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Zusammenhänge zwischen substanzbezogenen Störungen bei Menschen und traumatischen Erfahrungen in der Kindheit

Title: Zusammenhänge zwischen substanzbezogenen Störungen bei Menschen und traumatischen Erfahrungen in der Kindheit

Term Paper , 2022 , 16 Pages

Autor:in: Anonym (Author)

Social Work
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Studien an der Allgemeinbevölkerung zeigen, dass nach einer traumatisierenden Erfahrung in der Kindheit in Form von sexueller und/oder körperlichen Gewalt 14-35% der Betroffenen in ihren späteren Lebensabschnitten an einer substanzbezogenen Störung leiden. Die Zahl bei Menschen ohne traumatisierende Erfahrungen allgemein und in der Kindheit liegt hingegen bei 3-12%.

Diese Arbeit schafft einen Überblick über den Zusammenhang von substanzbezogener Störung und traumatischen Lebenserfahrungen in der Kindheit. Unter diesem Titelthema wird folgender Leitfrage nachgegangen: Welche Bedeutung hat Traumatisierung für die Entwicklung und den Verlauf von substanzbezogenen Störungen?

Zu Beginn werden beide Themen, Sucht und Trauma, in ihrer Einzelheit erläutert, um anschließend Zusammenhänge zwischen diesen zu verdeutlichen. Darauffolgend gehen wir auf den Kontext der Epidemiologie ein, welche die Bedeutung der Traumatisierung für die Entwicklung sowie den Verlauf von substanzbezogenen Störungen umfasst. Abschließend wird Bezug auf die Soziale Arbeit und ihre Anforderungen genommen.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Was ist Sucht?

2.2 Substanzbezogene Sucht

2.3 Suchtkriterien

3. Trauma und Posttraumatische Belastungsstörung

3.1 Definition von Trauma

3.2 Posttraumatischen Belastungsstörung als Traumafolgestörung

4. Die Zusammenhänge von Traumatisierungen, Posttraumatischen Belastungsstörungen und Suchterkrankung

5. Epidemiologie: Die Bedeutung von Traumatisierung für die Entwicklung und den Verlauf von substanzbezogenen Störungen

5.1 Traumatisierung in der Kindheit und spätere Suchterkrankungen

5.2 Auswirkungen von Traumatisierungen auf den späteren Lebensabschnitt

6. Behandlungsanforderungen und -ziele der Sozialen Arbeit in der Behandlung traumatisierter Suchtpatient*innen

6.1 Integrative Therapie: Stabilisierungsmaßnahmen

6.2 Weitere Ressourcenorientierungen

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den engen Zusammenhang zwischen substanzbezogenen Suchterkrankungen und traumatischen Erfahrungen in der Kindheit. Ziel ist es, die Bedeutung von frühkindlichen Traumatisierungen als Risikofaktor für die spätere Entstehung von Abhängigkeiten darzustellen sowie Anforderungen an die Soziale Arbeit in der Behandlung betroffener Patientinnen und Patienten abzuleiten.

  • Grundlagen der Sucht und Suchtkriterien
  • Definition und Symptomatik von Traumata und PTBS
  • Epidemiologische Zusammenhänge zwischen Trauma und Suchtentwicklung
  • Auswirkungen frühkindlicher Prägung auf die Persönlichkeitsentwicklung
  • Methoden der Sozialen Arbeit: Stabilisierung und Ressourcenorientierung

Auszug aus dem Buch

3.1 Definition von Trauma

Der Begriff Trauma lässt sich vom griechischen Begriff für Verletzung und Wunde ableiten. Die Psychologie wendet dieses Wort stets als Metapher für Geschehen im Leben an, die die „[…] Haut aufreißen und uns emotional verwundet zurücklassen.“ (Joseph, 2015, S. 20). Schay und Liefke (2009) erläutern, dass das psychische Trauma als ein „vitales Diskrepanzerlebnis“ in einer bedrohlichen Situation zu verstehen ist. Die traumatische Wirkung geht hierbei aus der Diskrepanz zwischen dem erlebten bedrohlichen Ereignis und der eigenen bzw. individuellen Bewältigungsmöglichkeiten hervor.

