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Zur Shop-Startseite › Geowissenschaften / Geographie - Bevölkerungsgeographie, Stadt- u. Raumplanung

Global Cities in Schwellenländern am Beispiel lateinamerikanischer Städte

Titel: Global Cities in Schwellenländern am Beispiel lateinamerikanischer Städte

Hausarbeit , 2010 , 40 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Felix Zimmermann (Autor:in)

Geowissenschaften / Geographie - Bevölkerungsgeographie, Stadt- u. Raumplanung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die zum Ende des 20. Jahrhunderts einsetzenden Prozesse „wirtschaftlicher Globalisierung“ verursachten überregionale Machtverschiebungen, aus denen sich im Laufe der Zeit die Städte als bedeutende wirtschaftliche Zentren herauskristallisierten. Auf der Basis einer umfassenden Technologisierung von Produktions- und Arbeitsverfahren auf internationaler Ebene entwickelten sich dabei Unternehmen zu internationalen Akteuren, deren Handeln je nach Zielsetzung von jenen Orten gesteuert wird, welcher dafür die geeigneten Voraussetzungen bieten. In Folge eines schrittweisen Rückzugs politischer Entscheidungsträger aus dem schnell wachsenden globalisierter Finanz- und Unternehmensdienstleistungen, nahm der Machtbereich einiger weniger, den Weltmarkt dominierender Konzerne, unermessliche Ausmaße an. Durch die Liberalisierung des Welthandels wuchs auch die Rolle der Städte in einzelnen Sektoren der Wirtschaft. Mit fortschreitender Globalisierung und unter dem Einfluss politischer bzw. struktureller Transformationsprozesse, konnten sich nun auch die urbanen Zentren in „Schwellenländern“ innerhalb des Weltmarktgeschehens etablieren. Wenngleich keinerlei Zweifel über die grundlegende Dominanz der Industrienationen im Bereich der Globalwirtschaft besteht, wirft die „neue“ Machtkonzentration in den Städten die Frage auf, welche spezifische Rolle die Städte des „Südens“3 im weltumspannenden Verlauf von Informations- und Finanzströmen spielen; dies umso mehr, als dass sich Globalisierung determinatorisch auf die Lebensweise/-fähigkeit eines jeden Individuums auswirkt. In der vorliegenden Arbeit soll daher am Beispiel Lateinamerikas die Integration bzw. Nichtintegration von Städten der Schwellenländer in den Globalisierungsprozess erläutert werden. Ausgehend von der Annahme, dass diese Städte auf ganz spezielle Weise in den Globalisierungsprozess eingebunden sind und diesbezüglich gemeinsame Charakteristika aufweisen, wird die These vertreten wonach „die“ lateinamerikanische global city also solche existiert. Dabei gilt es zunächst, den Begriff der „global city“ zu erfassen, um anschließend auf eine eventuelle Erfüllung der Definitionskriterien anhand einer Städteauswahl zu überprüfen.
Grundlegend für diese Auswahl ist das Heranziehen eines global city–Rankings, bei dessen Erstellung die entsprechenden Kriterien im Vordergrund standen.
Im Anschluss an die Klärung der Frage, inwieweit die Städte Lateinamerikas global city – Funktionen erfüllen, konzentriert sich...

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriff und Funktion der „global city“

3. Die Ausprägung von global citiy – Funktionen im Städtevergleich

3.1 Mexico City

3.2 São Paolo

3.3 Santiago de Chile

3.4 Die Bedeutung Miamis für zentralamerikanische Städte

4. Allgemeine Aspekte der Stadtentwicklung in Lateinamerika

4.1 Das Städtewachstum in der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts

4.2 Auswirkungen der Globalisierung auf die lateinamerikanische Stadt

4.2.1 Soziale Folgen der Globalisierung für Lateinamerika

4.2.2 „Gated communities“ als Ausduck residenzieller Segregation

5. Schlussgedanke

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht, inwieweit lateinamerikanische Metropolen in den Prozess der wirtschaftlichen Globalisierung integriert sind und welche spezifischen strukturellen Veränderungen daraus resultieren. Die zentrale Forschungsfrage adressiert die Existenz einer „lateinamerikanischen global city“ sowie die daraus resultierende soziale Fragmentierung im städtischen Raum.

  • Charakteristika des „Global City“-Konzepts im Vergleich zu Metropolen und Megacitys.
  • Analyse der globalen Vernetzung und wirtschaftlichen Funktion von Städten wie Mexico City, São Paulo und Santiago de Chile.
  • Die Rolle Miamis als Gateway für zentralamerikanische Städte im Weltstadtnetzwerk.
  • Soziostrukturelle Auswirkungen der Globalisierung, insbesondere soziale Polarisierung und residenzielle Segregation.
  • Entwicklungsmuster lateinamerikanischer Städte unter dem Einfluss neoliberaler Wirtschaftspolitik.

