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Wer hat denn nun Macht?

Unterschiedliche Machtkonzeptionen an einem Filmbeispiel über regimekritische Intellektuelle in der DDR

Título: Wer hat denn nun Macht?

Trabajo Escrito , 2010 , 9 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Paul Hanel (Autor)

Sociología - Política, Mayorías, Minorías
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Es soll anhand des Films „Das Leben der Anderen“ von Florian Henckel von Donnersmarck(2006) untersucht werden, inwieweit die regimekritischen Intellektuellen in der DDR die Regierung und insbesondere den Staatssicherheitsdienst (kurz SSD oder „Stasi“) beeinflussten und besonders ob es gerechtfertigt ist, in diesem Zusammenhang von Macht und Herrschaft im weberschen Sinne (Weber 1976) zu sprechen. Zusätzlich soll die Baumannsche Definition von
Macht (Baumann 2000) zur Beschreibung herangezogen werden.
Nach einem Überblick über den für diese Arbeit relevanten Filmteil wird die Situation der (regimekritischen) Intellektuellen in der DDR allgemein beschrieben, ehe mithilfe der oben genannten Konstrukte näher auf das Beispiel in dem oben genannten Film eingegangen wird.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Zusammenfassung des Films „Das Leben der Anderen“

3. Oppositionelle Intellektuelle in der

4. Umfassen die Definitionen von Macht und Herrschaft von Max Weber (1976) das ausgesuchte Beispiel?

5. Inwieweit umfasst Baumanns (2000) Konstrukt der Macht das ausgewählte Beispiel?

6. Kritik

7. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht anhand des Films „Das Leben der Anderen“ das Machtverhältnis zwischen regimekritischen Intellektuellen und dem DDR-Regime, um die Anwendbarkeit soziologischer Machtkonzeptionen von Max Weber und Zygmunt Bauman auf diesen historischen Kontext zu prüfen.

  • Analyse der Situation regimekritischer Intellektueller in der DDR
  • Anwendung des weberschen Macht- und Herrschaftsbegriffs auf das Filmbeispiel
  • Prüfung des Machtkonstrukts nach Zygmunt Bauman
  • Kritische Reflexion soziologischer Definitionen von Macht

Auszug aus dem Buch

4. Umfassen die Definitionen von Macht und Herrschaft von Max Weber (1976) das ausgesuchte Beispiel?

Zuerst soll untersucht werden, ob es gerechtfertigt ist davon zu sprechen, dass die regimekritischen Intellektuellen Macht im weberschen Sinne über den Regierungsapparat der DDR hatte.

Max Weber (1976) definiert Macht als „jede Chance, innerhalb einer sozialen Beziehung den eigenen Willen auch gegen Widerstand durchzusetzen, gleichviel worauf diese Chance beruht.“ (S.28)

Diese Definition deckt sich übrigens recht gut mit dem Hinweis des Literaturnobelpreisträgers Elias Canetti, dass das Wort Macht „sich aus einer alten gotischen Wurzel 'magan' für 'können, vermögen' her[leitet] und (...) mit dem Stamm 'machen' überhaupt nicht verwandt“ sei (vgl. Canetti 1990: 313).

Doch betrachten wir nun die in dem Film dargestellte Situation. Der von Sebastian Koch gespielte Dramatiker Georg Dreyman führt gewisse Dinge wie das Verfassen eines später im bundesdeutschen Magazins „Der Spiegel“ veröffentlichten Berichts über die außergewöhnlich hohe Selbstmordrate in der DDR in dem Wissen durch, dass er die DDR-Regierung damit in Aufruhr versetzt und setzt so in einem gewissen Sinne „den eigenen Willen auch gegen Widerstand“ (Weber 1976: 28) durch. Auch wenn der „Triumph“ sicher nur von kurzer Dauer ist und es Dreyman wohl schlecht ergehen wird, wenn der Stasi der Nachweis gelingt, dass er der Autor des Artikels ist – der entscheidende Punkt ist, dass Webers Definition keine Zeitkomponente enthält. Sie, die Definition, sagt weiter nichts darüber aus, wie oft der eigene Wille „gegen Widerstand durchzusetzen“ sei, mithilfe welcher Methoden jene Handlungen auszuüben seien, damit sie als Macht bezeichnet werden können und ob die Handlungen der eigenen Initiative entspringen sowie ob (negative) Konsequenzen zu befürchten sind.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung skizziert die Fragestellung, ob die Anwendung von Machtkonzeptionen nach Weber und Bauman auf regimekritische Intellektuelle in der DDR anhand des Films „Das Leben der Anderen“ gerechtfertigt ist.

