Transfergesellschaften als arbeitsmarktpolitisches Instrument


Projektarbeit, 2010

28 Seiten, Note: 2,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1. Gegenstand der Untersuchung

2. Ausgangssituation

3. Transferleistungen

4. Die Instrumente der
4.1. Profiling
4.2. Beratung
4.3. Qualifizierung
4.4. Vermittlung

5. Beurteilung der Instrumente der

6. Fazit und Ausblick

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Darstellung der Anzahl der betroffenen Personen nach Anzeigen von Transferkurzarbeitergeld

Abbildung 2: Anzahl der betroffenen Personen von Transfer-Kug nach Branchen im Jahr

Abbildung 3: Transferleistungen

Abbildung 4: Systematischer Ablauf

Abbildung 5: Aufbau Bewerbungstraining

Abbildung 6: SWOT- Analyse zur Findung von Vermittlungsstrategien

Tabellenverzeichnis

Tabelle 1: Merkmale des Profilings

Tabelle 2: Vorteile des Einsatzes der Instrumente

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1. Gegenstand der Untersuchung

Im Jahr 2008 erlebte die Weltwirtschaft aufgrund der bis heute anhaltenden „Finanzkrise“ einen unerwarteten und enormen Abschwung. Unternehmen wurden gezwungen Kosten einzusparen, um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten. Entgegen dem Trend war es jedoch gelungen, starke Einbrüche auf dem Arbeitsmarkt zu vermeiden. Dies gelang durch arbeitsmarktpolitische Instrumente. Wenn nun im Folgenden eines dieser Instrumente, nämlich die Transfergesellschaft, genauer untersucht wird, geschieht dieses vor einem aktuellen Hintergrund.

Als erstes erfolgt eine Beschreibung der momentanen Ausgangssituation. Ausgehend von einer Charakterisierung des Arbeitsmarktes werden die Zielsetzungen der Arbeitsmarktpolitik und deren Instrumente aufgeführt. Des Weiteren wird die Transfergesellschaft vorgestellt und die Inanspruchnahme der Transferleistungen im Jahr 2009 beleuchtet.

Im Anschluss erfolgt im dritten Kapitel eine Darstellung der Transferleistungen als staatliche Förderung der Transfergesellschaft. Es wird gezielt auf die Voraussetzungen der Förderung von Transfermaßnahmen und dem Erhalt von Transferkurzarbeitergeld eingegangen.

Untersuchungsgegenstand des vierten Kapitels sind die Instrumente der Transfergesellschaft Profiling, Beratung, Qualifizierung und Vermittlung. Mit ihrer Hilfe sollen die Teilnehmer auf den ersten Arbeitsmarkt integriert werden.

Das fünfte Kapitel enthält eine Einzelbeurteilung der Instrumente der Transfergesellschaft sowie eine Gesamtbeurteilung der Transfergesellschaft.

Abschließend werden in einem kurzen Ausblick die wichtigsten Ergebnisse zusammengefasst sowie einige Überlegungen und persönliche Anmerkungen vorgestellt.

2. Ausgangssituation

Ausgangspunkt für die Arbeitsmarktpolitik ist der Arbeitsmarkt, auf dem Angebot und Nachfrage nach Arbeitskraft aufeinander treffen. Der Arbeitsmarkt unterscheidet sich jedoch von dem Gütermarkt dadurch, dass der Verkäufer der Ware Arbeitskraft sich selbst in den Produktionsprozess einbringen muss, weil er zur Sicherung seines Lebensunterhaltes auf den erfolgreichen Verkauf seiner Arbeitsleistung angewiesen ist. Aufgrund dieser Situation besteht ein Angebotszwang.[1] Dieser Angebotszwang hat zur Folge, dass der Arbeitsmarkt zu einem Käufermarkt wird, auf dem der Arbeitgeber eine beherrschende Position einnimmt und die Vertragsbedingungen und Inhalte bestimmt.[2]

Daher lässt sich die Arbeitsmarktpolitik definieren als die Gesamtheit der Maßnahmen, die das Ziel haben:

- eine maximale Beschäftigungsmenge zu erreichen,
- zufrieden stellende Arbeitsbedingungen zu schaffen und
- die soziale Sicherheit zu gewährleisten.[3]

Zur Umsetzung der genannten Ziele greift die Arbeitsmarktpolitik auf die Instrumente der aktiven Arbeitsmarktpolitik[4], der passiven Arbeitsmarktpolitik[5] und auf die Arbeitsgesetzgebung zurück.

Der Staat als institutioneller Träger der Arbeitsmarktpolitik kann das Ziel einer maximalen Beschäftigungsmenge allein nur schwer erreichen. Daher greift er auf das spezielle Instrument Transfergesellschaft zurück. Die Transfergesellschaft hat die Aufgabe, Arbeitnehmer, die von Arbeitslosigkeit bedroht sind, durch den Einsatz von z.B. Qualifizierungsmaßnahmen so zu unterstützen, dass sie von ihrem bisherigen Arbeitsplatz direkt in ein neues Beschäftigungsverhältnis wechseln können.[6] Um diese Aufgabe zu bewerkstelligen, beteiligen sich der Staat und die Unternehmen, welche Personalabbau betreiben, an der Finanzierung der Transfergesellschaft.

Der Staat gewährt folgende Transferleistungen:

- Transfermaßnahmen gemäß § 216a Sozialgesetzbuch Drittes Buch - Arbeitsförderung (SGB III)[7] und
- Transferkurzarbeitergeld (Transfer- Kug) gemäß § 216b SGB III.

Laut Geschäftsbericht der Bundesagentur für Arbeit (BA) aus dem Jahr 2009 beliefen sich die Ausgaben für Transferleistungen auf 308.378.766,63 Millionen EUR.

