Sparen beim Drucken

Projekt der Bürokaufleute-Klasse 11BK-4 zur Energieeffizienz


Facharbeit (Schule), 2010
96 Seiten

Leseprobe

Inhalt

Abbildungen

Tabellen

Abkürzungen

Vorwort

1 Einleitung

2 Gruppe 1: Energieeffizient und umweltbewusst Drucken
- Weniger drucken, mehr verdienen
- Clever Drucken - Konzept der Firma Lexmark
- Entsorgung alter Geräte
- Betriebsexkursion beim Druckerhersteller Lexmark in Dietzenbach
- Master/Slave-Steckdosenleiste hilft sparen
- Entsorgung - wie funktioniert dies in der Praxis?
- Was macht die GOAB mit Elektroschrott?

3 Gruppe 2: Drucken Zuhause
- Drucken zu Hause - wirtschaftliches Desaster oder rentable Alternative?
- Mehrfachsteckdose - einfach und preisgünstig
- Automatisch Strom sparen
- Kaufberatung für einen Drucker
- Kaufberatung im Internet
- Shopping bei Saturn
- Einkauf in einem kleinen Elektrofachgeschäft
- Kaufberatung für einen Drucker bei Expert
- PrintBox - Eine innovative, zukunftsorientierte Idee
- Business-Plan für die PrintBox

4 Gruppe 3: Drucken im Betrieb
- Druckverhalten von Schülern im Vergleich
- Private Druckjobs im Betrieb erledigen?
- Refill Druckpatronen sparen Geld und Energie
- Praxistipps: Worauf ist bei Refill-Stationen zu achten?
- Drucker erzeugen Gift-Cocktail

5 Gruppe 4: Grünes Marketing oder Etikettenschwindel
- Konzeption, Organisation und Kalkulation des Buchprojektes
- Umwelt als Firmenphilosophie - Besichtigung der Berthold Druck GmbH
- FSC - eine gute Alternative - Gutes Gewissen muss nicht teuer sein
- FSC ist gut, spart aber keinen Strom
- Grünes Mäntelchen oder faires Werbekonzept?
- Buchprojekt kalkulieren

6 Resümee

7 Über uns und unser Projekt

8 Pressebesuch

9 Quellenhinweise

Gästebuch

Sachwortverzeichnis

Unterstützer

Viel Erfolg

Abbildungen

Abbildung 1.1: Auszubildende müssen haushalten können

Abbildung 1.2: Zukunftsenergie

Abbildung 2.1: Clever drucken

Abbildung 2.2: Entsorgungssystem bei Lexmark GmbH

Abbildung 2.3: Lexmark-Besichtigung

Abbildung 2.4: Beurteilung der Lexmark-Besichtigung durch die Schüler

Abbildung 2.5: Steckdosenleiste

Abbildung 2.6: Recyclinghof Obertshausen

Abbildung 2.7: Entsorgung eines Laserdruckers

Abbildung 2.8: Recycling bei der GOAB

Abbildung 3.1: Internet-Recherche

Abbildung 3.2: Shopping-Tour

Abbildung 3.3: Blauer Engel

Abbildung 3.4: PrintBox als Generationen-Treffpunkt

Abbildung 3.5: PrintBox mit technischen Ausstattungsmerkmalen

Abbildung 3.6: Business-Plan PrintBox

Abbildung 4.1: Werden E-Mails ausgedruckt?

Abbildung 4.2: Ist jeder Arbeitsplatz mit einem Drucker ausgestattet?

Abbildung 4.3: Werden mehr als 500 Seiten pro Monat ausgedruckt?

Abbildung 4.4: Werden E-Mails ausgedruckt?

Abbildung 4.5: Selbst für zu Hause drucken?

Abbildung 4.6: Fremdtinte für einen Tintenstrahldrucker

Abbildung 4.7: Privater Drucker

Abbildung 4.8: Feinstaubbelastung

Abbildung 4.9: „Kerschensteiner“ im Internet

Abbildung 5.1: Angebote vergleichen

Abbildung 7.1: Halbjahreszeugnis

Abbildung 7.2: Gruppenarbeit

Abbildung 7.3: Projektpräsentation

Abbildung 7.4: Georg-Kerschensteiner-Schule in Obertshausen

Abbildung 7.5: Vorher-Nachher-Klassenfoto BK-4 (2008-2011)

Abbildung 7.6: Präsentation der Ergebnisse

Abbildung 8.1: Kritische Blicke der Presse

Abbildung 9.1: FAZ-Redakteur Eberhard Schwarz berichtet

Abbildung 9.2: SpendenBox

Tabellen

Tabelle 2.1: Typische Anwendungen einer MSSL

Tabelle 2.2: Energieverbrauch eines PC-Systems ohne MSSL

Tabelle 2.3: Energieverbrauch eines PC-Systems mit MSSL

Tabelle 2.4: Input von Altgeräten bei der GOAB GmbH

Tabelle 5.1: Angebotsvergleich

Tabelle 7.1: Altersstruktur der Berufsschulklasse 11BK-4

Abkürzungen

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Vorwort

Das vorliegende W ettbewerbsprojekt wu rde in itiiert von der Frankf urter Allgemeinen Zeitung (FAZ) und dem En ergieunternehmen RWE. Wir nehmen nach intensiven Diskussionen und einer Abstimm ung in der Klass e daran teil. Nicht, weil wir beim Wettbewerb unbedingt gewinnen möchten, sondern um aus Spaß an der Freud an einem Zeitungsprojekt teilnehm en zu können. Wenn wir mehr als Erfahrungen gewinnen, umso besser. Wir haben als Schülerinnen und Schüler noch nie eine Webseite entworfen oder ein Buch geschrieben. Überall gibt es ein erstes Mal.

