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Legasthenie: Möglichkeiten der Diagnose und Förderung für lese- und rechtschreibschwache Kinder

Título: Legasthenie: Möglichkeiten der Diagnose und Förderung für lese- und rechtschreibschwache Kinder

Trabajo Escrito , 2008 , 29 Páginas , Calificación: 1,5

Autor:in: Sabrina Spahr (Autor)

Didáctica de la asignatura Alemán - Pedagogía, Lingüística
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Resumen Extracto de texto Detalles

Die Fähigkeiten des Lesens und Rechtschreibens sind in den industrialisierten Ländern hoch eingeschätzte Kulturtechniken. Daher ist ein Scheitern auf diesem Gebiet häufig mit generellen Schwierigkeiten während der gesamten Schullaufbahn verbunden. Schlechte Rechtschreib-leistungen wurden im naiven psychologischen Verständnis lange Zeit als Zeichen verminderter Intelligenz betrachtet. Nicht selten wurde von der Rechtschreibleistung eines Kindes unmittelbar auf seine Begabung geschlossen, sodass auch der Übertritt auf eine weiterführende Schule erheblich von den schriftsprachlichen Konsequenzen eines Schülers abhing. Auch wenn in den letzten Jahren verstärkt Bemühungen unternommen wurden, das schulische Fortkommen weniger von den schriftsprachlichen Leistungen abhängig zu machen, ist die Annahme eines engen Zusammenhangs zwischen Intelligenz und Lese- Rechtschreibleistung nach wie vor präsent. Deutlich wird dies am Beispiel der Legasthenie, da die Diskrepanzdefinition letztendlich auf der Annahme gründet, dass der IQ ein gutes Maß zur Vorhersage der Lese-Rechtschreibleistung ist und ein zumindest normal intelligentes Kind ohne größere Schwierigkeiten, Lesen und Schreiben erlernen müsste.
In der folgenden Arbeit möchte ich mich mit dem Thema Legasthenie auseinandersetzen und vor allem Fragen klären, wie „Welche Rolle spielt die Intelligenz eines Kindes beim Schriftspracherwerb tatsächlich?“ oder „Ist der Zusammenhang zwischen Intelligenz und Lese- Rechtschreibleistung wirklich so hoch, dass sich damit Schlussfolgerungen auf das Bildungsniveau oder das Diskrepanzkonzept der Legasthenie rechtfertigen ließen?“
Bevor ich auf die Ursachen einer Legasthenie und das Verhalten eines Legasthenikers eingehen werde, möchte ich einige bekannte Modelle des ungestörten Schriftspracherwerbs betrachten und einen kurzen Abriss über die wichtigsten Veränderungen geben, die sich in den letzten Jahren in der Lese- Rechtschreibforschung vollzogen haben. Im letzten Teil meiner Arbeit werde ich verschiedene Diagnose- und Fördermöglichkeiten darstellen, da das Thema Diagnose und Förderung sehr wichtig für mich als spätere Grundschullehrerin ist.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Entwicklung des Lesens und Schreibens

