheiten - entsprechend der Herrscherzahl - eine hervorgehobene Rolle: Beide Augusti gaben sich die Beinamen „Iovius“ und „Herculis“ und beide Caesares brachten sich mit „Sol“ und „Mars“ in Verbindung.11

Obwohl Constantius Chlorus nicht als christlicher Herrscher einzustufen ist, kann er dennoch als „christenfreundlich“12 bezeichnet werden. Dies lässt sich anhand der Tatsache belegen, dass er den christlichen Verfolgungsedikten Diokletians13 nicht nachkam. Außerdem trugen zwei seiner Töchter, Anastasia und Constantia, aus einer früheren Ehe mit Theodora, christliche Namen und unter seinen Hofbediensteten befanden sich mehrere Kleriker, die regelmäßig Gottesdienste abhielten; wobei letzteres auch am Hof Diokletians der Fall gewesen sein dürfte.14 Constantius hatte nach traditionellem Muster innerhalb der diokletianischen Ordnung den Sol Invictus (unbesiegbaren Sonnengott) verehrt,15 wenn auch nicht mit der späteren Favorisierung seines Sohnes. Hierauf werden wir später noch genauer eingehen. Gemerkt sei an dieser Stelle nur, dass Konstantin den Standpunkt einer „christenfreundlichen“ Politik, mit großer Wahrscheinlichkeit von seinem Vater übernahm.

Als Sohn eines Soldatenkaisers ging er zunächst nach üblicher militärischer Laufbahn an den Hof Diokletians. Sein Aufenthalt im Osten des Römischen Reiches nahm möglicherweise Einfluss auf seine religiöse Entwicklung, denn zu Beginn des 4. Jahrhunderts war das Christentum im Osten weitaus stärker expandiert als etwa im Westen.16 Nachdem er aber im Mai 305 bei der Bildung der zweiten Tetrarchie außen vor gelassen wurde, ging er zurück in den britisch - gallischen Raum, um an der Seite seines Vaters gegen Aufständische im Reich zu kämpfen.

2. Sein Bezug zum Christentum zu Zeiten dynastischer Streitigkeiten

Konstantin trat erst mit Gründung der dritten Tetrarchie am 1. Mai 306 in das politische Geschehen des Römischen Reiches ein. Sein tetrarchischer Bezirk umfasste den westlichen Reichsteil: Gallien, Britannien, Hispanien und nach dem Sieg von 312 über Maxentius auch Italien und Afrika. Seit seinem Eintritt in das tetrarchische System lag eine Art „Dauerkrise“17 vor, welche nicht nur von ständigen Usurpationen gekennzeichnet war, sondern auch von Streitigkeiten zwischen den einzelnen Tetrarchen.18

Diese Tatsache scheint Konstantin mit Sicherheit seine distanzierte Haltung gegenüber der auch ihm zugedachten Herkulesrolle ermöglicht zu haben, denn er hatte bereits - so ist den epigraphischen, numismatischen und schriftlichen Quellen zu entnehmen -310 damit begonnen sich vom gebräuchlichen Polytheismus abzuwenden. Dies zeigt seine Titulatur, in der auch das dem Sonnengott nachempfundene Epitheton „invictus“ zu finden ist.19 Die Münzen weisen ein deutliches Verschwinden der Iovius - Herculis - Ideologie auf. Stattdessen trat an ihre Stelle als comes Augusti der Gott Apollo20 als Sol Invictus.21 Laut Alexander Demandt, der unter anderem an der Ausstellung zu Kaiser Konstantin in Trier als wissenschaftlicher Leiter mitarbeitete, hat „Kein Kaiser hat auf seinen Münzen so oft Sol Invictus abgebildet wie Konstantin; [...]“.22 Die schriftlichen Zeugnisse, wie auch der Panegyricus, schließen sich daran an, denn demnach berichtete 310 ein Festredner in Trier von der „paganen Vision“ Konstantins. Er schildert dabei den Besuch des Kaisers in einem gallischen Apollo - Heiligtum und beschreibt die kaiserliche Selbsterkenntnis in der göttlichen Gestalt: „Du hast nämlich, wie ich glaube, Konstantin, deinen Apollon gesehen, der dir in Begleitung der Victoria Lorbeerkränze darreichte, [...] Du h a s t ihn gesehen und hast dich in der Gestalt dessen wiedererkannt, dem die Herrschaft über die ganze Welt gebührte, [...].“.23