Bundesweit nehm en 80 Schulen am We ttbewerb teil. Im Schulam tsbezirk Offenbach am Main sind wir die einzig e teilnehmende Schulklasse. Das ist für eine Berufsschulklasse beachtlich. Die Klassenbezeichnung heißt 11BK 4. BK steht für Bürokaufleute. Die "4 " steht dafür, dass es m indestens noch drei andere Klassen pro Ausbildungsjahr gibt. W ie viele Klassenzüge es an unserer Schule gibt, hängt von der Arbeitsnachfrage der Firmen ab.

Wie ka m es zur Projektteilnahm e? W ir sind Be rufsschüler und haben teils nur den Hauptschulabschluss. Bürokaufm ann/-kauffrau ist ein Querschnitts- beruf im Bereich W irtschaft und Ve rwaltung. Haben wir gegen Gym nasial- schüler/innen überhaupt eine realistis che Chance? Geh t uns durch das P ro- jekt Wissen verloren, das wir für di e Abschlussprüfung brauchen? Wir müs- sen im Ra hmen unserer Berufsausbildung elf Lernfelder durchnehmen.

Manche von uns möchten die Ausbildung verkürzen und stehen ab Herbst 2010 unter Prüfungsstress. So lauten die Einwände gegen die Teilnahme.

Dafür spricht, dass wir mit einer positiven Bemerkung im Zeugnis und einer Urkunde der Veranstalter unsere beruflichen Chancen stärken. Jeder von uns muss heute Teamf ähigkeit und soziales ehrena mtliches Engagem ent nach- weisen. Mit Projektarbeit glänzt man bei jedem Bewerbungsgespräch.

Einige Bedenken konnten zerstreut werd en, die Modalitäten der Projektver- anstalter sin d flexibel ausgelegt und modifizierbar. Ein verkürzter Projekt- zeitrahmen sei ebenso möglich, wie die Anfertigung von Einzel-, Gruppen- und Klassenbeiträgen, heißt es auf der Inform ationsveranstaltung der F AZ in Frankfurt. Damit waren wichtig e Stolpersteine ausgeräumt. Der Projekt zeitraum wurde vom Kl assenlehrer auf 40 Schulstunden begrenzt und liegt in der Zeit zwischen April und Juni 2010. Mit den vorliegenden Arbeitser- gebnissen wollen wir dazu betragen, dass Klim aschutz wieder stärker ins Bewusstsein der Menschen vordringt und Deutschland Energiesparwelt- meister wird.

Abbildung 1.1: Auszubildende müssen haushalten können

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Foto © kug

Vorwort • Einleitung 13

1 Einleitung

Viele Kleingeräte, mit denen wir täglich zu tun haben, verbrauchen Energie, obwohl sie angeblich ausgeschaltet sind. Ohne erkennbare Leistung zu brin- gen, verbrauchen Drucker, PCs, Fe rnsehgeräte, DVD-Rec order und Laut- sprechersysteme Strom. Dies fand di e Zeitschrift „AudioVideoFoto-BILD“ schon 2003 heraus. Durch Leerlaufverluste werden vier Milliarden Euro verschwendet, schätzt das Um weltbundesamt. Es geht um m indestens 4 Mrd. Euro pro Jahr oder um drei von 17 Atomkraftwerke in Deutschland, die abgeschaltet werden könnten (Sta nd 2006). Auch m uss nicht jede E- Mail ausgedruckt werden. Zehn Liter Wasser werden zur Herstellung von einem Blatt Papier benötigt. Da könnt e effizienter g ewirtschaftet und ge- spart werden, sagt die Bürokaufleutek lasse 11 BK-4 und beteiligt sich som it an dem Wettbewerb. Auch in der Bildungstheorie bekommt Nachhaltigkeit mittlerweile einen zentralen Stellenwert (Becker 2001).

Viele theoretische und praktische Fr agen sind vor, während und nach der Projektarbeit zu beantworten. Es fängt mit dem Fachbegriff Energieeffizienz an. Wie lässt sich ein recht abstraktes Thema schülergerecht und in Übereinstimmung mit de m Ra hmenlehrplan behandeln. Hinzu kommen scheinbar banale Fragen, wie die Kalkulation des Verkaufspreises für das Buch und die Spendenabzugsfähigkeit. Aber genau solche Fragen gehören zur Ausbil - dung von angehenden Bürokaufleuten. Fa ngen wir mit den theoretischen Fragen an. Was ist eigentlich Energieeffizienz?

