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Rassismus in außerschulischen Bildungsmaterialien

Eine qualitativ-inhaltsanalytische Betrachtung von Materialien zum Thema "Menschenrechte".

Titel: Rassismus in außerschulischen Bildungsmaterialien

Bachelorarbeit , 2023 , 53 Seiten , Note: 2

Autor:in: Dilara Zazal (Autor:in)

Pädagogik - Interkulturelle Pädagogik
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Bachelorarbeit untersucht rassistische Strukturen in außerschulischen Bildungsmaterialien zum Thema „Menschenrechte“. Mittels einer qualitativen Inhaltsanalyse wurden drei ausgewählte Materialien kritisch analysiert, um festzustellen, in welcher Form und Häufigkeit rassistische Merkmale enthalten sind. Die Ergebnisse der Analyse wurden systematisch in Tabellenform dargestellt, um eine übersichtliche Auswertung zu ermöglichen. Abschließend bietet die Arbeit ein Empfehlungsschreiben mit konkreten Ansätzen zur Verbesserung und Sensibilisierung bei der Erstellung von Bildungsmaterialien.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretischer Hintergrund

2.1 Rassismus – begriffliche Klärung

2.2 Rassismus im Alltag

2.3 Rassismus in der Bildungsarbeit

2.3.1 Bisherige Befunde

2.3.2 Entstehung und Einsatz interkultureller Pädagogik

2.3.3 Rassismus in Schulmaterialien

3. Methodisches Design der Studie

3.1 Wahl der Methode: Qualitative Inhaltsanalyse

3.2 Auswahl der Bildungsmaterialien

4. Auswertung

4.1 Überblick über die Bildungsmaterialien

4.1.1 "Wasser.Marsch! Fian-Planspiel zum Menschenrecht auf Wasser"

4.1.2 "Kitwanas rätselhaft riskante Reise"

4.1.3 "Miteinander statt nebeneinander"

4.2 Qualitative Inhaltsanalyse

4.2.1 "Wasser.Marsch! Fian-Planspiel zum Menschenrecht auf Wasser"

4.2.2 "Kitwanas rätselhaft – riskante Reise"

4.2.3 "Miteinander statt nebeneinander"

5. Diskussion der Ergebnisse

6. Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Das Hauptziel dieser Bachelorarbeit ist es, zu untersuchen, inwiefern außerschulische Bildungsmaterialien zum Thema „Menschenrechte“ rassistische Merkmale aufweisen, um auf Basis einer qualitativ-inhaltsanalytischen Dokumentenanalyse deren Potenziale zur Stärkung oder Minderung diskriminierender Denkmuster zu bewerten.

  • Analyse von strukturellem und institutionellem Rassismus in Lehrmaterialien.
  • Untersuchung der Darstellung von Diversität und globalen Machtverhältnissen.
  • Kritische Reflexion der Rolle von außerschulischen Bildungseinrichtungen in der Rassismusprävention.
  • Evaluation des Einflusses von Stereotypen in Unterrichtsmedien auf die Wahrnehmung von Minderheiten.

Auszug aus dem Buch

Rassismus in der Bildungsarbeit

Ethnokulturelle Ungleichheit in Schulen kann durch den Glauben an die eigene rassische Überlegenheit aufrechterhalten und gestärkt werden, wodurch ein schädlicher Teufelskreis der Benachteiligung marginalisierter Gruppen entsteht (Gill et al., 1992, S. 16). Rassismus kann sich in Bildungseinrichtungen auf unterschiedliche Weise manifestieren und die Erfahrungen von Lehrkräften und Schüler*innen gleichermaßen beeinflussen. Rassenvorurteile und diskriminierende Praktiken können die Qualität der Bildung, die die Schüler*innen erhalten, beeinträchtigen und die Einstellung von Pädagog*innen gegenüber Schüler*innen unterschiedlicher ethnischer Zugehörigkeit beeinflussen (Broden & Mecheril, 2010, S. 190). Diskriminierende Richtlinien und Prozesse, die zu ungleichen Ergebnissen für rassisch und wirtschaftlich benachteiligte Schüler*innen führen, sind Beispiele für systemischen Rassismus in Bildungseinrichtungen.

Laut der Nationalen Längsschnittstudie zur Gesundheit von Jugendlichen und Erwachsenen (1995) sind Schüler*innen aus marginalisierten Verhältnissen oder Minderheitengruppen anfälliger für Fehlzeiten in der Schule. Dies wiederum kann zu einer Verringerung der Möglichkeiten und Chancen im Leben führen. Der im Bildungssystem verankerte Rassismus ist eines der größten Hindernisse für den akademischen Erfolg farbiger Schüler*innen. Leider halten falsche kulturelle Überzeugungen auch die Vorstellung aufrecht, dass farbige Studierende nicht in der Lage seien, den gleichen Erfolg zu erzielen, wie ihre Kommiliton*innen, was zu weiteren akademischen Ungleichheiten führt. Die Aufklärung von Lehrkräften über ihre unbewussten Vorurteile kann dazu beitragen, Rassismus in Schulen auszurotten. Darüber hinaus kann die Unterrepräsentation farbiger Lehrer im Bildungssystem zur Aufrechterhaltung von Rassismus beitragen. Im Hochschulbereich können positive Maßnahmen eine wirksame Strategie sein, um Studierende aller ethnischen Gruppen anzulocken und Rassismus zu bekämpfen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung benennt die Relevanz von Rassismuskritik in Bildungsmaterialien und formuliert die Forschungsfrage hinsichtlich deren rassistischer Merkmale.

2. Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel erläutert Konzepte von Rassismus sowie dessen Erscheinungsformen in Alltag und Bildungsarbeit inklusive interkultureller Ansätze.

3. Methodisches Design der Studie: Hier wird die Wahl der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring als Instrument für die Untersuchung der Bildungsmaterialien begründet.

4. Auswertung: Die Auswertung bietet sowohl einen Überblick als auch eine deduktive Analyse der drei ausgewählten Materialien hinsichtlich ihrer rassismuskritischen Implikationen.

5. Diskussion der Ergebnisse: Die Diskussion vergleicht die Resultate mit der existierenden Forschung und identifiziert Muster in der Darstellung gesellschaftlicher Ungleichheiten.

6. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Bildungsmaterialien sowohl zu Empowerment als auch zur Verstärkung von Vorurteilen beitragen können und betont die Notwendigkeit kritischer Lehrmittel.

Schlüsselwörter

Rassismus, Menschenrechte, außerschulische Bildung, Inhaltsanalyse, interkulturelle Pädagogik, Stereotype, Diskriminierung, Bildungsmedien, Diversität, Machtverhältnisse, Globalisierung, soziale Ausgrenzung, Kolonialismus, Rassismuskritik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Vorhandensein von rassistischen Merkmalen in außerschulischen Lehrmaterialien, die das Thema „Menschenrechte“ behandeln.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentral sind Fragen der Inklusion, der Repräsentation von Minderheiten sowie die Vermeidung oder Reproduktion von rassistischen Stereotypen in Bildungsinhalten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die kritische Prüfung, ob diese Materialien zur Sensibilisierung für Rassismus beitragen oder ob sie unbeabsichtigt diskriminierende Weltbilder fördern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Verfasserin verwendet die qualitative Inhaltsanalyse nach Philipp Mayring mit einem deduktiven, theoriegeleiteten Kategoriensystem.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert drei spezifische Bildungsmaterialien ("Wasser.Marsch!", "Kitwanas rätselhaft - riskante Reise" und "Miteinander statt nebeneinander") detailliert mithilfe von festgelegten Kategorien.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Besonders prägend sind „Rassismuskritik“, „interkulturelle Bildung“, „strukturelle Ungleichheit“ und „multiperspektivische Darstellung“.

Wie werden die untersuchten Materialien in Bezug auf Rassismus bewertet?

Die Arbeit zeigt, dass Materialien wie "Wasser.Marsch!" komplexe globale Zusammenhänge beleuchten, während andere in die Gefahr der eindimensionalen Problem-Stigmatisierung laufen können.

Welche Bedeutung kommt der Rolle der Lehrkräfte zu?

Die Autorin betont, dass Materialien nicht autonom wirken; Lehrkräfte müssen eine reflektierte Begleitung bei der Arbeit mit diesen Inhalten sicherstellen, um übergeneralisierten Annahmen vorzubeugen.

Was schlussfolgert die Arbeit hinsichtlich der "Multiperspektivität"?

Multiperspektivität ist ein zentraler Schlüssel, um durch den Perspektivenwechsel Empathie zu fördern und festgefahrene Vorurteile zu hinterfragen.

Sind die Ergebnisse übertragbar?

Die Autorin weist darauf hin, dass die Ergebnisse explorativ sind. Da die Daten subjektiv erfasst werden, können sie nicht pauschal auf alle existierenden Bildungsmaterialien verallgemeinert werden.

Ende der Leseprobe aus 53 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Rassismus in außerschulischen Bildungsmaterialien
Untertitel
Eine qualitativ-inhaltsanalytische Betrachtung von Materialien zum Thema "Menschenrechte".
Hochschule
Pädagogische Hochschule Weingarten
Note
2
Autor
Dilara Zazal (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2023
Seiten
53
Katalognummer
V1519335
ISBN (PDF)
9783389091968
ISBN (Buch)
9783389091975
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Rassismus in Bildungsmaterialien Menschenrechte und Bildung Diskriminierung in Lehrmaterialien Qualitative Inhaltsanalyse Rassismus Pädagogik und Antirassismus
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Dilara Zazal (Autor:in), 2023, Rassismus in außerschulischen Bildungsmaterialien, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1519335
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  53  Seiten
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