Ob es sich dabei tatsächlich um eine Vision oder lediglich um eine erfundene Erzählung handelt, spielt hierbei kaum eine Rolle. Ausschlaggebend ist, dass sie überhaupt ins Leben gerufen wurde und darauf abzielte den Gott Apollo über die anderen Götter zu stellen. Brandt meint dazu, ebenso wie Clauss, dass der Inhalt der Festrede „zweifellos“ auf Konstantin selbst zurückgeht.24 Diese Rede von 310 offenbarte nicht nur eine religiöse Präferenz Konstantins, sondern markierte vor allem seinen Austritt aus dem zerfallenden tetrarchischen Herrschafts- system.25 Zuvor hatte er sich erst einmal damit begnügt, als rechtmäßiges Glied des tetrarchischen Systems zu erscheinen. Dies zeigte eine Episode aus dem Jahr 307, als bei seiner Heirat mit Fausta, der Tochter Maximians, wodurch er den Augustustitel erhielt - offenbar eine rein politische Verbindung - ein unbekannter Festredner eine Ansprache über den unaufhebbaren Zusammenhang zwischen der Augustuswürde und der Herkulesverehrung hielt. Sein Vater Constantius wurde dabei nahezu vergöttlicht, indem er in dem Wagen des Sonnengottes in den Himmel befördert worden sein soll.26 Da Konstantin keine eigene Verbindung zu Herkules besaß, hielt er wohl erst den zweiten Part der Rede für beachtlich, denn dieser stellte ihn in direkte Nähe zum Sonnengott. Um dieses Bindung noch zu verstärken, gab er fälschlicherweise27 Claudius Gothicus, Sieger über die gotischen Stämme in Konstantins Geburtsstadt Naissus und Verehrer des Sol invictus, als seinen Ahnen vor.28

Die „pagane Vision“ stellt also in der Geschichtsforschung eine wichtige Zäsur für die religiöse Entwicklung Konstantins dar. Sie symbolisierte nicht nur eine dynastische Neuorientierung, sondern beabsichtige auch, durch die Verknüpfung eines Obergottes genannt Apollo in himmlischer Sphäre mit einem Oberherrscher namens Konstantin in irdischer Sphäre, ein neues Herrscherkonzept zu legitimieren.29

Was aber eine Bindung des Sol - Kultes an den christlichen Kult betrifft, so ist zu sagen, dass dem Sonnengott eine besondere Eigenschaft innewohnte, denn er „ist mehr Schema als Person.“,30 da er einen unpersönlichen Charakter besaß und somit eine Identifizierung mit den einzelnen Göttern der anderen Religionen ermöglichte; den Christengott davon nicht ausgeschlossen. Darüber hinaus existieren jedoch weder Münzen noch Inskriptionen des Zeitraumes von 306 bis 312, die eine christliche Akzentuierung erkennen lassen. Die einzige Ausnahme ist eine Bemerkung Laktanz’, anlässlich der Erhebung Konstantins zum Kaiser durch das Heer in Eburacum, kurz nach dem Tod Constantius’:

„Suscepto imperio Constantinus Augustus nihil egit prius quam Christianos culti ac deo suo reddere. Haec fuit prima eius sanctio sanctae religionis restitutae.“.31

Ob diese singuläre Aussage verlässlich ist, ist jedoch zu bezweifeln, denn auch der prokonstantinische Bischof Eusebius schrieb nichts dergleichen.

III. Konstantin und die Religion ab 312:

1. Die „christliche Vision“

Um die Bezeichnung einer „christlichen Vision“ des von Konstantin Erlebten am 28. Oktober 312, vor der Schlacht an der Milvischen Brücke gegen Maxentius, wurde in der konstantinischen Forschung viel diskutiert und geschrieben. Dabei handelt es sich vielfach um gegensätzliche Positionen, aufgrund derer keinesfalls e i n Erklärungsansatz für seine Hinwendung zum Christentum als hinreichend betrachtet werden darf. Bei allen Auslegungen darf niemals außer Acht geraten, dass der Stellenwert dieser Vision von zwei Voraussetzungen maßgeblich bestimmt wurde: Erstens, ging dieser auf politischer Ebene das Toleranzedikt des Galerius32 voraus und zweitens, war es die Erscheinung eines Siegers und späteren Alleinherrschers.33 Auf den Stellenwert des ersten Aspekts werden wir später in Verbindung mit den Mailänder Vereinbarungen in Kapitel 2. b) noch einmal genauer eingehen. Was den zweiten Punkt betrifft, so erklärt sich dieser von selbst.