Energieeffizienz ist eineökonom ische Kenngröße, ein Quotient. Der wirt- schaftliche Output wird in da s Verhältnis gesetzt zur Energie, die nötig ist, das Bruttoinlandsprodukt zu erbringe n. Energieeffizienz (Energy Perf or- mance) rich tet s ich nach den Vo rgaben der EG-Richtlin ie 2002/91 /EG Energy Performance of Buildings Directive (EPBD), welche im Energieein- spargesetz (EnEG) norm iert und dur ch die Energieeinsparverordnung (EnEV) konkretisiert w urde. Nach § 20 EnEV sollen die energetischen Ei- genschaften und die Energieeffizienz verbessert werden.

Energieeffizienz - Erneuerbarkeit - Energieeinsparung. Bundeskanzlerin Merkel hat die drei "E " als Strategie gegen den Klim awandel verkündet.

Aber was hat das m it den Schülerinnen und Schülern zu tun? Sie lernen in ihrer Ausbildung den Begriff Ökonomisches oder Minimax-Prinzip kennen, d.h. m it möglichst geringen Mitteln ein Maximum zu erz eugen. Umweltschutz - lohnt sich das? Außerdem: Wenn die Schülerinnen und Schüler mit Paragrafen konfrontiert werden, hat es die Lehrkraft nicht leicht. „Was bringt uns das? “, heißt es. Dass es um den Klim awandel und um global warming geht, ist eine große Vermittlungsaufgabe.

Unser Projekt fokussiert auf Energiee ffizienz beim Drucken. Dam it haben alle im Betrieb und zu Hause zu tun. So bietet sich die Möglichkeit, anstatt Fachwissen unverbunden anzuhäufen, da s Exemplarische, fächerübergrei- fend schüler- und handlungsorientiert zu verbinden. Unsere vier Arbeits- gruppen nähern sich dem Projektthema aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Es geht um die drei großen „ E“ (Effizienz, Einsparung und Erneuerbarkeit), womit wir die Bundesregierung bei ihrem Klimaziel unterstützen.

„BIG EEE“ - Energieeffizienz lässt sich im Büro verbessern. Dreiviertel des Stromverbrauchs werden in deutschen Büros nach Aussagen der Deutschen- Energie-Agentur vergeudet (vgl. Dena o.J.). „Klimawandel" tangiert uns als „Azubis“ und sollte keinen ungerührt lassen. Es geht um unsere Zukunft. Es mag überraschen, bei einer Betriebsbe sichtigung von Lexm ark Deutschland zu erfahren, dass ein D ruckerhersteller m it dem Slogan wirbt: „W eniger drucken.“ Das klingt, als wolle ein Bäck er mehr verdienen, indem er weni- ger Brötchen verkauft. Doch das Mark eting-Konzept ist schlüssig, weil es Ressourcen schont. Je mehr technische Geräte eingesetzt werden, desto grö- ßer ist der globale Energiebedarf. Wir müssen gegensteuern.

Vielen Verbrauchern ist es m ehr oder weniger gleichgültig, wie Drucker arbeiten, hergestellt oder entsorgt werden. Den Strom zahlen der Arbeitg e- ber oder die Eltern zu H ause. Anderen sind Stromkosten, Feinstaub, Servi- cekosten etc. nicht gleichgültig, sie denken weiter. Auszubildende und Kon- sumenten müssen sparsam sein. Es ist also eine doppelte Herausforderung.

Energieeffizienz hat etw as mit dem eigenen Geldbeutel und dem Gewiss en zu tun. Privat und beruflich nutzen die kaufmännischen Auszubildenden einen oder m ehrere Drucker. W ie Drucker besser, billiger und umweltscho- nender eingesetzt werden können, interess iert jeden, der dam it zu tun hat - und Sparen gilt als größ te Bürgerpfli cht. Also wurde abgewogen, ob, wie und mit welchen Zielen ans Werk zu ge hen ist. Es haben sich Gruppen für die Projektarbeit gebild et. Zudem werden Arbeitsaufträge vergeben, die allein oder mit einem Partner der Gruppe zu erledigen sind - ganz so wie bei einem Wochenplan. Beispiele dafür sind die Organisation einer Betriebsbesichtigung oder die Recherche beim städtischen Bauhof.

Abbildung 1.2: Zukunftsenergie

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Foto © kug

In Kapitel 2 berichtet die erste Gruppe über Energieeffizienz durch bessere Technik, umweltbewusstes Drucken und intelligente Entsorgung. Die Aus- zubildenden haben m ehrere Betriebs besichtigungen orga nisiert und Infor- mationen über die Geldsparleiste zusa mmengetragen. Sie haben dazu auf dem Recyclinghof und bei einer Verwertungsfirma recherchiert.

Kapitel 3 befasst sich mit dem Recherche-Ergebnis der Gruppe „Druckver- halten Zuhause“. Dabei werden Strom spar- und Einkaufstipps gegeben so- wie der Vorschlag zu einer PrintBox entwickelt. 20 Prozent der ausgedruck- ten E-Mails werden ungelesen weggesch missen. Da ließe sich viel Energie einsparen.