2.1 Die Lese- Rechtschreibforschung im Wandel

2.2 Modelle zum Schriftspracherwerb

2.2.1 Das Modell von Frith (1986)

2.2.2 Der Ansatz von May (1986)

2.2.3 Das Modell von Scheerer- Neumann (1987)

2.3 Kritische Betrachtung der Modelle

3. Das Konzept Legasthenie

3.1 Begriffsklärung

3.2 Ursachen von Lese- Rechtschreibstörungen

3.2.1 Entwicklung der Integration

3.2.2 Entwicklung der Hirndominanz

3.2.3 Entwicklung der visuellen und auditiven Wahrnehmung

3.2.4 Entwicklung der Motorik

3.3 Das Verhalten von Legasthenikern

3.3.1 Konzentration und Ausdauer

3.3.2 Frustrationstoleranz

3.3.3 Schulische Leistung

3.3.3.1 Anzeichen im Vorschulalter

3.3.3.2 Anzeichen im Alter von 6 bis 9 Jahren

3.3.3.3 Anzeichen im Alter von 9 bis 12 Jahren

3.3.3.4 Anzeichen bei Kindern mit 12 Jahren und älter

3.3.4 Umgang mit einem Legastheniker

3.4 Die Intelligenzentwicklung

3.4.1 Korrelative Zusammenhänge zwischen Intelligenz/ Rechtschreibleistung

3.4.2 Die Vorhersage der Lese- Rechtschreibleistung

3.4.3 Die Bedeutung beim Schriftspracherwerb

4. Diagnose

4.1 Fragebögen

4.2 Informelle Diagnosemöglichkeiten

4.2.1 Begriffliche Abgrenzung

4.2.2 Lernzielkontrollen diagnostisch nutzen

4.2.3 Lesen

4.2.4 Rechtschreiben

4.3 Standardisierte Testverfahren

4.3.1 Auswahl einiger Testverfahren

4.3.2 Hamburger Schreibprobe (HSP)

5. Förderung

5.1 Spielerische Förderung im Vorschulalter – Das Würzburger Trainingsprogramm zur phonologischen Bewusstheit

5.2 Fördermöglichkeiten in der Grundschule

5.2.1 Entwicklung eines Förderkonzepts

5.2.2 Organisation von Förderunterricht

5.2.3 Fördermaterialien

5.2.4 Förderprogramme

5.2.4.1 Marburger Rechtschreibtraining

5.2.4.2 Kieler Lese- und Rechtschreibaufbau

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Phänomen der Legasthenie im schulischen Kontext und hinterfragt dabei kritisch den Zusammenhang zwischen Intelligenz und Lese-Rechtschreibleistung. Ziel ist es, Diagnose- und Fördermöglichkeiten aufzuzeigen, die für Grundschullehrkräfte praxisrelevant sind, um betroffene Kinder frühzeitig und effektiv zu unterstützen.

  • Entwicklung des Schriftspracherwerbs und gängige Stufenmodelle
  • Ursachen und Verhaltensmerkmale von Legasthenie
  • Rolle der Intelligenz bei Lese- und Rechtschreibstörungen
  • Diagnostische Verfahren (informell und standardisiert)
  • Praktische Förderkonzepte und Programme für die Grundschule

Auszug aus dem Buch

3.2.2 Entwicklung der Hirndominanz

Betrachtet man das Gehirn des Menschen, so hat sich in der Evolution eine funktionelle Asymmetrie herausgebildet. Jede der beiden Hemisphären ist dazu in der Lage wahrzunehmen, zu lernen, zu erinnern usw., wobei Unterschiede in der Art der Verarbeitung bestehen. Es ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich, welche der Hemisphären den größeren Teil seines Verhaltens und Denkens bestimmt.

Legasthenikergehirne sind zum größten Teil rechts größer, da keine Asymmetrie zugunsten der linken Hemisphäre stattgefunden hat. Unter Kindern mit Legasthenie gibt es viele sensomotorisch bilateral oder gemischt lateralisierte Kinder. Bei diesen kann bis zum Schuleintritt ein ständiger Wechsel in der Lateralität herrschen, in manchen Fällen kann das Durchringen zu einer Lateralität auch bis zum 12. Lebensjahr andauern.

Ab dem 2. Lebensjahr bildet sich beim Kind die Leithand aus. Gleichzeitig geht der Blick beim Greifen und anderen Bewegungen in Richtung der Leithand. Dadurch entstehen bevorzugte Richtungen auch in den Augenbewegungen. So haben „überspielte“ Linkshänder oft erhebliche Richtungsstörungen und leiden bis ins Erwachsenenalter unter rechts/links Unsicherheiten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Bedeutung des Lese- und Schreiblernprozesses und hinterfragt das kritische Verhältnis zwischen Intelligenz und schulischen Leistungen am Beispiel der Legasthenie.

