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Inszenierte Scripted-Reality. Motive für die Faszination am (inszenierten) Leben der anderen

Titel: Inszenierte Scripted-Reality. Motive für die Faszination am (inszenierten) Leben der anderen

Hausarbeit , 2019 , 28 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Medien / Kommunikation - Film und Fernsehen
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Ziel der Arbeit ist es, die Motive für das Ansehen und die damit verbundene Faszination für Scripted Reality herauszufinden. Um sich dem Thema zu nähern, werden zunächst die in dem Zusammenhang oft verwendeten Begriffe "Realität und Wirklichkeit" und "Fiktion und Inszenierung" erläutert. Es soll deutlich werden, dass die Begriffe nicht als Synonyme oder als Gegenstücke verwendet werden können.

Im zweiten Teil der Arbeit wird näher auf das Format Scripted Reality eingegangen. Das Genre und seine Besonderheiten und Charakteristika werden erläutern – bereits fokussiert darauf, was die Motivation der Rezipienten ist, diese Formate anzusehen. Den Kern der Arbeit bildet der dritte Teil, der zunächst sowohl auf Mediennutzungstheorien als auch auf Motivationstheorien eingeht. Abgeschlossen wird das Kapitel durch die vier stärksten Nutzungsmotive von Scripted-Reality-Formaten.

Eine der größten Kritiken an Scripted Reality ist, dass befürchtet wird, dass Kinder und Jugendliche die Inszenierung nicht von der Realität unterscheiden können und dass es negative Auswirkungen auf die Entwicklung dieser Zielgruppe hat. Die Hausarbeit endet mit einem Fazit und einem Ausblick, wie sich die Scripted-Reality-Formate zukünftig entwickeln werden.

In einer Fernsehlandschaft, in der es immer schwieriger wird, auseinanderzuhalten, was Realität und Inszenierung ist, es ist zum einen relevant, dass der Rezipient weiß, dass das, was er sieht, nicht der Realität entspricht. Obwohl Scripted Reality einen schlechten Ruf hat, wird es gerne und viel konsumiert – wichtig ist herauszufinden, wo die Motive dafür liegen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1.0 Einleitung

2.0 Aufbau und Ziel der Arbeit

3.1 Realität und Wirklichkeit

3.2 Fiktion und Inszenierung

4.0 Scripted Reality – Fusion von Realität und Fiktion

5.0 Medienwirkungsforschung

5.1 Der Uses-and-Gratifications-Ansatz

5.2 Bedürfnisse und Motive

5.3 Studie und Ergebnisse von Katz, Gurevitch und Haas

6.0 Rezeptionsmotive

6.1 Sozialpornographie

6.2 Bekannte Konfliktsituationen

6.3 Entwicklung von Lösungsstrategien

6.4 Schwarz oder Weiß: Die Vereinfachung von komplexe Sachverhalten

6.5 Faszination und Gefahren von Scripted Reality für Jugendliche

7.0 Fazit und Ausblick

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die psychologischen und sozialen Motive hinter der Faszination für Scripted-Reality-Formate im deutschen Fernsehen, wobei ein besonderer Fokus auf der mangelnden Unterscheidungsfähigkeit zwischen realen Ereignissen und inszenierten Handlungen bei Heranwachsenden liegt.

  • Grundlagen der Begriffe Realität, Wirklichkeit, Fiktion und Inszenierung
  • Strukturmerkmale und Produktionsweisen von Scripted-Reality-Formaten
  • Mediennutzungsmodelle zur Erklärung der Rezeption
  • Die Rolle der Bedürfnisbefriedigung (nach Maslow sowie Katz, Gurevitch und Haas)
  • Risiken der verzerrten Weltsicht bei Kindern und Jugendlichen

Auszug aus dem Buch

3.1 Realität und Wirklichkeit

In unserem alltäglichen Sprachgebrauch werden die zwei Begriffe Realität und Wirklichkeit gerne synonym verwendet – auch wenn sie im Kern unterschiedliches beschreiben.

Bereits vor vielen Jahrhunderten nahmen sich Philosophen der Frage der wirklichen Wirklichkeit und der realen Realität an. Platon beschrieb im antiken Griechenland in seinem bekannten „Höhlengleichnis“ folgendes: Bereits seit ihrer Geburt sind Menschen in einer dunklen Höhle angekettet, wo sie nichts weiter als die Höhlenwand sehen können. Nie hatten sie die Möglichkeit zu erfahren, was hinten ihnen ist, geschweige denn, wo ihre Ketten ihren Ursprung nehmen. Vor ihnen befindet sich eine Mauer, hinter ihnen ein Lagerfeuer. Zwischen dem Feuer und ihnen selbst bewegen sich Menschen, die zudem künstliche Gegenstände tragen. Aufgrund des Feuers sehen die Gefangenen die an die Höhlenwand geworfenen Schatten der Gegenstände. Unwissend, was genau hinter diesen Schatten steckt, werden diese Schatten von den angeketteten Menschen als Wirklichkeit betrachtet und angenommen. Doch dies ist nur eine künstliche Realität, denn die Schatten lenken davon ab, was die Gegenstände in Wahrheit sind.

Zusammenfassung der Kapitel

1.0 Einleitung: Die Arbeit beleuchtet die Entstehung von Scripted Reality in Deutschland und hinterfragt, warum diese Formate trotz der vermuteten Ablehnung durch das Publikum hohe Marktanteile erzielen.

2.0 Aufbau und Ziel der Arbeit: Ziel ist es, die Motive für die Faszination an diesen Formaten zu ergründen und die Unterscheidung zwischen Realität und Inszenierung theoretisch sowie empirisch aufzuarbeiten.

