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Schriftspracherwerb und Aufmerksamkeitsdefizit. Das Potenzial des Abschreibens von der Tafel

Titel: Schriftspracherwerb und Aufmerksamkeitsdefizit. Das Potenzial des Abschreibens von der Tafel

Hausarbeit , 2024 , 16 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Didaktik für das Fach Deutsch - Grammatik, Stil, Arbeitstechnik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Der Schriftspracherwerb ist ein zentraler Meilenstein der kindlichen Entwicklung und entscheidend für den schulischen Erfolg und die gesellschaftliche Teilhabe. Kinder bringen jedoch beim Eintritt in die Schule unterschiedliche Entwicklungsstände und Fähigkeiten mit, was besonders für Schüler:innen mit Aufmerksamkeitsdefizit (ADS/ADHS) eine Herausforderung darstellt. Diese Arbeit untersucht anhand einer Vignette, inwiefern das Abschreiben von der Tafel als unterstützende Methode den Schriftspracherwerb fördern kann. Die Relevanz dieser Methode wird vor dem Hintergrund der individuellen Bedürfnisse von Kindern mit besonderem Förderbedarf analysiert. Dabei liegt der Fokus auf der praktischen Anwendung und den Potenzialen des Abschreibens, um kognitive Fähigkeiten zu stärken und Lernprozesse zu erleichtern. Die Ergebnisse sollen zu einer gezielten Förderung im Schriftspracherwerb beitragen und effektive Strategien für Lehrkräfte aufzeigen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretische Auseinandersetzung

2.1 Potenziale des Abschreibens für den Schriftspracherwerb

2.2 Besonderheiten im Schriftspracherwerb bei Schülerinnen und Schülern mit Förderbedarf

3. Methodisches Vorgehen

4. Vignette

5. Lektüre

6. Ergebnisse und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Forschungsfrage, inwiefern das Abschreiben von der Tafel als unterstützende Methode den Schriftspracherwerb bei Kindern mit besonderem Förderbedarf, insbesondere bei Vorliegen einer Aufmerksamkeitsdefizitstörung, fördern kann.

  • Prozesse und kognitive Anforderungen beim Abschreiben von der Tafel
  • Herausforderungen im Schriftspracherwerb bei Kindern mit ADS/ADHS
  • Methodische Anwendung der Vignettenforschung zur Analyse unterrichtlicher Prozesse
  • Reflexion individueller Lernvoraussetzungen und Förderbedarfe
  • Ableitung pädagogischer Handlungsstrategien zur Unterstützung bei Schreibaufgaben

Auszug aus dem Buch

4. Vignette

Schülerin D. blickt auf die grüne Tafel, auf der ein Lückentext mit vier herausfordernden Leerstellen prangt. Daneben stehen die vier Wörter, die eingesetzt werden sollen. D. fixiert die Tafel intensiv, dabei kaut sie bedächtig auf ihrem Bleistift, als könne diese Handlung die Lösung der Aufgabe beschleunigen. Der erste Buchstabe, ein "s", findet seinen Weg in die zweite Lücke, als D. konzentriert ihren Blick aus dem Fenster schweifen lässt. Dynamische Regentropfen zeichnen glänzende Bahnen auf der Fensterscheibe, und D. verliert sich einen Augenblick in diesem Moment.

Nach diesem kurzen Ausflug in die Welt der Regentropfen richtet D. wieder ihren Blick auf die Tafel, nur um festzustellen, dass sie die Orientierung verloren hat. Verwirrt meldet sie sich und kommuniziert ihr Dilemma. Frau G. zeigt mit einer ruhigen Geste auf die korrekte Stelle, während die Sonderpädagogin einen weißen Magneten als Ankerpunkt zur Orientierung verschiebt. D. setzt erneut ihren Bleistift an ihrem Mund an, kaut nachdenklich, spielt mit ihren Haaren und wirkt dabei ein wenig abgelenkt. Der Blick fällt auf den Magneten, und das Wort "sieben" füllt die erste Lücke. Die Sonderpädagogin lenkt behutsam den Magneten zur zweiten Lücke, doch D. hat ihren Fokus schon wieder auf die Regentropfen gerichtet.

Die Sonderpädagogin rückt näher und tippt D. sanft auf die Schulter, zeigt auf die Tafel, als eine stille Ermahnung, weiterzuarbeiten. Das zuvor geschriebene "s" der zweiten Zeile wird wegradiert, und D. beginnt, das Wort "Jahr" zu formulieren. Jeder Buchstabe erfordert einen Blick zur Tafel, eine Sicherheitsprüfung, dass sie auf dem richtigen Weg ist. Der Magnet bleibt stehen, und so auch D.s Fortschritt, während die Sonderpädagogin sich einem anderen Kind zuwendet. D. verharrt, spielt mit dem Bleistift, während um sie herum die Arbeitsphase endet. Während der Besprechung scheint ihr Blick kaum auf die Tafel zu wandern – eine halb bearbeitete Aufgabe und ein Ausdruck der Unruhe in ihrem kindlichen Gesicht.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel motiviert die Themenwahl, erläutert die Bedeutung des Schriftspracherwerbs und führt in die Fragestellung zur Rolle des Abschreibens bei Kindern mit Förderbedarf ein.

