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Die Forschungsmethode als Beobachtung

Verdeutlicht am Beispiel der Häufigkeit der Nutzung der Treppe und des Fahrstuhls von Frauen mit Schuhen mit Absatz an der Universität Paderborn

Title: Die Forschungsmethode als Beobachtung

Seminar Paper , 2010 , 44 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Martina Vögele (Author)

Pedagogy - Miscellaneous Topics
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Summary Excerpt Details

Diese Arbeit beschäftigt sich mit der wissenschaftlich-empirischen Forschungsmethode der Beobachtung. Dabei wird nicht nur theoretisch über das Verfahren der Beobachtung gesprochen, sondern ein praktisch während des Semesters durchgeführtes Projekt mit in die theoretischen Betrachtungen eingebracht und der Verlauf des konkreten Beobachtungsprojektes in den einzelnen Phasen beschrieben.
Diese Arbeit ist so aufgebaut, dass sie sich systematisch an der Entwicklung und Durchführung eines realen Untersuchungsvorhabens entlang hangelt.
Nachdem im folgenden Kapitel eine klare Verortung der Beobachtung im Rahmen wissenschaftlicher Forschungsmethoden vorgenommen wird und wesentliche Begrifflichkeiten geklärt werden, schließt sich die Entwicklung des Beobachtungsverfahrens mit seinen einzelnen Teilschritten an, welche detailliert beschrieben und erläutert werden.
Im vierten Teil dieser Arbeit erfolgt eine kurze Auswertung der Gesamtuntersuchung und einige vorsichtige Rückschlüsse bezüglich der Untersuchungsergebnisse, bevor im letzten Teil die Vorgehensweise für die einzelnen Teilbereiche aus der Retrospektive heraus kritisch beleuchtet werden. Hier ist die Fragestellung leitend, was mit dem Wissen der nun gemachten Erfahrungen an der Vorgehensweise besser gemacht werden könnte beziehungsweise unbedingt geändert werden müsste.
Zum Schluss erfolgt eine persönliche Bewertung der Beobachtung als Forschungsmethode.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Vorwort

2 Die Forschungsmethode der Beobachtung

3 Entwicklung des Beobachtungsverfahrens

3.1 Vorüberlegungen

3.1.1 Thema und Fragestellung

3.1.2 Hypothesenbildung

3.1.3 Operationalisierung der Beobachtungskategorien

3.1.4 Quantifizierung der Beobachtungskategorien

3.1.5 Festlegung von Grundgesamtheit und Stichprobe

3.1.6 Festlegung der Beobachtungsform

3.1.7 Erstellung des Beobachtungsbogens

3.2 Pretest

3.2.1 Auswertung des Pretests

3.2.2 Änderungen im Untersuchungsdesign nach Pretest

4 Dokumentation und Auswertung der Untersuchung

5 Methodische Auswertung

5.1 Festlegung der Hypothese

5.2 Festlegung der Operationalisierung

5.3 Festlegung der Quantifizierbarkeit

5.4 Festlegung der Grundgesamtheit und der Stichprobe

5.5 Festlegung der Beobachtungsform

5.6 Beobachtungsbogen

5.7 Fehlerquellen

6 Fazit

7 Literaturverzeichnis

8 Anhang

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit ist die praxisnahe Anwendung und methodische Reflexion der wissenschaftlich-empirischen Forschungsmethode der Beobachtung am Beispiel einer quantitativen Untersuchung. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, ob ein Zusammenhang zwischen dem Tragen von Schuhen mit Absatz und der Wahl zwischen der Treppe oder dem Fahrstuhl bei Frauen an der Universität Paderborn während der Mittagspause besteht.

  • Wissenschaftliche Grundlagen der Beobachtung als empirische Methode
  • Systematische Entwicklung und Operationalisierung eines Beobachtungsverfahrens
  • Durchführung und Auswertung einer quantitativen Feldforschung
  • Kritische Reflexion der methodischen Vorgehensweise und Fehlerquellen

Auszug aus dem Buch

3.1.2 Hypothesenbildung

Allgemein gesprochen ist eine Hypothese „eine Vermutung über einen bestimmten Sachverhalt“ (Raithel,, 2008 S. 14). Konkreter formuliert ist eine Hypothese die „Annahme über den Zusammenhang zwischen verschiedenen Faktoren“ (König & Zedler, 2002, S. 59).