In Kapitel 4 wird von der dritten Projek tgruppe dargelegt, wie sich Zeit und Kosten im Betrieb sparen lass en. Hier geht es um Schül erverhalten bei Drucken und Sparvorschläge durch de n Einsatz von Frem dtinte. Außerdem wird recherchiert, wie Sparen und Gesundheit m it der Feinstaubbelastung zusammenhängt. Wenn weniger gedruckt wird, sinkt auch der Feinstaubaus- stoß.

Kapitel 5 stellt die E rgebnisse der vi erten und letzten Gruppe vor. Es geht um Firm enphilosophie,ökologische Gl aubwürdigkeit und P reiskalkulation. Kritisch wird beleuchtet, ob es sich dabei um greenwash, mithin um Etiket- tenschwindel, oder um e in ernst gem eintes Anliegen handelt. Als Ergebnis dieser Gruppe wird das vorliegende Bu ch preislich nach FS C-Standard ge- druckt und kalkuliert.

Ein Resümee und nähere Informationen über die Projektarbeit und das Pres - seecho schließen sich an. Verschiedene Hinweise und Verzeichnisse runden das Werk a b. Ich freue m ich als Klassenlehrer der 11BK-4 und im Namen der Georg-Kerschensteiner-Schule, Ob ertshausen, dass die Auszubildenden dieses Projekt m it einer W ebsite und einem Buch erfolgreich abschließen konnten und bedanke mich bei allen, die zum Gelingen des Projektes beige- tragen haben.

Dr. Klaus-Uwe Gerhardt

2 Gruppe 1: Energieeffizient und umweltbewusst Drucken

- Weniger drucken, mehr verdienen

Antonietta Bossio, Julia Carvalho de Sousa, Alexandra Wegner und Alice Wiegel Vielen Verbrauchern ist es beim Kauf eines neues Druckers egal, ob dieser besonderen Ökostandards entspricht. Ha uptsache der Preis stimm t. Andere rechnen nach und haben Bedenken: Strom - und Servicekosten, Feinstaub etc. So kommt es daz u, dass Ve rbraucher und m oderne Unternehm en Stromkosten sparen und gleichzeiti g etwas für die Um welt tun. Best- Practice-Beispiele überzeugen schlie ßlich die Skeptiker. Das Unterneh- men Lexmark Deutschland Gm bH zeigt, dass sich Umweltbewusstsein aus- zahlt und gut ankommt.

Die Schülerin Alexandra W egner, Au szubildende bei der Lexm ark GmbH, hat für die Klasse eine Betriebsbesi chtung organisiert. Davon wird später berichtet.

Auch Alice Wiegel, Auszubildende bei Amor GmbH, und Julia Carvalho de Sousa, Auszubildende der Rhein-Main-A bfall Gm bH, scheuten sich nicht, für das Projekt den Bauhof in Oberts hausen s owie ein Recycling-Zentrum aufzusuchen. Sie schossen Fotos und orga nisierten für die Klasse eine Be- sichtigung. Auf den fol genden Seiten pr äsentieren wir im Detail unser The- ma, unsere Beweggründe, Berichte und veranschaulichen Erfahrungen.

- Clever Drucken - Konzept der Firma Lexmark von Alexandra Wegner

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Viele der L exmark Drucker besitzen da s Gütes iegel „Blauer Engel“. Aber was bedeutet das genau? Drucker m it diesem Siegel en tsprechen Standards, die auch dem Verbraucher immer wichtiger werden: So wünscht d ieser sich ein Gerät, d as während des Betriebs sowohl leis e ist, dank doppelseitig em Druck weniger Papier verb raucht, auf Recyclingpapi er gute Druckergebnis- se liefert als auch weniger Stoffe auspustet, die Gesundheit und Umwelt belasten.

Das alles sind Aspekte, die dazu beitr agen, Energie zu sparen und nachhal- tig die Umwelt zu schonen. Lexm ark hat sich den Um weltschutz schon seit Jahren zur Aufgabe gem acht und ein umfangreiches Umweltprogramm auf die Beine gestellt.

Abbildung 2.1: Clever drucken

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Fotos © kug

Neben der Reduzierung des Stromverbr auchs bietet der D ruckerhersteller ein Rückführungsprogramm für sein e Kunden an: Sie können Toner oder Druckkassetten kostenfrei zurücksenden, denn ein Großteil dieses Zubehörs wird weiter verwendet.

