Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Social Work

Die Asylpolitik der Schweiz

Ein Überblick

Title: Die Asylpolitik der Schweiz

Research Paper (undergraduate) , 2010 , 15 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Roland Döring (Author)

Social Work
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Die Schweiz ist ein Land im Zentrum von Europa und doch hat man den Eindruck, als wolle es gar nicht dazu gehören. Es ist kein Mitglied der Europäischen Union, und man könnte denken, die Schweiz hätte keinerlei Interesse Europa mitzugestalten.
Diese eigens gewollte Isolierung macht jedoch die Schweiz nicht zu einem schwachen Land. Die Schweiz gehört mit einem Bruttoinlandsprodukt von zirka 58000 Schweizer Franken (zirka 38000 Euro) pro Kopf und Jahr zu den wirtschaftlich stärksten Länder der Welt. Zudem stehen die Städte Zürich und Genf ganz oben auf der Weltrangliste der westlichen Städte mit der höchsten Lebensqualität.
Diese Tatsachen machen die Schweiz natürlich zu einem beliebten Einwanderungsland. Migrationsbewegungen, wie sie auf den nachfolgenden Seiten beschrieben werden, gab es jedoch schon früher.
Heute leben in der Schweiz ungefähr 1,6 Mio. Ausländer und Ausländerinnen, etwa 21% der Gesamtbevölkerung. Die größte Gruppe aller ausländischen Staatsangehörigen bildeten im Jahr 2006 mit 18,9% die italienischen Staatsbürger, gefolgt von denen aus Serbien und Montenegro mit 12,3% (vgl. Swissworld 2009).
Die nachfolgenden Kapitel sollen einen Eindruck vermitteln, wie Asylpolitik in der Schweiz betrieben wird und zeigen, dass im Vergleich zu anderen europäischen Staaten Migrantinnen und Migranten in diesem Land schlecht vor Diskriminierung geschützt sind.
Die Schweiz ist im Bezug auf Integration von Ausländern nur europäisches Mittelmaß.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Geschichte der Asylpolitik der Schweiz seit dem 20. Jahrhundert

2.1. Die Zeit vor 1945

2.2. Die Nachkriegszeit

2.3. Asylpolitische Maßnahmen seit den 70er Jahren

3. Asylpolitik heute

3.1. Unterschiedliche Modelle der Asylpolitik in der Schweiz

3.2. Der Einfluss der Kantone auf die Verfahrensdauer

4. Unterbringungssituation in der Schweiz

4.1. Organisation und Unterbringung am Beispiel einzelner Kantonen

4.2. Die Unterbringungssituation in den Durchgangszentren

5. Die Jahre 2008 und 2009

5.1. Die Revision des Asylgesetzes

6. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit gibt einen fundierten Überblick über die historische Entwicklung sowie die aktuelle Ausgestaltung der Asylpolitik in der Schweiz. Dabei wird untersucht, wie sich politische Rahmenbedingungen, kantonale Zuständigkeiten und restriktive Maßnahmen auf die Situation von Asylsuchenden auswirken und inwieweit die Schweiz ihrer Verantwortung im Bereich der Integration gerecht wird.

  • Historische Entwicklung der Ausländer- und Asylpolitik seit dem 20. Jahrhundert
  • Strukturen und Modelle der kantonalen Asylunterbringung
  • Analyse der Verfahrensdauer und deren Einflussfaktoren
  • Die Rolle der Durchgangszentren und deren Integrationsbemühungen
  • Rechtliche Verschärfungen durch die Asylgesetzrevision 2008/2009

Auszug aus dem Buch

3.1. Unterschiedliche Modelle der Asylpolitik in der Schweiz

Das Asylgesetz der Schweiz verpflichtet die einzelnen Kantone zur Betreuung und Unterbringung der Asylsuchenden. Die Gesuchsteller werden durch das Bundesamt für Flüchtlinge auf die Kantone verteilt. Die Kantone werden durch den Bund finanziell entschädigt. Die weitere Gestaltung der kantonalen Asylpolitik ist den Kantonen selbst überlassen. Der Bund gibt nur Empfehlungen an die Kantone, unter anderem einen Hinweise auf das Asylgesetz. Darin wird ein Dreiphasenmodell beschrieben. Es dient als Leitlinie für eine optimale Versorgung und Unterbringung. In der ersten Phase sollen Erstaufnahme- oder Durchgangszentren als Kollektivunterkünfte dienen. In der zweiten Phase wird empfohlen, die Asylsuchenden in Haus- und Wohngemeinschaften einzuquartieren. In der dritten Phase sollen die Kantone die erwerbstätigen Asylsuchenden längerfristig in Zimmern und Wohnungen unterbringen. Da dies aber nur Empfehlungen sind, ist es den Kantonen freigestellt, sich an das Dreiphasenmodell zu halten oder anders vorzugehen - die meisten Kantone berücksichtigen es jedoch.

