Galileo Galilei und Nikolaus Kopernikus


Hausarbeit, 2003

11 Seiten, Note: 2,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Ein Überblick über das humanistische Zeitalter

2 Nikolaus Kopernikus
2.1 Sein Leben
2.2 Das heliozentrisches Weltbild

3 Galileo Galilei – sein Leben und Schaffen

4 Literaturverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Nikolaus Kopernikus

1473-1543

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Galileo Galilei

1564-1642

1 Ein Überblick über das humanistische Zeitalter

Humanismus ist die geistige Strömung zur Zeit der Renaissance. Die Renaissance begann Ende des 14. Jahrhundert in Italien und breitete sich bis Ende des
15. Jahrhundert im gesamten Europa aus. An den italienischen Universitäten entdeckte man die antiken Schriften wieder, man übersetzte sie und versuchte, sie wissenschaftlich aufzubereiten. Die Buchdruckerkunst ermöglichte deren Verbreitung. Es kam zu einer Abkehr von der mittelalterlichen scholastischen Weltanschauung. Die menschliche Priorität trat immer stärker an die Stelle kirchlicher und staatlicher Autorität. Mit der Veränderung des Gesellschaftsbildes ging die Veränderung des Weltbildes Hand in Hand. Entscheidend war das Erlebnis einer unbefangeneren Naturbeobachtung, die Bewusstwerdung der Freiheit und Würde des einzelnen Menschen und seiner schöpferischen Möglichkeiten.

2 Nikolaus Kopernikus

2.1 Sein Leben

Der Astronom und Mathematiker Nikolaus Kopernikus wurde am 19. Februar 1473 in Thorn als Sohn einer deutschen Kaufmannsfamilie geboren. Er wuchs mit seinen drei Geschwistern, dem älteren Bruder Andreas und zwei Schwestern Barbara und Katharina auf. Über seine Jugend ist jedoch fast nichts bekannt. Die Verhältnisse im begüterten Elternhaus und Verwandtschaft boten ihm zahlreiche Möglichkeiten der Bildung.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Als Kopernikus zehn Jahre alt war, starb sein Vater. Von da an übernahm sein Onkel Lukas von Watzenrode, Bischof vom Ermland, die Erziehung. Durch ihn wurde Kopernikus schon früh mit den Aufgaben im Dienst der Kirche vertraut. Lukas von Watzenrode sorgte fast 30 Jahre lang für Kopernikus’ Ausbildung und Lebensstellung. Kopernikus schrieb sich im Jahre 1491 an der Krakauer Universität ein. Dort erwarb er Grundkenntnisse in Astronomie, Mathematik, aristotelischer Philosophie und lateinischer Literatur. Wie lange er sich in Krakau aufhielt, ist nicht bekannt. Es wird angenommen, dass er Ende 1494 ohne akademischen Abschluss wieder in seiner Heimat war. 1495 wurde Kopernikus zum Domherrn beim ermländischen Kapitel in Frauenburg gewählt. Ein Jahr darauf ging er zu weiteren Studien nach Italien. Er blieb zunächst vier Jahre in Bologna. Formal studierte er dort geistliches und weltliches Recht, primär widmete er sich aber dem Studium der Astronomie und Mathematik. Er stand im engen Kontakt mit dem Astronomen Demenico Novara, dem er bei astronomischen Beobachtungen assistierte. 1500 ging Kopernikus nach Rom. Nach einem Jahr verließ er Rom, um in Padua Medizin zu studieren. Er erlangte jedoch keinen medizinischen Abschluss. In Ferrara, wo er seit 1503 weilte, erhielt er den Doktorgrad des Kirchenrechts. Anschließend kehrte er endgültig ins Ermland zurück. Hier hatte die Kirche nun das Recht, seine Dienste in Anspruch zu nehmen. 1506 wurde er Leibarzt seines Onkels in Heilsberg. Ab 1512 lebte er als Domherr überwiegend in Frauenburg und wird Kanzler des Domkapitels. Zu seinen Aufgaben gehörten v.a. vielseitige Verwaltungsarbeiten innerhalb des Bistums. Die Astronomie wurde zu seiner privaten Hauptbeschäftigung.

Ergebnisse seiner Beobachtungen am Sternenhimmel legte er in einer Schrift nieder, den Commentariolus. In diesem begann er 1504/06 seine ersten Entwürfe seines heliozentrischen Weltsystems niederzuschreiben. Er wehrte sich jedoch jahrelang gegen eine Veröffentlichung seiner Entdeckungen. Er befürchtete, sich lächerlich zu machen und wusste, dass man seine Theorie verachten würde.

Im Jahre 1514 wurde Kopernikus um die Mitarbeit an der geplanten Kalenderreform gebeten. Papst Leo X. setzte die Behandlung der Kalenderreform an die Tagesordnung des Lateranischen Konzils. Nikolaus Kopernikus lehnte jedoch das Angebot ab. Er begründete dies damit, dass die Dauer des Jahres und des Mondumlaufs bisher nicht hinreichend genau bestimmt wurde. Er könne selbst keine präzisen Angaben machen, bemühte sich aber darum. 1539 kam der Wittenberger Mathematikprofessor und Melanchthonschüler Rheticus nach Frauenburg, um Schüler von Kopernikus zu werden. Ein Jahr darauf veröffentlichte Rheticus in Danzig die „Narratio prima“. Mit dieser Schrift wurde die heliozentrische Lehre zum ersten Mal öffentlich. Erst 1542 erschien in Nürnberg sein Hauptwerk „De revolutionibus orbium cœlestium libri VI“. Im gleichen Jahr erlitt Kopernikus einen schweren Schlaganfall. Am 24. Mai 1543 starb Nikolaus Kopernikus in Frauenburg, ohne zu wissen, welch unschätzbaren Dienst er der Menschheit erwiesen hatte.

[...]

Ende der Leseprobe aus 11 Seiten

Details

Titel
Galileo Galilei und Nikolaus Kopernikus
Hochschule
Otto-Friedrich-Universität Bamberg  (Evangelische Theologie)
Note
2,0
Autor
Jahr
2003
Seiten
11
Katalognummer
V15255
ISBN (eBook)
9783638204224
Dateigröße
798 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Galileo, Galilei, Nikolaus, Kopernikus
Arbeit zitieren
Franziska Reichel (Autor:in), 2003, Galileo Galilei und Nikolaus Kopernikus, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/15255

Kommentare

  • Gast am 26.2.2007

    nikolaus kopernikus und galileo galilei.

    gut geschrieben aber etwas ungenau sonst perfekt main lob erste sahne geschrieben

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Titel: Galileo Galilei und Nikolaus Kopernikus



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