Spezielle Kennzeichnung wird angebracht

Ein anderer Aspekt des Um weltprogramms ist die Wiederverwertung. Teile der Verpackung und des Zubehörs bestehen aus recycelten Materialen. Zu- dem erfüllt Lexm ark alle S tandards der europäischen Verordnung für Elektro- und Elektronik-Altgeräte (WEEE). Deshalb tragen Lexmark Geräte eine spezielle Kennzeichnung gem äß den Anforderungen der WEEE- Richtlinie. Sie tragen das Sym bol ei ner durchgestrichenen Mülltonne, um noch einm al darauf hinzuweisen, dass s ogenannter Elektroschrott getrennt gesammelt werden m uss. Aus diesem Grund unterstützt und befürwortet Lexmark die Im plementierung der EU-Richtlinie 2002/96/EG (sog. W EEE- Richtlinie). Ge mäß dieser Richtlinie m üssen Elektr o- und Elektronikgeräte getrennt vom Haus müll entsorgt werd en, damit eine ordnungsgem äße Wie- derverwendung sichergestellt ist.

Damit ist klar: Ene rgieeffizientes D rucken bedeutet nicht nur energiespa- rend zu drucken, sondern das Prinzip des Energiesparens auf die gesam te Wertschöpfungskette zu übertragen. Was heißt CO2 sparen genau? Wieso kann in der Bilanz mehr als 100 % he rauskommen? Von der Herstellung bis zur Verschrottung des Druckers wird weniger Energie verbraucht, dam it werden weniger natürliche Ressourcen benötigt, wie beis pielsweise Erdöl oder Holz, und damit wird weniger der Umwelt geschadet.

- Entsorgung alter Geräte

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Einige Lexmark Drucker sind m it dem Umweltzertifikat Blauer Engel ausgezeichnet.

Der Blaue Engel bietet Verbrauchern eine neutrale Orientierungshilfe zur Wahlökologisch besserer Produkte. Em issionen, Energieverbrauch und Recyclingfähigkeit stehen bei zertif izierten Produkten in Übereinstimmung mit den strengen Grenzwerten des Um weltzeichens. Seit 2 Jahren wird bei Lexmark ausschließlich Ökostrom genutzt. Ebenso wird allgemein stark auf den Stromverbrauch geachtet (z.B. Bewegungsmelder in den Toiletten).

Zusätzlich zur Richtlinie für Elektr o- und Elektronik-Altgeräte bietet L ex- mark schon seit Jahren Rücknahmep rogramme für leere Druckkassetten bzw. Patron en an. Um auch weiter hin wirksamen Umweltschutz und effi- zientes Recycling sicherstellen zu können, sollen die aufgebrauchten Kas- setten und P atronen getrennt von den Altgeräten gesamm elt und zurückge- geben werden.

Abbildung 2.2: Entsorgungssystem bei Lexmark GmbH

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Die anfangs 81 bei L exmark installierte n Drucker wurden vor einiger Zeit gegen 13 Multifunktionsgeräte ausgetauscht. Durch diese U mstrukturierung konnte nicht nur Strom gespart, sonder n auch das Papiervolum en erheblich zurückgeschraubt werden.

Auch was die Kunststoffteile anbelangt , fragen sich heu te viele Menschen, wie gewährleistet wird, dass keine Scha dstoffe in den Teilen zu finden sind. Uns interessierte eine über die eige ntliche Fragestellung hinaus gehende Problematik. Wenn die Drucker in China hergestellt werden, wie läss t sich gewährleisten, dass es keine Kinderarbei t gibt. Wie wird das gewährleistet und überprüft? Wir verlassen uns hier bei der Antwort auf den guten Ruf der Firma Lexmark.

- Betriebsexkursion beim Druckerhersteller Lexmark in Dietzenbach von Antonietta Bossio

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

„Kerschensteiner“ recherchieren

Am 6. Mai 2010 besuchte unsere Klasse die Vertriebszentrale von Lexmark in Dietzenbach. Dort erklärte uns Thor sten Schneider, was Lexm ark in sei- nem eigenen Hause verwirklicht hat: Mit dem gezielten Einsatz von Dru- ckern konnte die Energieeffizienz und Kostenkontrolle verbessert werden.

Mit Umweltschutz Geld sparen und Geld verdienen

Ein Unternehmen möchte durch wenige r Drucker m ehr Geld verdienen und dabei die U mwelt schonen. Kann das f unktionieren? Der D ruckerhersteller Lexmark Deutschland GmbH zeigt, dass dies möglich ist.

Verhältnis 1:10 - kann das funktionieren?

Ein Drucker für zehn Mitarbeiter/innen ist das Ziel von Lexm ark. Das wirft Fragen und Probleme auf. W as für eine Lauferei, fragt man sich unwillkürlich. Geht da nicht auch Arbeitszeit dr auf? Herr Schneider erläutert uns dieses Marketing-Konzept, erklärt, wie das klappen kann und was finanziell dadurch bei Lexm ark hängen bleibt . Auf de m Rundgang durch das Unternehmen lernen wir, dass die Hardware nicht m ehr die Hauptverdienstquelle ist, sondern der Support. Das hätten wir so nicht gedacht.

Die Anzahl von anfangs 81 Drucker, die den Mitarbeitern zur Verfügung standen, konnten auf 13 Geräte reduziert werden, mit dem Ziel, beispielsweise den Verbrauch von Tonern be sser kontrollieren und dauerhaft weniger Papier verbrauchen zu können.

