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Spätmittelalterliche Erdbeben im Vergleich. Eine exemplarische Analyse der Erdbeben von Basel und Villach

Titre: Spätmittelalterliche Erdbeben im Vergleich. Eine exemplarische Analyse der Erdbeben von Basel und Villach

Dossier / Travail , 2021 , 21 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Anonym (Auteur)

Histoire de l'Europe - Moyen Âge, Temps modernes
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Um einen Vergleich spätmittelalterlicher Erdbeben anzustellen, bieten sich besonders die Erdbeben von Basel und Villach an. Im Folgenden sollen diese Erdbeben bezüglich des Ablaufs der Ereignisse, ihrer wirtschaftlichen Bewältigung und gesellschaftlichen Folgen genauer untersucht werden. Besonders spannend ist hierbei, dass zwischen den beiden Katastrophen keinerlei zeitliche oder geographische Verbindung bestand, bei einem groben Blick in die Literatur allerdings zahlreiche Parallelen zu erkennen sind. So folgte exemplarisch auf beide Erdbeben eine Kettenreaktion mehrerer Umweltkatastrophen, sodass von „multiplen Katastrophen“ gesprochen werden kann. Inwiefern es weitere Unterschiede und Gemeinsamkeiten beider Erdbeben gegeben hat, wird sich in der Analyse zeigen.
Thematisch wird zunächst die Quellenlage dargestellt, wobei besonders auf die Diskrepanz zwischen den zeitgenössischen und den frühneuzeitlichen Quellen eingegangen wird. Darauf folgt die Analyse des Ablaufes des jeweiligen Erdbebens, worauf sowohl die wirtschaftliche Bewältigung als auch die gesellschaftlichen Folgen, jeweils einzeln dargestellt und analysiert werden. Abschließend folgt ein zusammenfassendes Fazit der vorgestellten Analyse.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1.Einleitung

2.Quellenlage

3.Vergleich der Erdbeben von Basel und Villach

3.1.Ablauf der Ereignisse

3.1.1.Basel

3.1.2.Villach

3.2.Wirtschaftliche Bewältigung der Ereignisse

3.2.1.Basel

3.2.2.Villach

3.3.Gesellschaftliche Folgen der Ereignisse

3.3.1.Basel

3.3.2.Villach

4.Fazit

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht und vergleicht die spätmittelalterlichen Erdbeben von Basel (1356) und Villach (1348), um Unterschiede und Gemeinsamkeiten im Katastrophenmanagement sowie in der Wahrnehmung der Ereignisse herauszuarbeiten. Dabei steht die Frage im Zentrum, inwiefern strukturelle und administrative Rahmenbedingungen die Bewältigung der Krisen beeinflussten.

  • Analyse der historischen Quellenlage zu beiden Erdbeben.
  • Vergleich der unmittelbaren Auswirkungen und des Ablaufs der Naturkatastrophen.
  • Untersuchung der wirtschaftlichen Krisenbewältigung und städtischen Notfallmaßnahmen.
  • Erörterung gesellschaftlicher Folgen und mentalitätsgeschichtlicher Deutungen.
  • Einordnung der Erdbeben als Katalysatoren für sozioökonomische Entwicklungen.

Auszug aus dem Buch

3.1.1.Basel

Basel war zum Zeitpunkt des Erdbebens 1356 eines der wichtigsten urbanen Zentren des deutschsprachigen Raums. Das Erbeben ist bis heute das schwerste, dokumentierte Starkbeben nördlich der Alpen. Im „Roten Buch“ der Stadt Basel wird das Erdbeben von 1356 von einem anonymen Ratsschreiber wie folgt beschrieben:

Man sol wissen, daz diese stat von dem ertpidem zerstört und zerbrochen wart, und beleib einhein kilche, turne noch steinin hus, weder in der stat noch in den vorstetten gantz, und wurdent grösseclich zerstört. [...] daz waz an sant Lucas tag des ewangelisten, des jares do man zahlte von gotz geburte drüzehenhundert und sechs und fünfzig jar, und wert daz jar hin dan, und kam underwilen gros und underwilen klein.und des selben cinstages, als er anvieng, do gieng für an in der nacht, und wert daz wol acht tag, daz ime nieman getorstet noch mochte vor dem ertpidem widerstan. Und verbran die stat inrent der ringmure villane allensament, uns ze sant Alban in der vorstat verbrunnen ouch etwie viel hüsern. von dem selben ertpiden wurdent ouch nochbi alle kilchen, burge und vestinen, die umbe diese stat bi vier milen gelegen warent, und zervielen, und beleib wenig deheinü gantz.

Zusammenfassung der Kapitel

1.Einleitung: Die Einleitung führt in die Thematik der spätmittelalterlichen Erdbeben ein und begründet die komparative Analyse von Basel und Villach unter besonderer Berücksichtigung der Quellenlage.

