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Interkulturelle Kompetenz am Beispiel Indiens

Von Max Müller bis heute

Title: Interkulturelle Kompetenz am Beispiel Indiens

Thesis (M.A.) , 2009 , 125 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Gloria Träger (Author)

Indology
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Summary Excerpt Details

Die fortschreitende Globalisierung, die Verflechtung der Weltwirtschaft sowie Internationalisierung
und Migration in der heutigen Gesellschaft machen die Auseinandersetzung mit Mitgliedern
anderer Kulturen unumgänglich.1 Der Kontakt mit kultureller Andersartigkeit gehört somit
mittlerweile zum Alltag eines fast jeden Menschen. Vor allem von Fach- und Führungspersonen
wird daher die Kompetenz verlangt, mit Mitgliedern anderer Kulturen erfolgreich und harmonisch
zusammenarbeiten zu können. Da immer mehr Firmen Tochterfirmen im Ausland gründen oder
ihren Standort gar ganz in ein anderes Land verlegen, werden von den Mitarbeitern mehr als nur
gute Fachkenntnisse erwartet. Es wird immer mehr die Qualifikation der interkulturellen
Kompetenz gefordert. Diese Kompetenz bedeutet nicht mehr nur einen Wettbewerbsvorteil,
vielmehr gehört sie mittlerweile zu den Grundvoraussetzungen, um sich auf dem internationalen
Markt behaupten zu können.2 Manche Unternehmen sehen in der Multikulturalität der Mitarbeiter
sogar eine Voraussetzung für wirtschaftlichen Erfolg.3
Globalisierung bedeutet nicht, dass kulturelle Unterschiede in Zukunft nicht mehr existieren
werden, da alle Kulturen zu einer großen Weltkultur zusammenfließen. Vielmehr findet parallel
zum Prozess der Globalisierung eine „Rückbesinnung auf lokal-kulturelle Traditionen und ihre
Wiederentdeckung“ statt.4 Diese Korrelation zwischen globalen und lokalen Prozessen wird auch
unter dem Begriff „Glokalisierung“ diskutiert.5 Kulturelle Unterschiede bleiben bestehen. Aus
diesem Grund ist die Beschäftigung mit der eigenen kulturellen sowie der fremdkulturellen
Prägung und den daraus entstehenden Missverständnissen und Vorurteilen die Voraussetzung für
harmonische, tolerante und erfolgreiche Interaktion oder Zusammenarbeit in interkulturellen
Begegnungen, die in der heutigen Zeit allgegenwärtig sind.
Sowohl Auswirkungen der Globalisierung als auch eine Vielzahl an kulturellen Traditionen
vereinen sich in besonderem Maße in Indien. Auf der einen Seite erlangt dieses Land auf dem
Weltmarkt immer mehr Bedeutung und Präsenz. Die rasche und anhaltende wirtschaftliche
Entwicklung Indiens seit der Unabhängigkeit im Jahr 1947, vor allem im Bereich der
Informationstechnologie, weckt zunehmend das Interesse vieler ausländischer Unternehmen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Annäherung an den Kulturbegriff

