Das Leben in unserer Gesellschaft wird zunehmend durch das wissenschaftliche Arbeiten mit Medien bestimmt.
In dieser Hausarbeit widme ich mich dem Themengebiet des wissenschaftlichen Arbeitens der Medien- und Kommunikationswissenschaft.
Zu Beginn dieser Arbeit werde ich auf die Güte- und Qualitätskriterien des wissenschaftlichen Arbeitens eingehen, sowie deren Relevanz erläutern. Im Folgenden werde ich genauer auf das methodische Vorgehen und die Theoriebildung bzw. deren Überprüfung eingehen.
Veranschaulichen werde ich dies an der Theorie der Schweigespirale, die dem Themenbereich der Medienwirkungsforschung zuzuordnen ist. Sie wurde weltweit diskutiert und ist deshalb gut geeignet, um den Nutzen und die Wirkung der Medien auf die öffentliche Meinung wissenschaftlich zu untersuchen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Hauptteil
2.1 Die Arbeitsweisen, Gütekriterien und Maßnahmen zur Qualitätssicherung wissenschaftlichen Arbeitens, sowie deren Relevanz
2.2 Methodische Rollen/Möglichkeiten
2.3 Die Theorie der Schweigespirale
2.3.1 Historischer Kontext
2.3.2 Grundannahmen und Hypothesen
2.3.3 Der Eisenbahntest
3. Schluss/Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit setzt sich das Ziel, die Grundlagen des wissenschaftlichen Arbeitens im Kontext der Medien- und Kommunikationswissenschaft darzulegen und diese methodisch anhand der Theorie der Schweigespirale zu veranschaulichen, um den Einfluss von Medien auf die öffentliche Meinung zu analysieren.
- Grundlagen und Gütekriterien wissenschaftlichen Arbeitens
- Methodische Vorgehensweisen in der Kommunikationsforschung
- Die Theorie der Schweigespirale nach Elisabeth Noelle-Neumann
- Historischer Kontext und Entstehungshintergrund der Theorie
- Empirische Überprüfung durch den sogenannten Eisenbahntest
Auszug aus dem Buch
2.3.2 Grundannahmen und Hypothesen
Nach Noelle-Neumann fürchten die Menschen soziale Isolation und beobachten daher ständig das Verhalten anderer, um einschätzen zu können, welche Meinungen und Verhaltensweisen in der Öffentlichkeit Zustimmung bzw. Ablehnung erfahren (Noelle-Neumann, 1974, S. 43-51). Menschen neigen deshalb dazu, ihre eigene Meinung zu verschweigen, wenn sie denken, dass sie sich mit ihrer Meinung dem Isolationsdruck anderer aussetzen würden. Diejenigen, hingegen, die öffentliche Unterstützung spüren, neigen dazu, ihre Meinung laut und deutlich zu äußern (Noelle-Neumann, 2009, S. 439). Öffentliche Meinung sei dabei wie eine „soziale Haut“, die die Gesellschaft im Innersten zusammenhalte (Noelle-Neumann, 1980).
Zur Entstehung des Prozesses der Schweigespirale seien mehrere Kriterien nötig: 1) Meinungsbereiche im Wandel mit kontroversen Themen, 2) moralisch besetzte Meinungen und 3) medial (in den Massenmedien) präsente Themen. Wenn die Massenmedien kumulativ und konsonant, also wiederholt und übereinstimmend, ein Meinungslager unterstützen, habe dieses höhere Chancen, als Sieger aus der Schweigespirale hinauszugehen (Noelle-Neumann, 1977). Die Theorie der Schweigespirale hat eine breite internationale Diskussion ausgelöst. Noelle-Neumann versuchte deshalb, ihre These durch den sog. „Eisenbahntest“ methodisch zu belegen. Im Folgenden werde ich daher näher darauf eingehen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung führt in das Themengebiet des wissenschaftlichen Arbeitens ein und stellt die Absicht dar, dieses anhand der Theorie der Schweigespirale zu konkretisieren.
2. Hauptteil: Der Hauptteil gliedert sich in die Erläuterung wissenschaftlicher Gütekriterien, die Darstellung methodischer Forschungsansätze und die detaillierte Analyse der Theorie der Schweigespirale inklusive ihrer empirischen Überprüfung im Eisenbahntest.
