Ferdinand de Saussure und der „Cours de linguistique generale“


Zwischenprüfungsarbeit, 2008
11 Seiten, Note: 1,7

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Ferdinand de Saussure
2.1 Biographisches
2.2 Einflüsse

3 „Cours de linguistique generale“
3.1 Entstehungsgeschichte und Wirkung
3.2 Saussure Theorie nach dem Cours
3.2.1 Hauptgedanken und Dichotomien
3.2.2 langue – parole
3.2.3 signifie – signifiant
3.2.4 Synchronie – Diachronie

4 Zusammenfassung

5 Literaturverzeichnis:

1 Einleitung

Der Schweizer Sprachwissenschaftler Ferdinand de Saussure gilt heute als Begründer der modernen Linguistik und Initiator des Strukturalismus.

Zu Lebzeiten galt Saussure als hervorragender Indogermanist.

In den Jahren zwischen 1906 und 1911 hielt er eine Vorlesungsreihe zum Thema der theoretischen Linguistik.

Nach seinem Tod wurde in Anlehnung an diese Vorlesungen das Werk „ Cours de linguistique generale“ durch seine Schüler Charles Bally und Albert Sechehaye mithilfe von Mitschriften aus den Vorlesungen veröffentlicht.

Dieses postume Werk trägt große Bedeutung innerhalb der Wissenschaft und wurde zum Hauptwerk Saussures.

Bis Mitte der 1950 er Jahre galt Saussure als „Vater der Linguistik“ und Begründer des Strukturalismus, bis sich erst spät die Erkenntnis durchsetzte dass die aus den Mitschriften zusammengestellte Publikation nicht authentisch sein könnte.

Erst 1967 erfolgte die Einarbeitung in die persönlichen Notizen Saussures.

Diese Arbeit bezieht sich inhaltlich auf die Theorie Saussures wie sie im Cours - wie das Werk im Folgenden genannt wird - dargestellt ist.

Als Textgrundlage dienen hier die Ausgabe von Bally und Sechehaye „Grundfragen der allgemeinen Sprachwissenschaft“ sowie die kritische Ausgabe von R. Engler.

Zunächst soll eine kurze biographische Einführung gegeben werden und die Einflüsse, die auf Saussure wirkten dargestellt werden.

Anschließend soll auf die Entstehungsgeschichte des Cours eingegangen, und dir dort dargestellten Dichotomien bzw. seine Hauptgedanken untersucht werden.

Ziel des letzten Kapitels soll sein, den Cours noch einmal kritisch zu betrachten und seine Bedeutung für die Sprachwissenschaft herauszustellen.

2 Ferdinand de Saussure

2.1 Biographisches

Ferdinand de Saussure wurde am 26. November 1857 in Genf in das intellektuelle Milieu seiner Gelehrtenfamilie hineingeboren.

Hiermit wurde bereits der Grundstein für seine spätere wissenschaftliche Beschäftigung mit der Sprache gelegt.

Einen weiteren Einflussfaktor stellte die enge Bekanntheit der Familie mit dem Sprachhistoriker Adolphe Pictet dar.

Während der Schulzeit lernte Saussure neben seiner französischen Muttersprache Deutsch, Englisch, Latein, Griechisch und Sanskrit.

Auf Wunsch seiner Familie schrieb Saussure sich 1875 in Genf für das Studium der Physik und Chemie ein, verschob sein Studium allerdings nach kurzer Zeit auf die Philosophie und Sprachwissenschaft.

Im Herbst 1876 siedelte er nach Leipzig um, wo er sich aktiv in der „ Societe Linguistique de Paris“ beteiligte und zunächst von der junggrammatischen Schule, auf die später noch eingegangen wird, geprägt wurde.

Die Zeit in Leipzig wurde lediglich durch einen kurzen Studienaufenthalt in Berlin unterbrochen.[1] Hier traf Saussure mit großer Wahrscheinlichkeit zum ersten Mal auf das Werk des Amerikaners William Whitney.

In Leipzig lernte Saussure Altpersisch, Altirisch, Slavisch und Litauisch.

1878 erschien seine erste größere Abhandlung mit dem Titel „Memoire sur le systeme primitif des voyelles dans les langues indo – europeennes“, eine Untersuchung über das Vokalsystems am Beispiel des indoeuropäischen a -Lautes.[2]

1880 promovierte Saussure summa cum laude in Leipzig und im Anschluss folgte eine erfolgreiche Karriere in Paris.

Zunächst wurden ihm eine Lehrveranstaltung an der „ Ecol Pratique des Hautes Etudes“ zugewiesen und dort wurde Saussure 1881 zum „Maitre de conferences pour le gothique et le vieux – haut allemand“ ernannt.

1891 entschloss er sich, aus bisher nicht ganz geklärten Umständen, Paris zu verlassen und lehrte ab 1891 in seiner Heimatstadt Genf zunächst als außerordentlicher und dann ab 1896 als ordentlicher Professor für Geschichte und Vergleich der indogermanischen Sprachen.[3]

1912 stellte Saussure seine Tätigkeit aufgrund gesundheitlicher Probleme ein und verstarb kurz darauf am 22. Februar 1913 in Vufflens – sur – Morges im Schweizer Kanton Waadt.

[...]


[1] vgl. Prechtl, S.13

[2] vgl. Szemerenyi, S.19

[3] vgl. Scheerer, S. 4/5

Ende der Leseprobe aus 11 Seiten

Details

Titel
Ferdinand de Saussure und der „Cours de linguistique generale“
Hochschule
Universität Duisburg-Essen
Note
1,7
Autor
Jahr
2008
Seiten
11
Katalognummer
V153111
ISBN (eBook)
9783640652501
Dateigröße
487 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Saussure, Cours de linguistique generale
Arbeit zitieren
S. C. (Autor), 2008, Ferdinand de Saussure und der „Cours de linguistique generale“, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/153111

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