Ripsch evvens nit - Die Gleichnistrias in Lukas 15


Diplomarbeit, 2010

73 Seiten, Note: 2,0

Benjamin Floer (Autor:in)


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Lukas 15,1-32
2.1 Abgrenzung des Kapitels
2.2 Übersetzung des griechischen Originaltextes
2.3 Aufbau des Kapitels 15
2.4 Synoptischer Vergleich von Lk 15,1-2 und Mt 18,12-14
2.4.1 Die Unterschiede zwischen Lukas und Matthäus
2.4.2 Rekonstruktion der Vorlage aus der Logienquelle „Q“
2.4.3 Die besondere Betonung von Lukas
2.4.4 Die besondere Betonung von Matthäus

3. Lukas 15,1-2: Die narrative Situierung

4. Lukas 15, 3-7: Das Gleichnis vom verlorenen Schaf
4.1 Inhaltliche Gliederung der Perikope
4.2 Aufbau des Gleichnisses grafisch dargestellt
4.3 Realienabklärung
4.4 Andere biblische Texte mit gleichen Aktanten
4.5 Die Intention des Textes
4.6 Gegenüberstellung verschiedener exegetischer Ansätze
4.7 Zusammenfassung der Ergebnisse

5. Lukas 15, 8-10: Das Gleichnis von der verlorenen Drachme
5.1 Inhaltliche Gliederung der Perikope
5.2 Aufbau des Gleichnisses grafisch dargestellt
5.3 Realienabklärung
5.4 Andere biblische Texte mit gleichen Aktanten
5.5 Die Intention des Textes
5.6 Gegenüberstellung verschiedener exegetischer Ansätze
5.7 Zusammenfassung der Ergebnisse

6. Lukas 15, 11-32: Das Gleichnis vom verlorenen Sohn
6.1 Inhaltliche Gliederung der Perikope
6.2 Aufbau des Gleichnisses grafisch dargestellt
6.3 Realienabklärung
6.4 Andere biblische Texte mit gleichen Aktanten
6.5 Die Intention des Textes
6.6 Gegenüberstellung verschiedener exegetischer Ansätze
6.7 Zusammenfassung der Ergebnisse

7. Schlussreflexion
7.1 Aussage in der Zusammenschau der Gleichnistrias
7.2 Bedeutungen der Gleichnistrias
im Blick auf die Positionierung im Evangelium des Lukas
7.3 Zusammenschau der Ergebnisse

8. Literatur- und Quellenverzeichnis

1. Einleitung

In dieser Arbeit soll das Kapitel 15 des Lukasevangeliums untersucht und herausgestellt werden, was Lukas mit diesem Kapitel aussagen beziehungsweise bei seinen Lesern erreichen wollte (will).

Der Titel „Ripsch – evvens nit“ entstammt der kölschen Mundart und kann mehr ausdrücken als ein hochdeutscher Titel. Denn „Ripsch“ bedeutet nicht nur „verloren“ sondern auch „tot“ und „unrettbar sein“. „Evvens nit“ bedeutet „eben nicht“. - Warum ich gerade diesen Titel gewählt habe, werde ich im Laufe der Arbeit versuchen zu erschließen.

Das 15. Kapitel des Lukasevangeliums enthält eine so genannte Gleichnistrias und es erzählt in drei Gleichnissen vom Verlieren und Wiederfinden. Lukas positioniert diese Gleichnisse in ein Streitgespräch zwischen Jesus und den Pharisäern und Schriftgelehrten. Jesus isst in dieser Szene gemeinsam mit Sündern. Die Pharisäer und Schriftgelehrten halten diese Tischgenossen Jesu für „unrettbar“. Diese Bezeichnung findet man auch im Gleichnis vom verlorenen Sohn wieder. Der Sohn führt ein verschwenderisches, ein „unrettbares“ Leben in der Fremde und der Vater dieses Gleichnisses sagt, sein Sohn sei „tot“ gewesen und nun wieder unter den Lebenden.

Zu Beginn der Arbeit steht eine möglichst wortgetreue Übersetzung des griechischen Textes. Des Weiteren wird der Gesamttext in Segmente und später jedes Gleichnis für sich in seine Sinnabschnitte unterteilt, um die Struktur der Gleichnisse herauszuarbeiten.

Im Gegensatz zu uns heute, lebten die ursprünglichen Adressaten des Lukas-Evangeliums in der gleichen Alltagswelt wie der Verfasser, so dass ihnen die im Text benutzten Vergleiche Jesu geläufig waren. Von daher werde ich die in den Gleichnissen vorkommenden Verhältnisse zur Zeit Jesu etwas verdeutlichen, da nur mit ihrer Kenntnis ein richtiges Verständnis von Sachverhalt und Aussage möglich ist.

Außerdem ist es wichtig zu betrachten, in welchen Kontext die Gleichnisse vom Evangelisten eingebettet wurden. Denn oft ging bei der Überlieferung einzelner Texte wie auch Kompositionen der ursprüngliche Gesprächskontext, in den hinein ein Gleichnis oder auch ein anderer Text gesprochen wurde, verloren.

Dafür, dass dies auch hier der Fall sein könnte, spricht der Umstand, dass das Gleichnis vom verlorenen Schaf bei Lukas einen anderen Rahmen bzw. Kontext hat als bei Matthäus (18,12-14).