3.1 Realität und Wirklichkeit: Dieses Kapitel differenziert die philosophischen und konstruktivistischen Unterschiede zwischen Realität und Wirklichkeit anhand des Höhlengleichnisses.

3.2 Fiktion und Inszenierung: Es erfolgt eine begriffliche Abgrenzung, die aufzeigt, dass Fiktion stets auf Elementen der Realität basiert und Inszenierung ein bewusstes gestalterisches Element beinhaltet.

4.0 Scripted Reality – Fusion von Realität und Fiktion: Das Genre wird definiert als täuschend authentische Darstellungen, die nach fiktionalen Drehbüchern mit Laiendarstellern produziert werden.

5.0 Medienwirkungsforschung: Hier werden theoretische Grundlagen des aktiven Medienrezipienten erläutert.

5.1 Der Uses-and-Gratifications-Ansatz: Der Ansatz stellt die Frage, was Rezipienten mit Medien machen, um unbefriedigte Bedürfnisse zu stillen.

5.2 Bedürfnisse und Motive: Anhand der Bedürfnispyramide nach Maslow wird analysiert, welche menschlichen Grundbedürfnisse durch den Konsum von Scripted Reality bedient werden können.

5.3 Studie und Ergebnisse von Katz, Gurevitch und Haas: Die Israel-Studie wird herangezogen, um motivorientierte Kategorien der Mediennutzung zu identifizieren.

6.0 Rezeptionsmotive: Zusammenfassende Analyse der Gründe für den Konsum von stereotypen Inhalten.

6.1 Sozialpornographie: Der Voyeurismus, sich über andere, deren Leben als „verlottert“ wahrgenommen wird, zu erheben, wird als zentrales Motiv benannt.

6.2 Bekannte Konfliktsituationen: Familienprobleme bieten hohes Identifikationspotential und dienen als soziale Projektionsfläche für Rezipienten.

6.3 Entwicklung von Lösungsstrategien: Die simplen Lösungswege suggerieren eine einfache Weltordnung, die jedoch medienanalytisch als überzeichnet kritisiert wird.

6.4 Schwarz oder Weiß: Die Vereinfachung von komplexe Sachverhalten: Die Didaktisierung komplexer Probleme in Gut-und-Böse-Schemata erleichtert das Verständnis, verzerrt jedoch die Wahrnehmung.

6.5 Faszination und Gefahren von Scripted Reality für Jugendliche: Besonders kritisch wird die mangelnde Medienkompetenz junger Zuschauer gesehen, die Fiktion für Realität halten.

7.0 Fazit und Ausblick: Zusammenfassend wird festgestellt, dass Scripted Reality vor allem Entspannung und soziale Teilhabe bietet, jedoch bei Jugendlichen das Risiko einer verzerrten Wertevermittlung birgt.

Schlüsselwörter

Scripted Reality, Realität, Fiktion, Medienwirkung, Uses-and-Gratifications-Ansatz, Bedürfnispyramide, Medienkompetenz, Voyeurismus, Inszenierung, Laiendarsteller, Identifikation, Rezeptionsmotive, Jugendliche, Fernsehprogramm, Sozialpornographie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Motive hinter der Faszination für das Fernseh-Genre Scripted Reality und untersucht dabei, wie Rezipienten die Verschmelzung von fiktionalen und realen Inhalten wahrnehmen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen umfassen die Definition von Formaten, medienpsychologische Nutzungstheorien, Konzepte der Bedürfnisbefriedigung und die Auswirkungen auf die mediale Kompetenz junger Zuschauer.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die spezifischen Motive zu identifizieren, die zur hohen Akzeptanz und Faszination für Scripted-Reality-Formate bei den Rezipienten führen, trotz deren starker Inszenierung.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit nutzt eine Literaturanalyse sowie die Einbeziehung empirischer Studien (wie die zur Mediennutzung von Kindern und Jugendlichen) zur Herleitung der Argumente.

Welche Aspekte stehen im Hauptteil der Arbeit im Fokus?

Der Hauptteil behandelt die theoretische Einordnung von Realität und Fiktion, die Anwendung des Uses-and-Gratifications-Ansatzes sowie die detaillierte Untersuchung der Rezeptionsmotive und der damit verbundenen Gefahren für die Zielgruppe der Jugendlichen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Scripted Reality, Medienwirkung, Inszenierung, Bedürfnispyramide nach Maslow und mediale Faszination.

Warum ist das Genre aus medienpädagogischer Sicht riskant?

Besonders für Kinder und Jugendliche besteht die Gefahr, dass sie aufgrund geringer Medienkompetenz die fiktionalen, nach Drehbüchern inszenierten Handlungen als reale Ereignisse missverstehen und daraus verzerrte Weltbilder ableiten.

Welche Rolle spielt die Vereinfachung von Problemen in diesen Sendungen?

Die Vereinfachung dient der schnellen Erfassbarkeit der Handlung nach dem „Gut-und-Böse“-Schema, was zwar die Zuseherbindung durch Unterhaltung stärkt, jedoch gleichzeitig die Komplexität realer Probleme ausblendet oder verkennt.

Ende der Leseprobe aus 28 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Inszenierte Scripted-Reality. Motive für die Faszination am (inszenierten) Leben der anderen
Hochschule
Humboldt-Universität zu Berlin  (Musik- und Medienwissenschaften)
Note
1,3
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
28
Katalognummer
V1548354
ISBN (PDF)
9783389099490
ISBN (Buch)
9783389099506
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Medienwissenschaften Dramaturgie Filmwissenschaften Reality TV Trash TV Inszenierung scripted reality
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2019, Inszenierte Scripted-Reality. Motive für die Faszination am (inszenierten) Leben der anderen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1548354
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Leseprobe aus  28  Seiten
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