Die individuellen Bewältigungsmöglichkeiten sind mit Empfindungen von Hilfslosigkeit und Schutzlosigkeit an solchen beängstigenden Gegebenheiten verbunden, da keinerlei Abwehrstrategien zur Kontrolle über die bedrohliche Problemsituation führen. Dies führt zu einer Verletzung des Selbst sowie Fremdbildes (S.51). Der Körper durchlebt eine „Durchbohrung“ und die Seele sowie der Geist fallen hierbei in ein Schockzustand (Joseph, 2015, S. 19f.). Somit betreffen diese Verletzungen sowohl die psychische als auch die physische Ebene. Das Trauma beschreibt also konkret einen Moment der existenziellen Bedrohung und ist durch seine Unmittelbarkeit sowie Ausweglosigkeit von Alltagsbelastungen zu unterscheiden (Korittko, 2019, S.18f)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einführung erläutert die Relevanz des Themas und definiert die zentrale Forschungsfrage zur Bedeutung von Traumata bei der Suchtentwicklung.

2. Was ist Sucht?: Das Kapitel definiert den Begriff der Sucht, unterscheidet verschiedene Suchtformen und erläutert medizinische Suchtkriterien gemäß ICD-10.

3. Trauma und Posttraumatische Belastungsstörung: Hier werden der Traumabegriff sowie das Krankheitsbild der PTBS und ihre diagnostischen Merkmale definiert.

4. Die Zusammenhänge von Traumatisierungen, Posttraumatischen Belastungsstörungen und Suchterkrankung: Dieses Kapitel beleuchtet die hohe Komorbiditätsrate zwischen Traumafolgestörungen und Suchterkrankungen sowie die Selbstheilungshypothese.

5. Epidemiologie: Die Bedeutung von Traumatisierung für die Entwicklung und den Verlauf von substanzbezogenen Störungen: Der Fokus liegt auf den Auswirkungen frühkindlicher Erfahrungen auf die Persönlichkeitsstruktur und das Risiko späterer Suchterkrankungen.

6. Behandlungsanforderungen und -ziele der Sozialen Arbeit in der Behandlung traumatisierter Suchtpatient*innen: Das Kapitel beschreibt therapeutische Ansätze wie Stabilisierung und Ressourcenorientierung im Kontext der Sozialen Arbeit.

7. Fazit: Die Arbeit fasst die zentralen Erkenntnisse über den Zusammenhang von Trauma und Sucht zusammen und unterstreicht die Notwendigkeit ressourcenorientierter Hilfeleistungen.

Schlüsselwörter

Substanzbezogene Störungen, Trauma, Kindheit, PTBS, Sucht, Soziale Arbeit, Stabilisierung, Ressourcenorientierung, Komorbidität, Bindungsstörung, Selbstmedikation, Suchtkriterien, Psychotraumatologie, Resilienz, Entzugserscheinungen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den biographischen und psychologischen Zusammenhängen zwischen traumatischen Erlebnissen in der Kindheit und dem späteren Auftreten von Suchterkrankungen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind Suchtdefinitionen, die Psychopathologie von Traumata (PTBS), epidemiologische Studien zu Sucht und Trauma sowie Methoden der professionellen Unterstützung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie traumatische Erfahrungen die Entwicklung einer Suchterkrankung beeinflussen und welche Anforderungen daraus für die Soziale Arbeit erwachsen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer umfassenden Literaturanalyse und der Auswertung vorhandener Studien basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die theoretischen Grundlagen von Sucht und Trauma, beleuchtet die Komorbidität beider Störungsbilder und diskutiert Behandlungsansätze wie Stabilisierung und Achtsamkeit.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird vor allem durch Begriffe wie Trauma, Suchtkriterien, Sucht-Trauma-Komorbidität, Kindheitserfahrungen und Ressourcenorientierung charakterisiert.

Was versteht man unter der Selbstheilungs-Hypothese?

Sie besagt, dass Betroffene Suchtmittel als Selbstmedikation einsetzen, um traumatische Symptome wie Flashbacks oder Herzrasen zu dämpfen und eine innere Kontrolle wiederzuerlangen.

Warum ist Stabilisierung in der Behandlung so wichtig?

Da betroffene Patienten oft unter massiven Belastungen und Kontrollverlust leiden, stellt die Herstellung von Sicherheit die Grundvoraussetzung für jede weitere therapeutische Arbeit dar.

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Details

Title
Zusammenhänge zwischen substanzbezogenen Störungen bei Menschen und traumatischen Erfahrungen in der Kindheit
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2022
Pages
16
Catalog Number
V1563722
ISBN (PDF)
9783389117927
ISBN (Book)
9783389117934
Language
German
Tags
zusammenhänge störungen menschen erfahrungen kindheit
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2022, Zusammenhänge zwischen substanzbezogenen Störungen bei Menschen und traumatischen Erfahrungen in der Kindheit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1563722
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