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Hysterie und (Frauen)-Figuren in "Effi Briest". Ist Effi eine selbstbestimmte Frau?

Ein GRIN Sammelband

Título: Hysterie und (Frauen)-Figuren in "Effi Briest". Ist Effi eine selbstbestimmte Frau?

Redacción Científica , 2024 , 85 Páginas

Autor:in: GRIN Verlag (Hrsg.) (Autor), Nina Lutz (Autor), Hannah Grün (Autor), Carolin Strehmel (Autor), Michael Brandl (Autor)

Filología alemana - Literatura alemana moderna
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Dieser Sammelband besteht aus vier Einzelpublikationen.

Die erste Ausarbeitung befasst sich mit dem Tod des Major von Crampas aus Theodor Fontanes Roman Effi Briest. Sie geht der Frage nach, ob Geert von Innstetten bei seiner Duellforderung aus persönlichen Motiven aus Pflichtgefühl gegenüber der Gesellschaft handelt. Um diese Frage zu beantworten, soll in den ersten beiden Punkten auf den Ehrbegriff im Preußen des 19. Jahrhunderts und auf die Welt des Militärs zu dieser Zeit eingegangen werden.

Stets stehen Literaturverfilmungen vor der schwierigen Aufgabe ihrem literarischen Vorbild auf der einen Seite nicht vollständig abtrünnig zu werden, auf der anderen Seite jenem aber auch Raum zur Entfaltung zu gewährleisten. Die zweite Publikation untersucht die Verfilmung Theodor Fontanes "Effi Briest". In besonderer Weise sollen zwei Frauenfiguren hervorgehoben werden. Luise von Briest, Effis Mutter, deren Erziehung maßgeblich Effis Entscheidungen und Weltbild beeinflusst, und Roswitha, die eine enge Bindung zu Effi hat und ihrer Herrin auch in die ärmliche Berliner Wohnung nach der Scheidung von Innstetten folgt. Adel und Armut stehen sich gegenüber, doch beiden weiblichen Charakteren ist eine Lebensklugheit und Prinzipientreue eigen, die sie auf ganz unterschiedlichen Ebenen parallel erscheinen lässt.

Die dritte Seminararbeit befasst sich mit dem Hysterie-Diskurs um 1900 und dessen Widerspiegelung in Theodor Fontanes Roman „Effi Briest“. Vor der Analyse des Romans wird Sigmund Freuds „Bruchstück einer Hysterie-Analyse“ zusammengefasst vorangestellt, sowie weitere Ansätze wiedergegeben, um die damalige Auffassung über Symptome und Verlauf der Krankheit, sowie deren Diagnose nachvollziehbar zu machen.

Die letzte Arbeit behandelt die Hauptfigur Effi Briest. Auf den ersten Blick scheint Fontane mit ihr einen Typus Frau geschaffen zu haben, der nicht in das Bild der damaligen Zeit passen will: Effi wirkt teilweise eigensinnig und neugierig. Außerdem wird ihren Handlungen „Übermut und Grazie“ attestiert. Man könnte meinen, es handle sich um eine emanzipierte junge Frau, die sich nicht an Konventionen gebunden fühlt und ihr Leben lebt, wie sie es für richtig hält. Nun soll geklärt werden, ob man Effi als eine selbstbewusste und emanzipierte Frau sehen kann, die ihr Leben in selbstbestimmter Art und Weise bestreitet oder ob es Gründe gibt, die dagegen sprechen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

Theodor Fontane. Der Tod des Major von Crampas in Fontanes "Effi Briest" Geschah Instettens Handeln aus persönlichen Motiven oder aus Pflichtgefühl? Von Nina Lutz

Einleitung

1 Der Ehrbegriff im Preußen des 19. Jahrhunderts

2 Das Militär zu dieser Zeit

Der Ehrenkodex

3 Effis soziales Umfeld und dessen Einflüsse

3.1 Baron Geert Von Innstetten

3.2 Major Von Crampas

3.3 Effis Eltern

4 Der Ehebruch und das Duell

5 Resümee

Über die Figuren der Luise Von Briest und Roswitha in den Literaturverfilmungen Rainer-Werner Fassbinders und Hermine Huntgeburths von Theodor Fontanes “Effi Briest” von Hannah Grün