Cash flow verbessern

Ein Begriff, der an dieser Stelle wichtig ist, heißt cash flow. Was ist darun- ter zu verstehen und wie wird er im betrieb lichen Alltag umgesetzt? Cash flow heißt in der direkten Übersetzung pos itiver periodisierter Kassenfluss. Gemeint ist der zur Verfügung stehende finanzwirtschaftliche Zahlungsm it- telüberschuss, m it de m Investitio nen, Gewinnausschüttung und Kredittil- gungen möglich sind. Die Kennzahl cash flow ist ein wichtiger Indikator der wirtschaftlichen Zahlungskraft des Un ternehmens, das ständig angehalten ist, die Fixkostenfalle zu vermeiden. 20 Prozent aller E-Mails verschwinden ungelesen im Papierkorb. Da ist Effizienz ein Thema.

Weniger drucken - doppelt gut für die Umwelt

Weniger drucken, so Lexm ark-Umweltbeauftragter Ulrich Waßen, heißt nicht nur Strom sparen : Um Papier herzustellen, benötige m an zehnma l mehr Energie als beim Drucken. Weni ger drucken komme der Um welt so doppelt zu Gute.

Abbildung 2.3: Lexmark-Besichtigung

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Foto © kug

Dieses Verfahren wend et der Dru ckerhersteller nicht nur im eigenen Hause an, er wirbt dam it bei allen sein en Kunden. Die um weltfreundlichen Drucker, die dies möglich machen, st ellt das Untern ehmen in seinem Showcase aus, das au ch wir bes ichtigen du rften. Wieder so ein Fremdwort, denken wir. Kann man nicht einfach Ausstellungsraum sagen? A ber so ist das in einem weltweit arbeitenden Unternehmen.

Ökologie und Ökonomie lassen sich vereinbaren

Wir konnten bei Lexm ark sehen, dass Ökologie und Ökonom ie keine Ge - gensätze bilden müssen. Dafür möchten wir uns bei Lexmark und den betei- ligten Mitarbeiten bedanken. Wir nehm en gedanklich mit, dass sich L ex- mark viel Mühe gegeben hat, uns Auszubildende zu informieren und für den Slogan weniger drucken zu werben. Wir haben wirklich den Eindruck, dass der Um weltgedanke bei Lexm ark keine Augenwischerei - greenwash -, sondern ernst gemeint ist.

Wie Präsentation empfunden wurde, zeigt die Umfrage in der Klasse.

Abbildung 2.4: Beurteilung der Lexmark-Besichtigung durch die Schüler

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: ab

Wie die Grafik veranschaulicht, kam die Veranstaltung gut bei den S chüle- rinnen und Schüler an. Das persönliche Resümee: informativ und kurzwei- lig. Man kann sich gut vor stellen, dass Alexandra unter besonderer Anspan- nung stand und niem and von uns w ollte sich ja blamieren, zumal die Presse dabei war. Im Großen und Ganzen war die Besichtigung bei Lexm ark sehr informativ. Die Klasse 11 BK - 4 möchte sich an dieser Stelle noch einm al bei der Firma Lexm ark und den engagier ten Mitarbeitern für die Mühe be- danken.

- Master/Slave-Steckdosenleiste hilft sparen von Antonietta Bossio

Auszubildende, Seitz & Co., Industrieservice GmbH, Seligenstadt

Statt mit einer einf achen Stecker leiste lässt sich auch mittelse iner Master/Slave-Steckdosenleiste (MSSL) Stro m und Tinte sparen - aber wie soll das gehen (vgl. Com puter Bild 2007, c’t 2009)? Zur Energieeffizienz dieser smarten Technik habe ich eine Studi e gefunden, deren Ergebnisse ich kurz darstellen möchte (vgl. Öko-Institut 2009).1

Was sind Steckdosenleisten?

Die Steckdosenleisten sind Mehrfachst eckdosen, besitzen einen Netzschalter und eine Kontrollleuchte. Anhand di eser Kontrollleuchte lässt sich f eststellen, ob Energie an die angeschlossenen Geräte abgegeben wird.

Sobald dies er Netzschalter ausges chaltet wird, ist die Energiezufuhr unter - brochen und es wird Energie gespart. Alle angeschlossenen Geräte gehen zum gleichen Zeitpunkt aus.

Diese Steckdosen können in jedem Elektronikfachgeschäft gekauft werden. Es gibt allerdings unters chiedliche Preisklassen. Si e liegen bei ca. 15 € bis 25 €. Natürlich gibt es auch Sonde rmodelle für spezie lle Anwendungen in der etwas höheren Preiskategorie. Dafür sind ca. 100 € anzusetzen.

Unterschiede bei Master/Slave-Steckdosenleisten

Es gibt verschiedene Arten von Mast er/Slave-Steckdosenleisten. Ohne zu weit ins Detail gehen zu wollen, habe ich gefunden, dass sie mit und ohne Überspannungsschutz erhältlich sind. Auch werden sie in versch iedenen Kombinationen mit oder ohne Netzschalter angeboten oder haben zusätzlich eine Kontro llleuchte. Der Preis ist unterschiedlich. Da ein hochwertiger Überspannungsschutz eine zusätzliche Sicherung für die angeschlossenen Geräte ist, werden Master/Slave-S teckdosenleisten mit Überspannungs - schutz aus Verbrauchersicht em pfohlen. Die eigentliche Funktion der Mas - ter/Slave-Steckdosenleisten - den Stromverbrauch zu senken - erfüllen diese Leisten auch ohne Überspannungsschutzfunktion.

