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Was wird unter dem Shareholder Value verstanden und wie wird er gemessen?

Title: Was wird unter dem Shareholder Value verstanden und wie wird er gemessen?

Seminar Paper , 2001 , 28 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Kirstin Baltzer (Author)

Business economics - Controlling
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1. Einführung und Gang der Untersuchung

Die vorliegende Arbeit behandelt die Fragestellung „was wird (üblicherweise) unter dem Shareholder – Value (SV) verstanden, und wie wird er gemessen ?“ Im Verlauf der Untersuchung soll zunächst aufgezeigt werden was unter dem SV verstanden wird, und warum er immer mehr an Bedeutung gewinnt. Dazu werden beispielhaft einige Anwendungsfelder des SV dargestellt. Um die Bedeutung des SV in einem Unternehmen aufzuzeigen, wird auf die Problematik eingegangen, dass das Management und die Anteilseigner unterschiedliche Interessen verfolgen können. Dieser Problematik kann durch eine konsequente Ausrichtung der Unternehmenspolitik am SV entgegengewirkt werden. Im nächsten Abschnitt werden bisherige Ansätze zur Unternehmensbewertung dargestellt. Hierzu werden die klassischen gewinnorientierten Steuerungsgrößen, wie z.B. der Gewinn, die Rentabilität des investierten Kapitals ( ROI ), der Gewinn pro Aktie (EPS ), sowie die Eigenkapitalrentabilität, aus Bilanz und GuV kurz vorgestellt. Danach soll deutlich gemacht werden, dass die vorgestellten klassischen Steuerungsgrößen einige Unzulänglichkeiten aufweisen, um den Wert des Unternehmens darzustellen. Man kann erkennen, dass mit einer Erhöhung der klassischen Steuerungsgrößen nicht unbedingt eine Erhöhung des Unternehmenswertes einhergeht. Dieser Aspekt soll die Wichtigkeit der Verwendung des SV zur Unternehmensbewertung unterstreichen.

Im letzten Teil meiner Arbeit sollen repräsentativ einige Berechnungsmethoden des SV dargestellt werden. Hierzu werden die Zusammensetzung, die Berechnung der verwendeten Erfolgsgrößen, sowie die unterschiedlichen Prognosen der zukünftigen Erfolge des zu bewertenden Unternehmens in den verschiedenen Ansätzen nach Rappaport, Copeland, Stern und Stewart, sowie Lewis untersucht. Da der Ansatz nach Rappaport als Ursprung unternehmenswertorientierter Konzepte anzusehen ist, soll ihm die meiste Aufmerksamkeit gewidmet werden.

Nach der beispielhaften Darstellung, wie in den einzelnen Ansätzen der SV berechnet wird, soll die allgemeine Problematik, die mit den Berechnungsmethoden einhergeht, erläutert werden. Anschließend werden die Vor- und Nachteile, die sich auf die speziellen Verfahren beziehen, kurz dargestellt. In einer abschließenden Schlussbetrachtung soll noch einmal ein kurzer Überblick über die Ergebnisse der Arbeit gegeben werden. Weiterhin wird ein Vorschlag zur Erweiterung des SV aufgezeigt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung und Gang der Untersuchung

2. Der Shareholder – Value

2.1 Begriffliche Kennzeichnung des Shareholder - Value

2.2 Wachsendes Interesse am Shareholder – Value

2.3 Die unterschiedlichen Interessen und Zielsetzungen von Management und Eigenkapitalgebern

3. Unzulänglichkeiten der klassischen Steuerungsgrößen zur Unternehmensbewertung

4. Berechnungsmethoden des Shareholder – Values

4.1 Die verschiedenen Methoden

4.1.1 Der Shareholder – Value Ansatz nach Rappaport

4.1.2. Der Shareholder – Value Ansatz nach Copeland, Koller und Murrin

4.1.3. Der Shareholder – Value Ansatz nach Stern und Stewart

4.1.4. Der Shareholder – Value Ansatz nach Lewis

4.2 Die Problematik der Shareholder – Value Messung

5. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, ein fundiertes Verständnis für das Konzept des Shareholder Value (SV) zu schaffen, seine zunehmende Bedeutung in der Unternehmensführung zu beleuchten und verschiedene Methoden zu dessen Messung kritisch zu analysieren.

  • Grundlagen und Definition des Shareholder Value Konzepts
  • Analyse der klassischen, gewinnorientierten Steuerungsgrößen und deren Defizite
  • Vergleich führender Berechnungsmethoden (Rappaport, Copeland et al., Stern & Stewart, Lewis)
  • Diskussion der Interessenkonflikte zwischen Management und Anteilseignern
  • Kritische Würdigung der Problematik bei der SV-Messung und Ausblick auf Erweiterungsansätze

Auszug aus dem Buch

4.1.1 Der Shareholder – Value Ansatz nach Rappaport

Der wohl bekannteste Ansatz zur Berechnung des Shareholder – Value, ist der Ansatz nach Rappaport. „ Rappaport übertrug vorhandenes Gedankengut aus der Finanzierungs- und Kapitaltmarktheorie auf die Unternehmensführung und entwickelte erste konzeptionelle Ansätze zur Unternehmenswertorientierten Steuerung des Unternehmens.“ Somit gilt dieser Ansatz als Ursprung Unternehmenswertorientierter Konzepte.

Nach Rappaport sind die klassischen Kennzahlen aus der Buchhaltung anzuzweifeln. Er ermittelt den SV nach dem sogenannten Discounted Cash Flow Verfahren.

Möchte man den SV ermitteln, muß man zuerst den Unternehmenswert bestimmen. Rappaport ermittelt den Unternehmenswert auf Basis des betrieblichen Cash – Flow (CF), dem Residualwert sowie dem Marktwert börsenfähiger Wertpapiere. Der betriebliche CF ergibt sich aus der Differenz der betrieblichen Ein- und Auszahlungen. Jedoch stellt der CF keine sichere Größe dar, da er nur auf Erwartungswerte basiert. „Der CF eines jeden Jahres wird wie folgt berechnet:

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung und Gang der Untersuchung: Hinführung zum Thema mit Erläuterung der Forschungsfrage sowie kurzer Abriss des methodischen Aufbaus der Untersuchung.

2. Der Shareholder – Value: Definition des Begriffs sowie Erläuterung der Gründe für das wachsende Interesse und die Analyse der Zielkonflikte zwischen Management und Eigenkapitalgebern.

3. Unzulänglichkeiten der klassischen Steuerungsgrößen zur Unternehmensbewertung: Darlegung der Gründe, warum klassische Kennzahlen wie Gewinn, ROI oder EPS zur Unternehmenswertbestimmung unzureichend sind.

4. Berechnungsmethoden des Shareholder – Values: Detaillierte Gegenüberstellung verschiedener Ansätze zur Berechnung des SV sowie eine kritische Betrachtung der allgemeinen Messproblematik.

5. Schlussbetrachtung: Zusammenfassender Überblick über die Ergebnisse sowie ein kurzer Ausblick auf mögliche Erweiterungsansätze wie den Stakeholder-Value-Ansatz.

Schlüsselwörter

Shareholder Value, Unternehmenswert, Unternehmensbewertung, Discounted Cash Flow, Cash Flow, Rappaport, Kapitalkosten, Eigenkapitalgeber, Unternehmenssteuerung, Werttreiber, Rendite, Kapitalmarkt, Finanzmanagement, Investition, Unternehmensführung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Klärung der Begriffe und Messmethoden des Shareholder Value (SV) sowie dessen Rolle als Steuerungsinstrument für moderne Unternehmen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Themen umfassen die Definition des Shareholder Value, die Defizite klassischer gewinnorientierter Kennzahlen, die detaillierte Darstellung und der Vergleich unterschiedlicher SV-Berechnungsmodelle sowie die kritische Reflexion der Anwendbarkeit dieses Konzepts.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, was unter Shareholder Value zu verstehen ist, warum er an Bedeutung gewinnt und welche konkreten methodischen Ansätze existieren, um den Unternehmenswert aus Sicht der Eigenkapitalgeber zu bestimmen.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?

Die Arbeit nutzt eine deskriptive und analytische Literaturrecherche, um die bestehenden theoretischen Ansätze der Unternehmensbewertung (insbesondere nach Rappaport, Copeland, Stern/Stewart und Lewis) zu vergleichen und deren Vor- sowie Nachteile herauszuarbeiten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die Unzulänglichkeiten klassischer Kennzahlen analysiert, bevor die vier Hauptansätze zur Berechnung des Shareholder Value detailliert vorgestellt werden. Zudem erfolgt eine kritische Auseinandersetzung mit der allgemeinen Messproblematik von SV-Methoden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Shareholder Value, Unternehmenswert, Discounted Cash Flow, Werttreiber und Kapitalrendite geprägt.

Warum ist laut Autor die Verwendung von Gewinngrößen zur Unternehmensbewertung problematisch?

Gewinngrößen sind laut Autor vergangenheitsorientiert, ermöglichen Wahlrechte bei der Bewertung und vernachlässigen sowohl den Zeitwert des Geldes als auch das unternehmerische Risiko, weshalb sie zur zukunftsorientierten Bestimmung des Unternehmenswertes ungeeignet sind.

Welche Rolle spielt der Ansatz nach Rappaport in dieser Untersuchung?

Der Ansatz nach Rappaport nimmt eine zentrale Stellung ein, da er als Ursprung der unternehmenswertorientierten Konzepte gilt und somit die Grundlage für die darauffolgenden, alternativen Methoden bildet.

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Details

Title
Was wird unter dem Shareholder Value verstanden und wie wird er gemessen?
College
RWTH Aachen University  (Industrielles Controlling)
Grade
2,0
Author
Kirstin Baltzer (Author)
Publication Year
2001
Pages
28
Catalog Number
V15161
ISBN (eBook)
9783638203593
ISBN (Book)
9783638937313
Language
German
Tags
Shareholder Value
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Kirstin Baltzer (Author), 2001, Was wird unter dem Shareholder Value verstanden und wie wird er gemessen?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/15161
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