Informations- und Kommunikationsprozesse

Welchen Störungen unterliegt der Kommunikationsprozess und wie können diese reduziert werden? Eine kritische Reflexion am Beispiel der Unternehmenssimulation „Asperitas“.


Seminararbeit, 2009

17 Seiten, Note: 2,3

Sarah Müller (Autor)


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1 Einleitung

2 Begriffliche Grundlagen
2.1 Definition Information
2.2 Definition Kommunikation

3 Sender- Empfänger- Modell
3.1 Asymmetrische Kommunikation
3.2 Symmetrische Kommunikation

4 Kommunikationsstörungen
4.1 Definition
4.2 Störquellen
4.3 Intern
4.4 Extern

5 Rückschlüsse auf Planspiel Asperitas
5.1 Asymmetrische Kommunikation
5.2 Symmetrische Kommunikation
5.3 Kommunikationsstörungen
5.3.1 Intern
5.3.2 Extern

6 kritische Reflexion

7 Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abb. 1: eigene Darstellung

Abb. 2: Asymmetrisches Kommunikationsmodell

Abb. 3: Symmetrisches Kommunikationsmodell

1 Einleitung

Kommunikation wird mittlerweile als Erfolgsfaktor einer Unternehmung betrachtet und nimmt eine sehr bedeutende Rolle ein. Es ist somit zunehmend wichtig im Arbeitsalltag eine ausreichende Kommunikation sicherzustellen. Doch schafft quantitativ mehr Kommunikation ein besseres Verständnis?

„Aus vielen Worten entspringt ebensoviel Gelegenheit zum Mi[ss]verständnis.“

(William James, 1842-1910)[1]

Wie bereits von William James im 19. Jahrhundert erkannt, kann Kommunikation auch zahlreiche Probleme mit sich bringen und zu Missverständnis führen.

Somit stellt sich die zentrale Frage, welchen Störungen der Kommunikationsprozess unterliegt und wie diese reduziert werden können.

Nach einer Darstellung der mit dem Kommunikationsprozess in Zusammenhang stehenden Begrifflichkeiten, wird diese Arbeit im dritten Kapitel die Funktionsweise eines Sender- Empfänger- Modells aufzeigen. Dabei soll auf die asymmetrischen und symmetrischen Kommunikationsweisen näher eingehen werden. Im anschließenden Hauptteil werden mögliche Kommunikationsstörungen aufgezeigt, welche sowohl internen als auch externen Ursprungs sein können. Im Kapitel 4 erfolgt eine praktische, dem Sender-Empfänger-Modell folgende Anwendung am Planspiel „Asperitas“. Eine kritische Reflexion mit Maßnahmen und Verbesserungsmöglichkeiten wird diese Arbeit abrunden.

2 Begriffliche Grundlagen

In diesem Kapitel soll ein Verständnis für die Ausdrücke Information und Kommunikation entwickelt werden. Verschiedene Definitionen dienen dabei der Erläuterung und der Darstellung der Vielseitigkeit der Termini.

2.1 Definition Information

Der Mensch unterliegt einem permanenten Informationsfluss durch Medien wie Zeitschriften, Fernsehen, Hörfunk, Werbung oder auch durch zwischenmenschlichen Informationsaustausch und andere Einflüsse der Umwelt und des täglichen Lebens. In geläufigen Redensweisen findet man Aussagen dazu, dass Informationen etwas vermitteln oder über einen bestimmten Sachverhalt Auskunft geben.

Doch wie kann der Begriff Information definiert werden? Aus betriebswirtschaftlicher Sicht ist „Information [..] zweckorientiertes Wissen, das disponierenden Entscheidungsträger[n] als Entscheidungsgrundlage zur Verfügung steht.“ (Korndörfer 2003, S. 62). In diesem Zusammenhang bezieht sich Wissen auf „Vorstellungsinhalte […], die […] Überzeugungen über die Wahrheit von Feststellungen (Aussagen, Sätzen, Behauptungen) zum Inhalt haben“ (Wittmann 1979, Sp. 2263). Zweckorientierung meint somit das Wissen, welches in diesem Zusammenhang als Grundlage für Beschlüsse und zur Wahl von Alternativen fungiert (vgl. Bitz et al 2005, S. 250). Eine andere Auffassung besagt, dass „Information [..] im weiteren Sinne die Kenntnis über bestimmte Dinge, aber auch die Beseitigung einer Ungewissheit“ ist. „Information im engeren Sinne ist der Oberbegriff für Mitteilungen, Meldungen, Werte und … Daten.“ (Börnecke 2000, S. 275).