2.Quellenlage: Dieses Kapitel gibt einen systematischen Überblick über die zeitgenössische Überlieferung und diskutiert die methodischen Herausforderungen bei der Auswertung der teils theologisch geprägten Quellen.

3.Vergleich der Erdbeben von Basel und Villach: Dieser Abschnitt vergleicht detailliert den Ablauf, die wirtschaftlichen Handlungsstrategien und die gesellschaftlichen Konsequenzen der beiden Katastrophenereignisse.

3.1.Ablauf der Ereignisse: Hier werden der genaue Hergang der Beben in Basel und Villach sowie die damit verbundenen Begleiterscheinungen wie Brände und Bergstürze analysiert.

3.1.1.Basel: Fokus auf die spezifischen Zerstörungen im urbanen Raum von Basel und die unmittelbaren Reaktionen der Bevölkerung.

3.1.2.Villach: Analyse der Ereignisse rund um Villach, wobei die Auswirkungen des Bergsturzes am Dobratsch und die regionale Betroffenheit im Vordergrund stehen.

3.2.Wirtschaftliche Bewältigung der Ereignisse: Vergleich der fiskalischen Sofortmaßnahmen und der Rolle von städtischen bzw. kirchlichen Akteuren beim Wiederaufbau.

3.2.1.Basel: Untersuchung der schnellen finanziellen Erholung Basels durch externe Unterstützung und eine eigenständige Bündnispolitik.

3.2.2.Villach: Beschreibung der erschwerten Wiederaufbaubedingungen in der dezentral verwalteten Peripherie unter dem Einfluss kirchlicher Steuererleichterungen.

3.3.Gesellschaftliche Folgen der Ereignisse: Erörterung der mentalitätsgeschichtlichen Deutungsmuster der Katastrophen im spätmittelalterlichen Kontext.

3.3.1.Basel: Analyse spezifischer religiöser Reaktionen, wie Kreuzprozessionen, und deren reflektierte Einordnung in den zeitgenössischen Diskurs.

3.3.2.Villach: Untersuchung des Fehlens expliziter theologischer Deutungen in den Quellen im Vergleich zur komplexen sozioökonomischen Belastungssituation der Bevölkerung.

4.Fazit: Das abschließende Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und hebt die Rolle der Erdbeben als Katalysatoren für städtebauliche und administrative Modernisierungsprozesse hervor.

Schlüsselwörter

Erdbeben, Basel, Villach, Mittelalter, Katastrophenmanagement, Quellenanalyse, Wirtschaftsgeschichte, Wiederaufbau, Naturkatastrophe, Klimageschichte, Gesellschaftliche Folgen, Mentalitätsgeschichte, Notfallmaßnahmen, 14. Jahrhundert, Krisenbewältigung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit vergleicht die Auswirkungen und die Bewältigung der schweren Erdbeben von Basel (1356) und Villach (1348) im spätmittelalterlichen Kontext.

Welche Themenfelder stehen dabei im Vordergrund?

Zentrale Schwerpunkte sind die historische Quellenlage, die ökonomischen Krisenreaktionen der Städte und die gesellschaftliche Wahrnehmung der Katastrophen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, Gemeinsamkeiten im Katastrophenverlauf und Unterschiede in der institutionellen und administrativen Bewältigung der Ereignisse aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird angewendet?

Es handelt sich um einen vergleichenden historischen Ansatz, der zeitgenössische Quellenanalysen mit historisch-geographischen und sozioökonomischen Gesichtspunkten verbindet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in Ablauf, wirtschaftliche Krisenintervention und gesellschaftliche Deutungsweisen der Erdbeben in den jeweiligen Städten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Erdbeben, Katastrophenmanagement, Wiederaufbau, Spätmittelalter und Mentalitätsgeschichte beschreiben.

Wie unterschied sich die Bewältigung in Basel von derjenigen in Villach?

Basel profitierte von einer stärkeren städtischen Autonomie und externer Unterstützung, während Villach stärker unter einer dezentralen kirchlichen Verwaltung litt, was den Wiederaufbau verlangsamte.

Welche Rolle spielten religiöse Deutungsmuster in den Quellen?

Während in Basel symbolische Bußhandlungen dokumentiert sind, zeigen die Quellen aus Villach eine bemerkenswerte Zurückhaltung bei der theologischen Deutung der Ereignisse.

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Résumé des informations

Titre
Spätmittelalterliche Erdbeben im Vergleich. Eine exemplarische Analyse der Erdbeben von Basel und Villach
Université
University of Münster  (Geschichte)
Cours
Hauptseminar
Note
1,3
Auteur
Anonym (Auteur)
Année de publication
2021
Pages
21
N° de catalogue
V1565078
ISBN (PDF)
9783389114384
ISBN (Livre)
9783389114391
Langue
allemand
mots-clé
Mittelalter Erdbeben Umweltkatastrophen
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Citation du texte
Anonym (Auteur), 2021, Spätmittelalterliche Erdbeben im Vergleich. Eine exemplarische Analyse der Erdbeben von Basel und Villach, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1565078
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