Einerseits erschwert dies, die ursprüngliche Intention Jesu zu erkennen, andererseits weist es aber auch darauf hin, dass Lukas durch seine Positionierung etwas Bestimmtes ausdrücken möchte. Das heißt: Er nutzt das Gleichnis mit seinem Kontext für eine bestimmte Aussage - sofern es sich nicht um eine eher zufällige bzw. pragmatische Komposition von drei ähnlichen Gleichnissen (Gleichnistrias) handelt. Um diesen Sachverhalt zu klären, soll dementsprechend der nächste Schritt eine gründliche Untersuchung des Kontextes sein.

Lukas und Matthäus bedienen sich beide des Markus-Evangeliums und der so genannten Logienquelle „Q“ als Vorlage für ihre Evangelien und ergänzen sie durch ihr jeweiliges Sondergut.

Da das Gleichnis vom verlorenen Schaf sowohl bei Lukas als auch bei Matthäus, nicht aber bei Markus zu finden ist, kann davon ausgegangen werden, dass Lukas und Matthäus diese Erzählung aus der Logienquelle „Q“ übernommen haben.

Von daher soll im weiteren Verlauf mit Hilfe eines synoptischen Vergleichs untersucht werden, inwieweit die beiden Evangelientexte übereinstimmen bzw. sich unterscheiden - und ob die Unterschiede eventuell verschiedene Ziele erkennen lassen. Basierend auf dem synoptischen Vergleich werde ich versuchen, den Originaltext, der beiden Evangelientexten zugrunde liegt, zu rekonstruieren.

Die einzelnen Erzählabschnitte in Lukas 15 werden dann jeder für sich untersucht und am Ende der Arbeit in einer Zusammenschau des gesamten Kapitels miteinander in Verbindung gesetzt.

Dies ist besonders wichtig, da die Gleichnisse der Verloren-Wiederfinden-Trias erst in ihrer Zusammenschau ihren ganzen Sinn entfalten. Die Einheitsübersetzung verschleiert diesen Zusammenhang durch die gemeinsame Überschrift für die Gleichnisse vom Schaf und der Drachme und die eigene für das Gleichnis vom verlorenen Sohn, was sich unter anderem auch darin niederschlägt, dass diese beiden Blöcke meist getrennt voneinander gelesen beziehungsweise benutzt werden – zum Beispiel in der Liturgie.[1] Besonders dem Gleichnis vom verlorenen Sohn geht dabei ein Teil seiner Bedeutung verloren.

Wir haben uns daran gewöhnt Gleichnisse auf andere Menschen zu beziehen und nicht auf uns selbst.[2] Auch laufen Gleichnisse häufig Gefahr, als Kindergeschichten oder fromme Erzählungen beziehungsweise Bilder ohne Realitätsbezug betrachtet zu werden. Von daher soll in dieser Arbeit ebenfalls herausgestellt werden, was die Gleichnisse auch oder sogar gerade uns Erwachsenen im Hier und Jetzt sagen können.

2. Lukas 15,1-32

2.1 Abgrenzung des Kapitels 15

Die Kapitelabgrenzungen, wie wir sie heute in der Bibel finden, müssen nicht unbedingt der ursprünglichen Abgrenzung der Texte entsprechen. Deswegen ist es wichtig, nach Belegen im Text für eine derartige Trennung zu suchen.

Am Anfang des Kapitels gibt es einen Personenwechsel zu dem Text im 14. Kapitel. In diesem vorausgehenden Kapitel ist von Jesus und „vielen Volksmengen“ die Rede. In 15,1 hingegen sind es nur „alle Zöllner und Sünder“.

Die Verse 1 und 2 sind eine narrative Situierung für die folgenden drei Gleichnisse. Zwischen den Gleichnissen wird von keinem Orts-, Zeit- oder Personenwechsel gesprochen. Daher ist anzunehmen, dass Lukas sie als in die gleiche Situation hinein gesprochen versteht beziehungsweise verstanden haben möchte.

Ein klarer Schnitt in der Handlung liegt im Übergang zu Kapitel 16 vor. Zunächst findet hier ein Themenwechsel statt. Nicht mehr das Verlieren und Finden ist wie in den drei Gleichnissen des Kapitels 15 das Thema, sondern das kluge (wenn auch unehrliche) Handeln. Auch die Adressaten sind im 16. Kapitel andere als zuvor. In Kapitel 15 richtet sich Jesus an die Pharisäer und Schriftgelehrten, die ihn kritisieren. Jetzt spricht er zu „den Schülern“.