2.2 Definition Kommunikation

Kommunikation ist ebenso ein sehr facettenreicher Begriff, welcher einerseits aus datentechnischer und andererseits aus verhaltenswissenschaftlicher Sicht dargestellt werden kann. Folgende Ausführungen beruhen auf zweitgenannter Betrachtungsweise. „Unter Kommunikation versteht man einen gegenseitigen Austausch von Signalen zw. Sender und Empfänger: Miteinander sprechen, sich gegenseitig Briefe schreiben, Meinungen austauschen, miteinander fühlen und erleben“ (Jung 2006 S. 465). Eine weitere Auffassung besagt, dass „Kommunikation [...] ein wechselseitiger Austausch von Informationen zw. mindestens zwei Personen“ ist und wird „[i]n der Betriebswirtschaftslehre […] überwiegend als Prozess verstanden, bei dem Informationen zum Zweck der aufgabenbezogenen Verständigung ausgetauscht werden“ (Bitz et al 2005, S. 257). Nach Luhmann hingegen liegt „[e]ine Kommunikation [..] vor, wenn eine Informationsauswahl, eine Auswahl von mehreren Mitteilungsmöglichkeiten und eine Auswahl von mehreren Verstehensmöglichkeiten getroffen wird. Es ist wichtig zu betonen, dass von Kommunikation erst bei einer Synthese aller drei Selektionsleistungen gesprochen werden kann“ (Kneer, Nassehi 1994, S. 81).

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass Kommunikation ein Prozess zwischen Sender und Empfänger ist, bei welchem Informationen ausgetauscht werden. Kommunikation findet beabsichtigt und in Verbindung mit einer speziellen Situation zw. mindestens zwei Personen statt und diese haben keinen Einfluss darauf, wie der Gegenüber diese erhaltenen Informationen interpretiert (vgl. St. Pierre, Hofinger, Buerschaper 2005, S. 128).

Folgende Tabelle zeigt eine Übersicht über interne und externe Kommunikationsarten:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1: eigene Darstellung (in Anlehnung an Asperitas)

Abbildung 1 zeigt, dass Kommunikation sowohl intern als auch extern stattfindet. Interne Kommunikationsflüsse können auf Abteilungs- und Leiterebene zwischen den Mitgliedern einer Abteilung bzw. zwischen den leitenden Personen stattfinden. Es ist dabei wichtig zu erwähnen, dass auch abteilungsübergreifend Informationsflüsse stattfinden. Die Umweltebene wird als externe Kommunikationsform betrachtet und stellt den Austausch über die Organisationsgrenzen hinaus dar.

3 Sender- Empfänger- Modell

In diesem Kapitel wird nun die Funktionsweise eines Sender-Empfänger-Modells aufgezeigt. In Kapitel 2, den begrifflichen Grundlagen, fand dieses als Grundlage des Kommunikationsprozesses bereits Erwähnung. „Bei jeder Kommunikation gibt es mindestens einen Sender und einen Empfänger. […] Der Sender kodiert die Nachricht, der Empfänger hat sie zu dekodieren“ (Regnet In: Rosenstiel et al 2003, S. 245). Dieser Austausch ist ein Prozess. Je nachdem, ob eine Rückkopplung zw. Sender und Empfänger vorhanden ist, unterscheidet man zwischen zwei grundlegenden Formen der Kommunikation:

3.1 Asymmetrische Kommunikation

Asymmetrische Kommunikation oder auch Einwegkommunikation genannt, liegt vor, wenn eine Nachricht direkt vom Sender zum Empfänger gelangt. Anwendung findet diese Kommunikationsart vor allem im Bereich der Massenmedien und beispielsweise bei Lautsprecheranlagen. Informationen werden an den Empfänger weitergegeben, ohne, dass eine Einflussnahme des Empfängers möglich ist bzw. eine Rückkopplung zum Sender geschieht. Im Arbeitsalltag findet sich die Einwegkommunikation oft im Vorgesetzten-Mitarbeiter-Gespräch wieder. Der Mitarbeiter als Empfänger nimmt Informationen auf ohne in irgendeiner Weise darauf zu reagieren. Dies erweist sich jedoch in Debatten und Besprechungen als weniger empfehlenswert (vgl. Jung 2006, S. 468).

[...]


[1] James, William (1842-1910): Ihr perfektes Zitat 2008. Kommunikation. Internet: http://www.zitate.de/ergebnisse.php?kategorie=Kommunikation (Abruf: 04.12.2008)

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten

Details

Titel
Informations- und Kommunikationsprozesse
Untertitel
Welchen Störungen unterliegt der Kommunikationsprozess und wie können diese reduziert werden? Eine kritische Reflexion am Beispiel der Unternehmenssimulation „Asperitas“.
Hochschule
Technische Universität Chemnitz
Veranstaltung
Seminar Interaktionsprozesse und Teamentwicklung Asperitas
Note
2,3
Autor
Jahr
2009
Seiten
17
Katalognummer
V153509
ISBN (eBook)
9783640657506
ISBN (Buch)
9783640658077
Dateigröße
772 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
überarbeitete Version
Schlagworte
Information, Kommunikation, Personal, Störungen, Asperitas, Unternehmenssimulation, Kommunikationsprozess, Kommunikationsstörung, Informationsprozess
Arbeit zitieren
Sarah Müller (Autor), 2009, Informations- und Kommunikationsprozesse, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/153509

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