Das breite Interpretationsspektrum dieses Ereignisses ist vor allem auf die zeitgenössischen Überlieferungen zurückzuführen, denn beide Darstellungen der Geschichtsschreiber, Laktanz und Eusebius, widersprechen sich dabei in einigen Punkten: Nach Laktanz Überlieferung, die wenige Jahre nach 312 entstanden sein muss:34

“Commonitus est in quiete Constantinus, ut caeleste signum dei notaret in scutis atque ita proelium committeret. Fecit, ut iussus est, et transversa X littera, summo capite circumflexo Christum in scutis notat.”.35

Die eusebische Version erschien dagegen erst viel später36 und berichtet wie folgt:

“Er rief diesen also immer wieder in Gebeten an, [...].Und während der Kaiser darum bat und inständig flehte, da erschien ihm ein wunderbares von Gott gesandtes Zeichen, an das man wohl kaum geglaubt hätte, hätte es ein anderer erzählt. Da es aber der sieg-reiche Kaiser uns lange Zeiten später, als wir die Schrift abfaßten, verkündete, als wir für würdig erachtet worden waren, ihn kennenzulernen und mit ihm zusammentreffen zu dürfen, und er seinen Bericht auch noch durch Eide verbürgte, wer könnte da zögern dem Bericht zu glauben? [...] Um die mittäglichen Stunden der Sonne, als sich der Tag bereits neigte, habe er mit eigenen Augen gesehen, wie er sagte, daß am Himmel das Siegeszeichen des Kreuzes, das aus Licht bestand, die Sonne überlagerte, und damit sei ein Schriftzug verknüpft gewesen: »Durch dieses siege!«”.37

Während Laktanz also von einer Aufforderung an Konstantin in der Nacht beziehungsweise im Traum berichtet, schreibt Eusebius von einer durch das Gebet erflehten Erscheinung zur Tagesszeit. Der angeflehte Gott wird als solares Phänomen gekennzeichnet und kann daher als universaler, über den anderen positionierter Sonnengott interpretiert werden. Damit entsteht eine eindeutige Verknüpfung von Sol und Christussymbolik, wie ja auch auf Seite sieben in Kapitel II. 2. angedeutet wurde. Gleichzeitig deutet Eusebius dieses Zeichen aber als “Siegeszeichen des Kreuzes” verbunden mit der Inschrift “Durch dieses siege!”. Der Beschreibung Laktanz’ nach gibt es mehrere Möglichkeiten der Zeicheninterpretation, denn er kennzeichnet es zwar als Zeichen Christi, doch kann das Umlegen des Buchstaben X zweierseits verlaufen: Erfolgt die Drehung von X in einem 45º Winkel, so ergibt dies zwar ein Kreuz, doch ist dabei umstritten, ob das P über X ein Christogramm38 oder das P über dem gedrehten X ein Staurogramm39 entstehen ließ.40 Außerdem existiert noch eine dritte Variante, bei der man statt des Buchstaben P auch einen Kreis vermutete. Dies würde eine Vereini-gung von Sonne (Sol - Kult) und Kreuz (Christuskult) bedeuten.41

Zusammenfassend lassen sich somit vier Unterschiede konstatieren: (1) Zeitpunkt des Verfassens, (2) Zeitpunkt der erlebten Vision Konstantins, (3) Erscheinungsform dieses visionären Zeichens (4) und hinzu die Berichtsform; denn die Illustration Eusebius’ ist viel ausführlicher und erscheint durch den Gebrauch von stilistischen Mitteln (Beispiel oben: Rhetorische Frage) vielmehr als Lobpreisung und herrschaftliche Propaganda Kaiser Konstantins. Beiden Überlieferungen ist Folgendes gemeinsam: (1) Laut beiden Berichten handelte es sich nur um ein „Zeichen Gottes“, nicht aber um die Erscheinung der Gestalt Gottes selbst, (2) keiner der beiden war Augenzeuge der angeblichen Vision und (3) in beiden Berichten berief sich Konstantin auf die sieghafte Macht des Christengottes was letztlich zur besagten religiösen Wende führte.42

