Erfahrungen der Deutschen Automobilindustrie mit Just-In-Time, Toyota-Production und Lean-Production


Hausarbeit, 2008

15 Seiten, Note: 2,0


Leseprobe

Inhalt

1 Vorbemerkungen

2 Klärung der Begriffe der Toyota-Production
2.1 Lean-Production
2.2 Just-In-Time

3 Einführung der TPS in der westlichen Industrie

4 Literaturverzeichnis

1 Vorbemerkungen

Inhalt dieser Hausarbeit ist ein Überblick über die Nutzung von in Japan entwickelten Produktionsverfahren in der deutschen bzw. europäischen Industrie. In den 80-er bis 90-er Jahren war eine starke Übernahme der japanischen Produktionsverfahren in Deutschland zu registrieren. Eine Vielzahl von Managern „pilgerte“ nach Japan um das Erfolgsmodell Toyota, die ohne Firmenaufkäufe erhebliche Wachstumsraten im eigenen Betrieb generierten, zu erforschen und kopierbar zu machen.

In dieser Arbeit ist zu klären, welche Verfahren der „Toyota Production“ in Deutschland Anwendung gefunden haben; ob sie kopiert oder konvertiert wurden um sie nutzbar zu machen und inwieweit sie sich für die hiesige Wirtschaft als erfolgreich erwiesen haben.

Konzentrieren werde ich mich in diesem Zusammenhang auf die deutsche/europäische Automobilindustrie um die Anwwendung und Übernahme der „Toyota Production“ näher zu erläutern.

Zuvor versuche ich kurz zu klären, welche Rahmenbedingungen dazu führten, dass die deutsche Industrie die Notwendigkeit einer Umstellung ihrer Produktionsverfahren auf japanische sah und eventuell noch sieht.

Folgend wird der Begriff „Toyota Production“ und die mit diesem System in Einheit stehenden Begriffe „Lean-Production“ und „Just- In-Time“ erläutert.

Lean Production bedeutete ursprünglich eine Verringerung der Produktionstiefe je Produktionsschritt und Werk ("Schlank durch Abspecken"). Dies wird dadurch ermöglicht, dass die der Endfertigung vorgelagerten Fertigungsschritte auf unterschiedliche Werke im In- und Ausland ausgelagert werden. Die Mitarbeiter sollen verschiedene Aufgaben erledigen können, damit es nicht zur Monotonie kommt, wie bei der früher sehr häufig genutzten Fließbandarbeit. Dies führt aber zu Entlassungen in den einzelnen Betrieben.

Heute versteht man unter schlanker Produktion die aus Japan stammende Unternehmensphilosophie des (bis ins Kleinste gehende) Weglassens aller überflüssigen Arbeitsgänge in der Produktion und in der Verwaltung (schlanke Verwaltung bzw. lean administration) durch eine intelligentere Organisation. Sie stützt sich auf innovative Veränderungen der unternehmensinternen und externen Organisation (Kunden, Lieferanten, Gewerkschaft, Kapitalgeber, Kommune) und auf ein neues Selbstverständnis von führenden und ausführenden Akteuren (Mitarbeiter-Management) Der wesentliche Kern des Toyota – Produktionssystems ist die Lean Produktion oder die „schlanke Produktion“.

Der Begriff "Schlanke Produktion" wurde im Team von Jim Womack, Dan Jones und Dan Ross im International Motor Vehicle Programm geprägt, das als "die MIT Studie" bekannt geworden ist.

Revolutionäre Ausprägungen zeichneten sich ab und verliehen der japanischen Automobilindustrie einen enormen Produktivitätsschub. Dies erweckte die Aufmerksamkeit anderer Automobilhersteller die das System studierten und kopierten.

Im Kern geht es bei der schlanken Produktion darum, alle Prozesse auf die Wertschöpfung zu fokussieren. Verschwendung ist zu vermeiden.

Ein weiteres Merkmal ist, dass einzelne Komponenten ineinander greifen und dadurch Sachzwänge geschaffen werden, welche zur Einhaltung von bestimmten Grundsätzen führen.

Die Eckpfeiler der schlanken Produktion sind:

Übertrag der Verantwortung und Vermittlung von Kompetenz an der Basis, Abbau der Hierarchien, Erreichen größtmöglicher Produktivität. D.h. Ein Maximum an Aufgaben und Verantwortlichkeiten an die Arbeiter übergeben (bei weitgehender Beibehaltung der Arbeitsteilung und Fließbandfertigung (Zink , S. 13)

Im Produktionsbereich ist ein Fehlerentdeckungssystem zu installieren, dass jedes entdeckte Problem unmittelbar auf seine Ursachen zurückfüht und diese abstellt (Womack, S. 120).

Es werden mittels verbesserter konfliktorientierter Kommunikation Entscheidungen über Ressourcen und Prioritäten zu Beginn erzwungen und mittels Simultaneous Engineering Entwicklung und Fertigung parallel betrieben. Dadurch werden auf Grundlage von hochflexiblen und zunehmend automatisierten Maschinen die Vorteile von handwerksartiger und Massenproduktion verbunden.

In Zusammenarbeit mit den Zulieferern gibt es diverse Verbesserungen wie die Komponentenzulieferung, bei der auch die Zulieferer in den kontinuierlichen Verbesserungsprozess einbezogen werden (Womack, S. 153) und Zuliefererverbände mit einer geeigneten Hierarchie entwickelt werden; was zur Kooperation anregt. Langfristige Vereinbarungen regeln die Zusammenarbeit mit sinnvollem Rahmen für Kostenanalyse, Preisfestsetzung und Gewinnteilung die für alle beteiligten gewinnbringende Kooperation Konzentration auf das Wesentliche und schließlich der dominierende Faktor: die bestmögliche Kundenorientierung führen zum Produktivitätsschub.

[...]

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten

Details

Titel
Erfahrungen der Deutschen Automobilindustrie mit Just-In-Time, Toyota-Production und Lean-Production
Hochschule
Ruhr-Universität Bochum
Veranstaltung
Lohn und Leistung
Note
2,0
Autor
Jahr
2008
Seiten
15
Katalognummer
V162247
ISBN (eBook)
9783640769643
ISBN (Buch)
9783640769919
Dateigröße
446 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Erfahrungen, Deutschen, Automobilindustrie, Just-In-Time, Toyota-Production, Lean-Production
Arbeit zitieren
Patrick Lethaus (Autor), 2008, Erfahrungen der Deutschen Automobilindustrie mit Just-In-Time, Toyota-Production und Lean-Production, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/162247

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