Auszug aus dem Buch

4.2.2 „Gated communities“ als Ausduck residenzieller Segregation

Die Wohneinheiten der „gated communites“ (in Lateinamerika auch „barrios privados“, „conjuntos“ oder „condominios“ genannt) bieten eine Form der „residenziellen Segregation“, also der „ungleichmäßige[n] Verteilung von Gruppen und Schichten der Stadtbevölkerung über die Wohngebiete der Stadt“, wobei sich meist wohlhabende Stadtbewohner in einem bewachten Wohnareal von den umliegenden Quartieren abgrenzen. Ausgehend von Nordamerika, hat sich dieses Phänomen sozialräumlicher Homogenisierung mittlerweile auch in den anderen Amerikas etabliert. Der Zusammenschluss in gated communities unterliegt einer mehrfachen Motivation: Neben der Flucht vor einer – nicht selten übersteigert wahrgenommenen, jedoch für Megacities allgemein charakteristischen – hohen Ausprägung von Kriminalität, besteht meist u.a. das Verlangen nach einem sozial–homogenisierten Lebensumfeld. Das es sich bei gated community–Bewohnern nicht immer um Vertreter der höheren Einkommensschichten handelt, zeigt das Beispiel des bewachten Marginalviertels Peñalolen in Santiago. Demzufolge besteht eine generelle Tendenz zur räumlichen Konzentration bestimmter Bevölkerungsgruppen hinsichtlich deren Position innerhalb der Sozialstruktur. Die chilenische global city zählt nicht zu den Megacities, weshalb sich deren hohes Maß an sozialer Fragmentierung auch nicht als Folge außerordentlicher Bevölkerungs- und Flächenzunahme erklären lässt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die globalen Machtverschiebungen und die wirtschaftliche Integration lateinamerikanischer urbaner Zentren.

2. Begriff und Funktion der „global city“: Definition des Begriffs im Abgrenzung zu Metropolen und Megacitys sowie Erläuterung der Kriterien des Global Cities Index.

3. Die Ausprägung von global citiy – Funktionen im Städtevergleich: Untersuchung ausgewählter Städte wie Mexico City, São Paolo und Santiago de Chile auf ihre Funktionen als Knotenpunkte im globalen Netzwerk.

4. Allgemeine Aspekte der Stadtentwicklung in Lateinamerika: Analyse der rapiden Urbanisierung sowie der sozialen Folgen, wie Fragmentierung und die Entstehung von Gated Communities.

5. Schlussgedanke: Resümee über die Rolle lateinamerikanischer Städte als „globalisierte Orte“ und deren Transformation hin zur fragmentierten Stadt.

Schlüsselwörter

Global City, Lateinamerika, Globalisierung, Stadtentwicklung, Megacity, soziale Fragmentierung, Gated Communities, Weltstadtnetzwerk, Gateway-Funktion, wirtschaftliche Integration, soziale Segregation, Neoliberalismus, Wirtschaftsraum.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Einbindung lateinamerikanischer Städte in globale wirtschaftliche Prozesse und untersucht, ob und wie diese Metropolen Funktionen einer "global city" ausüben.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die wirtschaftliche Vernetzung, stadtplanerische Transformationen, das Städtewachstum in Lateinamerika sowie soziale Disparitäten und Segregation.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit stellt die These auf, dass eine "lateinamerikanische global city" existiert, und fragt, wie sich deren Integration in den Weltmarkt auf die räumliche und soziale Stadtstruktur auswirkt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine vergleichende Analyse auf Basis bestehender Rankings (wie dem GaWC-Inventar) und Modellen der Stadtstruktur (u.a. von Borsdorf, Bähr und Janoschka) durchgeführt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der funktionalen Einordnung spezifischer Städte, der historischen Entwicklung des Städtewachstums und den soziostrukturellen Folgen wie Gentrifizierung und Gated Communities.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen zählen unter anderem "Global City", "soziale Fragmentierung", "Gateway-Funktion" und "residenzielle Segregation".

Welche Rolle spielt Miami in der Analyse?

Miami wird als ein wichtiges Bindeglied (Gateway) identifiziert, das zentralamerikanische Städte indirekt in das Weltstadtnetzwerk integriert.

Wie unterscheidet sich die "lateinamerikanische global city" von Städten im Norden?

Während westliche global cities oft als mächtige Kommandozentralen fungieren, sind die Städte Lateinamerikas eher als Gateway-Standorte definiert, die stärker unter sozialer Fragmentierung und Ausgrenzungsprozessen leiden.

Was besagt das Modell der "fragmentierten Stadt"?

Es beschreibt die Transformation von einer polarisierten "Dual City" hin zu einem urbanen Raum mit inselartigen Konzentrationen von extremem Reichtum und ausgeprägter Armut.

Ende der Leseprobe aus 40 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Global Cities in Schwellenländern am Beispiel lateinamerikanischer Städte
Hochschule
Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder)
Note
1,0
Autor
Felix Zimmermann (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
40
Katalognummer
V154653
ISBN (eBook)
9783640673094
ISBN (Buch)
9783640673292
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Global Cities Schwellenländern Beispiel Städte
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Felix Zimmermann (Autor:in), 2010, Global Cities in Schwellenländern am Beispiel lateinamerikanischer Städte, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/154653
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  40  Seiten
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