1. Einleitung

2. Über Literaturverfilmungen

3. Fontanes Roman(Vorlage)

3.1 Fontanes Luise Von Briest

4. Fassbinderverfilmung

4.1 Fassbinders Luise Von Briest

4.2 Fassbinders Roswitha

5. Huntgeburth Verfilmung

5.1 Huntgeburths Luise Von Briest

5.2 Huntgeburths Roswitha

6. Fazit

Der Hysterie-Diskurs um 1900 am Beispiel von Theodor Fontanes „Effi Briest“ von Carolin Strehmel

1 Einleitung

2 Hysterie-Diskurs Um 1900

3 Effi Briest

3.1 Fontanes Auseinandersetzung Mit Der Krankheit Hysterie

3.2 Charakterisierung Der Figur Effi Briest

3.3 Hysterie-Analyse

4 Schlussbetrachtung

Ist Effi Briest eine selbstbestimmte Frau? Von Michael Brandl

Einleitung

Gesellschaftlicher Hintergrund Und Realismus

Die Gesellschaft Des Ausgehenden 19. Jahrhunderts

Der (Bürgerliche/Poetische) Realismus

Die Frage Der Selbstbestimmung

Effis Charakter Und Entwicklung

Einflüsse Auf Effi

Der Ehebruch

Die Schuldfrage

Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit widmet sich der Analyse von Theodor Fontanes Gesellschaftsroman "Effi Briest" unter verschiedenen theoretischen und interpretatorischen Perspektiven. Ziel ist es, die zentralen Motive wie Ehre, soziale Militarisierung, den Hysterie-Diskurs um 1900 sowie die Frage nach weiblicher Selbstbestimmung in Roman und Film anhand der Protagonistin und ihrer sozialen Umgebung kritisch zu beleuchten.

  • Untersuchung des Ehrbegriffs und der gesellschaftlichen Konventionen im preußischen Kontext.
  • Analyse der Frauenrollen und der Bedeutung des „gesellschaftlichen Etwas“.
  • Vergleich unterschiedlicher Literaturverfilmungen hinsichtlich ihrer Interpretation der Romanfiguren.
  • Diskussion des Einflusses psychologischer Theorien jener Zeit auf das Frauenbild.
  • Evaluation des Grads an Selbstbestimmung der Protagonistin Effi Briest.

Auszug aus dem Buch

3.1 Baron Geert von Innstetten

Geert von Innstetten ist zu dem Zeitpunkt, an dem er um Effis Hand anhält, achtunddreißig Jahre alt. Als junger Leutnant verehrte er Luise von Belling – Effis Mutter. Effi scheint diese Tatsache unbeeindruckt zu lassen, sie sagt zu ihrer Freundin: „Wenn ich ein junger Leutnant wäre, so würd ich mich in die Mama verlieben“. Effis Mutter allerdings entscheidet sich für Briest, da dieser bereits eine gesicherte Existenz vorzuweisen hat. Daraufhin mag Innstetten nicht länger in der Nähe bleiben. Er tritt aus der Armee aus und beginnt ein Jurastudium. Im Deutsch-Französischen Krieg 1870 tritt er nochmals in die Armee ein, doch im Anschluss daran setzt er sein Studium fort.

Nach seinem Studium wird er Landrat und übt damit ein hohes und mit Verantwortung verbundenes Amt aus. Er arbeitet viel, sein Beruf hat Vorrang vor der Familie. An ihrem ersten Tag in Kessin bekommt Effi dies bereits zu spüren. Ihr Mann nimmt am Morgen zeitig seine Arbeit auf, ohne sich um sie zu bemühen: „Und der Herr, ist er immer so früh auf?“ „Immer, gnäd`ge Frau. Darin ist er streng; er kann das lange Schlafen nicht leiden, und wenn er drüben in sein Zimmer tritt, da muss der Ofen warm sein, und der Kaffee darf auch nicht auf sich warten lassen.“

Er verkörpert die Norm der Gesellschaft, ist ein vorbildlicher Beamter, „[…] und es heißt, Bismarck halte große Stücke von ihm und auch der Kaiser […]“. Seine Karriere steht an erster Stelle, und es gelingt ihm zum Ministerialrat befördert zu werden, was den Umzug nach Berlin zur Folge hat. Im Laufe der Handlung arbeitet er sich bis zum Ministerialdirektor hoch. Wolfgang Pfister beschreibt Innstetten als „korrekt, trocken und ehrgeizig“.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Der Ehrbegriff im Preußen des 19. Jahrhunderts: Untersuchung der historischen Definition von Ehre und deren rechtlicher sowie sozialer Bindung an den Stand in der preußischen Gesellschaft.