Weder in Vers 15,1 noch in Vers 16,1 findet ein eindeutiger Schauplatzwechsel statt. Auch ein zeitlicher Abstand wird nicht geschildert. Das 15. Kapitel wird von Lukas in dem unbestimmten Unterwegs nach Jerusalem angesiedelt.[3]

2.2 Übersetzung des griechischen Originaltextes

Der heute vorliegende griechische Originaltext[4]:

1 V/Hsan de. auvtw/| evggi,zontej pa,ntej oi` telw/nai kai. oi` a`martwloi. avkou,ein auvtou/Å
2 kai. diego,gguzon oi[ te Farisai/oi kai. oi` grammatei/j le,gontej o[ti Ou-toj a`martwlou.j prosde,cetai kai. sunesqi,ei auvtoi/jÅ
3 ei=pen de. pro.j auvtou.j th.n parabolh.n tau,thn le,gwn(
4 Ti,j a;nqrwpoj evx u`mw/n e;cwn e`kato.n pro,bata kai. avpole,saj evx auvtw/n e]n ouv katalei,pei ta. evnenh,konta evnne,a evn th/| evrh,mw| kai. poreu,etai evpi. to. av olwlo.j e[wj eu[rh| auvto,È
5 kai. eu`rw.n evpiti,qhsin evpi. tou.j w;mouj auvtou/ cai,rwn
6 kai. evlqw.n eivj to.n oi=kon sugkalei/ tou.j fi,louj kai. tou.j gei,tonaj le,gwn auvtoi/j( Sugca,rhte, moi( o[ti eu-ron to. pro,bato,n mou to. avpolwlo,jÅ
7 le,gw u`mi/n o[ti ou[twj cara. evn tw/| ouvranw/| e;stai evpi. e`ni. a`martwlw/| metanoou/nti h' evpi. evnenh,konta evnne,a dikai,oij oi[tinej ouv crei,an e;cousin metanoi,ajÅ
8 „H ti,j gunh. dracma.j e;cousa de,ka eva.n avpole,sh| dracmh.n mi,an( ouvci. a[ptei lu,cnon kai. saroi/ th.n oivki,an kai. zhtei/ evpimelw/j e[wj ou- eu[rh|È
9 kai. eu`rou/sa sugkalei/ ta.j fi,laj kai. gei,tonaj le,gousa( Sugca,rhte, moi( o[ti eu ron th.n dracmh.n h]n avpw,lesaÅ
10 ou[twj( le,gw u`mi/n( gi,netai cara. evnw,pion tw/n avgge,lwn tou/ qeou/ evpi. e`ni. a`martwlw/| metanoou/ntiÅ
11 Ei=pen de,( :Anqrwpo,j tij ei=cen du,o ui`ou,jÅ
12 kai. ei=pen o` new,teroj auvtw/n tw/| patri,( Pa,ter( do,j moi to. evpiba,llon me,roj th/j ouvsi,ajÅ o` de. diei/len auvtoi/j to.n bi,onÅ
13 kai. metV ouv polla.j h`me,raj sunagagw.n pa,nta o` new,teroj ui`o.j avpedh,mhsen eivj cw,ran makra,n kai. evkei/ diesko,rpisen th.n ouvsi,an auvtou/ zw/n avsw,twjÅ
14 dapanh,santoj de. auvtou/ pa,nta evge,neto limo.j ivscura. kata. th.n cw,ran ev kei,nhn( kai. auvto.j h;rxato u`sterei/sqaiÅ
15 kai. poreuqei.j evkollh,qh e`ni. tw/n politw/n th/j cw,raj evkei,nhj( kai. e;pemyen auvto.n eivj tou.j avgrou.j auvtou/ bo,skein coi,rouj(
16 kai. evpequ,mei cortasqh/nai evk tw/n kerati,wn w-n h;sqion oi` coi/roi( kai. ouvdei.j evdi,dou auvtw/|Å
17 eivj e`auto.n de. evlqw.n e;fh( Po,soi mi,sqioi tou/ patro,j mou perisseu,ontai a;rtwn( evgw. de. limw/| w-de avpo,llumaiÅ
18 avnasta.j poreu,somai pro.j to.n pate,ra mou kai. evrw/ auvtw/|( Pa,ter( h[marton eivj to.n ouvrano.n kai. evnw,pio,n sou(
19 ouvke,ti eivmi. a;xioj klhqh/nai ui`o,j sou\ poi,hso,n me w`j e[na tw/n misqi,wn souÅ
20 kai. avnasta.j h=lqen pro.j to.n pate,ra e`autou/Å e;ti de. auvtou/ makra.n avpe,contoj ei=den auvto.n o` path.r auvtou/ kai. evsplagcni,sqh kai. dramw.n evpe,pesen evpi. to.n tra,chlon auvtou/ kai. katefi,lhsen auvto,nÅ
21 ei=pen de. o` ui`o.j auvtw/|( Pa,ter( h[marton eivj to.n ouvrano.n kai. evnw,pio,n sou( ouvke,ti eivmi. a;xioj klhqh/nai ui`o,j souÅ
22 ei=pen de. o` path.r pro.j tou.j dou,louj auvtou/( Tacu. evxene,gkate stolh.n th.n prw,thn kai. evndu,sate auvto,n( kai. do,te daktu,lion eivj th.n cei/ra auvtou/ kai. u`podh,mata eivj tou.j po,daj(
23 kai. fe,rete to.n mo,scon to.n siteuto,n( qu,sate( kai. fago,ntej euvfranqw/men(
24 o[ti ou-toj o` ui`o,j mou nekro.j h=n kai. avne,zhsen( h=n avpolwlw.j kai. eu`re,qhÅ kai h;rxanto euvfrai,nesqaiÅ
25 V/Hn de. o` ui`o.j auvtou/ o` presbu,teroj evn avgrw/|\ kai. w`j evrco,menoj h;ggisen th/| oivki,a h;kousen sumfwni,aj kai. corw/n(
26 kai. proskalesa,menoj e[na tw/n pai,dwn evpunqa,neto ti, a'n ei;h tau/taÅ
27 o` de. ei=pen auvtw/| o[ti ~O avdelfo,j sou h[kei( kai. e;qusen o` path,r sou to.n mo,scon to.n siteuto,n( o[ti u`giai,nonta auvto.n avpe,labenÅ
28 wvrgi,sqh de. kai. ouvk h;qelen eivselqei/n( o` de. path.r auvtou/ evxelqw.n pareka,lei auvto,nÅ
29 o` de. avpokriqei.j ei=pen tw/| patri. auvtou/( VIdou. tosau/ta e;th douleu,w soi kai. ouvde,pote evntolh,n sou parh/lqon( kai. evmoi. ouvde,pote e;dwkaj e;rifon i[na meta. tw/n fi,lwn mou euvfranqw/\
30 o[te de. o` ui`o,j sou ou-toj o` katafagw,n sou to.n bi,on meta. pornw/n h=lqen( e;qusaj auvtw/| to.n siteuto.n mo,sconÅ
31 o` de. ei=pen auvtw/|( Te,knon( su. pa,ntote metV evmou/ ei=( kai. pa,nta ta. evma. sa, evstin\
32 euvfranqh/nai de. kai. carh/nai e;dei( o[ti o` avdelfo,j sou ou-toj nekro.j h=n kai. e;zhsen( kai. avpolwlw.j kai. eu`re,qhÅ

