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Lyndon B. Johnson und die Herausforderung der Rechtfertigung des Vietnamkriegs. Strategien, öffentliche Meinung und politische Konsequenzen

Titel: Lyndon B. Johnson und die Herausforderung der Rechtfertigung des Vietnamkriegs. Strategien, öffentliche Meinung und politische Konsequenzen

Hausarbeit , 2024 , 17 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Ranko Mitrovic (Autor:in)

Politik - Region: USA
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Arbeit beleuchtet Lyndon B. Johnsons Herausforderung, den Vietnamkrieg als gerecht zu vermitteln. Zu Beginn wird das Konzept des gerechten Krieges erklärt, gefolgt von Johnsons Strategien zur Einflussnahme auf die öffentliche Meinung in den USA. Es werden die Normen des gerechten Krieges, die Rechtfertigung für den Krieg und die schwindende Unterstützung in der Bevölkerung, insbesondere nach der Tet-Offensive, analysiert. Abschließend wird untersucht, ob es der US-Regierung gelang, den Krieg als gerecht darzustellen, und wie die Meinungsverschiebung die US-Politik beeinflusste.

Mit den Worten "There has been a dramatic shift in public opinion" verkündete Lyndon B. Johnson am 22. März 1968 seinen Rückzug aus dem Präsidentschaftswahlkampf und eine Neuorientierung der amerikanischen Vietnampolitik. Auslöser für diese entscheidende Wende in der öffentlichen Meinung war die nordvietnamesische Tet-Offensive Ende Januar 1968. Diese Ereignisse warfen die Frage auf, ob die öffentliche Meinung tatsächlich war, wie es in einem Memo an Johnsons Sicherheitsberater Walt Rostow hieß, und damit zum entscheidenden Faktor für das amerikanische Engagement in Vietnam wurde. Die Erklärung und Rechtfertigung der amerikanischen Beteiligung am Vietnamkrieg gegenüber der heimischen Öffentlichkeit erwies sich als äußerst komplex. Der Konflikt in Vietnam war durch besondere Umstände gekennzeichnet. Die große geographische Distanz zwischen den USA und dem Kriegsschauplatz erforderte eine besondere Erklärung und Rechtfertigung. [...]

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Der gerechte Krieg

Normen des gerechten Krieges

Johnsons Strategie zur Öffentlichen Meinung:

Der gerechte Grund

Legitime Autorität

Zweifel an Johnsons Vietnampolitik:

Die Verhältnismäßigkeit der Kriegsmittel

Unterstützung schwindet

Schwindelte Aussicht auf Erfolg

Hat es die US-Regierung geschafft der Bevölkerung einen gerechten Krieg zu vermitteln?:

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht, inwiefern es der Regierung unter Lyndon B. Johnson gelang, den Vietnamkrieg gegenüber der US-amerikanischen Öffentlichkeit als „gerechten Krieg“ zu legitimieren. Dabei wird analysiert, wie die Regierung mittels gezielter Kommunikationsstrategien, Meinungsumfragen und propagandistischer Mittel versuchte, die öffentliche Unterstützung für den militärischen Kurs aufrechtzuerhalten und wie der Wandel dieser öffentlichen Meinung, insbesondere nach der Tet-Offensive, schließlich zum Rückzug Johnsons aus dem Präsidentschaftswahlkampf führte.

  • Die theoretischen Grundlagen der Lehre vom „gerechten Krieg“.
  • Die Kommunikations- und Legitimationsstrategien der Regierung Johnson.
  • Die Rolle der Massenmedien und Meinungsumfragen bei der Indoktrination der Öffentlichkeit.
  • Die Auswirkungen der Tet-Offensive auf die öffentliche Meinung und das Vertrauen in die Regierung.
  • Das Spannungsfeld zwischen militärischer Realität und offizieller staatlicher Darstellung.

Auszug aus dem Buch

Die Verhältnismäßigkeit der Kriegsmittel

1965 startete die Operation Rollender Donner, worin man gegen die Nordvietnamesen Luftangriffe startete. Ziel war es die Nordvietnamesin moralisch zu schwächen und sie zu Friedensgesprächen zu motivieren. Der US-Präsident Lyndon B Johnson sprach sich für einen Bodentrupp aus. Die US-Lufttruppe warf insgesamt eine Millionen Tonnen Bomben und Napalm, wodurch ganze Landstriche unbewohnbar wurden. 21 Viele Soldaten waren zu den Feiertagen bei den gegnerischen Reihen. Die Kommunisten bedienten sich diesem Feiertag und planten sorgfältig einen Überraschungsangriff. Beispielsweise griffen sie auch die amerikanische Station in Khe Sahn an. Zudem gelang es den Kommunisten kurzzeitig die Zitadelle des Hauptsitzes Vietnams zu besetzen. Somit zeigte diese Offensive, dass die Kommunisten große Schäden ausrichten können.

