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Das "Triduum Paschale" - Theologische Deutungen der drei österlichen Tage

Title: Das "Triduum Paschale" - Theologische Deutungen der drei österlichen Tage

Seminar Paper , 2009 , 17 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Brigitte Benz (Author)

Theology - Practical Theology
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Über lange Zeit lag der theologische Schwerpunkt bei der Deutung des Triduum Paschale auf der Erlösung aufgrund des Leidens und Sterbens Christi und damit auf dem Karfreitag. Die heute übliche Gestalt, was Ablauf, Inhalt und Schwerpunkt der Feier betrifft, erhielt die Osterfeier, das Triduum Paschale, durch die auf der Grundlage der Liturgiekonstitution des II. Vatikanischen Konzils durchgeführten Reformen. Durch sie wurde die Auferstehung Christi wieder mehr in den Blick genommen und damit der Ostersonntag als Höhepunkt des gesamten Triduum Paschale neu ins Bewusstsein gebracht. Entscheidend für die Deutung des Ostergeschehens bleibt es aber, dass die Gesamtheit von Leiden, Tod und Auferstehung gesehen wird. Wie sich dies in der theologischen Deutung der einzelnen Tage des Triduum Paschale heute ausdrückt, soll im Folgenden gezeigt werden. Hierbei wird in dieser Arbeit ein besonderes Augenmerk auf den Gründonnerstag und den Karsamstag gelegt. Der Gründonnerstag als ein Tag, der erst spät zum Triduum Paschale hinzugerechnet wurde und der Karsamstag als Tag des Dazwischen, der Stille und Grabesruhe, ja als a-liturgischer Tag.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die drei österlichen Tage

2.1. Gründonnerstag – Jesu Vermächtnis

Exkurs: Gründonnerstag, Pessach und Seder-Mahl

2.2. Karfreitag – Jesus, das wahre Paschalamm

2.3. Karsamstag – Tag der Stille, Tag der Grabesruhe

2.4. Osternacht – Auferstehung und Befreiung

3. Resümee

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die theologischen Deutungen der drei österlichen Tage – Gründonnerstag, Karfreitag, Karsamstag und Osternacht – als ein zusammenhängendes Pascha-Mysterium, wobei insbesondere die jüdischen Wurzeln und die Bedeutung für eine tätige christliche Nachfolge im Alltag beleuchtet werden.

  • Theologische Auslegung der Liturgie des Triduum Paschale.
  • Die Bedeutung des Gründonnerstags als Vermächtnis von Eucharistie und Diakonie.
  • Der Karfreitag als stellvertretendes Opfer und die Thematik der Gottverlassenheit.
  • Die Rolle des Karsamstags als Tag der Stille, des Grabes und der Solidarität mit den Toten.
  • Die Osternacht als Höhepunkt des Pascha-Mysteriums und Feier der Auferstehung.

Auszug aus dem Buch

2.2. Karfreitag – Jesus, das wahre Paschalamm

Der Karfreitag ist der Tag, an dem in der Liturgie des Leidens und Sterbens Christi gedacht wird. Aber schon der Introitus verdeutlicht, dass auch an diesem Tag der Gesamtzusammenhang des Pascha-Mysteriums gesehen wird.

Der Tod Jesu ist ein stellvertretend erlittener Tod. Durch die freiwillige Hingabe befreit Jesus, der Sohn Gottes, die Menschen aus ihrem Verhaftetsein in Sünde und Tod. Er, der als Mensch ohne Sünde war, gibt sich für die Menschen hin und nimmt einen Tod auf sich, welcher die größtmögliche Erniedrigung darstellte. Dass es sich dabei um eine Stellvertretung handelt, hatte sich bereits am Gründonnerstag in den Einsetzungsworten gezeigt. Am Karfreitag wird dies dadurch entfaltet, dass die Passion nach Johannes gelesen wird, der den Todestag Jesu auf den Tag der Schlachtung der Paschalämmer legt. Sieht man dies in Verbindung mit den Synoptikern, bei denen es heißt, dass er zur neunten Stunde (d.h. gegen 15 Uhr) gestorben ist, so ist Jesus nicht nur am Tag sondern auch zur Stunde der Schlachtung der Lämmer gestorben. Damit wird ausgedrückt, dass Jesus das wahre Paschalamm ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung verortet das Triduum Paschale im Zentrum des Kirchenjahres, beleuchtet die jüdischen Wurzeln der Osterfeier und beschreibt die historische Entwicklung zur heutigen Liturgieform.

2. Die drei österlichen Tage: Dieses Kapitel erläutert die Einheit des Pascha-Mysteriums, in der an jedem Tag das gesamte Heilsgeschehen von Leiden, Tod und Auferstehung in der Liturgie vergegenwärtigt wird.