Übersetzung des heute vorliegenden griechischen Originaltextes:

1 Es näherten sich ihm alle Zöllner und Sünder um ihn zu hören.
2 Und es murrten sowohl die Pharisäer als auch die Schriftgelehrten, indem sie sagten: Dieser nimmt Sünder auf und isst mit ihnen.
3 Er sprach aber zu ihnen diese Gleichnisrede, und sagte:
4 Welcher Mann von euch, der hundert Schafe hat und eines verliert, lässt nicht zurück die neunundneunzig in der Öde, und geht dem Verlorenen nach, bis er es findet?
5 Und wenn er es gefunden hat, legt er es auf seine Schultern und freut sich.
6 Und wenn er ins Haus gekommen ist, ruft er die Freunde und die Nachbarn, und sagt: Freut euch mit mir, weil ich mein Schaf fand, das verloren war.
7 Ich sage euch: So wird [mehr] Freude im Himmel sein über einen umkehrenden Sünder als über neunundneunzig Gerechte, welche nicht nötig haben eine Umkehr.
8 Oder welche Frau, die zehn Drachmen hat und eine Drachme verloren hat, zündet nicht eine Lampe und kehrt das Haus und sucht sorgfältig, bis sie fündig wird.
9 Und wenn sie sie gefunden hat, ruft sie die Freundinnen und Nachbarinnen und sagt: Freut euch mit mir, weil ich die Drachme fand, die ich verlor.
10 So, sage ich euch, wird Freude vor den Engeln Gottes sein über einen [einzigen] Sünder, der umkehrt.
11 Er sagte aber: Ein Mann hatte zwei Söhne.
12 Und der jüngere von ihnen sagte zum Vater: Vater, gib den [mir] zustehenden Teil des Vermögens. Er aber teilte ihnen das Vermögen zu.
13 Und nach nicht vielen Tagen, als er gepackt hatte, zog der jüngere Sohn fort in ein fernes Land und dort verschwendete er sein Vermögen mit einem unrettbaren Leben.
14 Als er aber alles ausgegeben hatte, gab es eine schlimme Hungersnot in jenem Land und er begann Mangel zu leiden.
15 Und er ging und schloss er sich einem der Bürger jenes Landes an, und er schickte ihn auf seine Felder die Schweine zu weiden
16 und er wollte sich ernähren von den Futterschoten, die die Schweine fraßen, und niemand gab [sie] ihm.
17 In sich gehend aber sagte er: Wie viele Tagelöhner meines Vaters haben Überfluss an Broten, ich aber komme hier durch Hunger um.
18 Nachdem ich aufgestanden bin, werde ich zu meinem Vater gehen und ich werde ihm sagen: Vater, ich habe gesündigt gegen den Himmel und vor dir,
19 nicht mehr bin ich wert genannt zu werden dein Sohn; mache mich zu einem deiner Tagelöhner!
20 Und nachdem er aufgestanden war, ging er zu seinem Vater. Noch als er aber weit entfernt war, sah ihn sein Vater und erbarmte sich und lief er zu ihm und fiel um seinen Hals und küsste ihn.
21 Der Sohn aber sagte zu ihm: Vater, ich habe gesündigt gegen den Himmel und vor dir; nicht mehr bin ich wert, genannt zu werden dein Sohn.
22 Der Vater aber sagte zu seinen Sklaven: Schnell, bringt das erste Gewand heraus und zieht ihn an und gebt ihm einen Ring an seine Hand und Sandalen an seine Füße
23 und bringt das gemästete Kalb, schlachtet [es], und nachdem wir gegessen haben, lasst uns fröhlich sein,
24 weil dieser mein Sohn tot war und auflebte, verloren war und gefunden worden ist. Und sie fingen an fröhlich zu sein.
25 Sein älterer Sohn aber war auf dem Feld, und als er kam und sich dem Haus näherte, hörte er Musik und Tanz
26 und er rief einen der Sklaven zu sich und fragte, was das wohl sei.
27 Der aber sprach zu ihm: Dein Bruder ist gekommen und geschlachtet hat dein Vater das gemästete Kalb,weil er ihn gesund zurückerhalten hat.
28 Zornig aber wurde er und wollte nicht hineingehen. Aber sein Vater kam heraus und bat ihn.
29 Der aber antwortete und sagte zu seinem Vater: Siehe, so viele Jahre bin ich dein Sklave und niemals habe ich ein Gebot von dir übertreten und mir hast du nie gegeben einen Ziegenbock, damit ich mit meinen Freunden feiern kann.
30 Als aber dieser dein Sohn, der dein Vermögen mit Dirnen aufgebraucht hat, gekommen ist, hast du geschlachtet ihm das gemästete Kalb.
31 Der aber sagte zu ihm: Kind, du bist immer bei mir und alles Meine ist deines;
32 feiern aber und sich freuen musste man, weil dieser dein Bruder tot war und auflebte und verloren war und gefunden worden ist.

