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Fusionskontrolle in der Europäischen Union. Bedeutung, Ablauf und Reformbedarf

Titel: Fusionskontrolle in der Europäischen Union. Bedeutung, Ablauf und Reformbedarf

Seminararbeit , 2020 , 27 Seiten , Note: 2

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Jura - Europarecht, Völkerrecht, Internationales Privatrecht
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Seminararbeit analysiert die rechtlichen Grundlagen, das Verfahren und die Schwächen der Fusionskontrolle in der Europäischen Union.

Im Fokus stehen zentrale Begriffe wie Marktbeherrschung, Gemeinschaftsunternehmen, Umsatzschwellen und der relevante Markt sowie das Zusammenspiel von FKVO, (Fusionskontrollverordnung), AEUV (Vertrag über die Arbeitsweise der Europäischen Union) und der Rolle der Europäischen Kommission. Darüber hinaus beleuchtet die Arbeit kritisch die Grenzen der europäischen Fusionskontrolle, insbesondere im Hinblick auf die Interessen von Arbeitnehmern, Umweltschutz und Versorgungssicherheit. Der Text bietet nicht nur eine strukturierte Darstellung des geltenden Rechts, sondern auch einen fundierten Ausblick auf zukünftige Herausforderungen im Kontext globaler Märkte und digitaler Wirtschaftsstrukturen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Freier Wettbewerb und Störungen durch Marktteilnehmer

2. Marktbeherrschung

2.1. Missbrauch

2.2. Zusammenschlusskontrolle

3. Rechtsquellen der EU

4. Zuständigkeit der EU

4.1. Zuständigkeit gemäß FVKO

4.2. Zusammenschluss

4.2.1. Wann liegt ein Zusammenschluss vor?

4.2.2. Möglichkeit eines Kartells

4.3. Gemeinschaftsweite Bedeutung (Art 1 FVKO)

4.3.1. Umsatzschwellen nach Art 1 (2) FVKO

4.3.2. Umsatzschwellen nach Art 1 (3) FVKO

4.3.3. Umsatz

5. Verfahren

5.1. Anmeldung

5.1.1. Anmeldung nach Vertragsabschluss

5.1.2. Beabsichtigte Zusammenschlüsse

5.1.2.1. Beabsichtigte Zusammenschlüsse vor Vertragsabschluss

5.1.2.2. Beabsichtigte Zusammenschlüsse vor Übernahmeangebot

5.1.3. Begründeter Antrag gemäß Art 4 (4) FVKO

5.1.4. Begründeter Antrag gemäß Art 4 (5) FVKO

5.2. Veröffentlichung der Anmeldung Art 4 (3) FVKO

5.3. Entscheidung

5.3.1. Entscheidung gemäß Art 6 (1) lit a FVKO - Nichtzuständigkeit

5.3.2. Entscheidung gemäß Art 6 (1) lit b FVKO - Genehmigung

5.3.3. Entscheidung gemäß Art 6 (1) lit c FVKO – Beginn des Prüfverfahrens

5.3.4. Entscheidungsinhalte gemäß Art 8 (1-3) FVKO nach dem Prüfverfahren

5.3.5. Entscheidungen nach Art 9 – Abtretung der Zuständigkeit

6. Prüfverfahren

6.1. Der relevante Markt

6.1.1. Der sachlich relevante Markt

6.1.2. Der örtlich relevante Markt

6.2. Erhebliche Behinderung des wirksamen Wettbewerbs – HHI

6.3. Marktanteilshöhen

6.4. Marktbeherrschung

6.5. Sanierung eines Unternehmens

7. Ausnahmen

8. Sicherungsinstrumente

8.1. Sicherungsinstrumente der EK

8.1.1. Angeordnete Auflösung eines Zusammenschlusses gemäß Art 8 (4) FVKO

8.1.2. Nachprüfungen gemäß Art 13 FVKO

8.1.3. Geldstrafen und Zwangsgelder gemäß Art 14f FVKO

8.2. Sicherungsinstrumente der Unternehmen

9. Conclusio

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit ist die detaillierte Untersuchung der Fusionskontrolle innerhalb der Europäischen Union, wobei insbesondere die rechtlichen Rahmenbedingungen, Verfahrensabläufe und die Herausforderungen einer effektiven Wettbewerbsaufsicht im Fokus stehen. Die Forschungsfrage analysiert dabei, wie die EU trotz verschiedener ökonomischer und politischer Grenzen einen funktionierenden Wettbewerb aufrechterhalten kann.

  • Grundlagen des freien Wettbewerbs und der Marktbeherrschung
  • Rechtliche Zuständigkeiten der EU gemäß FKVO
  • Strukturen und Phasen des Anmelde- und Prüfverfahrens
  • Methoden der Marktabgrenzung und wettbewerbsrechtliche Bewertungsmaßstäbe
  • Kritische Analyse der Grenzen der Fusionskontrolle (räumliche, soziale und ökologische Aspekte)

Auszug aus dem Buch

6.1.1. Der sachlich relevante Markt

Entscheidend ist, ob Produkte aus der Perspektive der Marktgegenseite austauschbar sind, ob also „Konsumenten bei einer geringfügigen, aber dauerhaften Preiserhöhung auf ein anderes Produkt umschwenken. Dann wird angenommen, dass auch das andere Produkt zum sachlich relevanten Markt gehört.“16

Die Feststellung des relevanten Marktes ist von hoher Bedeutung, weil ein Zusammenschluss außerhalb eines relevanten Marktes die EK ins Leere laufen lässt. In der Praxis trifft die EK hier auf erhebliche Probleme, die sie ohne Mithilfe der beteiligten Unternehmen kaum zu lösen in der Lage ist17. Somit kann die EK in eine Situation kommen, wo sie den Unternehmen, die einen Zusammenschluss anmelden, einfach glauben muss, dass die in der Anmeldung gemachten Angaben zum sachlich relevanten Markt zutreffend sind.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Freier Wettbewerb und Störungen durch Marktteilnehmer: Erläutert die theoretische Notwendigkeit eines freien Marktes und definiert die Marktbeherrschung als Störung dieses Idealzustands.