Vor der Tet-Offensive, die im Januar 1968 stattfand, spielte das Weiße Haus die Anzeichen für eine sinkende öffentliche Unterstützung herunter und betonte stattdessen kurzzeitige Aufschwünge in der Unterstützung für den Präsidenten und seine Politik des Verhandelns aus Stärke. Kurz vor der politisch verheerenden Tet-Offensive meldete ein Umfrage-Spezialist enthusiastisch, dass die Zustimmung der Öffentlichkeit zum Präsidenten gestiegen sei, da die Öffentlichkeit ein besseres Verständnis dafür habe, was die Regierung in Vietnam zu erreichen versucht.22 Im Dezember 1965 versicherte ein Umfrage-Spezialist im Weißen Haus Johnson, dass die Amerikaner die militärischen Erhöhungen im letzten Jahr unterstützen und sogar bereit wären, noch weiterzugehen, um eine friedliche Lösung zu erreichen.23 Berichte aus dem Weißen Haus im Jahr 1966 ergaben weiterhin eine große Unterstützung für die Strategie des Präsidenten, den militärischen Druck aufrechtzuerhalten, aber eine Verhandlungslösung zu suchen.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Einführung in die Problematik des öffentlichen Meinungswandels während des Vietnamkriegs und die politische Zäsur durch die Tet-Offensive.

Der gerechte Krieg: Definition und theoretische Herleitung der Kriterien eines gerechten Krieges sowie deren Bedeutung für das moralische Verständnis westlicher Gesellschaften.

Johnsons Strategie zur Öffentlichen Meinung: Analyse der gezielten Maßnahmen der US-Regierung zur Legitimierung des Kriegseinsatzes und der Kontrolle der öffentlichen Wahrnehmung.

Zweifel an Johnsons Vietnampolitik: Untersuchung der kritischen Wendepunkte wie der Tet-Offensive und dem Massaker von My Lai, die das Vertrauen in die offizielle Kriegsführung untergruben.

Hat es die US-Regierung geschafft der Bevölkerung einen gerechten Krieg zu vermitteln?: Fazit über das Scheitern der Legitimationskampagnen der US-Regierung vor dem Hintergrund der Diskrepanz zwischen Propaganda und militärischer Realität.

Schlüsselwörter

Vietnamkrieg, Lyndon B. Johnson, gerechter Krieg, Öffentliche Meinung, Tet-Offensive, Kriegslegitimation, Propaganda, Kalter Krieg, Massenmedien, Meinungsumfragen, moralische Legitimität, Vietnampolitik, militärische Intervention, Verhältnismäßigkeit, Kommunismus.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Herausforderungen, denen sich US-Präsident Lyndon B. Johnson gegenübersah, als er versuchte, den Vietnamkrieg gegenüber der eigenen Bevölkerung als einen ethisch vertretbaren und notwendigen „gerechten Krieg“ zu begründen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Felder umfassen die Theorie des gerechten Krieges, die gezielte Beeinflussung der öffentlichen Meinung durch das Weiße Haus, die Rolle von Medien und Umfragen sowie die Auswirkungen militärischer Rückschläge auf die innenpolitische Stabilität der USA.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist zu klären, ob die US-Regierung erfolgreich darin war, der Bevölkerung ein gerechtes Bild des Vietnamkrieges zu vermitteln, und welche Faktoren diesen Prozess letztlich zum Scheitern brachten.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Es wird eine deskriptiv-analytische Methode angewandt, die auf der Auswertung von Primärquellen (wie Reden und Regierungsdokumenten) und einer umfassenden Sichtung akademischer Sekundärliteratur zur politischen Kommunikation und Geschichte des Vietnamkrieges basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der theoretischen Normen eines gerechten Krieges, die konkreten Propagandastrategien Johnsons sowie die Analyse von Wendepunkten wie der Tet-Offensive, die das Vertrauensverhältnis zwischen Regierung und Bürgern nachhaltig erschütterten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Die Arbeit lässt sich maßgeblich durch Begriffe wie „gerechter Krieg“, „Öffentliche Meinung“, „Propaganda“, „Legitimation“ und „Vietnamkrieg“ definieren.

Was bedeutete die Tet-Offensive für das Narrativ der Regierung?

Die Tet-Offensive markierte einen entscheidenden Einschnitt, da sie die Diskrepanz zwischen der offiziellen Darstellung eines bevorstehenden Sieges und der brutalen Realität vor Ort offenlegte, was die Glaubwürdigkeit Johnsons massiv schwächte.

Wie nutzte Johnson Umfragen zur Kriegsführung?

Johnson setzte Umfragen primär dazu ein, um die Stimmung der Bevölkerung zu überwachen und gezielt politische Maßnahmen zu ergreifen, wobei Ergebnisse teils selektiv veröffentlicht wurden, um die eigene Vietnam-Agenda zu bestätigen.

Warum konnte der Krieg laut Autorin/Autor letztlich nicht als gerecht vermittelt werden?

Der Krieg konnte nicht als gerecht vermittelt werden, da die kontinuierlich brutale Kriegsführung (z.B. der Einsatz von Napalm) und die steigenden Verluste nicht mit dem vorgegebenen hehren Ziel der Freiheitsverteidigung zu vereinbaren waren.

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Details

Titel
Lyndon B. Johnson und die Herausforderung der Rechtfertigung des Vietnamkriegs. Strategien, öffentliche Meinung und politische Konsequenzen
Hochschule
Universität Siegen
Note
2,0
Autor
Ranko Mitrovic (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2024
Seiten
17
Katalognummer
V1518146
ISBN (PDF)
9783389087336
ISBN (Buch)
9783389087343
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Politik Amerika Lyndon Johnson Vietnamkrieg gerechter Krieg Krieg Hausarbeit
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Ranko Mitrovic (Autor:in), 2024, Lyndon B. Johnson und die Herausforderung der Rechtfertigung des Vietnamkriegs. Strategien, öffentliche Meinung und politische Konsequenzen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1518146
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Leseprobe aus  17  Seiten
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