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Risikoentscheidungen und Neid

Title: Risikoentscheidungen und Neid

Seminar Paper , 2009 , 24 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Andreas Schmid (Author)

Business economics - Miscellaneous
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Summary Excerpt Details

Menschen vergleichen sich mit anderen und leiden am Erfolg anderer. So zeigt eine repräsentative Studie der GFK im Auftrag der „Apotheken Umschau“ (vgl. Presse Portal, 2006), dass bei 69,2 % der Deutschen Neid aufkommt und sich überwiegend gegen Bekannte und Freunde richtet. Im Alltagsleben begegnen einem Beispiele für Neid: Kleinkinder haben einen ausgeprägten Neid auf neugeborene Geschwister, welche mehr Aufmerksamkeit von ihren Eltern bekommen.
„Envy is experienced when people compare themselves to other individuals and begrudge them their superior achievements, possessions, personality traits, or what else happens to be of value at the time of the comparison. “ (Levinson et al 1999, S. 246). Oder etwas geflügelter ausgedrückt: “Neid ist ebenso wie Eifersucht eine Leidenschaft, die mit Eifer sucht, was leiden schafft” (Kutter 1998, S. 67)

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretische Grundlagen

3. Experimentdesign

3.1 Spielidee

3.2 Experiment

4. Ergebnisse

5. Diskussion

6. Schlussbetrachtung

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit untersucht experimentell, ob und inwiefern Neid einen Einfluss auf Risikoentscheidungen in wirtschaftlichen Kontexten hat. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie sich die Information über den Erfolg einer Referenzperson auf die eigene Bereitschaft auswirkt, risikobehaftete Entscheidungen zu treffen.

  • Einfluss von Neid auf wirtschaftliches Entscheidungsverhalten
  • Experimentelle Untersuchung von Risikoentscheidungen unter Informationsasymmetrie
  • Vergleich von Individuen in sozialen Referenzgruppen
  • Analyse der Bereitschaft zur Risikoübernahme nach Beobachtung des Erfolgs/Misserfolgs anderer
  • Diskussion von Neid als "Triebfeder der Leistung" oder "Bremse der Wirtschaft"

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung

Menschen vergleichen sich mit anderen und leiden am Erfolg anderer. So zeigt eine repräsentative Studie der GFK im Auftrag der „Apotheken Umschau“ (vgl. Presse Portal, 2006), dass bei 69,2 % der Deutschen Neid aufkommt und sich überwiegend gegen Bekannte und Freunde richtet. Im Alltagsleben begegnen einem Beispiele für Neid: Kleinkinder haben einen ausgeprägten Neid auf neugeborene Geschwister, welche mehr Aufmerksamkeit von ihren Eltern bekommen.

„Envy is experienced when people compare themselves to other individuals and begrudge them their superior achievements, possessions, personality traits, or what else happens to be of value at the time of the comparison. “ (Levinson et al 1999, S. 246). Oder etwas geflügelter ausgedrückt: “Neid ist ebenso wie Eifersucht eine Leidenschaft, die mit Eifer sucht, was leiden schafft” (Kutter 1998, S. 67)

Die Einschätzung, ob Neid etwas Positives oder Negatives ist, divergieren. In der Bibel erschlug Kain Abel aus Neid, da der Herr nur Augen für die Opfergabe von Abel hatte. Neid gehört zu den sieben Hauptsünden der römisch-katholischen Religion: „Legt also alle Bosheit ab, alle Falschheit und Heuchelei, allen Neid und alle Verleumdung.“ (1 Petr 2,1). Christophe André und François Lelord (2002, S. 85 - 99) unterscheiden in depressiver, feindseliger und nacheiferner Neid. In seiner letzten Form führt er dazu, dass er als Ansporn dient und das Überleben einer Gruppe verbessern kann. Neid kann in einer sehr liberalen Einstellung der „Motor der Wirtschaft“ sein (vgl. Schwarz et al 2000, S. 12).

