Diese Einsendeaufgabe entwickelt eine Trainingsplanung für einen männlichen Probanden im Alter von 30 Jahren. Da der Proband seit 6 Jahren keine sportlichen Aktivitäten durchführt, liegt der Fokus auf dem passiven Dehnen, da bei aktiven Dehnübungen abgeschwächte Muskelgruppen die Dehnung einschränken können. Aufgrund der diagnostizierten Hyperkyphose wurden vermehrt Übungen ausgewählt, um den Schulter- und Nackenbereich, sowie den Rückenbereich zu dehnen. Um sein Trainingsziel zu erreichen, werden die Dehnübungen für seine Beschwerden zu Beginn des Trainingsprogrammes ausgewählt.
Um der sitzenden Tätigkeit und der eingeschränkten Beweglichkeit in der Beinmuskulatur entgegenzuwirken, wurden Übungen für die Kniebeuge- und Kniestreckmuskulatur sowie die Hüftbeugemuskulatur ausgewählt, um den Bewegungsdefiziten entgegenzuwirken (Wiemann, Klee & Startmann, 1998). Da der Proband wenig bis keine Erfahrung hat, wurde die postisometrische Dehnmethode aufgrund der komplizierten Form lediglich einmal in den Trainingsplan inkludiert. Die dynamische Dehnmethode wurde für den Probanden ausgewählt, da durch das kontrollierte kurzzeitige Verlassen der Dehnung eine nahe zu maximale Dehnposition möglich ist und somit das Ziel der Beweglichkeitserweiterung erreicht wird.
Inhaltsverzeichnis
1 DIAGNOSE
1.1 Allgemeine und biometrische Daten
1.2 Bewertung des Gesunsheits- und Leistungsstandes
2 TRAININGSPLANUNG BEWEGLICHKEITSTRAINING
2.1 Übungsauswahl und Dehnmethoden
2.2 Belastungsgefüge Beweglichkeitstraining
2.3 Begründung zur Trainingsplanung des Beweglichkeitstrainings
3 TRAININGSPLANUNG KOORDINATIONSTRAINING
3.1 Übungsauswahl
3.2 Belastungsgefüge Koordinationstraining
3.3 Begründung zur Trainingsplanung des Koordinationstraining
4 LITERATURRECHERCHE
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Hausarbeit ist die Erstellung eines strukturierten Trainingsplans für Beweglichkeits- und Koordinationstraining für einen sportlich inaktiven Probanden mit Hyperkyphose. Die Forschungsfrage fokussiert sich darauf, wie durch gezielte Übungsauswahl und systematische Belastungsparameter körperliche Beschwerden reduziert und motorische Defizite ausgeglichen werden können.
- Analyse des Gesundheits- und Leistungsstandes durch biometrische Daten.
- Erstellung eines anforderungsgerechten Dehnprogramms mit verschiedenen Dehnmethoden.
- Konzeption eines Koordinationstrainings zur Verbesserung der Körperstabilität und motorischen Lernprozesse.
- Berücksichtigung didaktischer Prinzipien bei der Trainingsgestaltung für Einsteiger.
- Wissenschaftliche Fundierung durch den Vergleich aktueller Studien zu Dehneffekten.
Auszug aus dem Buch
2.3 Begründung zur Trainingsplanung des Beweglichkeitstrainings
Da der Proband seit 6 Jahren keine sportlichen Aktivitäten durchführt, liegt der Fokus auf dem passiven Dehnen, da bei aktiven Dehnübungen abgeschwächte Muskelgruppen die Dehnung einschränken können (Wiemeyer, 2003). Aufgrund der diagnostizierten Hyperkyphose wurden vermehrt Übungen ausgewählt, um den Schulter- und Nackenbereich, sowie den Rückenbereich zu dehnen. Um sein Trainingsziel zu erreichen, werden die Dehnübungen für seine Beschwerden zu Beginn des Trainingsprogrammes ausgewählt.
Um der sitzenden Tätigkeit und der eingeschränkten Beweglichkeit in der Beinmuskulatur entgegenzuwirken, wurden Übungen für die Kniebeuge- und Kniestreckmuskulatur sowie die Hüftbeugemuskulatur ausgewählt, um den Bewegungsdefiziten entgegenzuwirken (Wiemann, Klee & Startmann, 1998). Da der Proband wenig bis keine Erfahrung hat, wurde die postisometrische Dehnmethode aufgrund der komplizierten Form lediglich einmal in den Trainingsplan inkludiert. Die dynamische Dehnmethode wurde für den Probanden ausgewählt, da durch das kontrollierte kurzzeitige Verlassen der Dehnung eine nahe zu maximale Dehnposition möglich ist und somit das Ziel der Beweglichkeitserweiterung erreicht wird (Schönthaler & Ohlendorf, 2002). Jedoch liegt das statische Dehnen in der Trainingsplanung im Vordergrund, da der Proband durch die fehlende sportliche Aktivität über mehrere Jahre ein schwaches Körpergefühl entwickelt hat und das Einnehmen und Verlassen einer Dehnposition für ihn anspruchsvoll ist (Manoel, Harris-Love, Danoff & Miller, 2008).