3. Max Müllers Leben und Wirken

3.1 Vorstellung der Person Friedrich Max Müller

3.2 Die britische Kolonialherrschaft vom 17.-19. Jahrhundert

3.3 Max Müllers Indienbild

3.4 Max Müllers Vorlesungen vor den Kandidaten des Indian Civil Service in Cambridge

3.4.1. India- what can it teach us?

3.4.2 The truthful character of the Hindus

3.4.3 Human interest of Sanskrit literature

3.4.4 Objections

3.4.5 The lessons of the Veda

3.4.6 Vedic deities

3.4.7 Veda and Vedanta

4. Ursachen für den Wandel in der Vermittlung interkultureller Kompetenz

4.1 Indiens Weg in die Unabhängigkeit

4.2 Indiens wirtschaftliche Entwicklung seit der Unabhängigkeit und die neue Rolle Europas

4.3 Das Verhältnis von Indien und Deutschland heute

5. Vermittlung interkultureller Kompetenz heute: Interkulturelles Training

5.1 Was ist interkulturelle Kompetenz?

5.2 Vom Zusammentreffen zweier Kulturen

5.2.1 Kulturschock

5.2.2 Kommunikation

5.2.2.1 Definition und Ebenen von Kommunikation

5.2.2.2 Verbale und nonverbale Kommunikation

5.2.2.3 Paraverbale Kommunikation

5.2.2.4 Direkte und indirekte Kommunikation

5.2.2.5 Kommunikationspsychologische Modelle

5.2.3 Stereotype und Vorurteile

5.3 Interkulturelles Training

5.3.1 Definition und Entwicklung

5.3.2 Trainingsarten

5.3.3 Ziele und Methoden des Trainings

5.3.4 Erfolgreiches Training

5.4 Moderne Theorien und Methoden der Kulturvermittlung

5.4.1 Das Modell der Kulturdimensionen

5.4.1.1 Individualismus versus Kollektivismus

5.4.1.2 Zeit

5.4.1.3 Weitere Dimensionen

5.4.2 Das Modell der Kulturstandards

5.4.3 Culture Assimilator

6. Gegenüberstellung der Kulturvermittlung Max Müllers und der Vermittlung interkultureller Kompetenz heute

6.1 Kulturverständnis

6.2 Zeitliche Einordnung und Hintergrund der Vermittlung

6.3 Zielgruppe

6.4 Gründe und Ziele für die Vermittlung zwischen Kulturen

6.5 Methoden und Herangehensweise der Vermittlung

6.6. Kritische Würdigung

6.6.1 Max Müller

6.6.2 Die Vermittlung interkultureller Kompetenz heute

7. Zusammenfassung und Fazit

9. Anhang

9.1 Übersicht über Müllers Werke

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht und vergleicht die Ansätze der Kulturvermittlung durch den Indologen Max Müller im 19. Jahrhundert mit modernen Konzepten des interkulturellen Trainings, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede in Zielsetzungen, Methoden und theoretischen Grundlagen aufzuzeigen.

  • Biografische und wissenschaftliche Analyse des Wirkens von Max Müller
  • Bedeutung historischer Kontexte und wirtschaftlicher Entwicklungen für die Kulturvermittlung
  • Definition und theoretische Modelle interkultureller Kompetenz und Trainings
  • Vergleichende Analyse von Müllers Vorlesungen und heutigen interkulturellen Trainingsmethoden

Auszug aus dem Buch

3.4.1. India- what can it teach us?

In seiner ersten Vorlesung vor den Kandidaten des Indian Civil Service wollte Müller dem Vorurteil begegnen, dass die zukünftigen britischen Beamten in Indien ein geistiges Exil zu erwarten hätten, abgeschottet vom Rest der Welt leben müssen und nichts haben würden, woran sie sich in ihrer Freizeit erfreuen können. Er wollte, dass die Civil Servants in der indischen Bevölkerung keine Gegner, sondern Partner sehen, in deren Land man sich wohlfühlen kann. Dies machte er deutlich mit seinem berühmten Äußerung:

„If I were to look over the whole world to find out the country most richly endowed with all the wealth, power, and beauty, that nature can bestow- in some parts very paradise on earth- I should point to India. If I were asked under what sky the human mind has most full developed some of its choicest gifts, has most deeply pondered on the greatest problems of life, and has found solutions of some of them which well deserve the attention even of those who have studied Plato and Kant- I should point to India. And if I were to ask myself from what literature we, here in Europe, we who have been nurtured almost exclusively on the thoughts of Greeks and Romans, and of one Semitic race, the Jewish, may draw that corrective which is most wanted in order to make our inner life more perfect, more comprehensive, more universival, in fact more truly human, a life, not for this life only, but a transfigured and eternal life-again I should point to India.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Relevanz interkultureller Kompetenz durch Globalisierung und wirtschaftliche Verflechtung und führt in das Forschungsinteresse an Max Müllers historischer Kulturvermittlung ein.

2. Annäherung an den Kulturbegriff: Dieses Kapitel definiert Kultur als komplexes, nicht statisches Bedeutungssystem, das durch Sozialisation erlernt wird und Orientierung sowie Identität stiftet.