In dieser Arbeit möchte ich untersuchen ob und inwiefern Neid auf Risikoentscheidungen einen Einfluss hat. Mein Experiment zeigt, dass Neid dazu führt, dass die Bereitschaft Risiken einzugehen mit einem Erfolg der Referenzperson steigt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in das Phänomen Neid ein, beleuchtet seine verschiedenen Facetten und formuliert die zentrale Forschungsfrage nach dessen Einfluss auf Risikoentscheidungen.

2. Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel erörtert die Erwartungsnutzentheorie sowie alternative Modelle, die ungleichheitsaverse Präferenzen integrieren, um Entscheidungen unter Risiko zu erklären.

3. Experimentdesign: Hier werden die Spielidee des Karten-Experiments sowie der Ablauf des Laborexperiments, inklusive der Gruppen- und Typeneinteilung, detailliert beschrieben.

4. Ergebnisse: Dieses Kapitel präsentiert die statistische Auswertung der aufgedeckten Karten, unterteilt nach Spielertypen, Perioden und der Reaktion der Teilnehmer auf den Erfolg der Referenzpersonen.

5. Diskussion: Die Diskussion analysiert die Resultate, beleuchtet mögliche Gründe für das Verhalten der Subjekte und bewertet die Auswirkungen von Neid auf das individuelle Risikoverhalten.

6. Schlussbetrachtung: Die Arbeit schließt mit einer Synthese der Ergebnisse, diskutiert methodische Limitationen und reflektiert über die Rolle von Neid als wirtschaftlichen Anreizfaktor.

Schlüsselwörter

Neid, Risikoentscheidungen, Experimentelle Ökonomik, Erwartungsnutzentheorie, Referenzperson, Ungleichheitsaversion, Laborexperiment, Spieltheorie, Investitionsentscheidung, Homo Oeconomicus, Verhaltensökonomie, Nutzenfunktion, Leistungsanreiz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie Neid das Entscheidungsverhalten von Menschen in risikobehafteten Situationen beeinflusst.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Fokus stehen ökonomische Entscheidungstheorien, die Psychologie des Neids und experimentelle Ansätze zur Messung von Risikoentscheidungen unter sozialem Vergleich.

Welches primäre Ziel oder welche Forschungsfrage verfolgt der Autor?

Das Ziel ist herauszufinden, ob und wie die Information über den finanziellen Erfolg oder Misserfolg einer Referenzperson die eigene Bereitschaft verändert, Risiken bei Investitionsentscheidungen einzugehen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Der Autor führt ein kontrolliertes Laborexperiment mit 20 Probanden durch, bei dem diese unter verschiedenen Bedingungen Karten aufdecken müssen, um Punkte zu erzielen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, die detaillierte Beschreibung des Experimentdesigns sowie die Präsentation und kritische Diskussion der erhobenen Daten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Neid, Risikoentscheidung, experimentelle Ökonomik, Ungleichheitsaversion und Referenzgruppen beschreiben.

Wie reagieren Teilnehmer im Experiment auf den Erfolg ihrer Referenzperson?

Die Ergebnisse zeigen, dass Teilnehmer tendenziell dazu neigen, ein höheres Risiko einzugehen, wenn sie sehen, dass die von ihnen beobachtete Referenzperson einen Erfolg verbuchen konnte.

Welche Limitationen nennt der Autor bezüglich der Laborexperimente?

Der Autor weist darauf hin, dass Laborergebnisse nicht unkritisch auf die Realität generalisiert werden sollten, da die Umgebung und der soziale Kontext die Ergebnisse verzerren können.

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Details

Title
Risikoentscheidungen und Neid
College
University of Constance  (Lehrstuhl für angewandte Wirtschaftsforschung)
Grade
2,3
Author
Andreas Schmid (Author)
Publication Year
2009
Pages
24
Catalog Number
V152906
ISBN (eBook)
9783640649969
ISBN (Book)
9783640649709
Language
German
Tags
Risikoentscheidungen Neid
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Andreas Schmid (Author), 2009, Risikoentscheidungen und Neid, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/152906
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