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Allheilmittel oder Teufelswerk? Eine Analyse der Beweggründe von Impfbefürworter*innen und Impfskeptiker*innen für oder gegen Schutzimpfungen

Titel: Allheilmittel oder Teufelswerk? Eine Analyse der Beweggründe von Impfbefürworter*innen und Impfskeptiker*innen für oder gegen Schutzimpfungen

Hausarbeit , 2021 , 14 Seiten , Note: 12 Punkte

Autor:in: Hannah Pitz (Autor:in)

Soziologie - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Inwiefern sind die Entscheidungsbegründungen von Impfbefürworter*innen und Impfskeptiker*innen für, beziehungsweise gegen eine Schutzimpfung durch Webers Handlungstypologie zu erklären? Um die Frage zu beantworten, wird in dieser Hausarbeit zunächst der Blick auf das Phänomen und die soziologische Wichtigkeit gelegt, dann wird die Theorie erklärt, um im Folgenden die Analyse zu verfassen. Im Fazit soll die oben genannte Fragestellung beantwortet werden, sowie ein kurzer Ausblick auf weitere möglichen Untersuchungen gegeben werden.

1796 wurde die erste Impfung gegen Pocken entwickelt. In Bezug auf diesen historischen Rückblick lässt sich erkennen, dass mit Auftreten der Impfungen auch das Impfgegnertum Kontroversen gegen die Pockenimpfung richtete. Also lässt sich festhalten, dass die Polarisierung der Bevölkerung in diesem Thema kein neues Phänomen ist. „Impfen- ja oder nein? Kaum ein Gesundheitsthema erregt die Gemüter mehr als die Diskussion um Nutzen und Risiken von Impfungen.“ (Prosinger 2019) Obwohl Impfen ein Thema ist, was jede*n Bürger*in betrifft und mit dem man sich früher oder später auseinandersetzen muss, ist das Impfen in Zusammenhang mit der Soziologie wenig beleuchtet worden. In Bezug auf Kinderimpfungen, die elterlichen Entscheidungsprozesse und theoretische Überlegungen, verfasste Peter Kriwy das Buch "Gesundheitsvorsorge bei Kindern- Eine empirische Untersuchung des Impfverhaltens bei Masern, Mumps und Röteln". Dort verweist er auf verschiedene soziologische Theorien, um Erkenntnisse über den Entscheidungsprozess der Eltern zu gewinnen. Jener Ansatz ist für die Hausarbeit jedoch uninteressant, da sich in dieser Arbeit mit den Beweggründen für oder gegen eine Impfung beschäftigt wird.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Hinführung zu dem soziologischen Phänomen

3 Theoriebasis

3.1 Begriffsdefinitionen

3.2 Die Handlungstypologie nach Max Weber

4 Analyse

4.1 Beweggründe von Impfbefürworter*innen für Impfungen

4.2 Beweggründe von Impfskeptiker*innen gegen Impfungen

4.3 Impfen als soziales Handeln

4.4 Analyse der Beweggründe anhand Webers Handlungstypologie

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit befasst sich mit der soziologischen Untersuchung der Motivationslagen bei Impfentscheidungen unter der Anwendung der Handlungstypologie nach Max Weber. Die Forschungsfrage fokussiert dabei darauf, inwiefern die Entscheidungsbegründungen von Impfbefürworter*innen und Impfskeptiker*innen soziologisch erklärt werden können.

  • Soziologische Einordnung des Phänomens Impfen
  • Anwendung der Handlungstypologie nach Max Weber
  • Analyse der Beweggründe von Impfbefürwortern
  • Analyse der Beweggründe von Impfskeptikern
  • Reflexion des Konzepts "soziales Handeln" im Kontext medizinischer Prävention

Auszug aus dem Buch

Die Handlungstypologie nach Max Weber

Nachdem nun die nötigen Begriffe für Webers Theorie geklärt wurden, folgt in diesem Teil der Arbeit die Theoriebasis. Webers Handlungstypologie untersucht auf der Mikroebene die Handlungen der Individuen. Weber entwirft als methodisches Werkzeug den Idealtypus, der in der Realität als solcher nicht vorkommt, aber als Konstrukt eines streng einer Handlungstypologie folgendem Handelns als künstliche Überspitzung, um reales Handeln als Abweichung davon zu verstehen, dient (vgl. Weber 2006 f.). „Wie jedes Handeln kann auch das soziale Handeln bestimmt sein“ (Weber 1960: 20). Weber differenziert das soziale Handeln durch vier unterschiedlichen Handlungstypologien.