2. Zusammenfassung des Films „Das Leben der Anderen“: Dieses Kapitel fasst die für die Analyse relevanten Handlungselemente des Films zusammen, insbesondere die Überwachung des Dramatikers Georg Dreyman durch den Stasi-Hauptmann Gerd Wiesler.

3. Oppositionelle Intellektuelle in der: Hier wird der historische Kontext der oppositionellen Bewegung in der DDR erläutert und die Rolle von Intellektuellen als kritisches Gewissen der Gesellschaft dargestellt.

4. Umfassen die Definitionen von Macht und Herrschaft von Max Weber (1976) das ausgesuchte Beispiel?: Das Kapitel prüft die Anwendbarkeit von Webers Macht- und Herrschaftsbegriff auf die Aktionen des Protagonisten Dreyman gegenüber dem DDR-Regime.

5. Inwieweit umfasst Baumanns (2000) Konstrukt der Macht das ausgewählte Beispiel?: Hier wird Baumanns Machtverständnis, das den Fokus stärker auf die Handlungsfähigkeit und die Zielerreichung legt, auf das Filmbeispiel angewendet.

6. Kritik: Der Autor reflektiert kritisch über die Grenzen soziologischer Definitionen von Macht und deren allgemeine Anwendbarkeit.

7. Literaturverzeichnis: Auflistung der in der Hausarbeit verwendeten wissenschaftlichen Quellen.

Schlüsselwörter

DDR, Stasi, Macht, Herrschaft, Max Weber, Zygmunt Bauman, regimekritische Intellektuelle, Das Leben der Anderen, Opposition, Widerstand, soziologische Machtkonzeption, Überwachung, politische Gegnerschaft, DDR-Regime, Georg Dreyman.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert Machtverhältnisse zwischen regimekritischen Intellektuellen in der DDR und dem Staatssicherheitsdienst anhand einer Fallstudie des Films „Das Leben der Anderen“.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Felder sind die soziologische Theoriebildung zu Macht und Herrschaft, die Bedingungen oppositioneller Arbeit in der DDR sowie deren mediale Darstellung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Es soll untersucht werden, ob die Machtbegriffe von Max Weber und Zygmunt Bauman geeignet sind, das Handeln oppositioneller Intellektueller gegenüber einem repressiven Staatsapparat soziologisch zu erfassen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die Methode der theoretischen Analyse und Anwendung durch einen Vergleich von soziologischen Definitionen mit einem fiktiven, aber historisch kontextualisierten Filmbeispiel.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung des historischen Kontexts der DDR-Opposition, die Anwendung der Definitionen von Weber und Bauman auf den Protagonisten Dreyman sowie eine kritische Reflexion dieser Theorien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

DDR, Macht, Herrschaft, Opposition, Stasi, Weber, Bauman und politische Gegnerschaft.

Warum wird gerade der Film „Das Leben der Anderen“ zur Analyse herangezogen?

Der Film dient als anschauliches Beispiel, um komplexe soziologische Machtkonstellationen zwischen einer Einzelperson und einem totalitären Machtapparat zu veranschaulichen.

Wie bewertet der Autor die Anwendbarkeit von Webers Machtbegriff?

Der Autor stuft Webers Definition als sehr weit und undifferenziert ein, da ihr unter anderem eine klare Zeitkomponente fehlt, um machthaltige Handlungen genauer abzugrenzen.

Welcher Unterschied besteht laut Arbeit zwischen Weber und Bauman in Bezug auf Macht?

Während bei Weber Macht eher die Durchsetzung gegen Widerstand bedeutet, betrachtet Bauman Macht stärker als die Fähigkeit, über Ressourcen zu verfügen, um eigene Ziele mittels Zwang oder Einfluss zu erreichen.

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Detalles

Título
Wer hat denn nun Macht?
Subtítulo
Unterschiedliche Machtkonzeptionen an einem Filmbeispiel über regimekritische Intellektuelle in der DDR
Universidad
Martin Luther University  (Soziologie)
Calificación
1,0
Autor
Paul Hanel (Autor)
Año de publicación
2010
Páginas
9
No. de catálogo
V151133
ISBN (Ebook)
9783640630363
ISBN (Libro)
9783640630677
Idioma
Alemán
Etiqueta
Macht und Herrschaft Soziologie Max Weber Baumann Stasi Das Leben der Anderen Machtkonzeptionen Intellektuelle in der DDR
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Paul Hanel (Autor), 2010, Wer hat denn nun Macht? , Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/151133
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