Diese Seminararbeit verschafft einen kleinen Überblick über die Epoche des Barocks und geht näher auf den Kirchenbau und dessen Bedeutung ein.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Allgemein
3. Kirchenbau im Barock
3.1 Allgemein
3.2 Formen und Symbolik
3.3 Theologische Bedeutung
3.3.1 Kirche als himmlisches Jerusalem
3.3.2 Kirche als Mausoleum
3.3.3 Kirche als irdischer Himmel
4. Zusammenfassung
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht den Kirchenbau der Barockepoche, um dessen architektonische Ausgestaltung sowie die dahinterstehende theologische Symbolik und Bedeutung für das Verständnis der Gläubigen zu analysieren.
- Historische Einordnung des Barock und der Epochenmerkmale
- Architektonische Neuerungen und Raumkonzepte (Kuppeln, Lichtführung)
- Symbolik ornamentaler Elemente wie Akanthus und Muschel
- Die Kirche als theologischer Ort: Himmlisches Jerusalem und Mausoleum
- Die Funktion des Kanzelaltars und der sakralen Bildsprache
Auszug aus dem Buch
3.2 Formen und Symbolik
Die barocken Kirchenbauten symbolisieren das gewünschte theologische Weltbild. Sie zeigen mit ihrem Formenreichtum die weltliche Macht der Kirche und versinnbildlichen den Gang in die Kirche, wie er an dem Fresko an der Decke dargestellt wird.
Aus dem gleicharmigen griechischen Kreuz (siehe Anhang Bild 1) ist durch Verlängerung der Längsachse und durch elliptisch-dynamische Linienführung ein Einheitsraum geworden, in dem Zentralbau und Langhaus (siehe Anhang Bild 1) miteinander verschmelzen. Diese beiden Grundtypen der abendländischen Sakralbaukunst bestanden bislang immer nebeneinander und rivalisierend.
Der Akanthus (siehe Anhang Bild 2) ist das Ornament des Barock schlechthin. Er könnte ein Symbol für den Unsterblichkeitsglauben sein, wie er im Götterkult angewendet wird. Der Akanthus wird aber auch als Synonym für Mut, Tugend und Standhaftigkeit gesehen. Die Theatinerkirche in München ist reichlich durch den Akanthus geschmückt. (siehe Anhang Bild 3) Neben dem Akanthus ist die Muschel das wichtigste Ornament. Die Muschel ist ein Symbol für die Vereinigung von Mensch und Gott. Es gibt viele verschiedene Formen von Muscheln in Kirchen. Ein Beispiel ist die Chormuschel von der Klosterkirche St. Luzen in Hechingen. (siehe Anhang Bild 4)
Außerdem entwickelte sich zu dieser Zeit der Kanzelaltar.(siehe Anhang Bild 5) Er verdeutlicht sowohl die Wortverkündigung, als auch das Altarsakrament. Diese beiden Elemente sollen den Mittelpunkt des Gottesdienstes bilden. Der Kanzelaltar ist der „point de vue“ (Blickfang) einer jeden Kirche. In wenigen Fällen wird der Altar auch als Thron Gottes bezeichnet.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Anhand eines Kirchenliedes von Paul Gerhardt wird die Todesangst und der Zeitgeist der Barockepoche illustriert.
2. Allgemein: Es wird ein Überblick über die Epoche des Barock gegeben und die Rolle der Kirche im Absolutismus erläutert.
3. Kirchenbau im Barock: Dieses Kapitel widmet sich der Architektur, der Symbolik der Formen sowie der theologischen Deutung des Kirchenraums.
4. Zusammenfassung: Die Erkenntnisse über die Verknüpfung von Architektur und zeitgenössischer Theologie werden abschließend gebündelt.
Schlüsselwörter
Barock, Kirchenbau, Architektur, Theologie, Symbolik, Akanthus, Muschel, Kanzelaltar, Gegenreformation, Absolutismus, himmlisches Jerusalem, Mausoleum, Sakralbau, Lichteffekte, Raumdynamik
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die Charakteristika des barocken Kirchenbaus sowie dessen tiefergehende theologische und symbolische Bedeutung.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die historische Einordnung, die spezifische barocke Architekturform, die Verwendung von Ornamenten und die geistliche Interpretation des Kirchenraums.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie architektonische Gestaltungsmittel im Barock dazu dienten, theologische Konzepte für Gläubige sichtbar und erfahrbar zu machen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine Literatur- und Analysearbeit, die bauliche Merkmale und theologische Deutungsmuster der Epoche miteinander verknüpft.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in allgemeine Epochenmerkmale, architektonische Grundlagen und eine tiefgehende Analyse der theologischen Bildwelt, etwa als himmlisches Jerusalem.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Barock, Kirchenbau, Symbolik, Theologie, Akanthus, Muschel und der Kanzelaltar als zentrales Gestaltungselement.
Warum wird der Barock als Epoche der Gegenreformation bezeichnet?
Der Barock diente der katholischen Kirche als Instrument, um durch Prunk und beeindruckende Architektur die Gläubigen zu binden oder zurückzugewinnen.
Welche Bedeutung hat das Akanthus-Ornament im Barock?
Der Akanthus gilt als das typische Ornament der Zeit und symbolisiert Unsterblichkeitsglauben, Mut, Tugend und Standhaftigkeit.
Warum wird der Altar in barocken Kirchen so betont?
Der Altar wurde als „point de vue“ und Thron Gottes oder der Heiligen verstanden, um die Verbindung zwischen Irdischem und Himmlischem zu verdeutlichen.
- Arbeit zitieren
- Madeleine Kunze (Autor:in), 2008, Kirchenbau im Barock, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/152789