Zweckrationales Handeln ist immer bestimmt von einem zu erreichenden Ziel. Es ist abzuwägen, ob Mittel, Zweck und Nebenfolgen nötig und für den Handelnden tragbar sind, um einen subjektiven Sinn oder ein individuelles Ziel zu erreichen. Diese Art von Handeln ist durch eine Kosten-Nutzen-Abwägung rationalen Handelns und weder von Emotionen noch von Werten beeinflusst. Allerdings kann „die Entscheidung zwischen konkurrierenden und kollidierenden Zwecken und Folgen [...] dabei ihrerseits wertrational orientiert sein: Dann ist das Handeln in seinen Mitteln zweckrational.“ (Weber 1960: 21) In Anbetracht des wertrationalen Handelns setzt der Handelnde seine Überzeugungen ethischen, religiösen, ästhetischen Ursprungs in den Vordergrund seiner Handlung. Das Realisieren dieser Überzeugungen hat höchste Priorität, dabei wird sogar der Erfolg oder die Folgen des Handelns außer Acht gelassen (vgl. Weber 1960: 20f.).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Forschungsfrage ein und begründet die soziologische Relevanz des Themas Impfen unter Berücksichtigung bisheriger wissenschaftlicher Erkenntnisse.

2 Hinführung zu dem soziologischen Phänomen: Dieses Kapitel erläutert das Ziel der Schutzimpfung und ihre gesellschaftliche Bedeutung als Mittel der kollektiven Gesundheitsprävention.

3 Theoriebasis: Hier werden soziologische Grundbegriffe definiert und die Handlungstypologie nach Max Weber als theoretisches Analyseinstrument detailliert ausgeführt.

4 Analyse: Das Hauptkapitel untersucht die Beweggründe beider gegensätzlicher Gruppen und wendet Webers Kategorien des sozialen Handelns auf die Impfentscheidung an.

5 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Analyse zusammen und zeigt Perspektiven für zukünftige soziologische Untersuchungen zur Impfproblematik auf.

Schlüsselwörter

Impfung, Soziologie, Max Weber, Handlungstypologie, Impfbefürworter, Impfskeptiker, soziales Handeln, zweckrationales Handeln, wertrationales Handeln, Solidarität, Gesundheitsprävention, Entscheidungsprozess, Kollektivschutz, Eigeninteresse, Gesellschaftliche Polarisierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das kontroverse gesellschaftliche Thema des Impfens aus einer soziologischen Perspektive, um die unterschiedlichen Argumentationsmuster und Beweggründe von Befürwortern und Kritikern zu beleuchten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentral sind die theoretische Fundierung soziologischen Handelns nach Max Weber sowie die praktische Gegenüberstellung der Motivationslagen bei der Impfentscheidung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, unter Anwendung der Handlungstypologie Webers zu erklären, welche Begründungen hinter den Entscheidungen für oder gegen eine Schutzimpfung stehen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine theoretische Analyse angewandt, indem die Handlungstypologie von Max Weber (Idealtypen) als Analyseinstrument genutzt wird, um reale Beweggründe zu systematisieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Argumente beider Lager, definiert "Impfen als soziales Handeln" und gleicht diese Handlungen mit Webers Typologien ab.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist insbesondere durch die Begriffe Soziologie, Handlungstypologie, Impfentscheidung, kollektives Handeln und Wertrationalität geprägt.

Warum wird gerade die Theorie von Max Weber für diese Untersuchung herangezogen?

Webers Handlungstypologie ermöglicht es, komplexe gesellschaftliche Entscheidungen wie das Impfen in nachvollziehbare Kategorien wie zweckrationales oder traditionales Handeln zu unterteilen.

Wie unterscheidet die Arbeit zwischen dem Handeln von Impfbefürwortern und -skeptikern?

Während Impfbefürwortung oft mit Solidarität und zweckrationalen Erwägungen begründet wird, zeigt die Arbeit bei Skeptikern oft eine Mischung aus Angst als emotionalem Faktor und abweichenden Wertorientierungen.

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Details

Titel
Allheilmittel oder Teufelswerk? Eine Analyse der Beweggründe von Impfbefürworter*innen und Impfskeptiker*innen für oder gegen Schutzimpfungen
Hochschule
Philipps-Universität Marburg  (Soziologie)
Note
12 Punkte
Autor
Hannah Pitz (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
14
Katalognummer
V1525381
ISBN (PDF)
9783389095560
ISBN (Buch)
9783389095577
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Soziologie Max weber Impfen Soziales Handeln
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Hannah Pitz (Autor:in), 2021, Allheilmittel oder Teufelswerk? Eine Analyse der Beweggründe von Impfbefürworter*innen und Impfskeptiker*innen für oder gegen Schutzimpfungen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1525381
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Leseprobe aus  14  Seiten
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