Einige Anmerkungen zur Übersetzung:

In Vers 1 heißt es „alle Zöllner und Sünder“ und nicht wie in der Lutherübersetzung „allerlei“. Mit pantes soll gesagt werden, dass wirklich „alle“ und nicht nur diejenigen gemeint sind, die konkret in dieser Situation dabei sind. Alle Hörer und Leser des Gleichnisses sind eingeladen, zu Jesus zu kommen.

In Vers 3 übersetze ich parabolh.n in Anlehnung an Francois Bovon[5] mit „diese Gleichnisrede“. Diese Formulierung bringt die Einheit der drei folgenden Gleichnisse gut zum Ausdruck. Die Übersetzung „das Gleichnis“ birgt die Gefahr, dass nur das direkt folgende gemeint ist und dadurch die Gleichnisse auseinander zu reißen, obwohl deren Einheit für ihr Verständnis, wie Lukas es intendierte, so wichtig ist.

In Vers 4 lässt der Hirte die Schafe in der erhmw zurück. In der Öde würde aber niemand seine Schafe weiden. Entweder könnte diese Ortsangabe den großen Aufwand, den der Hirte für das eine verlorene betreibt, darstellen sollen[6] oder es sind damit die Ländereien ohne Anbau außerhalb der Stadt gemeint.[7]

Das in Vers 7 der Übersetzung eingefügte „mehr“ steht nicht im griechischen Text. Ich habe es in Anlehnung an das Münchner Neue Testament[8] eingefügt. Es ist an dieser Stelle nötig, um die momentane größere Freude darzustellen. h heißt auch ohne Komparativ „als“[9], aber ein „als“ macht nur Sinn zusammen mit dem „mehr“.

In Vers11 kann man anqropos mit „Mensch“ oder mit „Mann“ übersetzen. Ich habe mich für „Mann“ entschieden, da nur der Mann berechtigt war, etwas zu vererben. Zudem ist ja auch in Vers 12 von „Vater“ (to patri) die Rede. Dass es sich im Gleichnis vom verlorenen Schaf um einen Mann handelt und in dem der verlorenen Drachme um eine Frau, wird auch nur bei dieser Übersetzungsvariante deutlich.

Das in Vers 31 verwendete teknon bedeutet „Kind“, „Sohn“ oder „Tochter“. In vertraulichen Anreden, meist von Meister zu Schüler, wird es zusammen mit „mein“ verwendet.[10] Da hier in dem Gleichnis das Fortbestehen der engen Bindung zwischen Vater und Sohn ausgedrückt werden soll, habe ich dementsprechend ein „mein“ ergänzt.

2.3 Aufbau des Kapitels 15

Um die Botschaft eines Textes verstehen zu können, ist es wichtig, zunächst zu betrachten, was in dem Text gesagt wird. Dazu wird im Folgenden das Kapitel Lukas 15 in Perikopen unterteilt. Diese werden dann zunächst jeweils für sich und am Ende der Arbeit in der Zusammenschau betrachtet.

· In den Versen 1 - 2 wird den folgenden Gleichnissen eine narrative Situation vorangestellt, in der die drei Gleichnisse gesprochen worden sein sollen.

- Vers 3 ist die Einleitung zum ersten Gleichnis.
- Die Verse 4 – 6 erzählen das Gleichnis vom verlorenen Schaf.
- In Vers 7 wird die Botschaft des vorangegangenen Gleichnisses erläutert.
- Eine Überleitung zum nächsten Gleichnis entfällt. Somit wird das Gleichnis von der verlorenen Drachme in dieselbe narrative Situation gesprochen wie das vom verlorenen Schaf. Dies wird auch durch das einfache h (oder) zwischen den beiden ersten Gleichnissen deutlich.
- Die Verse 8 und 9 erzählen das Gleichnis von der verlorenen Drachme.
- Vers 10 deutet dieses Gleichnis - wie zuvor Vers 7 das Gleichnis vom verlorenen Schaf.
- In Vers 11 wird weder von einem Personen- noch von einem Ortswechsel erzählt. Daher ist auch das folgende Gleichnis vom verlorenen Sohn vor der Kulisse der Verse 1 - 2 zu lesen.
- Das Kapitel endet mit dem dritten und letzten Gleichnis der lukanischen Gleichnistrias, das in den Versen 8b - 32 von einem verlorenen Sohn erzählt.
- Da eine Erläuterung wie nach den ersten beiden Gleichnissen beim Gleichnis vom verlorenen Sohn entfällt, entsteht gewissermaßen ein offener Schluss, der an die Zuhörer bzw. Leser appelliert, selber eine Antwort bezüglich der Aussageabsicht des Gleichnisses zu geben.