2 Das Militär zu dieser Zeit: Beleuchtung der Rolle des militärischen Ehrenkodex und dessen Einfluss auf die gesellschaftlichen Verhältnisse.

3 Effis soziales Umfeld und dessen Einflüsse: Analyse der prägenden Nebenfiguren und ihrer Funktion zur Verdeutlichung der psychologischen Ausgangslage von Effi.

4 Der Ehebruch und das Duell: Erläuterung der fatalen Konsequenzen von gesellschaftlichen Konventionen, die in ein unausweichliches Duell münden.

5 Resümee: Zusammenfassende Betrachtung der Frage, ob das Handeln der männlichen Akteure aus Pflichtbewusstsein oder persönlichen Motiven geschieht.

Schlüsselwörter

Effi Briest, Theodor Fontane, Ehre, Duell, Preußen, Gesellschaft, Hysterie, Selbstbestimmung, Literaturverfilmung, Realismus, Moral, Ehebruch, Frauenrolle, Standesbewusstsein, Schuldfrage.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht Theodor Fontanes "Effi Briest" und analysiert die Dynamik zwischen gesellschaftlichen Zwängen, dem preußischen Ehrbegriff und dem individuellen Schicksal der Protagonistin.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Themen gehören der Einfluss sozialer Konventionen, die Rolle des Militärs, der historische Hysterie-Diskurs sowie die Möglichkeiten weiblicher Selbstbestimmung im 19. Jahrhundert.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Untersuchung geht der Frage nach, ob Handlungen der Protagonisten wie Innstettens Duellforderung auf rein persöhnliche Motive oder auf den Zwang gesellschaftlicher Pflicht zurückzuführen sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer literaturwissenschaftlichen Analyse unter Einbeziehung von Sekundärliteratur und historischen Diskursen (wie dem Hysterie-Diskurs um 1900).

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden sowohl theoretische Grundlagen (Ehrbegriff, Realismus, Gender-Diskurs) als auch die konkrete Analyse der Romanfiguren und ihrer filmischen Adaptionen dargelegt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Ehre, Schuldfrage, gesellschaftliches Etwas, Realismus, Selbstbestimmung und Emanzipation.

Wie bewerten die untersuchten Filme die Romanvorlage?

Die Filme von Fassbinder und Huntgeburth interpretieren die Frauenfiguren und die atmosphärische Tiefe des Romans unterschiedlich, wobei sie jeweils eigene Schwerpunkte in der filmischen Umsetzung setzen.

Welche Rolle spielt der Spuk des Chinesen im Kontext der psychischen Verfassung?

Das Motiv des Chinesen wird als Instrument der Einschüchterung und der erzieherischen Maßnahme durch Innstetten interpretiert, welches Effis Unsicherheit und Isolation verstärkt.

Ist Effi Briest nach Meinung der Autoren eine selbstbestimmte Frau?

Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass Effi eher ein Spielball der gesellschaftlichen Erwartungen bleibt und an der Unfähigkeit scheitert, sich aus der Kopie überkommener Verhaltensweisen zu lösen.

Final del extracto de 85 páginas  - subir

Detalles

Título
Hysterie und (Frauen)-Figuren in "Effi Briest". Ist Effi eine selbstbestimmte Frau?
Subtítulo
Ein GRIN Sammelband
Autores
GRIN Verlag (Hrsg.) (Autor), Nina Lutz (Autor), Hannah Grün (Autor), Carolin Strehmel (Autor), Michael Brandl (Autor)
Año de publicación
2024
Páginas
85
No. de catálogo
V1547421
ISBN (Ebook)
9783389098196
ISBN (Libro)
9783389098202
Idioma
Alemán
Etiqueta
Effi Briest Fontane Literatur Major von Crampas Duell Geert von Innstetten Analyse Figuren Charaktere
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
GRIN Verlag (Hrsg.) (Autor), Nina Lutz (Autor), Hannah Grün (Autor), Carolin Strehmel (Autor), Michael Brandl (Autor), 2024, Hysterie und (Frauen)-Figuren in "Effi Briest". Ist Effi eine selbstbestimmte Frau?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1547421
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