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Globale Mindestbesteuerung. Konzeption und Herausforderungen der BEPS Pillar 2

Title: Globale Mindestbesteuerung. Konzeption und Herausforderungen der BEPS Pillar 2

Seminar Paper , 2024 , 23 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Fabian Heeren (Author)

Business economics - Accounting and Taxes
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Diese Arbeit widmet sich der zweiten Säule („Pillar 2“) der OECD-Initiative zur Reform des internationalen Unternehmenssteuersystems. Einleitend wird zunächst der Status-quo der internationalen Besteuerung kurz dargestellt, um darauf aufbauend einen Überblick über die Motivlage und Hintergründe zur Neuordnung der internationalen Unternehmensbesteuerung zu geben. Ein Schwerpunkt liegt hierbei auf der Darstellung des „Profit-shifting“ bei multinationalen Unternehmen, also der aggressiven Steuervermeidung durch Gewinnverlagerung in Niedrigsteuerländer. Im zweiten Abschnitt der Arbeit wird die globale Mindestbesteuerung („Pillar 2“) hinsichtlich ihrer Konzeption und ihrem Anwendungsbereich erläutert und zudem die damit verbundenen Herausforderungen für die betroffenen Unternehmen dargestellt. Nachfolgend werden Prognosen über die potenziellen fiskalischen Auswirkungen in Deutschland durch die neuen bzw. erweiterten Besteuerungsrechte dargestellt, bevor diese Seminararbeit mit einem Fazit endet.

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Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Der Status-quo internationaler Unternehmensbesteuerung

1.2 Gründe für eine globale Mindeststeuer

2 Konzeption, Ausgestaltung und Herausforderungen der BEPS-Pillar 2

2.1 Herausforderungen und Kritik an der Initiative

3 Fiskalische Effekte der BEPS-Bestimmungen

4 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Konzept der globalen Mindestbesteuerung (BEPS Pillar 2) im Hinblick auf deren Notwendigkeit zur Korrektur des internationalen Steuerwettbewerbs, die konkrete Ausgestaltung der Regelungen sowie die daraus resultierenden fiskalischen Auswirkungen auf den deutschen Fiskus unter Berücksichtigung verschiedener Szenarien.

  • Status-quo der internationalen Unternehmensbesteuerung und Problematik der Gewinnverlagerung
  • Konzeptionelle Grundlagen und Funktionsweise der globalen Mindeststeuer (Pillar 2)
  • Herausforderungen in der praktischen Umsetzung und regulatorische Komplexität
  • Analyse fiskalischer Aufkommenseffekte für Deutschland mittels Szenarienbetrachtung

Auszug aus dem Buch

1.1 Der Status-quo internationaler Unternehmensbesteuerung

In einer Welt, in der Länder wirtschaftlich gänzlich voneinander abgeschottet sind, sind internationale (Unternehmens-)Besteuerungsvorschriften obsolet. Jedes Land könnte in seiner Souveränität autonom nationales Steuerrecht festsetzen, zwischenstaatliche Interdependenzen bestünden nicht. In einer sich im zeitlichen Ablauf immer stärker globalisierenden Welt mit internationalem Handel, wie sie in der Realität vorliegt, ist diese Annahme allerdings nicht anwendbar. Ganz grundsätzlich ergeben sich aus dem internationalen Steuerrecht zwei zentrale Grundproblematiken, nämlich die der Doppelbesteuerung und der Minderbesteuerung durch steuerliche Vermeidungsstrategien. Ersteres kann z.B. auf eine Überschneidung beschränkter und unbeschränkter Steuerpflicht oder einer abweichenden Einkünftezuordnung in den beteiligten Staaten zurückzuführen sein. Auch wenn völkerrechtlich kein Verbot einer (internationalen) Doppelbesteuerung existiert, legen das Quellen- und Wohnsitzprinzip nach dem Grundsatz der Einmalbesteuerung einen allgemeinen Rahmen fest, um Null- oder Doppelbesteuerung zu vermeiden, auf welchen zahlreiche bilateral ausgehandelte Doppelbesteuerungsabkommen beruhen. Im OECD-Musterabkommen zur Beseitigung von Doppelbesteuerung ist das „Betriebsstättenprinzip“ von zentraler Bedeutung. Es regelt die Zuordnung von zwischenstaatlichen Besteuerungsrechten. So ist in Art. 5 OECD-MA normiert, dass für das Besteuerungsrecht die Voraussetzungen zum Ausüben der Geschäftstätigkeit der Unternehmung vorhanden ist. Der Fokus liegt somit im Wesentlichen in der physischen Präsenz. Bei klassischen Industrieunternehmen mit hoher Anlagenintensität ist diese Herangehensweise zumindest teilweise anwendbar. Durch die fortschreitende Digitalisierung der Weltwirtschaft und der damit einhergehenden Neuschöpfung und Wandlung von Geschäftsmodellen ist es „heutzutage nahezu gleichgültig, an welchem Ort ein Unternehmen präsent ist, um Gewinne weltweit zu erwirtschaften“.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik des internationalen Steuerwettbewerbs und die Entstehungsgeschichte der OECD BEPS-Initiative ein, um den Rahmen für die Analyse der zweiten Säule zu setzen.