Bortz & Döring geben folgende Definition: „Wissenschaftliche Hypothesen sind Annahmen über reale Sachverhalte (empirischer Gehalt, empirische Untersuchbarkeit) in Form von Konditionalsätzen. Sie weisen über den Einzelfall hinaus (Generalisierbarkeit, Allgemeinheitsgrad) und sind durch Erfahrungsdaten widerlegbar (Falsifizierbarkeit)“ (2003, S.8).

Eine Hypothese muss grundsätzlich überprüfbar sein und sollte eine provokante Aussage machen. Zudem sollte eine gute Hypothese „präzise, zielbezogen und konkret“ (Seminarreader, WS 2009 / 2010, S. 1) sein. Die Hypothese wird in jedem Fall positiv formuliert. Mit ihr soll nicht formuliert werden, was die Beobachtung (oder die Untersuchung allgemein) NICHT zeigen soll, sondern was sie beweisen soll. Darüber hinaus sollte eine Hypothese nie als Frage formuliert werden, sondern eine Aussage treffen, die am Ende der Untersuchung entweder bestätigt wird oder verworfen werden muss. Wichtig bei der Formulierung ist auch, dass die gemachte Aussage überprüfbar ist und nicht durch eine zu unkonkrete Formulierung sich nicht überprüfen lässt (vgl. ibid).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Vorwort: Einführende Beschreibung der Arbeit, die sowohl die theoretischen Grundlagen als auch die praktische Durchführung eines studentischen Beobachtungsprojektes umfasst.

2 Die Forschungsmethode der Beobachtung: Theoretische Verortung der wissenschaftlichen Beobachtung und Abgrenzung zum Alltagswissen sowie Erläuterung quantitativer und qualitativer Forschungsansätze und deren Gütekriterien.

3 Entwicklung des Beobachtungsverfahrens: Detaillierte Darstellung des Forschungsablaufs, inklusive der Themenfindung, Hypothesenbildung, Operationalisierung sowie der Festlegung von Stichproben und der Gestaltung des Beobachtungsbogens.

3.1 Vorüberlegungen: Auseinandersetzung mit verschiedenen Phasenmodellen des Forschungsprozesses und Begründung der eigenen Vorgehensweise in der Kleingruppe.

3.1.1 Thema und Fragestellung: Beschreibung der Entscheidungsfindung für das spezifische Thema der Nutzung von Treppe und Fahrstuhl in Abhängigkeit vom Schuhwerk.

3.1.2 Hypothesenbildung: Definition wissenschaftlicher Hypothesen und Herleitung der konkreten Forschungsannahme für das Projekt.

3.1.3 Operationalisierung der Beobachtungskategorien: Klärung der Kriterien für Beobachtungsmerkmale wie "Absatz" und "Nutzung" eines Transportweges.

3.1.4 Quantifizierung der Beobachtungskategorien: Erläuterung der quantitativen Erfassung durch Häufigkeitsbeobachtung und Wahl der Nominalskala.

3.1.5 Festlegung von Grundgesamtheit und Stichprobe: Definition der Zielgruppe und Begründung des Stichprobendesigns für die Feldbeobachtung.

3.1.6 Festlegung der Beobachtungsform: Klassifikation der Beobachtung als direkt, strukturiert und verdeckt.

3.1.7 Erstellung des Beobachtungsbogens: Dokumentation des entwickelten Erhebungsinstruments, um Standardisierung und Messqualität zu gewährleisten.

3.2 Pretest: Vorstellung des Probelaufs zur Erprobung des Untersuchungsdesigns und der Operationalisierung.

3.2.1 Auswertung des Pretests: Analyse der ersten Ergebnisse und Prüfung der Durchführbarkeit.

3.2.2 Änderungen im Untersuchungsdesign nach Pretest: Beschreibung der Anpassungen an Grundgesamtheit, Stichprobe und Beobachtungsbogen aufgrund der Pretest-Erkenntnisse.

4 Dokumentation und Auswertung der Untersuchung: Präsentation und Analyse der im Haupttest gesammelten Daten sowie Prüfung der Hypothese.

5 Methodische Auswertung: Rückblickende kritische Evaluation der einzelnen Schritte, von der Hypothesenbildung bis hin zur Fehlerquellenanalyse.