2.1 Die Arbeitsweisen, Gütekriterien und Maßnahmen zur Qualitätssicherung wissenschaftlichen Arbeitens, sowie deren Relevanz: Dieses Kapitel definiert den Prozess des wissenschaftlichen Arbeitens und erläutert quantitative sowie qualitative Ansprüche wie Objektivität, Validität, Reliabilität und Transparenz.
2.2 Methodische Rollen/Möglichkeiten: Hier werden empirische Forschungsmethoden unterschieden und die Relevanz der Methodenwahl in Abhängigkeit von der Forschungsfrage sowie der „mixed-methods“-Ansatz diskutiert.
2.3 Die Theorie der Schweigespirale: Dieses Kapitel führt in die von Elisabeth Noelle-Neumann entwickelte Theorie ein, die das Kommunikationsverhalten und die gesellschaftliche Meinungsbildung thematisiert.
2.3.1 Historischer Kontext: Es wird erläutert, dass die Theorie in den 1970er Jahren während der Bundestagswahlkämpfe aus der Beobachtung des „Mitläufereffekts“ entstand.
2.3.2 Grundannahmen und Hypothesen: Dieses Kapitel beschreibt die Isolationsfurcht der Menschen und die daraus resultierende Tendenz, abweichende Meinungen zu verschweigen, wenn diese nicht öffentlich unterstützt werden.
2.3.3 Der Eisenbahntest: Das Kapitel beschreibt das Feldexperiment, mittels dessen Noelle-Neumann die Redebereitschaft von Personen in Abhängigkeit von der vermuteten Mehrheitsmeinung untersuchte.
3. Schluss/Fazit: Das Fazit fasst die Bedeutung der methodischen Vielfalt für die Kommunikationsforschung zusammen und betont die Rolle der Schweigespirale als Beispiel für die Untersuchung der Medienwirkung.
Schlüsselwörter
Wissenschaftliches Arbeiten, Medienwissenschaft, Kommunikationswissenschaft, Schweigespirale, Qualitätssicherung, Gütekriterien, empirische Methoden, Isolationsfurcht, öffentliche Meinung, Eisenbahntest, Medienwirkung, Massenmedien, Mitläufereffekt, quantitative Forschung, qualitative Forschung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit den Grundlagen des wissenschaftlichen Arbeitens innerhalb des Fachbereichs Medien- und Kommunikationswissenschaft.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Die zentralen Themen umfassen die Definition wissenschaftlicher Qualitätsstandards, methodische Forschungsansätze und die Anwendung dieser Methoden anhand der Theorie der Schweigespirale.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie wissenschaftliches Arbeiten strukturiert ist, welche Gütekriterien dabei eine Rolle spielen und wie diese theoretischen Grundlagen in der aktuellen Medienwirkungsforschung Anwendung finden.
Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?
Die Arbeit selbst verfolgt einen theoretischen Ansatz, indem sie Literaturarbeit mit einer methodenkritischen Analyse verbindet und die Anwendung empirischer Methoden wie des „Eisenbahntests“ erläutert.
Was wird schwerpunktmäßig im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden zunächst die notwendigen Arbeitsweisen und Gütekriterien definiert, gefolgt von einer Auseinandersetzung mit qualitativen und quantitativen Methoden sowie der detaillierten Vorstellung der Schweigespirale.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie wissenschaftliches Arbeiten, Medienwirkung, Schweigespirale, Gütekriterien und Empirie charakterisiert.
Warum spielt die „soziale Haut“ eine Rolle in der Theorie?
Noelle-Neumann vergleicht die öffentliche Meinung mit einer „sozialen Haut“, da sie als ein Mechanismus fungiert, der die Gesellschaft durch die Beobachtung und Antizipation von Zustimmungs- oder Ablehnungsnormen zusammenhält.
Was genau misst der „Eisenbahntest“?
Der Eisenbahntest misst die Bereitschaft von Personen, ihre eigene Meinung in einem öffentlichen Gesprächskontext zu äußern, in Abhängigkeit davon, ob sie sich auf der Seite der Mehrheit oder der Minderheit wähnen.
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- Anonym (Author), 2023, Wissenschaftliches Arbeiten in der Medien- und Kommunikationswissenschaft. Die Theorie der Schweigespirale, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1568211