2. 4 Synoptischer Vergleich von Lk 15,1-2 und Mt 18,12-14

2.4.1 Die Unterschiede zwischen Lukas und Matthäus

Das Gleichnis vom verlorenen Schaf findet sich nicht nur bei Lukas, sondern auch im Matthäusevangelium (Mt 18,12-14). Wie bereits erwähnt, haben beide den Text des Gleichnisses vom verlorenen Schaf wahrscheinlich der Logienquelle „Q“ entnommen, wofür auch die große Ähnlichkeit der Perikopen spricht.[11]

Die bei Lukas folgenden Erzählungen von der „verlorenen Drachme“ und vom „verlorenen Sohn“ fehlen bei Matthäus und sind daher als lukanisches Sondergut zu betrachten. Möglich wäre auch, dass Matthäus das Gleichnis von der verlorenen Drachme nicht aus „Q“ übernommen hat. Dass die erste Möglichkeit wahrscheinlicher ist, kann man dem Fest entnehmen, das der lukanische Hirte feiert, der matthäische aber nicht.

Es ist zu vermuten, dass Lukas dieses Fest einfach aus dem Gleichnis von der verlorenen Drachme in das von dem verlorenen Schaf übernommen hat. Für diese Vermutung spricht, dass es ziemlich unwahrscheinlich scheint, dass der Hirte das Schaf vom Gebirge mit in eine Wohngegend bringt, statt es zur Herde zurück zu bringen.[12] Es ist allerdings zu bedenken, dass aus dem Text nicht hervorgeht, wo die Herde war. Vielleicht hat der Hirte auch mit anderen Nomaden gefeiert.

Sollte die Theorie der Übernahme stimmen, müssten beide Gleichnisse ursprünglich eigenständig gewesen und erst später verbunden worden sein.

Ob das Gleichnis von der verlorenen Drachme aus „Q“, dem lukanischen Sondergut oder sogar von Lukas selber stammt, lässt sich nicht mit Gewissheit sagen. Entscheidend ist, dass Lukas die drei Texte unter einem Rahmen zusammengestellt hat und daher auch gemeinsam gelesen haben will. Woher die Texte stammen, ist demgegenüber von geringerer Bedeutung.

Es ist auffällig, dass der Jesus des Lukastextes seine Zuhörer viel direkter anspricht als der bei Matthäus. Bei Lukas heißt es „Welcher Mensch von euch“ (Lk 15,4), bei Matthäus ist es „irgendein Mensch“ (Mt 18,12).

Lukas setzt voraus, dass jeder Hörer und Leser so handeln würde wie der Hirte in der Geschichte. Matthäus lässt dies außen vor.

Bei Matthäus verirrt sich das Schaf und bei Lukas wird es verloren. Das Resultat ist in beiden Evangelien dasselbe: Das Schaf ist weg von seiner Herde. Allerdings liegt der Grund bzw. die Schuld dafür im matthäischen Evangelium beim Schaf, das sich verirrt, und im lukanischen Text beim Hirten, der das Schaf verliert.

In Mt 18,13 heißt es: „Und wenn es geschieht, dass er es findet ...“. Diese Formulierung schließt die Option ein, dass der Hirte das Schaf nicht finden kann. Diese Möglichkeit, ein Schaf nicht mehr zu finden bzw. es nicht zurück zur Herde bewegen zu können, beschreibt Matthäus auch in Vers 18,17.

Bei Lukas sucht der Hirte - anders als bei Matthäus - nach dem Schaf, „bis er es findet“ (Lk 15,4). Lukas wird bei dieser Formulierung vielleicht die Sachhälfte im Kopf gehabt haben nämlich Gott, den guten Hirten, der sucht, bis er den Sünder findet.[13]

Der Vers Mt 18,14 fehlt bei Lukas. Er lautet: „So ist es nicht (der) Wille von eurem Vater in (den) Himmeln, dass verloren gehe eines dieser Kleinen“.

Matthäus verweist damit nicht nur zurück auf das Kind am Beginn des Kapitels 18, sondern stellt es auch in Zusammenhang mit allen Perikopen dieses Kapitels.

Der entscheidende Anhaltspunkt für die Auslegung der beiden Gleichnistexte ist die Schuldfrage. Der lukanische Text ließe sich überschreiben mit „Das verlorene Schaf“. Für das Gleichnis bei Matthäus wäre „Das verirrte Schaf“ eine passende Überschrift.

Das Schaf steht in beiden Texten für einen Sünder, einen Menschen, der sich durch seine Taten von der Gemeinschaft und von Gott abgewendet hat.

Matthäus schreibt in Vers 14, dass Gott nicht möchte, dass das verirrte Schaf verloren geht. Nach matthäischer Theologie ist es die Schuld des Einzelnen, wenn er sich verirrt, d.h. vom rechten Glauben und Leben abkommt. Doch er wird vom Hirten, von Gott, gesucht und möglicherweise auch gefunden.