Abbildung 2.5: Steckdosenleiste

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Foto © kug

Fokussierung auf das Thema Drucken hat sich ausgezahlt

Für den Überspannungsschutz m üssen al lerdings die entsprechenden N or- men eingehalten werden. Die Grenzwer te für diese Kenngrößen bzw. die Testmethoden, werden von der Norm DIN EN 61643-11 f estgelegt. Alle Master/Slave-Steckdosenleisten (M SSL) m it Überspannungsschutz m üssen nach dieser Norm geprüft sein. Die technischen Details will ich hier ausspa- ren. Die Hauptersparnis einer MSS Llässt sich am Stand-by-Betrieb von Druckern re alisieren (s iehe gelb markie rte Zahl in den Ta bellen / Quelle :

PROSA-Studie). Nun zeigt sich, dass es äußerst lohnend war, beim Thema Energieeffizienz auf Drucken und Drucker zu fokussieren.

Energieeffizienz bei Druckern besonders deutlich

Die Tabellen 2.2 und 2.3 zeigen, wie si ch der Einsatz von Master/Slave- Steckdosenleisten (MSS L) besonders energiesparend auswirkt. Es sind etwa 30 kWh pro Jahr, die auf diese Weise gespart werden können.

Tabelle 2.1: Typische Anwendungen einer MSSL

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 2.2: Energieverbrauch eines PC-Systems ohne MSSL

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 2.3: Energieverbrauch eines PC-Systems mit MSSL

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

- Entsorgung - wie funktioniert dies in der Praxis?

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Entsorgung - wie läuft das konkret ab?

Wir haben einen alten D rucker zu entsorgen. W as hat Entsorgung m it Energieeffizienz zu tun ? Wie bei der Abwrackprämie für Autos ste llt sich die Frage, ob ein neu hergestelltes Gerät besser für das Klima ist, als die weitere Nutzung oder die W iederverwendung. Was ist zu beachten und wie ist der weitere Weg der Elektroaltgeräte? Mit großer Neugier, noch offenen Fragen und unserem Drucker im Gepäck, m achten wir uns an einem Freitagmorgen um 10.30 Uhr auf den Weg zum Bauhof Obertshausen.

Machen uns wilde Jungs an?

Zuerst müssen wir anhand eines "Ber echtigungsscheines" unseren Wohnort in Obertshausen bestätigen können. Den haben wir nicht, aber vorerst reicht unser Personalausweis aus. Nach der Prüfung unserer Daten werden wir an einen weiteren Mitarbeiter, welcher auf de m Bauhof „für Ordnung“ sorgt, verwiesen. Wir müssen überhaupt nicht wa rten. Sofort wird uns gezeigt, in welchen Container wir unsere Geräte legen müssen. Dort lagern schon viele Altgeräte und wir packen auch unseren alten Drucker dazu. Elektroaltgeräte gehören zu den größten Verursachern der Schadstoffbelastung im Hausmüll. Daher dürfen nach dem Elektro- und El ektronikgerätegesetz, welches seit dem 24. März 2006 in Kraft getreten ist und die Entsorgung dieser Geräte festlegt, keine Elektrogeräte mit dem Restmüll in der Grauen Tonne entsorgt werden. Diese müssen getrennt erfasst werden.

Abbildung 2.6: Recyclinghof Obertshausen

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Foto © kug

Tuffe Mädels arbeiten selbstständig

Wir dürfen mit de m Mitarbeiter ei nen Rundgang auf de m Bauhof m achen und stellen ein paar, für uns zu dies em Zeitpunkt noch ungeklärte F ragen. Zuerst fragen wir, von we m die Cont ainer abgeholt werden? Wie sich herausstellt, nehmen unterschiedliche F irmen die Container ab. Momentan ist für die Abholung die Firm a Re mondis zuständig. Die Abholung der Elektroaltgeräte findet in der Regel alle zwei Wochen statt.

Da der Container voll geladen ist, inte ressiert uns, wie viele Tonnen Elekt- roaltgeräte in einer Woche in der Stadt Obertshausen gesammelt werden. Da wir hierzu keine Antwort im Bauhof erhalten konnten, wenden wir uns an die Rhein-Main Abfall Gm bH (RMA ), die v om Kreis Offenbach m it der Organisation der Altgeräteentsorgung beau ftragt ist. Dort werden alle wich- tigen Daten, wie z. B. die Containergewichte, erfasst. Im April 2010 wurden bei der GO AB GmbH in Offenbach/M ain über 17 Tonnen Altgeräte ange- liefert und verarbeitet. Doch dazu verweisen wir auf den Exkursionsbericht zur GOAB.