Was die Glaubwürdigkeit beider Berichte angeht, so ist Jochen Bleicken der Ansicht, „[...] daß eine ,Bekehrung’ Constantantins im Jahre 312 oder bald danach aus den Quellen nicht zu beweisen ist [...].“.43 Doch auch wenn ein punktuelles Moment einer conversio ausgeschlossen werden kann, so lässt sich dennoch eine pro-christliche Entwicklung Konstantins des Großen beobachten.44 Den Quellen des Eusebius und Laktanz wurde vielfach und eine christliche Uminterpretation nachgesagt.45 Uns interessiert hier jedoch primär die Bedeutung der „christlichen Vision“, denn Fakt ist, dass Kaiser Konstantin wünschte als Empfänger dieser Offenbarung zu erscheinen.46

[...]


1 http://cms.bistum-trier.de.

2 Vgl. Brandt, S. 80.

4 http://www.konstantin-ausstellung.de.

3 Vgl. ebd., S. 28; Clauss, S. 19; Kraft, S. 285 und Vogt, S. 141.

5 Entspricht dem heutigen serbischen Nisch, vgl. Karte in: Anhang 1, S. 23.

6 Julian war der Sohn der Basilina und des Julius Constantius, dem Sohn des Constantius Chlorus. Vgl. genealogischen Standbaum in: Anhang 2, S. 24.

7 Vgl. Clauss, S. 19.

8 Laut Vogt Seite 140 nannte Ambrosius, der Mailänder Bischof und Kichenfürst, sie eine “stabularia”.

9 Vgl. Kraft, S. 2.

10 Details dazu in: Hönn, S. 82 - 87.

11 Vgl. Clauss, S. 14 und Vogt, S. 149f.

12 Barceló, S. 78, 81.

13 Eine systematische Christenverfolgung wurde seit 303 von Diokletians betrieben. Dabei erließ er vier kaiserliche Edikte: Das erste Edikt vom 23. Februar 303 stellte die Grundlage der Christenverfolgung dar, es ordnete die Zerstörung der Kirchen, den Verlust der Bürgerrechte und aller Ämter bis hin zur christlichen Versklavung an. Die anderen drei Edikte dienten der weiteren Verschärfung. Vgl. Lac. 12 - 14, 7.

14 Vgl. Kraft, S. 2 - 5 und Vogt, S. 142.

15 Vgl. Clauss, S. 25 und Hönn, S. 85.

16 Vgl. Bleicken, S. 10; Bringmann, S. 2; Clauss, S. 28 und Hönn, S. 191.

17 Brandt, S. 33.

18 Genauere Ausführungen in: Bleiken, S. 13 - 33 und 52 - 64.

19 “Imp(eratori) Caesa{u}ri Constantino / p(io) f(elici) invicto Aug(usto) divi / [...]”, nach Grünewald, S. 55 und “Imp(eratori) C(aesari) Flavio) Val(erio) Constantino p(io) f(elici) inv(icto) Aug(usto) Genio imp-e-ratoris”, nach ebd., S. 57.

20 Der Gott Sol wurde aufgrund seiner sonnenhaften Eigenschaften mit dem Gott Apollo (griech. Phoibos) - dem Gott der Lichtes, Helfer im Krieg und Beschützer der Herden - gleichgesetzt. Beiden Gottheiten wohnen jeweils eine aufbauende und eine zerstörerische Kraft inne: Dem Sonnengott durch seine direkte Parallelisierung mit der Sonne und dem Gott Apollo, wie seine Statuen demonstrieren, durch Pfeil und Bogen in der linken und drei Grazien in der rechten Hand. Ebenso identifizierte man den Solgott auch mit Merkur, Hermes oder Dionysos. Vgl.ebd., S. 52f. sowie http://www.buchplus.de.