Lukas scheint in seiner Version des Textes zu berücksichtigen, dass jemand auch durch äußere Umstände dazu gezwungen werden kann zu sündigen - zum Beispiel durch eine Notlage.

Im Lukastext freut sich der Hirte so sehr darüber, das Schaf gefunden zu haben, dass er ein Fest gibt, damit die Anderen sich mit ihm freuen. Dies und die Aussage, dass jeder so handeln würde wie der Hirte, ist ein Appell an die lukanische Gemeinde, nach dem Sünder zu suchen und sich mit Gott gemeinsam zu freuen, wenn jemand, der gefehlt hat, umkehrt. Dieses Suchen ist keine lästige Pflicht, sondern das Wiederfinden ist Grund für ein Freudenfest.[14]

Das Schaf im Lukas-Evangelium kehrt nicht von selber um, sondern es wird gesucht, bis es gefunden wird. So soll auch die Gemeinde des Lukas niemals aufgeben und es nicht akzeptieren, jemanden verloren zu haben, bis er gefunden und zurück „getragen“ wurde.

Beide Evangelisten setzten an das Ende ihrer Gleichnisse eine Erläuterung. Bei Matthäus ist sie in der Gegenwart formuliert und sagt aus, was nicht der Wille des Vaters ist (V 14). Lukas hingegen schreibt in Vers 7 davon, dass Freude beim Vater sein wird. Dieses Futur ist meines Erachtens aber keine Angabe über einen bestimmten Zeitpunkt in der Zukunft, sondern sagt aus, dass sich Gott jedes Mal freuen wird, wenn jemand zu ihm umkehrt.

In dieser direkten Gegenüberstellung der Texte wird deutlich, wie Lukas und Matthäus das Gleichnis verändert haben, um jeweils andere Aspekte zu verdeutlichen.

2.4.2 Rekonstruktion der Vorlage aus der Logienquelle „Q“

Die Evangelisten Matthäus und Lukas waren keine Zeitzeugen Jesu und somit bei der Abfassung ihrer Evangelien auf mündliche und schriftliche Überlieferungen angewiesen.

Beide nutzten zunächst das bereits vorliegende Markus-Evangelium. Außerdem griffen beide auf eine ihnen gemeinsame Logienquelle - genannt „Q“ - zurück.

Zusätzlich hatten beide noch jeweils eigene Quellen, die dementsprechend als Sondergut bezeichnet werden.

Im Folgenden versuche ich aufgrund der Unterschiede zwischen den Versionen des Gleichnisses herauszuarbeiten, welche Textgrundlage beide Evangelisten für ihre Gleichnisse vorliegen hatten. Bei solchen Überlegungen handelt es sich um Mutmaßungen, die eine bestimmte Wahrscheinlichkeit aufweisen, aber nicht bewiesen werden können. Auch steht nicht fest, ob beide Evangelisten überhaupt dieselbe Version von „Q“ vorliegen hatten.

In beiden Evangelien steht der Text in einer eigenen narrativen Situation. Bei Matthäus ist das Gleichnis Teil der Gemeinderede, bei Lukas gehört es zur so genannten Gleichnistrias über das Verlieren und Wiederfinden und ist in den größeren Rahmen des Weges nach Jerusalem integriert. Die unterschiedliche Positionierung des Gleichnisses ist auf unterschiedliche Intentionen der Evangelisten zurückzuführen.

Die narrative Situierung bei Lukas geht wahrscheinlich auf diesen selbst zurück (s. Kapitel 3). Die Formulierung ti humin dokei geht auf Matthäus zurück. Sie ist typisch für ihn und findet sich 6mal in seinem Evangelium[15].

Die 99 Schafe lässt der lukanische Hirte in der Einöde, der matthäische am Berg grasend zurück. Lukas und Matthäus benutzen diese Orte jeweils auch an anderen Stellen (Lk 8,29 und Mk 5,5)[16].

Die unterschiedliche Bezeichnung des Weideortes kann entweder auf die jeweilige Verortung des Evangelisten zurückzuführen sein oder - was wahrscheinlicher ist - auf die Lokalisierung der Rede im Kontext des Evangeliums. - Bei Matthäus spricht Jesus das Gleichnis in Kafarnaum (Mt 17,24), bei Lukas befindet er sich irgendwo auf der Reise nach Jerusalem (Lk 13,22).[17]

Beide Orte werden auch in Ez 34, dem Kapitel über die Hirten Israels, genannt; die Wüste in 34,25 und die Berge in 34,6.[18]

Möglich wäre zudem, dass es sich um Übersetzungsvarianten vom hebräischen arwfb handelt.[19]

Das Fest der geteilten Freude am Ende des lukanischen Gleichnisses fehlt bei Matthäus. Lukas hat es wahrscheinlich (s.o.) aus dem bei ihm folgenden Gleichnis der verlorenen Drachme übernommen, das bei Matthäus fehlt. Entweder ist es von Lukas selbst oder aus seinem Sondergut oder aus „Q“. Dann hätte Matthäus es entweder nicht übernommen oder es stand eventuell in einer Fassung von „Q“, die Lukas kannte, Matthäus aber nicht. Das heißt: Warum Lukas dieses Gleichnis aufgenommen hat, das dem vom verlorenen Schaf so ähnlich ist, und Matthäus nicht, wissen wir nicht.