1.1 Der Status-quo internationaler Unternehmensbesteuerung: Das Kapitel beleuchtet die grundlegenden Mechanismen des internationalen Steuerrechts sowie die durch Globalisierung und Digitalisierung entstandenen Schwierigkeiten bei der Gewinnzuordnung.

1.2 Gründe für eine globale Mindeststeuer: Hier wird die Motivlage erläutert, warum multinationale Unternehmen Steuervermeidungsstrategien nutzen und welche volkswirtschaftlichen Konsequenzen daraus resultieren.

2 Konzeption, Ausgestaltung und Herausforderungen der BEPS-Pillar 2: Dieses Kapitel beschreibt die technische Architektur der Mindestbesteuerung inklusive der GloBE-Regeln sowie die damit verbundenen Anforderungen an Konzerne.

2.1 Herausforderungen und Kritik an der Initiative: Hier werden die bürokratischen Belastungen, Komplexitäten bei der Datenerhebung und strukturelle Kritikpunkte an der praktischen Implementierung der BEPS-Vorgaben kritisch hinterfragt.

3 Fiskalische Effekte der BEPS-Bestimmungen: Das Kapitel analysiert anhand von ifo-Institut-Szenarien das potenzielle zusätzliche Steueraufkommen für den deutschen Fiskus und dessen Abhängigkeit von globalen Anpassungseffekten.

4 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die globale Mindestbesteuerung als notwendiges, wenn auch bürokratisch komplexes Fundament für eine zukunftsorientierte Unternehmensbesteuerung.

Schlüsselwörter

Globale Mindestbesteuerung, BEPS, Pillar 2, Gewinnverlagerung, Steuerwettbewerb, OECD, Multinationale Unternehmen, Effektivsteuersatz, Betriebsstättenprinzip, Steueroasen, Fiskalische Effekte, Mindeststeuergesetz, Unternehmensbesteuerung, GloBE-Regeln, Steuervermeidung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Konzeption, der praktischen Ausgestaltung sowie den Herausforderungen und fiskalischen Effekten der im Rahmen der OECD-BEPS-Initiative entwickelten globalen Mindestbesteuerung für Unternehmen.

Welche zentralen Themenfelder behandelt die Arbeit?

Zentrale Themen sind die Problematik des internationalen Steuerwettbewerbs, die Funktionsweise der zweiten Säule (Pillar 2) der BEPS-Initiative, die Auswirkungen auf die Buchhaltung multinationaler Konzerne sowie die fiskalische Schätzung von Steuermehreinnahmen für Deutschland.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Wirksamkeit der globalen Mindeststeuer zu bewerten, die damit verbundenen bürokratischen Herausforderungen für Unternehmen darzustellen und aufzuzeigen, wie groß das potenzielle zusätzliche Steueraufkommen für den deutschen Staat unter verschiedenen wirtschaftlichen Szenarien tatsächlich ist.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Analogie?

Der Autor verwendet eine fundierte literatur- und expertisenbasierte Analyse, wobei insbesondere Daten des ifo-Instituts zu Aufkommenseffekten sowie diverse OECD-Richtlinien und rechtliche Sekundärquellen ausgewertet werden.

Welche Inhalte stehen im Hauptteil im Fokus?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Herleitung des aktuellen Status-quo im Steuerrecht, die Erläuterung der technischen Funktionsweise der Mindestbesteuerung und eine kritische Auseinandersetzung mit der bürokratischen Mehrbelastung sowie den Auswirkungen auf das Steueraufkommen.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie BEPS, globale Mindestbesteuerung (Pillar 2), Gewinnverlagerung, Steuerwettbewerb, Effektive Steuersatz (ETR) und Fiskalische Auswirkungen einordnen.

Warum wird die nationale Ergänzungssteuer als kritisch angesehen?

Die nationale Ergänzungssteuer ermöglicht es Niedrigsteuerländern, das Mindeststeueraufkommen selbst abzuschöpfen, was das potenzielle Mehreinnahmepotenzial für Hochsteuerländer wie Deutschland in Szenario 3 massiv reduziert.

Welche Bedeutung haben die sogenannten "Safe-Harbour-Regelungen"?

Diese befristeten Erleichterungen sollen Unternehmensgruppen in der Anfangsphase der Implementierung notwendige Vereinfachungen bei der Berechnung der Grenzwerte bieten, um den administrativen Gesamtaufwand zu begrenzen.

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Details

Title
Globale Mindestbesteuerung. Konzeption und Herausforderungen der BEPS Pillar 2
College
University of Wuppertal
Grade
1,7
Author
Fabian Heeren (Author)
Publication Year
2024
Pages
23
Catalog Number
V1570775
ISBN (PDF)
9783389120705
ISBN (Book)
9783389120712
Language
German
Tags
BEPS Mindestbesteuerung Pillar 2
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Fabian Heeren (Author), 2024, Globale Mindestbesteuerung. Konzeption und Herausforderungen der BEPS Pillar 2, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1570775
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