21 Vgl. Goldmutiplum von 313 in Anhang 3, S. 25.

22 Demandt, FAZ: S. 8, Sp. 1.

23 Müller - Rettig, S. 34: Pan. Lat. VI 21, 4 - 6.

24 Vgl. Brandt, S. 39 und Clauss, S. 26.

25 Vgl. Müller - Rettig, S. 323.

26 Vgl. ebd., S. 320f.: Pan. Lat. VII 6, 14.

27 Belegt durch Grünewald, S. 46 - 50.

28 Vgl. Müller - Rettig, S. 19: Pan. Lat. VI 2, 1f.: “Ich will also mit der ersten Gottheit beginnen, von der die Menge bisher vielleicht noch keine Kenntnis hat [...]. Auf dich geht nämlich das Erbe der Blutsverwandtschaft von jenem vergöttlichten Claudius über [...].”.

29 Vgl. Kraft, S. 10 -14 und Vogt, S. 150f.

30 Kraft, S. 15.

31 Lac. 24, 9.

32 Das galerianische Edikt vom 30. April 311 beendete die letzte große von Diokletian begonnene Christenverfolgung im Reich und erklärte das Christentum zu einer religio licita (zugelassenen Religionsgemeinschaft). Überliefert in lateinischer Fassung und deutscher Übersetzung in: Lac. 33, 11 - 35, 1.

33 Vgl. Bringmann, S. 23f. und Brandt, S. 42.

34 Laktanz war an Konstantins Hof in Trier für die Erziehung dessen Sohnes Crispus (*317) verantwort-lich gewesen, daher nimmt man an, dass sein Werk de mortibus persecutorum vor 317 verfasst wurde. Vgl. Nachwort von Städele in: Lac. S. 75.

35 Ebd. 44, 5.

36 Eusebius traf den Kaiser erstmalig 325 in Nicäa, wonach vermutet wird, dass er eine persönliche Dar-legung von 312 für seine Vita Constantini, frühestens 13 Jahre später erhielt. Vgl. Vogt, S. 163f.

37 Eus. I 28,1 - 2, übersetzt aus dem Griechischen von Horst Schneider.

38 Ein Christogramm besteht aus den Anfangsbuchstaben X und P (Chi und Rho) vom griechischen Wort XPISTOC für Christos und ist beispielsweise auf dem Helm Konstantins zu sehen. Vgl. Abbildung in: Anhang 4, S. 25.

39 Ein Staurogramm enthält dagegen kein Chi, sondern ein rechtwinkliges Kreuz, wie ein T. Daraus ergibt sich Tau Rho statt Chi Rho wie beim Christogramm. Die Tau-Rho-Ligatur wurde oft zur christlichen Symbolik umgedeutet. Vgl. Abbildung in: Anhang 5, S. 27.

40 Vgl. Brandt, S. 54 und http://www.fortunecity.de, S. 5.

41 Vgl. Bleicken, S. 27 und Kraft, S. 25.

42 Vgl. http://www.fortunecity.de, S. 5f.

43 Bleicken, S. 5.

44 Vgl. Bringmann, S. 46f. und Kraft, S. 15f.

45 Vgl. u.a. Bleicken, S. 27 - 33; Brandt, S. 54; Clauss, S. 37; Vogt, S. 162f. und Kraft, S. 15.

46 Vgl. Kraft, S. 21.

Ende der Leseprobe aus 21 Seiten

Details

Titel
Konstantin der Große, der erste christliche Kaiser?
Hochschule
Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg  (Seminar für Alte Geschichte und Epigraphik)
Veranstaltung
Das römische Reich unter Diokletian
Note
2,5
Autor
Jahr
2006
Seiten
21
Katalognummer
V151028
ISBN (eBook)
9783668305786
ISBN (Buch)
9783668305793
Dateigröße
1040 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Die Anhänge wurden für die Veröffentlichung aus urheberrechtlichen Gründen entfernt und durch Links bzw. Literaturverweise ersetzt.
Schlagworte
Konstantin der Große, erster christlicher Kaiser, Tetrarchie, Bautätigkeit Konstantins, prochristliche Gesetze Konstantins, 312, Konstantins Taufe, Konstantins Bestattung, Milvische Brücke, Konstantinopel, Religionspolitik Konstantins des Großen, konstantinische Wende, Spätantike, Vita Constantini, Constantius Chlorus, Sol Invictus
Arbeit zitieren
Diana Ingeborg Klein (Autor), 2006, Konstantin der Große, der erste christliche Kaiser?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/151028

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