2.1. Gründonnerstag – Jesu Vermächtnis: Das Kapitel thematisiert die Erinnerung an das letzte Abendmahl und die Fußwaschung als Symbole für Eucharistie und diakonische Nachfolge.

Exkurs: Gründonnerstag, Pessach und Seder-Mahl: Der Exkurs hinterfragt kritisch die Sinnhaftigkeit christlicher Seder-Feiern und hebt die Unterschiede zwischen der Tempel-Pessachfeier zu Jesu Zeiten und dem späteren Seder-Mahl hervor.

2.2. Karfreitag – Jesus, das wahre Paschalamm: Hier wird der Karfreitag als Tag des stellvertretenden Todes und der Solidarität Jesu mit der sündigen Menschheit sowie als Tag der Klage und Gottverlassenheit gedeutet.

2.3. Karsamstag – Tag der Stille, Tag der Grabesruhe: Das Kapitel befasst sich mit der Bedeutung des Karsamstags als Tag des Descensus ad inferos und der Solidarität mit den Toten aller Zeiten, eingebettet in eine Theologie der Stille.

2.4. Osternacht – Auferstehung und Befreiung: Die Osternacht wird als „Mutter aller Vigilien“ beschrieben, in der die Auferstehung Christi gefeiert und die Gläubigen zur Erneuerung ihres Taufversprechens aufgerufen werden.

3. Resümee: Das Resümee fasst zusammen, dass die österlichen Tage eine Einheit bilden, die den Gläubigen dazu einlädt, die Erfahrung des Leidens, Sterbens und Auferstehens Christi in tätige Nachfolge im Alltag zu übersetzen.

Schlüsselwörter

Triduum Paschale, Liturgie, Pascha-Mysterium, Gründonnerstag, Karfreitag, Karsamstag, Osternacht, Eucharistie, Fußwaschung, Paschalamm, Nachfolge, Gottverlassenheit, Descensus ad inferos, Seder-Mahl, Erlösung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der theologischen Deutung und liturgischen Gestaltung der drei österlichen Tage, dem sogenannten Triduum Paschale, in der katholischen Kirche.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die Verbindung zwischen jüdischer Tradition und christlicher Liturgie, die Bedeutung von Opfer und Nachfolge sowie die spirituelle Dimension der einzelnen Tage von Gründonnerstag bis zur Osternacht.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie das eine Pascha-Mysterium durch die Liturgie in den einzelnen Tagen des Triduums gegenwärtig gesetzt wird und welche Konsequenzen dies für die christliche Lebenspraxis hat.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?

Die Arbeit nutzt eine systematisch-theologische und liturgiegeschichtliche Analyse, gestützt auf Fachliteratur und Dokumente wie die Liturgiekonstitution des II. Vatikanischen Konzils.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden die einzelnen Tage – Gründonnerstag, Karfreitag, Karsamstag und Osternacht – detailliert exegetisch und theologisch interpretiert, ergänzt durch einen kritischen Exkurs zum Thema Seder-Mahl.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich maßgeblich durch Begriffe wie Pascha-Mysterium, Liturgie, Nachfolge, Sühneopfer und die Einheit von Leiden, Tod und Auferstehung charakterisieren.

Warum wird der Gründonnerstag als Tag des Vermächtnisses bezeichnet?

Weil er durch die Einsetzung der Eucharistie beim letzten Abendmahl und die Fußwaschung ein bleibendes Zeichen für die Verbundenheit Jesu mit den Jüngern und den Auftrag zur dienenden Liebe setzt.

Welche besondere Bedeutung kommt dem Karsamstag zu?

Der Karsamstag ist als "liturgieloser Tag" das Bindeglied zwischen Tod und Leben und symbolisiert den Abstieg Jesu in die Unterwelt, womit er sich solidarisch mit den Toten aller Zeiten zeigt.

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Details

Title
Das "Triduum Paschale" - Theologische Deutungen der drei österlichen Tage
College
University of Erfurt  (Katholisch-theologische Fakultät)
Course
Identität durch Liturgie - Zum Verhältnis von jüdischem und christlichem Gottesdienst
Grade
1,3
Author
Brigitte Benz (Author)
Publication Year
2009
Pages
17
Catalog Number
V157658
ISBN (eBook)
9783640712571
ISBN (Book)
9783640713530
Language
German
Tags
Ostern Triduum Paschale Gründonnerstag Pessach Karfreitag Karsamstag Osternacht Seder
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Brigitte Benz (Author), 2009, Das "Triduum Paschale" - Theologische Deutungen der drei österlichen Tage, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/157658
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