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Erkennen und Handeln. Suizidprävention bei älteren Patienten im ambulanten Pflegedienst. Eine Analyse auslösender Faktoren

Title: Erkennen und Handeln. Suizidprävention bei älteren Patienten im ambulanten Pflegedienst. Eine Analyse auslösender Faktoren

Term Paper (Advanced seminar) , 2025 , 44 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Andrea Sonntag (Author)

Health - Gerontology
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Die Hausarbeit untersucht Suizidalität im Alter als ein drängendes gesamtgesellschaftliches Problem und analysiert zentrale Risikofaktoren wie soziale Isolation, psychische Erkrankungen und körperliche Gebrechlichkeit. Besonderes Augenmerk liegt auf der bedeutsamen Rolle ambulanter Pflegedienste in der Suizidprävention, da sie oftmals als erste Ansprechpartner potenzielle Warnsignale erkennen und frühzeitig intervenieren können. Es werden praxisnahe Strategien zur Stärkung von Schutzfaktoren und Handlungsempfehlungen für Pflegedienste vorgestellt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Problemstellung und Forschungsfrage

1.2 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit

2. Theoretischer Hintergrund

2.1 Definition von Suizidgedanken, Suizidversuch und vollendetem Suizid

2.1.1 Alterssuizidalität und die Abgrenzung zum attestierten Suizid

2.1.2 Altern als Prozess im Wechselverhältnis von Gewinnen und Verlusten

2.2 Aufgabenfelder und Relevanz der ambulanten Pflege

3. Methodisches Vorgehen

3.1 Ablauf der Literaturrecherche

3.2 Beschreibung der Suchtreffer und Prisma-Flow-Diagramm

4. Darstellung der Ergebnisse und Diskussion

4.1 Analyse und Darstellung von suizidkritischen Lebenssituationen

4.1.1 Körperliche Erkrankungen und Schmerzen

4.1.2 Psychische Erkrankungen

4.1.3 Vereinsamung, soziale Isolation, Verlust von Autonomie, Trauer

4.2 Warnzeichen für Suizidalität im Pflegealltag

4.3 Rolle und Verantwortung des ambulanten Pflegedienstes

4.4 Handlungsmöglichkeiten und Interventionen

5. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht suizidale Risikofaktoren bei älteren Menschen im ambulanten Pflegekontext und entwickelt daraus praxisorientierte Handlungsempfehlungen, um Pflegekräfte bei der frühzeitigen Erkennung und adäquaten Reaktion auf suizidale Krisen zu unterstützen.

  • Identifikation suizidaler Risikofaktoren und Warnsignale im höheren Alter
  • Analyse der Rolle des ambulanten Pflegedienstes in der Suizidprävention
  • Untersuchung der Verbindung zwischen psychischer Gesundheit und Lebensqualität
  • Entwicklung eines Notfallstandards und Gesprächsleitfadens für die Pflegepraxis

Auszug aus dem Buch

2.1.1 Alterssuizidalität und die Abgrenzung zum attestierten Suizid

Der deutliche Anstieg der Suizidgefährdung mit zunehmendem Alter bei beiden Geschlechtern wird in der Literatur als das sogenannte „ungarische Muster“ beschrieben (vgl. Schaller; Erlemeier, 2014, S. 22). Durch den demografischen Wandel hat sich der Anteil älterer Menschen an den Suizidfällen überproportional erhöht, wobei der Zuwachs bei Frauen ausgeprägter ist als bei Männern. So wird weltweit nahezu jeder zweite Suizid unter Frauen von einer Person über 60 Jahren begangen. Dies entspricht einem Anteil von etwa 30,13 % aller weiblicher Suizide (vgl. Schaller; Erlemeier, 2014, S. 22). Bei älteren Suizidenten überwiegen meist sogenannte „harte“ Suizidmethoden, wie z.B. Erhängen, der Einsatz von Schusswaffen oder der Sprung aus großer Höhe. Sie weisen im Vergleich zu „weichen“ Methoden (z. B. Medikamentenüberdosierungen oder Vergiftungen) eine deutlich höhere Letalität auf. Auch Doppelsuizide oder sogenannte Mitnahmesuizide (Wunsch, den Partner nicht zurückzulassen) treten im höheren Lebensalter vermehrt auf, insbesondere bei gesundheitlich eingeschränkten oder sozial isolierten Personen (vgl. Haenel; Elsässer, 2000, zit. nach Schaller; Erlemeier, 2014, S. 23).