Die Anzahl der von Transfer- Kug betroffenen Personen ist im Vergleich zu den Jahren 2007 und 2008 gestiegen. Die folgende Grafik bestätigt die getroffene Aussage:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Darstellung der Anzahl der betroffenen Personen nach Anzeigen von Transferkurzarbeitergeld[8]

Die Nutzung von Transfer- Kug war dabei auf das ganze Bundesgebiet verteilt. Auffallend ist, dass im Jahr 2009 mehr Personen in Westdeutschland (57.456)[9] von Transfer- Kug betroffen waren als in Ostdeutschland (8.363)[10].

In Bezug auf die Branchenverteilung liegt ein deutlicher Schwerpunkt im Bereich Erziehungs-/Unterrichts- und Sozialwesen (Anzahl der betroffenen Personen 22.912). Die folgende Abbildung stellt die Verteilung der von Transfer- Kug betroffenen Personen nach Wirtschaftsbranchen dar:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten Abbildung 2: Anzahl der betroffenen Personen von Transfer- Kug nach Branchen im Jahr 2009[11]

Aufgrund der beschriebenen Ausgangssituation wird das Instrument Transfergesellschaft im Folgenden näher untersucht.

3. Transferleistungen

Seit dem 01.01.2004 sind Transferleistungen im SGB III geregelt. Sie sind staatliche Förderungsmittel und dienen der Finanzierung der Transfergesellschaft. Wie bereits dargestellt bestehen sie aus: den Transfermaßnahmen und dem Transferkurzarbeitergeld.

Als Transfermaßnahmen werden alle Maßnahmen zur Eingliederung von Arbeitnehmern in den Arbeitsmarkt bezeichnet, an deren Finanzierung sich der Arbeitgeber angemessen beteiligen muss.[12] Unter die Maßnahmen fallen z.B. Qualifizierungsmaßnahmen, das Bewerbungstraining und Existenzgründungsseminare.[13] Die Festlegung und die Höhe der Beteiligung des Arbeitgebers erfolgen durch den Transfersozialplan[14]. Der Transfersozialplan enthält neben den Abfindungen für die Arbeitnehmer, die in die Transfergesellschaft wechseln, auch die finanzielle Beteiligung an den oben beschriebenen Maßnahmen.[15] Zielgruppe sind Arbeitnehmer, die aufgrund von Betriebsänderungen[16] oder im Anschluss an die Beendigung eines Berufsausbildungsverhältnisses von Arbeitslosigkeit bedroht sind.[17]

[...]


[1] Vgl. Bäcker, Gerhard/Bispnick, Reinhard/Hofemann, Klaus/Naegele, Gerhard (2000), S.283

[2] Vgl. Lampert, Heinz/Althammer, Jörg (2007), S.211

[3] Vgl. Zerche, Jürgen/Schönig, Werner/Klingenberger, David (2000), S.45

[4] Vgl. Franz, Wolfgang (2003), S.420

[5] Vgl. Franz, Wolfgang (2003), S.420

[6] Vgl. Wagner, Kerstin/Wahba. Isabella (2005), S.40

[7] Sozialgesetzbuch Drittes Buch, Arbeitsförderung, v. 24.03.1997, BGBl. I S. 594

[8] In Anlehnung an: o.V. (2010a), o.S.

[9] In Anlehnung an: o.V. (2009a), o.S.; o.V. (2009b), o.S.; o.V. (2009c), o.S.; o.V. (2009d), o.S.; o.V. (2009e), o.S.; o.V. (2009f), o.S.; o.V. (2009g), o.S.; o.V. (2009h), o.S.; o.V. (2009i), o.S.; o.V. (2009j), o.S.; o.V. (2009k), o.S.; o.V. (2009l), o.S.

[10] In Anlehnung an: o.V. (2009a), o.S.; o.V. (2009b), o.S.; o.V. (2009c), o.S.; o.V. (2009d), o.S.; o.V. (2009e), o.S.; o.V. (2009f), o.S.; o.V. (2009g), o.S.; o.V. (2009h), o.S.; o.V. (2009i), o.S.; o.V. (2009j), o.S.; o.V. (2009k), o.S.; o.V. (2009l), o.S.

[11] In Anlehnung an: o.V. (2009a), o.S.; o.V. (2009b), o.S.; o.V. (2009c), o.S.; o.V. (2009d), o.S.; o.V. (2009e), o.S.; o.V. (2009f), o.S.; o.V. (2009g), o.S.; o.V. (2009h), o.S.; o.V. (2009i), o.S.; o.V. (2009j), o.S.; o.V. (2009k), o.S.; o.V. (2009l), o.S.

[12] § 216a Abs.1 S.2 SGB III

[13] Vgl. Deisenroth, Maria (2007), S.24

[14] § 112 Abs.5 S.2 Nr.2a BetrVG

[15] Vgl. Lang, Peter (2004), S.31

[16] § 111 BetrVG

[17] § 216a Abs.1 S.1 u. S.2 SGB III

Ende der Leseprobe aus 28 Seiten

Details

Titel
Transfergesellschaften als arbeitsmarktpolitisches Instrument
Hochschule
Hanseatische Verwaltungs- und Wirtschafts-Akademie VWA gemeinnützige GmbH, Studienzentrum Bremen  (Berufsakademie)
Note
2,0
Autor
Jahr
2010
Seiten
28
Katalognummer
V153689
ISBN (eBook)
9783640663149
ISBN (Buch)
9783640663286
Dateigröße
592 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Personalmanagement, Personalabbau, Wirtschaftswissenschaften, BWL
Arbeit zitieren
Frederik Kupitz (Autor:in), 2010, Transfergesellschaften als arbeitsmarktpolitisches Instrument, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/153689

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