5.1 Festlegung der Hypothese: Kritische Reflexion über die Strenge der formulierten Hypothese.

5.2 Festlegung der Operationalisierung: Bewertung der Eindeutigkeit der Kategorien im Feldalltag.

5.3 Festlegung der Quantifizierbarkeit: Beurteilung der Eignung der gewählten Nominalskala.

5.4 Festlegung der Grundgesamtheit und der Stichprobe: Diskussion der Repräsentativität der gewählten Verhaltensstichprobe.

5.5 Festlegung der Beobachtungsform: Ethische und methodische Reflexion zur verdeckten Beobachtung.

5.6 Beobachtungsbogen: Verbesserungsvorschläge für das Erhebungsinstrument.

5.7 Fehlerquellen: Identifikation möglicher Einflussfaktoren wie Wahrnehmungsfehler und Halo-Effekte.

6 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Beobachtungsmethode und Ausblick auf weiterführende Forschungsbedarfe.

7 Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten wissenschaftlichen Quellen.

8 Anhang: Verzeichnis der ergänzenden Materialien und ausgefüllten Beobachtungsbögen.

Schlüsselwörter

Wissenschaftliche Beobachtung, quantitative Forschung, Empirie, Hypothesenbildung, Operationalisierung, Häufigkeitsbeobachtung, Verhaltensstichprobe, Feldforschung, Gütekriterien, Datenauswertung, Beobachtungsbogen, Forschungsmethodik, Sozialwissenschaften, Sozialforschung, Erziehungswissenschaften

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Anwendung der wissenschaftlich-empirischen Forschungsmethode der Beobachtung innerhalb eines studentischen Projektseminars.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Fokus stehen die theoretische Fundierung von Beobachtungsmethoden, deren praktische Umsetzung im Feld sowie die kritische Reflexion über die methodische Durchführung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist die Überprüfung der Hypothese, ob Frauen mit Absätzen in der Mittagspause an der Universität Paderborn signifikant häufiger den Fahrstuhl als die Treppe nutzen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine direkte, strukturierte und verdeckte quantitative Feldforschung mittels Häufigkeitsbeobachtung eingesetzt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die methodische Entwicklung des Beobachtungsverfahrens, die Dokumentation und Auswertung des Pretests und des Haupttests sowie die kritische methodische Auswertung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Beobachtungsmethode, quantitative Forschung, Operationalisierung, Verhaltensstichprobe und Gütekriterien.

Warum wurde ein Pretest durchgeführt?

Der Pretest diente dazu, die Praktikabilität des Untersuchungsdesigns, die Klarheit der Beobachtungskategorien und die Stichprobengröße vor der eigentlichen Hauptuntersuchung zu testen.

Wie ging die Autorin mit dem Problem um, dass Hosen die Absätze verdeckten?

Die Autorin diskutiert dies als Schwierigkeit der Eindeutigkeit und schlägt für zukünftige Untersuchungen die Einführung einer Kategorie für nicht zu kategorisierende Fälle vor.

Warum wurde die Stichprobe nach dem Pretest angepasst?

Da die Frequenz der Treppennutzung am H-Gebäude sehr gering war, wurde die Stichprobe auf das C-Gebäude ausgeweitet, um verlässlichere Daten zu erhalten.

Welches Fazit zieht die Arbeit zur Beobachtungsmethode?

Die Methode wird als einfach umsetzbar, aber methodisch anspruchsvoll bewertet, da insbesondere die Operationalisierung und die Trennung der Beobachtungskategorien kritische Tücken aufweisen.

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Details

Title
Die Forschungsmethode als Beobachtung
Subtitle
Verdeutlicht am Beispiel der Häufigkeit der Nutzung der Treppe und des Fahrstuhls von Frauen mit Schuhen mit Absatz an der Universität Paderborn
College
University of Paderborn  (Kulturwissenschaften)
Course
Projektseminar 'Beobachtung'
Grade
1,3
Author
Martina Vögele (Author)
Publication Year
2010
Pages
44
Catalog Number
V157745
ISBN (eBook)
9783640713899
ISBN (Book)
9783640714032
Language
German
Tags
Beobachtung Forschungsmethode Forschungsmethoden wissenschaftliche Forschung empirische Forschung Feldforschung wissenschaftliches Arbeiten Beobachtungsbogen Hypothese Operationalisierung Quantifizierbarkeit Grundgesamtheit Hypothesenbildung Quantifizierung Stichprobe Beobachtungsform Pretest sozialwissenschaftliche Forschung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Martina Vögele (Author), 2010, Die Forschungsmethode als Beobachtung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/157745
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