2. Marktbeherrschung: Differenziert zwischen missbräuchlicher Ausnutzung einer marktbeherrschenden Stellung und der grundsätzlichen Erlaubnis von Unternehmenszusammenschlüssen zur Stärkung der Marktposition.

3. Rechtsquellen der EU: Benennt die zentralen Verordnungen wie die FKVO und die Durchführungsverordnung sowie die unterstützenden Leitlinien der Kommission.

4. Zuständigkeit der EU: Detailliert die Kriterien für die Zuständigkeit der EU, insbesondere durch Umsatzschwellen und die Definition eines Zusammenschlusses.

5. Verfahren: Beschreibt den formalen Prozess der Anmeldung, die verschiedenen Arten der Entscheidungsfindung durch die Kommission sowie die Möglichkeiten der Zuständigkeitsabtretung.

6. Prüfverfahren: Analysiert die methodische Herangehensweise der Kommission, inklusive der Marktabgrenzung und der Anwendung quantitativer Indizes wie dem HHI.

7. Ausnahmen: Beleuchtet Bereiche der Wirtschaft, in denen die strengen Wettbewerbsregeln aufgrund von Sonderzielen wie Versorgungssicherheit nur eingeschränkt gelten.

8. Sicherungsinstrumente: Erörtert die Mittel der Kommission zur Durchsetzung von Auflagen sowie die Rechtsbehelfe, die den betroffenen Unternehmen zur Verfügung stehen.

9. Conclusio: Reflektiert kritisch über die Grenzen des Machbaren bei der Fusionskontrolle, unter Einbeziehung von Aspekten wie Interessen Dritter, Arbeitnehmerrechten und Umweltschutz.

Schlüsselwörter

Fusionskontrolle, Europäische Union, FKVO, Wettbewerbsrecht, Marktbeherrschung, Zusammenschluss, Binnenmarkt, Prüfverfahren, Kommission, Umsatzschwellen, Kartellverbot, HHI, Wettbewerbsschutz, Marktdefinition, Unternehmenszusammenschluss.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit behandelt das System der Fusionskontrolle in der Europäischen Union, das dazu dient, wettbewerbswidrige Unternehmenszusammenschlüsse zu verhindern.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der rechtlichen Grundlage (FKVO), den Zuständigkeitskriterien, dem Ablauf des Anmelde- und Prüfverfahrens sowie den Grenzen einer effektiven Kontrolle.

Welches Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist die Untersuchung des Verfahrens sowie die kritische Reflexion darüber, wo die Fusionskontrolle an ihre Grenzen stößt.

Welche methodischen Ansätze werden beleuchtet?

Es werden Kriterien wie der Herfindahl-Hirschman-Index (HHI) und die Bestimmung des sachlich sowie örtlich relevanten Marktes als Instrumente zur Beurteilung von Zusammenschlüssen erläutert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der rechtlichen Rahmenbedingungen, die detaillierte Verfahrensbeschreibung und die Diskussion verschiedener Problematiken der Wettbewerbsaufsicht.

Durch welche Schlüsselbegriffe ist die Arbeit charakterisiert?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Fusionskontrollverordnung (FKVO), Marktbeherrschung, Umsatzschwellen, EU-Kommission und wirksamer Wettbewerb.

Warum ist die Bestimmung des "relevanten Marktes" so schwierig?

Da der Kommission oft das spezifische Fachwissen fehlt, ist sie bei der Marktabgrenzung häufig auf die korrekten Angaben der beteiligten Unternehmen angewiesen.

Welche Kritik übt der Autor an der derzeitigen Praxis?

Kritisiert wird unter anderem, dass Partikularinteressen von Lobbygruppen oft Vorrang haben und soziale oder ökologische Auswirkungen von Fusionen bisher kaum Berücksichtigung finden.

Welche Rolle spielen "Sicherungsinstrumente"?

Diese Instrumente (z.B. Auflagen, Geldbußen) ermöglichen es der Kommission, den rechtlich gebotenen Zustand auch gegen Widerstände der Unternehmen durchzusetzen.

Wie reagieren nationale Gesetzgeber auf die Herausforderungen der "digital economy"?

Einige Länder, darunter Österreich und Deutschland, haben das Kriterium des "Transaktionswertes" eingeführt, um Unternehmen zu erfassen, die trotz hoher Bedeutung für den Markt die klassischen Umsatzschwellen nicht erreichen.

Ende der Leseprobe aus 27 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Fusionskontrolle in der Europäischen Union. Bedeutung, Ablauf und Reformbedarf
Hochschule
Universität Wien  (Juridicum)
Veranstaltung
Seminar aus Europäischem und internationalem Wirtschaftsrecht
Note
2
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
27
Katalognummer
V1594581
ISBN (PDF)
9783389137079
ISBN (Buch)
9783389137086
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Fusionskontrolle Zusammenschlusskontrolle EU-Wettbewerbsrecht FKVO Europäische Kommision Marktbeherrschung HHI-Index Wettbewerbsbeschränkung Binnenmarkt
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2020, Fusionskontrolle in der Europäischen Union. Bedeutung, Ablauf und Reformbedarf, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1594581
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Leseprobe aus  27  Seiten
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