Abbildung 2.7: Entsorgung eines Laserdruckers

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Fotos © js/aw

Recycling-Hof ist keine Endstation

Wir erfahren auch, dass die Firm a GOAB (Gem einnützige Offenbac her Ausbildungs- und Beschäftigungsgesellscha ft) die Wertstoffe verarbeitet. Wie in Abbildung 2.8 zu sehen ist, werden Metalle m agnetisch heraussortiert und der Wiederverwendung zugeführt. Ob sich das finanziell lohnt, hängt sehr stark von den jeweiligen Rohstoffpreisen ab.

Auf der Suche nach dem Kreislauf

Also verabreden wir einen Besuch. Dort bei der GOAB we rden die in de n kommunalen Bauhöfen gesamm elten Altg eräte weiter verwertet. Wie das genau geht, wird im nächsten Artikel beschrieben. An dieser Stelle bedan- ken wir uns bei der Rhein-Main Abfall GmbH für die hilfreichen Informati- onen rund um die Entsorgung von Elektro- Altgeräten für die Stadt Oberts- hausen.

- Was macht die GOAB mit Elektroschrott?

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Was heißt "Kreislaufwirtschaft" konkr et? Nachd em die alten Elektroteile beim Bauhof gesa mmelt worden sind, ge ht der Weg weiter nach Offenbach zur Gem einnützigen Offenbacher Ausbildungs- und Beschäftigungsgesell- schaft (GOAB). Dort werden die Dr ucker auseinandergeno mmen. In den Bauteilen sind Wertstoffe enthalten, die wieder verwertet un d verkauft wer - den können. Mit den Verkaufserlösen we rden Ausbildungsplätze finanziert. Daher ist die GOAB gemeinnützig.

Wie geht der Kreislauf weiter?

Am 10. Juni 2010 besucht unsere Klasse 11BK-4 bei der Firm a GOAB in Offenbach das Recycling-Zentrum . Begrüßt werden wir von Norbert Schaffrath. Er ist Qualifizierungsbeau ftragter, führt uns durch das Recyc - ling-Zentrum und präsentiert uns W issenswertes über die Entsorgung von Elektro-Altgeräten. Wie der Weg von der „Annahmestelle“ bis hin zur „Ausfuhr“ abläuft, können wir dabei se hen. Zuerst werden die in Tonnen angelieferten Altgeräte in einer großen Halle abgeladen und dann nach Wertstoff-Faktoren sortiert (Kabel, Kunststoffteile und Holz).2 Dann werden die Altgeräte m anuell oder in einer Schredder-Anlage (nur für Kunststoff) demontiert. Ob sich das lohnt, lässt si ch exemplarisch an einem alten Kühl- schrank zeigen.

Das Treibhausgas FCKW wird beim Zerlegen abgesaugt und in eine m Chemiewerk in seine Bestandteile zerlegt (vgl. Ohliger 2010). Die einzelnen Materialien wie Alum inium, Eisen oder Kupfer bringen in der W eiterver- wertung grob kalkuliert 9,60 € je K ühlschrank ein. Davonbleibt durch die Entsorgungskosten für das FCKW nur ein schm aler Gewinn übrig. Neue energieeffiziente Kühlschränke m it de m Energielabel A++ verbrauchen im Vergleich zu den alten ein Drittel weniger Stro m. Deshalb gibt es in F rankfurt eine Abwrackprämie in Höhe von 50 € für jedes entsorgte Altgerät.

Zuletzt steht die Lagerung an. Die kl einen Container mit verschiedenen Ma- terialien (wie z. B. Alum inium, Kupfer, Kunststoffe) werden für den Ver- kauf oder die W iederverwertung durch andere F irmen in eine weitere L a- gerhalle gebracht.

Abbildung 2.8: Recycling bei der GOAB

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Fotos © aw

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1 Vgl. Grießhammer, R.; Buchert, M.; Gensch, C.-O.; Hochfeld, C.; Manhart, A.; Rüdenauer, I.; in Zusammen arbeit mit Ebinger, F.; Produkt-Nac hhaltigkeits-Analyse (PROSA) - Methodenentwicklung un d Diffusi on; Freiburg, Darmstadt, Berlin 2007.

2 Dazu haben wir ein Video erstellt, welches auf www.kerschensteiner.jimdo.com abrufbar ist.

Ende der Leseprobe aus 96 Seiten

Details

Titel
Sparen beim Drucken
Untertitel
Projekt der Bürokaufleute-Klasse 11BK-4 zur Energieeffizienz
Hochschule
Georg-Kerschensteiner-Schule
Autor
Jahr
2010
Seiten
96
Katalognummer
V162903
ISBN (eBook)
9783640775958
ISBN (Buch)
9783640776054
Dateigröße
3599 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Sparen, Drucken, Projekt, Bürokaufleute-Klasse, Energieeffizienz, Umweltpreis, Umwelt, Projektarbeit, Berufliche Schule, Teilzeit-Berufsschule, Umweltbildung, Recycling
Arbeit zitieren
Dr. Klaus-Uwe Gerhardt (Autor), 2010, Sparen beim Drucken, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/162903

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