Aufgrund des zeitlichen Verfügungsrahmens des Probanden wurde die Trainingshäufigkeit auf 3 Einheiten pro Woche festgelegt. Pro Übung werden 3-4 Sätze durchgeführt. Eine höhere Anzahl von Sätzen ist nicht sinnvoll (Schönthaler & Ohlendorf, 2002). Die Dehndauer der dynamischen Dehnmethode beträgt 45 Sekunden. Diese werden auf 15 Wiederholungen angepasst (Freiwald, 2004). Bei der statischen Dehnmethode wird ebenfalls eine Dehndauer von 45 Sekunden angestrebt, da eine längere Dehndauer keinen sinnvollen Nutzen hat (Freiwald, 2000). Nach (Marschall, 1999) sollte die Dehnungsintensität subjektiv hoch und an der maximalen Dehngrenze liegen, um Erfolge zu erzielen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 DIAGNOSE: In diesem Kapitel werden die persönlichen und biometrischen Daten des Probanden erhoben, eine Hyperkyphose identifiziert und der allgemeine Leistungsstand bewertet.
2 TRAININGSPLANUNG BEWEGLICHKEITSTRAINING: Hier wird ein zehnteiliges Dehnprogramm inklusive Übungsmethodik entwickelt, um gezielt auf die eingeschränkte Beweglichkeit des Probanden einzugehen.
3 TRAININGSPLANUNG KOORDINATIONSTRAINING: Dieses Kapitel widmet sich der Auswahl von Koordinationsübungen und deren systematischer Belastungsplanung zur Verbesserung des motorischen Lernverhaltens.
4 LITERATURRECHERCHE: Hier werden zwei wissenschaftliche Studien zu den Effekten von Dehnmethoden auf Leistungsfähigkeit und Bewegungsumfang gegenübergestellt und analysiert.
Schlüsselwörter
Beweglichkeitstraining, Koordinationstraining, Hyperkyphose, Dehnmethoden, Trainingsplanung, Gesundheitszustand, Belastungsgefüge, Motorik, Bewegungsdefizite, Statisches Dehnen, Dynamisches Dehnen, Postisometrische Dehnung, Sportliche Inaktivität, Trainingswirksamkeit, Leistungssteigerung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der vorliegenden Arbeit?
Die Arbeit erstellt einen spezifischen Trainingsplan für Beweglichkeits- und Koordinationsübungen für einen Probanden, der aufgrund langjähriger Inaktivität an einer Hyperkyphose und eingeschränkter Mobilität leidet.
Welche zentralen Themenfelder behandelt die Publikation?
Die Schwerpunkte liegen auf der Diagnose des Ist-Zustandes, der systematischen Planung von Dehn- und Koordinationsprogrammen sowie der wissenschaftlichen Literaturrecherche bezüglich der Auswirkungen verschiedener Dehnmodi.
Was ist das primäre Ziel des Trainingskonzepts?
Das primäre Ziel ist die Linderung rückenbedingter Beschwerden durch die Hyperkyphose sowie die Verbesserung der allgemeinen Beweglichkeit und motorischen Kontrolle des Probanden.
Welche wissenschaftliche Methode wird zur Trainingsgestaltung genutzt?
Es werden didaktische Prinzipien angewandt, die eine aufeinander aufbauende Schwierigkeitssteigerung und die Berücksichtigung von Belastungsparametern zur Vermeidung muskulärer Überforderungen beinhalten.
Was umfasst der Hauptteil der Arbeit?
Der Hauptteil gliedert sich in die Diagnose inklusive Anamnese sowie die detaillierte Ausarbeitung von Trainingsplänen für Beweglichkeit und Koordination, jeweils unterlegt mit tabellarischen Übungsbeschreibungen.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Die Arbeit zeichnet sich durch Begriffe wie Beweglichkeitstraining, Koordinationsschulung, Hyperkyphose, Dehnungsintensität und motorischer Lernprozess aus.
Warum spielt die Auswahl der Dehnmethoden eine so große Rolle für diesen Probanden?
Da der Proband sportlich inaktiv ist, muss zwischen einfachen statischen Dehnübungen zur Gewöhnung und komplexeren Methoden wie der postisometrischen Dehnung abgewogen werden, um den Probanden nicht zu überfordern.
Welche Bedeutung hat das Koordinationstraining in diesem spezifischen Fall?
Es dient dazu, durch Nutzung von Hilfsmitteln wie Tennis- oder Balancebällen neue Bewegungsreize zu setzen und das durch jahrelange Inaktivität schwach ausgeprägte Körpergefühl des Probanden systematisch zu verbessern.
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- Anonym (Autor), 2024, Trainingsplanung Beweglichkeits- und Koordinationstraining, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1524225