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Netzwerkeffekte auf dem Kreditkartenmarkt

Titel: Netzwerkeffekte auf dem Kreditkartenmarkt

Seminararbeit , 2010 , 18 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Diplom Volkswirt Holger Sandker (Autor:in)

BWL - Bank, Börse, Versicherung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Das Interbankenentgelt (engl.: interchange fee) ist eine Gebühr, die bei Kreditkartenzahlungen von der Bank der Verkäufers an die Bank des Käufers gezahlt wird. Die von Kreditkartenorganisationen festgelegte Höhe des Interbankenentgeltes wird von Wettbewerbsbehörden kritisch betrachtet. Diese Arbeit zeigt anhand eines Grundmodells, dass Netzwerkeffekte im zweiseitigen Kreditkartenmarkt ursächlich für diese Praxis und Interbankenentgelte für den Kostenausgleich zwischen den beteiligten Banken unverzichtbar sind. Sie erläutert ferner ein weiterentwickeltes Modell, um eine objektive Auseinandersetzung mit der Kritik am Interbankenentgelt zu ermöglichen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Fragestellungen

2 Die Analyse von Rochet und Tirole

Das Grundmodell von Baxter

Erweiterung des Grundmodells durch Rochet und Tirole

3 Regulierungserfordernisse

4 Schlussfolgerungen

Zielsetzung & Themen

Diese Seminararbeit untersucht die ökonomischen Mechanismen hinter der Festlegung von Interbankenentgelten auf Kreditkartenmärkten. Basierend auf dem Modell von Rochet und Tirole wird analysiert, inwieweit diese Gebühren für den Kostenausgleich notwendig sind und unter welchen Bedingungen sie zu einer wohlfahrtsoptimalen oder suboptimalen Marktnutzung führen.

  • Wirtschaftstheoretische Grundlagen zweiseitiger Netzwerkmärkte
  • Analyse des Baxter-Grundmodells für Kreditkartenzahlungen
  • Erweiterung und Differenzierung der Modellannahmen durch Rochet und Tirole
  • Diskussion aktueller regulatorischer Herausforderungen und Kritikpunkte
  • Bewertung von Instrumenten wie der Händlerindifferenztheorie

Auszug aus dem Buch

Erweiterung des Grundmodells durch Rochet und Tirole

Baxter (1983) beschreibt mit seinem Modell das Marktgleichgewicht des Kreditkartenmarkts im vollkommenen Wettbewerb. Wie Gleichung (1) zeigt, gleichen sich unter dieser Bedingung Nutzen und Kosten aller Marktteilnehmer aus. Das System befindet sich somit nach Definition von Rochet und Tirole im sozialen Optimum (Rochet und Tirole, 2002, S. 551).

Im Unterschied zu Baxter treffen Rochet und Tirole die Annahme, dass sich angebotsseitig lediglich die Banken der Akzeptanzstellen im vollkommenen Wettbewerb befinden und eine homogene Gruppe mit gleichem Leistungsangebot bilden. Die Banken der Kreditkarteninhaber hingegen können sich voneinander abgrenzen und gewissen Markteinfluss erreichen, indem sie das Leistungsspektrum der von Ihnen emittierten Kreditkarten z.B. durch gekoppelte Versicherungsleistungen, spezielle Bonusprogramme oder lange Zahlungsziele individualisieren. Darüber hinaus normalisieren Rochet und Tirole die Anzahl der Zahlungsvorgänge q auf 1. Die Variablen cI und cA repräsentieren in ihrem Modell die Transaktionskosten der Bank des Kreditkarteninhabers (im Folgenden: Emittent) bzw. der Bank der Akzeptanzstelle (im Folgenden: Erwerber).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Fragestellungen: Das Kapitel führt in die Thematik der Interbankenentgelte bei Kreditkarten ein und erläutert die Kritik von Wettbewerbsbehörden sowie die zentrale Forschungsfrage.

2 Die Analyse von Rochet und Tirole: Hier wird das Grundmodell von Baxter vorgestellt und anschließend durch Rochet und Tirole erweitert, um die Auswirkungen von Netzwerkeffekten und Marktmacht auf das Interbankenentgelt zu untersuchen.

3 Regulierungserfordernisse: Dieses Kapitel diskutiert die Notwendigkeit staatlicher Eingriffe und bewertet aktuelle Ansätze wie den sogenannten Touristentest zur Identifizierung überhöhter Gebühren.

4 Schlussfolgerungen: Die Arbeit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und betont die Relevanz einer differenzierten Betrachtung zweiseitiger Märkte durch Wettbewerbsbehörden.

Schlüsselwörter

Interbankenentgelt, Kreditkartenmarkt, Netzwerkeffekte, Baxter-Modell, Rochet und Tirole, zweiseitige Märkte, Emittent, Erwerber, Preisaufschlagverbot, Händlerindifferenztheorie, Touristentest, soziale Wohlfahrt, Transaktionskosten, Wettbewerb, Regulierung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der ökonomischen Analyse von Interbankenentgelten im Kreditkartensystem und der Frage, ob diese Gebühren marktwirtschaftlich gerechtfertigt oder regulierungsbedürftig sind.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Funktionsweise zweiseitiger Netzwerkmärkte, die theoretische Modellierung von Zahlungsverkehrssystemen und die kartellrechtliche Diskussion um Gebührenstrukturen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, die Mechanismen hinter dem Interbankenentgelt anhand des Modells von Rochet und Tirole zu erläutern, um eine objektive Bewertung der Kritikpunkte zu ermöglichen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Analyse auf Basis ökonomischer Standardmodelle (Baxter sowie Rochet und Tirole), um Marktgleichgewichte und Wohlfahrtseffekte zu deduzieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Entstehung von Netzwerkeffekten, die Kostenstrukturen beteiligter Banken und die Bedingungen, unter denen die Festlegung von Interbankenentgelten zu einem sozialen Optimum führt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Netzwerkeffekte, Kreditkartenmarkt, Interbankenentgelt, Transaktionskosten, Marktgleichgewicht und regulatorische Indifferenztheorien.

Was besagt die Händlerindifferenztheorie im Kontext der Arbeit?

Sie dient als Bewertungsgrundlage, bei der geprüft wird, ob ein Verkäufer sich gegenüber der Annahme einer Kreditkarte indifferent verhält, wenn seine Kosten durch das Disagio gerade noch seinen Nutzen decken.

Wie unterscheidet sich die Sichtweise von Visa Europe von der wissenschaftlichen Analyse?

Visa Europe argumentiert, dass Kreditkarten aufgrund ihrer Kreditfunktion nicht direkt mit Bargeld vergleichbar sind, während die betrachteten ökonomischen Modelle oftmals von einer direkten Austauschbarkeit ausgehen.

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Netzwerkeffekte auf dem Kreditkartenmarkt
Hochschule
FernUniversität Hagen
Note
2,0
Autor
Diplom Volkswirt Holger Sandker (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
18
Katalognummer
V155648
ISBN (eBook)
9783640693412
ISBN (Buch)
9783640693603
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kreditkarte
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Diplom Volkswirt Holger Sandker (Autor:in), 2010, Netzwerkeffekte auf dem Kreditkartenmarkt, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/155648
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Leseprobe aus  18  Seiten
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