2. Die Entwicklung des Lesens und Schreibens: Dieses Kapitel stellt theoretische Modelle des Schriftspracherwerbs vor und diskutiert deren wissenschaftliche Einordnung sowie die Veränderungen in der Lese-Rechtschreibforschung.

3. Das Konzept Legasthenie: Es erfolgt eine Begriffsklärung und Untersuchung der Ursachen, Verhaltensmerkmale sowie der Rolle der Intelligenzentwicklung im Kontext von Lese-Rechtschreibstörungen.

4. Diagnose: Der Abschnitt widmet sich den verschiedenen Möglichkeiten der Diagnose, von Fragebögen und informellen Tests bis hin zu standardisierten Verfahren wie der Hamburger Schreibprobe.

5. Förderung: Hier werden pädagogische Förderansätze vom Vorschulalter bis zur Grundschulzeit vorgestellt, inklusive konkreter Programme und organisatorischer Empfehlungen.

6. Fazit: Das Fazit fasst die Bedeutung der Intelligenz zusammen und betont die Notwendigkeit einer frühzeitigen, individuellen Förderung durch Schule und Umfeld.

Schlüsselwörter

Legasthenie, Schriftspracherwerb, Lese-Rechtschreibschwäche, Intelligenz, Diagnose, Förderung, Grundschule, Phonologische Bewusstheit, Lese-Rechtschreibstörung, Stufenmodell, Marburger Rechtschreibtraining, Kieler Lese- und Rechtschreibaufbau, Lernförderung, Teilleistungsstörung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Thema Legasthenie, wobei der Fokus auf den Diagnosemöglichkeiten und Förderansätzen für lese-rechtschreibschwache Kinder im Grundschulalter liegt.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Neben der theoretischen Einordnung des Schriftspracherwerbs werden Ursachen von Legasthenie, diagnostische Verfahren und praktische Ansätze zur schulischen Förderung detailliert dargelegt.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Ziel ist die Klärung der Rolle der Intelligenz beim Schriftspracherwerb und die Beantwortung der Frage, inwieweit ein enger Zusammenhang zwischen Intelligenz und Lese-Rechtschreibleistung das Diskrepanzkonzept der Legasthenie stützt.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine Seminararbeit, die auf einer fundierten Literaturrecherche und der Analyse bestehender Stufenmodelle sowie pädagogischer Förderkonzepte basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, Ursachenanalysen, Verhaltensbeobachtungen, die detaillierte Darstellung diagnostischer Instrumente und einen umfangreichen Praxisteil zur Förderung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Legasthenie, Lese-Rechtschreib-Störung, Schriftspracherwerb, Diagnostik, Förderkonzepte und Phonologische Bewusstheit beschreiben.

Welche Rolle spielen Intelligenztests laut der Autorin?

Die Autorin weist darauf hin, dass Intelligenz zwar eine Rolle spielt, aber die Legasthenie auch bei normaler Intelligenz auftreten kann, weshalb Intelligenz als alleiniger Prädiktor für Lese-Rechtschreibschwierigkeiten nicht ausreicht.

Wie sollte eine effektive Förderung laut dem Fazit gestaltet sein?

Eine effektive Förderung sollte möglichst früh einsetzen, regelmäßig stattfinden, individuell auf das Kind abgestimmt sein und nicht nur auf Defiziten, sondern auf der Stärkung des Selbstwertgefühls basieren.

Final del extracto de 29 páginas  - subir

Detalles

Título
Legasthenie: Möglichkeiten der Diagnose und Förderung für lese- und rechtschreibschwache Kinder
Universidad
Justus-Liebig-University Giessen
Calificación
1,5
Autor
Sabrina Spahr (Autor)
Año de publicación
2008
Páginas
29
No. de catálogo
V164797
ISBN (Ebook)
9783640799145
Idioma
Alemán
Etiqueta
Legasthenie Grundschule Modelle zum Schriftspracherwerb
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Sabrina Spahr (Autor), 2008, Legasthenie: Möglichkeiten der Diagnose und Förderung für lese- und rechtschreibschwache Kinder, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/164797
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