3. Max Müllers Leben und Wirken: Das Kapitel zeichnet Müllers Biografie, seinen akademischen Werdegang und sein Engagement für die indische Kultur und Sanskrit-Studien nach.

4. Ursachen für den Wandel in der Vermittlung interkultureller Kompetenz: Hier werden die historischen Entwicklungen in Indien – vom Freiheitskampf bis zur modernen wirtschaftlichen Aufstieg – als Hintergrund für den Wandel der interkulturellen Vermittlung beleuchtet.

5. Vermittlung interkultureller Kompetenz heute: Interkulturelles Training: Dieses Kapitel erläutert aktuelle Definitionen, theoretische Modelle und Trainingsmethoden zur Förderung interkultureller Handlungskompetenz.

6. Gegenüberstellung der Kulturvermittlung Max Müllers und der Vermittlung interkultureller Kompetenz heute: Ein analytischer Vergleich, der Parallelen und Unterschiede in Methoden, Zielen und theoretischen Grundlagen beider Ansätze herausarbeitet.

7. Zusammenfassung und Fazit: Die Arbeit resümiert die gewonnenen Erkenntnisse und schließt mit einer Würdigung beider Ansätze im Kontext der heutigen Anforderungen.

Schlüsselwörter

Max Müller, Interkulturelle Kompetenz, Indien, Kulturvermittlung, Interkulturelles Training, Globalisierung, Rig-Veda, Kulturstandards, Kulturdimensionen, Kommunikation, Sanskrit, Stereotype, Vorurteile, Kulturverständnis, Transkulturalität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert und vergleicht die Kulturvermittlung von Max Müller, der im 19. Jahrhundert indische Kultur in England vermittelte, mit modernen interkulturellen Trainings.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen sind die Biografie von Max Müller, die historische und wirtschaftliche Entwicklung Indiens, die Definition des Kulturbegriffs sowie die modernen Methoden und Theorien interkultureller Kompetenzvermittlung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Ziel ist ein strukturierter Vergleich zwischen dem historisch-theoretischen Ansatz von Max Müller und den heutigen praktischen, kundenorientierten interkulturellen Trainings, um Gemeinsamkeiten und methodische Unterschiede aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird ein systematischer Vergleich gewählt, der verschiedene Ebenen (Kulturverständnis, Hintergrund, Ziele, Zielgruppen und Methoden) abstrahiert, um eine präzise Gegenüberstellung zu ermöglichen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung von Max Müllers Wirken, eine historische Kontextualisierung Indiens, die theoretische Fundierung interkultureller Kompetenz und eine detaillierte Gegenüberstellung beider Ansätze.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Interkulturelle Kompetenz, Max Müller, Kulturvermittlung, Indologie, Globalisierung und Kulturstandards charakterisiert.

Inwiefern beeinflusste Max Müllers Biografie seine Arbeit über Indien?

Müllers Leben in England als deutscher Gelehrter prägte seine Vermittlerrolle. Seine persönliche Faszination für Sanskrit und seine philosophische Suche nach dem Ursprung menschlichen Denkens motivierten sein Lebenswerk, auch wenn er selbst nie in Indien war.

Warum wird Indien heute anders vermittelt als zu Müllers Zeiten?

Während Müller Indien als philosophisches Erbe und Quelle alter Weisheit betrachtete, steht heute die interkulturelle Effizienz und geschäftliche Zusammenarbeit im Vordergrund. Der Fokus hat sich von der kognitiven Wissensvermittlung hin zu praxisorientierten, interaktiven Trainingsmethoden verschoben.

Excerpt out of 125 pages  - scroll top

Details

Title
Interkulturelle Kompetenz am Beispiel Indiens
Subtitle
Von Max Müller bis heute
College
University of Würzburg
Grade
1,7
Author
Gloria Träger (Author)
Publication Year
2009
Pages
125
Catalog Number
V151822
ISBN (eBook)
9783640637263
ISBN (Book)
9783640637379
Language
German
Tags
interkulturelles Training Indien Max Müller interkulturelle Kompetenz
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Gloria Träger (Author), 2009, Interkulturelle Kompetenz am Beispiel Indiens, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/151822
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