2. Theoretische Auseinandersetzung: Hier werden die kognitiven Anforderungen beim Abschreiben sowie die spezifischen Schwierigkeiten von Kindern mit Aufmerksamkeitsstörungen und Lese-Rechtschreib-Problemen dargelegt.

3. Methodisches Vorgehen: Das Kapitel beschreibt die Vignettenforschung als Werkzeug, um subjektive Einblicke in individuelle Lernprozesse während des Unterrichts zu gewinnen.

4. Vignette: Eine detaillierte Beobachtungssituation der Schülerin D. im laufenden Unterricht wird wiedergegeben, um die Schwierigkeiten bei einer spezifischen Tafel-Abschreibaufgabe zu veranschaulichen.

5. Lektüre: Auf Basis der Vignette werden die gezeigten Verhaltensweisen reflektiert und mögliche Ursachen für die Lernschwierigkeiten der Schülerin im Kontext der Aufgabenstellung diskutiert.

6. Ergebnisse und Ausblick: Zusammenfassend werden pädagogische Handlungsoptionen und Ansätze zur Förderung, wie auditive Unterstützung oder ein orthografisches Lexikon, aufgezeigt.

Schlüsselwörter

Schriftspracherwerb, Abschreiben, Tafel, Sonderpädagogik, Förderbedarf, Aufmerksamkeitsdefizit, ADS, ADHS, Vignettenforschung, orthografisches Lexikon, Arbeitsgedächtnis, Lese-Rechtschreibschwäche, Unterrichtsgestaltung, kognitive Prozesse, Inklusion.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie das Abschreiben von der Tafel als Methode im Unterricht genutzt werden kann, um Kinder mit besonderem Förderbedarf, insbesondere mit Aufmerksamkeitsdefiziten, beim Erwerb der Schriftsprache gezielt zu unterstützen.

Welche zentralen Themenfelder behandelt die Autorin?

Die Arbeit verknüpft theoretische Erkenntnisse zu kognitiven Prozessen beim Schreiben mit einer schulpraktischen Fallanalyse und diskutiert pädagogische Strategien zur Differenzierung im Unterricht.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die zentrale Frage ist, inwiefern das Abschreiben von der Tafel Kindern mit Förderbedarf hilft oder sie herausfordert und wie Lehrkräfte durch gezielte Unterstützung den Schreibprozess optimieren können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die Vignettenforschung. Dabei wird eine konkrete Unterrichtssituation subjektiv und detailliert beschrieben, um daraus anschließend pädagogische Einsichten zu gewinnen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Basis über die psychologische Komplexität des Abschreibens, eine detaillierte Fallvignette und die anschließende pädagogische Reflexion dieser Situation.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Wichtige Begriffe sind Schriftspracherwerb, Aufmerksamkeitsdefizit (ADS), Vignettenforschung, orthografisches Lexikon und individuelle Förderstrategien.

Wie beeinflusst die Reizarme oder -reiche Umgebung das Abschreiben laut der Autorin?

Die Autorin hebt hervor, dass Aufgaben nicht zu reizarm gestellt sein sollten, da Kinder mit Aufmerksamkeitsdefiziten sonst zur Ablenkung neigen, während gleichzeitig eine Überforderung durch zu komplexe Aufgaben vermieden werden muss.

Welche Bedeutung misst die Arbeit der Rolle der Lehrkraft bei?

Die Lehrkraft spielt eine entscheidende Rolle durch die Gestaltung differenzierter Aufgaben, die Bereitstellung von Orientierungshilfen (wie Magneten) und eine sensible, geduldige Unterstützung, die individuelle Lernwege ermöglicht.

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Schriftspracherwerb und Aufmerksamkeitsdefizit. Das Potenzial des Abschreibens von der Tafel
Hochschule
Freie Universität Berlin  (Fachbereich Erziehungswissenschaft und Psychologie)
Note
1,0
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2024
Seiten
16
Katalognummer
V1518347
ISBN (PDF)
9783389089392
ISBN (Buch)
9783389089408
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Vignette Vignettenforschung Schriftspracherweb Potentiale des Abschreibens für den Schriftspracherwerb Besonderheiten bei Schülern mit Förderbedarf Förderbedar
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2024, Schriftspracherwerb und Aufmerksamkeitsdefizit. Das Potenzial des Abschreibens von der Tafel, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1518347
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Leseprobe aus  16  Seiten
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