Die kantonale Durchführung von Versorgung und Unterbringung von Asylsuchenden erfolgt anhand von unterschiedlichen Modellen und Typen. Es gibt ein zentrales und ein dezentrales Modell. Im zentralen Modell wird die Arbeit in Bezug auf Unterbringung und Betreuung von Asylsuchenden an private Organisationen weitergeleitet. Die Gemeinden werden nicht daran beteiligt. Im dezentralen Modell werden die einzelnen Aufgaben zwischen dem Kanton und den einzelnen Gemeinden aufgeteilt. Die Gemeinden müssen hier in Anlehnung an das Dreiphasenmodell den Asylsuchenden kleine Kollektiv-und Individualunterkünfte zur Verfügung stellen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die wirtschaftliche Stärke der Schweiz im Kontrast zu ihrer restriktiven Haltung gegenüber Migranten und formuliert das Ziel der Arbeit, die Asylpolitik kritisch zu hinterfragen.

2. Die Geschichte der Asylpolitik der Schweiz seit dem 20. Jahrhundert: Dieses Kapitel zeichnet die Entwicklung der schweizerischen Ausländerpolitik von der Industrialisierung über die Krisenzeiten bis hin zu den asylpolitischen Maßnahmen ab den 1970er Jahren nach.

3. Asylpolitik heute: Es werden die verschiedenen kantonalen Umsetzungsmodelle der Asylpolitik vorgestellt und der Einfluss lokaler Behörden auf die Dauer der Asylverfahren untersucht.

4. Unterbringungssituation in der Schweiz: Dieses Kapitel analysiert anhand von Fallbeispielen die unterschiedlichen Unterbringungsformen in den Kantonen sowie die spezifischen Bedingungen in Durchgangszentren.

5. Die Jahre 2008 und 2009: Hier wird die Revision des Asylgesetzes thematisiert, die das Ziel verfolgte, die Zahl der Asylsuchenden durch verschärfte Bedingungen weiter zu senken.

6. Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit dem Fazit, dass die schweizerische Asylpolitik stark schwankt und Migranten aufgrund politischer und mentaler Vorbehalte oft vor Herausforderungen bei der Integration stehen.

Schlüsselwörter

Asylpolitik, Schweiz, Ausländerpolitik, Kantone, Dreiphasenmodell, Durchgangszentren, Asylgesetz, Verfahrensdauer, Integration, Migration, Flüchtlinge, Überfremdung, Aufenthaltsrecht, Bund, Sozialwesen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit bietet einen Überblick über die Asylpolitik der Schweiz, ihre historische Entwicklung und die gegenwärtigen Rahmenbedingungen für Asylsuchende.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Schwerpunkte liegen auf der historischen Entwicklung der Einwanderungsbeschränkungen, den kantonalen Unterbringungsmodellen und den rechtlichen Verschärfungen des Asylgesetzes.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Asylpolitik in der Schweiz betrieben wird und in welchem Maße Migranten vor Diskriminierung geschützt sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer deskriptiven Analyse und einer Auswertung historischer sowie aktueller politischer Dokumente und fachwissenschaftlicher Literatur.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Geschichte seit dem 20. Jahrhundert, den heutigen kantonalen Organisationsmodellen und der konkreten Unterbringungssituation in der Schweiz.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Asylpolitik, Kantonsmodelle, Verfahrensdauer, Integration, Asylgesetz und Flüchtlingsstatus.

Welche Rolle spielt das sogenannte Dreiphasenmodell in der Schweizer Asylpolitik?

Es dient als Empfehlung des Bundes für eine gestufte Unterbringung, die von der Erstaufnahme in Kollektivunterkünften bis hin zum eigenständigen Wohnen in Wohnungen reicht.

Wie unterscheiden sich das zentrale und das dezentrale Modell der Unterbringung?

Im zentralen Modell wird die Betreuung an private Organisationen delegiert, während im dezentralen Modell die Gemeinden aktiv in die Unterbringung und Betreuung einbezogen werden.

Warum variiert die Verfahrensdauer der Asylanträge so stark zwischen den Kantonen?

Die Unterschiede ergeben sich aus der Größe der Kantone, der politischen Ausrichtung (liberal vs. restriktiv) und der Mitwirkung privater Akteure bei der Fallbearbeitung.

Excerpt out of 15 pages  - scroll top

Details

Title
Die Asylpolitik der Schweiz
Subtitle
Ein Überblick
College
Kiel University of Applied Sciences
Grade
1,3
Author
Roland Döring (Author)
Publication Year
2010
Pages
15
Catalog Number
V161971
ISBN (eBook)
9783640756735
ISBN (Book)
9783640757039
Language
German
Tags
Asylpolitik Schweiz
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Roland Döring (Author), 2010, Die Asylpolitik der Schweiz, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/161971
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  15  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint