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Zur Methodologie der Medienwissenschaft

Title: Zur Methodologie der Medienwissenschaft

Term Paper , 2003 , 17 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Michael Liebe (Author)

Communications - Theories, Models, Terms and Definitions
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[...] Dabei stieß die Gruppe auf eine Reihe von Schwierigkeiten. Hier wurde deutlich, wie hilfreich umfassende methodologische Kenntnisse für eine effiziente Arbeit gewesen wären. Allerdings muss hier einschränkend erwähnt werden, dass es hauptsächlich instrumentelle Defizite waren, welche die Arbeit so unbefriedigend gestalteten. In diesem Teil der Arbeit soll aber nicht explizit auf diese Ebene der Methodologie eingegangen werden, da beispielsweise Kromrey schon umfassend auf die instrumentellen Besonderheiten der empirischen Sozialforschung eingeht und dessen Werk in wissenschaftlichen Kreisen weitläufig als Handlungsanweisung für eine Befragung anerkannt wird.2 Stattdessen soll gerade im Zuge der immer stärkeren Ausbreitung der neuen Universitätsdisziplin Medienwissenschaft eine allgemeine methodologische Diskussion im Vordergrund stehen. Diese Generalisierung hat verschiedene Gründe. Besonders interessant und bedeutsam scheint der Ursprung des Faches zu sein, denn in der Medienwissenschaft treffen mehrere traditionelle Disziplinen (z.B. Filmwissenschaft, Publizistik, Kommunikationswissenschaft) aufeinander, die zwar einen ähnlichen Gegenstand betrachten, aber dies in der Regel aus einem ganz unterschiedlichen Blickwinkel tun. So wird in der Filmwissenschaft – auch wenn kontextuelle Gegebenheiten immer mehr in den Vordergrund rücken – das Medium (Kino)Film besonders häufig auf inhaltliche und künstlerische Aspekte hin untersucht., während in der Publizistik beispielsweise die wirtschaftlichen oder in der Kommunikationswissenschaft die Wirkungsaspekte im Vordergrund stehen.
Die Gründe für diese verschiedenen Gewichtungen finden sich auf unterschiedlichster Ebene. Zum einen liegt es natürlich in der Tradition eines Faches einen Gegenstand auf bestimmte Art und Weise zu betrachten, zum anderen implizieren die verschiedenen Herangehensweisen auch gewisse weltanschauliche Standpunkte, gewisse Menschenbilder und verschiedene Interpretationen der Bedeutung von Daten.

2 Kromrey, Helmut: Empirische Sozialforschung (8. Aufl.); Leske + Budrich, Opladen 1998

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Warum dieses Thema?

1.1.1 Zur Gliederung

1.2 Methodik dieser Arbeit

1.2.1 Begriffsdefinitionen von Methodologie, Methode, Methodik, Instrument

1.2.2 Stichworthafte Erläuterung einiger Standardbegriffe (nach der in Kapitel 4.1 vorgenommenen Gegenüberstellung von oben links nach unten rechts sortiert)

1.2.3 Zur Vorgehensweise

1.3 Geschichte der Methodologie

2 (Un)vereinbarkeit von qualitativer und quantitativer Methodik

2.1 Oberflächliche Merkmale und Differenzen

2.2 Die unterschiedlichen Denkstile der beiden Paradigmen

2.3 Die in der Befragung verwendeten Methoden

2.3.1 Die somit entstandenen Schwierigkeiten

2.4 Was passt zusammen und warum nicht?

2.5 Zusammenfassung

2.6 Anwendbarkeit auf die Methodologie der Medienwissenschaften

3 Literaturverzeichnis

3.1 Printmedien

3.2 Onlinequellen

4 Verweise auf verwandte Dokumente

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die methodologischen Herausforderungen und die (Un)vereinbarkeit von qualitativen und quantitativen Forschungsansätzen innerhalb der Medienwissenschaft, wobei die praktische Anwendung eines Methodenmixes kritisch beleuchtet wird.

  • Methodologische Grundlagen und Abgrenzung von Paradigmen
  • Historische Entwicklung der methodischen Diskussion
  • Kritische Analyse einer empirischen Fallstudie (Befragung)
  • Nutzen einer methodologischen Reflexion für die Medienwissenschaft

Auszug aus dem Buch

2.3 Die in der Befragung verwendeten Methoden

Wie schon eingangs erwähnt, soll der hier betrachtete Teil der Methodologie an dem Beispiel der Befragung „Kultfiguren nicht deutscher Herkunft im deutschen Fernsehen“ tiefergehend behandelt werden. Dieses Exempel kann sehr gut deutlich machen, warum eine Auseinandersetzung mit Methodologie sehr sinnvoll, bzw. sehr hilfreich ist bzw. sein kann.

Bevor mit der Betrachtung der Methodik dieser Befragung begonnen werden kann, muss festgehalten werden, dass sich die Durchführung nicht strikt an einem Instrumentenschema, wie sie von verschiedenen Methodologen vorgeschlagen werden, orientiert hat. Da es sich im Prinzip um eine quantitative Datenerhebung mit qualitativen Elementen gehandelt hat, hätte beispielsweise Kromreys „Lehre von der Frage und vom Fragebogen“ als Leitfaden dienen können. Stattdessen wurden zunächst Hypothesen gebildet, anschließend die Fragen anhand der Hypothesen formuliert, dann ein Kategorienschema entworfen und die Befragung begonnen. (Vgl. Kapitel 2) Da nicht die nötigen Ressourcen vorhanden waren, um eine repräsentative Befragung durchzuführen, wurde kurzerhand der Titel in „qualitative Erhebung“ umformuliert, ohne dabei auf die Prinzipien des qualitativen Paradigmas einzugehen oder sich komplett neu, zum Beispiel an den Leitgedanken des qualitativen Interviews nach Lamnek zu orientieren. Stattdessen wurde der Fragebogen so beibehalten und lediglich die Zahl der Probanten – in Anlehnung an das Prinzip des niedrigen Messniveaus – reduziert, ohne jedoch auf bekannte Zufallsprinzipien zu achten oder eine theoriegeleitete Auswahl zu treffen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Warum dieses Thema?: Einleitung in die Problematik einer studentischen Umfrage und Darstellung der Notwendigkeit einer methodologischen Diskussion in der Medienwissenschaft.

1.2 Methodik dieser Arbeit: Definition zentraler Begriffe wie Methodologie, Methode und Instrument sowie Erläuterung der theoretischen Vorgehensweise.

1.3 Geschichte der Methodologie: Historischer Rückblick auf den Werturteilsstreit und die Entwicklung der Trennung von qualitativen und quantitativen Ansätzen.

2 (Un)vereinbarkeit von qualitativer und quantitativer Methodik: Diskussion der Unterschiede beider Paradigmen anhand von Merkmalen und zugrundeliegenden Denkstilen.

2.1 Oberflächliche Merkmale und Differenzen: Tabellarische Gegenüberstellung methodischer Prinzipien beider Forschungsparadigmen.

2.2 Die unterschiedlichen Denkstile der beiden Paradigmen: Untersuchung der tieferliegenden philosophischen und hermeneutischen Diskrepanzen zwischen den Ansätzen.

2.3 Die in der Befragung verwendeten Methoden: Anwendung der methodologischen Theorie auf das konkrete Beispiel der studentischen Kultfiguren-Befragung.

2.3.1 Die somit entstandenen Schwierigkeiten: Aufzählung der erkenntnistheoretischen und pragmatischen Defizite, die aus der vermischten und teils theorielosen Anwendung resultierten.

2.4 Was passt zusammen und warum nicht?: Kritische Reflexion über die Möglichkeiten und Grenzen der Kombination verschiedener methodischer Instrumente.

2.5 Zusammenfassung: Resümee der grundlegenden Verschiedenheit und der daraus resultierenden Schwierigkeiten für den Methodenmix.

2.6 Anwendbarkeit auf die Methodologie der Medienwissenschaften: Einschätzung des Nutzens der methodologischen Debatte für die fachliche Weiterentwicklung der Medienwissenschaft.

3 Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Printmedien und Onlinequellen.

4 Verweise auf verwandte Dokumente: Hinweise auf ergänzende Dokumente zur Hausarbeit und zur Auswertung.

Schlüsselwörter

Methodologie, Medienwissenschaft, qualitative Forschung, quantitative Forschung, Methodenmix, Befragung, Forschungsparadigma, Epistemologie, Sozialwissenschaften, Werturteilsstreit, Hermeneutik, Konstruktivismus, Kultfiguren, Empirie, Wissenschaftstheorie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der methodologischen Fundierung der Medienwissenschaft und untersucht kritisch, ob und inwieweit qualitative und quantitative Forschungsmethoden miteinander vereinbar sind.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die Unterscheidung und Zusammenführung von Forschungsansätzen, die Geschichte der Methodendiskussion sowie die Anwendung dieser Erkenntnisse auf eine konkrete studentische Befragung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, ein besseres Methodenbewusstsein für medienwissenschaftliche Arbeiten zu schaffen und aufzuzeigen, warum eine methodologisch fundierte Planung essentiell für die Qualität wissenschaftlicher Ergebnisse ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt als primäre Methode die theoretische Auseinandersetzung und Interpretation auf Basis der Literatur sowie eine fallbezogene Analyse einer empirischen Umfrage.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Denkstile und Merkmale qualitativer und quantitativer Ansätze, diskutiert die Schwierigkeiten eines Methodenmixes und beleuchtet die fachspezifische Anwendbarkeit dieser Erkenntnisse.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Methodologie, Medienwissenschaft, Methodenmix, Forschungsparadigma und Wissenschaftstheorie.

Welche Rolle spielt die studentische Befragung zu „Kultfiguren“?

Die Befragung dient als praktisches Exempel, an dem die negativen Folgen einer theorielosen Vermischung qualitativer und quantitativer Elemente im Forschungsprozess aufgezeigt werden.

Warum hält der Autor einen „Methodenmix“ für problematisch?

Der Autor argumentiert, dass verschiedene Paradigmen unterschiedliche Erkenntnisinteressen und Denkstile verfolgen; eine unreflektierte Kombination missachtet diese tieferliegenden, oft unvereinbaren Voraussetzungen.

Excerpt out of 17 pages  - scroll top

Details

Title
Zur Methodologie der Medienwissenschaft
College
Ruhr-University of Bochum  (Medienwissenschaft)
Grade
1,3
Author
Michael Liebe (Author)
Publication Year
2003
Pages
17
Catalog Number
V15829
ISBN (eBook)
9783638208413
Language
German
Tags
Methodologie Medienwissenschaft
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Michael Liebe (Author), 2003, Zur Methodologie der Medienwissenschaft, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/15829
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