Fleddermann nimmt auch eine Rekonstruktion von der verlorenen Drachme vor. Er kommt aufgrund der großen Ähnlichkeit zwischen den beiden Gleichnissen und dem typisch lukanischen Vokabular zu dem Schluss, dass das zweite Gleichnis nicht aus „Q“ stammt, sondern von Lukas in Anlehnung an das Gleichnis vom verlorenen Schaf entwickelt wurde.[20]

Meines Erachtens lässt er dabei die Möglichkeit einer lukanischen Überarbei­tung eines Sonderguttextes zu schnell außer acht. Allerdings halte ich, da der Text nur bei Lukas überliefert ist, eine Aufarbeitung der lukanische Abänderun­gen einer Vorlage für noch größere Spekulation als beim Gleichnis vom verlore­nen Schaf.

Die Freude beim Fest in der lukanischen Gleichnisfassung ist ein Gegenbild zum Murren der Pharisäer und Schriftgelehrten in seiner narrativen Situierung.[21] Zudem kann sie als Erklärung beziehungsweise Legitimation des Handelns Jesu dienlich sein.

[...]


[1] vgl. 4. Fastensonntag (Lesejahr C ) und Freitag der 3. Woche nach Pfingsten

[2] vgl. Julius Schniewind, Das Gleichnis vom verlorenen Sohn, Eine Auslegung von Lukas Kapitel 15, Vandenhoeck und Ruprecht, Göttingen 1940, S. 3

[3] vgl. Michael Wolter, Lk 15 als Streitgespräch, in EThL 78 (2002) 25-56Michael Wolter, Lk 15 als Streitgespräch, in EThL 78 (2002), S. 30

[4] Nestle-Aland, Novum Testamentum Graece et Latine, Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart, 1984, Dritte verbesserte Auflage, Stuttgart 2001

[5] vgl. Francois Bovon, Das Evangelium nach Lukas Band III/3, Benzinger/Neukirchener, Düsseldorf/Zürich 2001

[6] vgl. Michael Wolter, Lk 15 als Streitgespräch, in EThL 78 (2002), S. 39

[7] vgl. Frederic Godet, Kommentar zu dem Evangelium des Lukas, 2. Auflage, Hannover 1892, S. 419

[8] vgl. Josef Hainz (Hrsg.), Münchner Neues Testament, 6. Aulage, Patmos, Düsseldorf, 2002

[9] vgl. Friedrich Blass und Albert Debrunner, Neutestamentliche Grammatik. 9. Auflage, Göttingen 1954, § 245,3

[10] vgl. Nestle-Aland, Novum Testamentum Graece et Latine, Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart, 1984, Dritte verbesserte Auflage, Stuttgart 2001

[11] Diese These wird von vielen Exegeten - vgl. Hans Weder, Die Gleichnisse Jesu als Metaphern, Van-denhoeck & Ruprecht, Göttingen 1978, S. 177, Fußnote 51 - angezweifelt.

[12] vgl. Eta Linnemann, Gleichnisse Jesu, Einführung und Auslegung, 5. Ausgabe, Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1969, S. 73

[13] vgl. Eta Linnemann, Gleichnisse Jesu, Einführung und Auslegung, 5. Ausgabe, Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1969, S. 73

[14] vgl. Adolf Schlatter, Das Evangelium des Lukas, Calwer, Stuttgart 1960, S. 346

[15] vgl. Harry T. Fledderman; Q a Rekonstruktion and Commentary, Peeters, Leuven 2005, S. 767

[16] vgl. ibid, S. 768

[17] vgl. J. Habbe,: Palästina zur Zeit Jesu. Die Landwirtschaft in Galiläa als Hintergrund der synoptischen Evangelien. Neukirchner Theologische Dissertationen und Habilitationen 6, 1996 Rez. J. Zangenberg), S. 106 (Anm 15)

[18] vgl. Francois Bovon, Das Evangelium nach Lukas Band III/3, Benzinger/Neukirchener, Düsseldorf/Zürich 2001, Seite 24

[19] vgl. Rainer Riesner, Das Lokalkolorit des Lukas-Sonderguts: Italisch oder Palästinisch-juden-christlich? in: Studii Biblici Franciscani liber annuus 49 (1999), S. 51-64

[20] vgl. Harry T. Fledderman; Q a Rekonstruktion and Commentary, Peeters, Leuven 2005, S. 774

[21] vgl. ibid, S. 770

Ende der Leseprobe aus 73 Seiten

Details

Titel
Ripsch evvens nit - Die Gleichnistrias in Lukas 15
Hochschule
Westfälische Wilhelms-Universität Münster
Note
2,0
Autor
Jahr
2010
Seiten
73
Katalognummer
V153658
ISBN (eBook)
9783640660377
ISBN (Buch)
9783640660872
Dateigröße
1297 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
verlorene Sohn, verlorene Schaf, verlorene Drachme, Lukas 15, Lukas, Exegese, Lukasevangelium, Neues Testament, NT, Religion, Glaube
Arbeit zitieren
Benjamin Floer (Autor:in), 2010, Ripsch evvens nit - Die Gleichnistrias in Lukas 15, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/153658

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