Die Erfassung und Bewertung suizidalen Verhaltens im Alter sind mit spezifischen Herausforderungen verbunden. Zum einen sind indirekte Suizidhandlungen schwer zu identifizieren (vgl. Wedler et al., 1995, zit. nach Schaller; Erlemeier, 2014, S. 22). Zum anderen werden Suizidraten im Alter aufgrund der ungenauen Dokumentation von Todesursachen vielfach unterschätzt, da nicht selten Folgeerkrankungen oder bestehende Vorerkrankungen als primäre Todesursache angegeben werden. Zudem ist die Erhebung suizidbezogener Gedanken im Alter erschwert. Viele ältere Menschen sehnen zwar das Lebensende herbei, etwa weil das Leben als Last empfunden wird, entwickeln jedoch keine konkreten Pläne zur Selbsttötung. Solche passiven Todeswünsche, auch als Lebensmüdigkeit bezeichnet, unterscheiden sich wesentlich von aktiv geäußerten Suizidabsichten (vgl. Scocco; DeLeo, 2002, zit. nach Schaller; Erlemeier, 2014, S. 22).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Stellt die Relevanz des Themas Suizidprävention im Alter dar und formuliert die Forschungsfragen hinsichtlich der Rolle der ambulanten Pflege.

2. Theoretischer Hintergrund: Definiert zentrale Begriffe wie Suizid und Alter und beleuchtet das Altern als dynamischen Prozess sowie das Aufgabenspektrum der ambulanten Pflege.

3. Methodisches Vorgehen: Beschreibt die systematische Literaturrecherche, die Suchkriterien und das methodische Prisma-Flow-Diagramm zur Identifikation relevanter Quellen.

4. Darstellung der Ergebnisse und Diskussion: Analysiert suizidkritische Lebenssituationen, identifiziert Warnsignale und diskutiert Handlungsmöglichkeiten für Pflegekräfte.

5. Fazit und Ausblick: Fasst die Ergebnisse zusammen und unterstreicht die Notwendigkeit weiterer Forschung und ethischer Verpflichtung in der Suizidprävention.

Schlüsselwörter

Suizidprävention, Alter, ambulante Pflege, Risikofaktoren, Lebensmüdigkeit, Pflegedienst, Altersdepression, Suizidalität, soziale Isolation, Notfallstandard, Gesprächsleitfaden, Gerontologie, psychische Gesundheit, Schutzfaktoren, Suizidrisiko.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Suizidprävention bei älteren Menschen im ambulanten Pflegekontext und untersucht, wie Pflegekräfte suizidale Tendenzen frühzeitig erkennen und unterstützen können.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen Risikofaktoren für Suizidalität im Alter, die Rolle von Pflegekräften, die Identifikation von Warnsignalen sowie die Entwicklung praxisnaher Standards für den Pflegealltag.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Hauptziel ist es, auf Basis einer Literaturrecherche suizidale Risikofaktoren bei älteren Menschen zu identifizieren und konkrete Handlungsmöglichkeiten zur Prävention in der ambulanten Pflege aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wurde eine systematische Literaturrecherche in verschiedenen Datenbanken durchgeführt, um aktuelle Erkenntnisse zu identifizieren und diese in einer Diskussion für die Praxis aufzubereiten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert suizidkritische Lebenssituationen (z. B. körperliche Erkrankungen, Vereinsamung), diskutiert Warnzeichen im Pflegealltag und stellt einen Notfallstandard sowie einen Gesprächsleitfaden vor.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Suizidprävention, ambulante Pflege, Risikofaktoren, Lebensmüdigkeit, Altersdepression und Notfallstandard.

Warum ist das "ungarische Muster" für die Arbeit relevant?

Es beschreibt den Anstieg der Suizidgefährdung mit zunehmendem Alter bei beiden Geschlechtern und verdeutlicht die erhöhte Relevanz des Themas in der Gerontologie.

Welche Rolle spielt die Dokumentation bei Suizidgefährdung?

Die Dokumentation ist essenziell, um Aussagen und Verhaltensweisen sachlich und rechtssicher festzuhalten, was sowohl für die Gefahreneinschätzung als auch für rechtliche Belange von großer Bedeutung ist.

Warum ist die Unterscheidung zwischen aktiven und passiven Suizidgedanken wichtig?

Sie ist entscheidend für die Einschätzung des Gefährdungsgrades, da passive Todeswünsche nicht automatisch mit einer akuten Handlungsabsicht gleichzusetzen sind.

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Details

Title
Erkennen und Handeln. Suizidprävention bei älteren Patienten im ambulanten Pflegedienst. Eine Analyse auslösender Faktoren
College
Apollon University of Applied Sciences Bremen
Grade
1,0
Author
Andrea Sonntag (Author)
Publication Year
2025
Pages
44
Catalog Number
V1597401
ISBN (PDF)
9783389138373
ISBN (Book)
9783389138380
Language
German
Tags
Alterssuizidalität Prävention Suizid im Alter Risikofaktoren Alterssuizid Warnsignale Alterssuizid Schutzfaktoren Alterssuizid Rolle ambulanter Pflegedienst bei Suizidprävention
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Andrea Sonntag (Author), 2025, Erkennen und Handeln. Suizidprävention bei älteren Patienten im ambulanten Pflegedienst. Eine Analyse auslösender Faktoren, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1597401
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