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Das Platonische Liniengleichnis

Das Verhältnis von Wissen, Meinung, Wahrnehmung und Erkenntnis

Titel: Das Platonische Liniengleichnis

Essay , 2011 , 5 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Sebastian Schneider (Autor:in)

Philosophie - Philosophie der Antike
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Im 6. Buch der Politea versucht Platon durch das Liniengleichnis, was hier ausführlich beschrieben wird, einen Erklärungsversuch zu liefern, wie sich das Verhältnis zwischen Wissen, Wahrnehmung, Meinung und Erkenntnis verhält. Eine Unterscheidung in der die Legitimation der Fachwissenschaften zu finden ist.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Untersuchung zum Dialog Menon

3. Das Liniengleichnis aus der Politea

3.1 Die Teilung in Sensibilia und Intelligiblia

3.2 Die Verfahrensweise der Fachwissenschaften

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Das primäre Ziel dieser Arbeit ist die philosophische Untersuchung der Wissensformen bei Platon, wobei der Fokus auf der Differenzierung zwischen Wissen, Meinung und Erkenntnis liegt. Durch die Analyse des Frühdialogs Menon und des Liniengleichnisses aus der Politea wird der Erkenntnisweg des Menschen sowie die Rolle der Vernunft gegenüber der sinnlichen Wahrnehmung herausgearbeitet.

  • Unterscheidung von Wissen und wahrer Meinung im Dialog Menon
  • Die Rolle der Anamnesis (Wiedererinnerung) bei der Wissensgewinnung
  • Struktur des platonischen Liniengleichnisses (Sensibilia vs. Intelligiblia)
  • Kritik an der Methodik der Fachwissenschaften und der Mathematik
  • Die Dialektik als höchste Form der diskursiven Erkenntnis

Auszug aus dem Buch

Die Unterscheidung zwischen Wissen und Meinung

Anamnesis auflöst, so soll doch dieser Teil des Dialogs übersprungen werden, zugunsten der sokratischen Überlegungen zu Wissen und Meinen. Diese Überlegungen kleidet er in ein Beispiel ein. Eine Person (A) hat eine wahre Meinung darüber, wie man nach Larisa kommt und Person (B) hat das Wissen darum. Sokrates stellt aus diesem Zusammenhang dar, dass Person (A) keinesfalls ein schlechterer Führer sein muss, als Person (B) und schließt daraus, dass wahre Meinung folglich nicht weniger nützlich sei, als Wissen. Jedoch wird im weiteren Dialogverlauf deutlich, dass zwischen Wissen und wahrer Meinung ein Unterschied besteht. Denn wahre Meinung ist nur solange eine schätzenswerte Sache, solange sie bleibt. Wahre Meinung ist eine flüchtige Angelegenheit, die fixiert, beziehungsweise angebunden werden muss. Und wahre Meinung wird angebunden durch eine begründete Argumentation, denn nur so kann ihr Wert steigen. Dieses Anbinden, also die begründete Argumentation, wird von Sokrates ebenfalls als die bereits erwähnte Anamnesis (Wiedererinnerung) bezeichnet. Deshalb ist wahre Meinung in ihrer Wertigkeit gegenüber dem Wissen geringer einzuschätzen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema des Studiengangs „Philosophie der Wissensformen“ ein und skizziert die Relevanz der Dialoge Menon und Politea für die Untersuchung von Wissen und Erkenntnis.

2. Untersuchung zum Dialog Menon: In diesem Kapitel wird der Frühdialog Menon analysiert, wobei besonders die sokratische Argumentation zur Abgrenzung von bloßer Meinung und begründetem Wissen im Zentrum steht.

3. Das Liniengleichnis aus der Politea: Dieses Kapitel expliziert Platons Einteilung der Welt in sichtbare und denkbare Bereiche und untersucht die methodischen Grenzen der Fachwissenschaften gegenüber der Dialektik.

Schlüsselwörter

Platon, Menon, Politea, Liniengleichnis, Wissen, Meinung, Anamnesis, Erkenntnistheorie, Sensibilia, Intelligiblia, Dialektik, Hypothese, Philosophie, Vernunft, Mathematik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die platonische Erkenntnistheorie und die Differenzierung zwischen verschiedenen Wissensformen anhand der Dialoge Menon und Politea.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen sind der Unterschied zwischen Wissen und Meinung, die Rolle der Vernunft bei der Erkenntnis sowie die wissenschaftstheoretische Verortung der Dialektik.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, den Erkenntnisweg des Menschen nach Platon nachzuzeichnen und aufzuzeigen, wie Wissen durch begründete Argumentation (Anamnesis) gegenüber einer bloßen Meinung aufgewertet wird.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine philosophische Textanalyse, die durch Rekurs auf die Originaldialoge und ausgewählte Forschungsliteratur methodisch geleitet wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse des Menon-Dialogs hinsichtlich der Wissens-Meinungs-Problematik und die Erläuterung des Liniengleichnisses zur Kategorisierung der Welt in sensible und intelligible Bereiche.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Anamnesis, Sensibilia, Intelligiblia, Dialektik und die platonische Unterscheidung zwischen Meinen und Wissen.

Warum hält Platon die Mathematik für keine „eigentliche Erkenntnis“?

Weil die Mathematik von ungeprüften Hypothesen ausgeht und nicht, wie die Dialektik, zum voraussetzungslosen Urbeginn des Ganzen vordringt.

Welche Funktion hat die Dialektik im Liniengleichnis?

Die Dialektik dient dazu, die wahren Gesetzmäßigkeiten und Ideen freizulegen, indem sie Hypothesen nicht als unumstößliche Prinzipien, sondern als echte Voraussetzungen verwendet.

Wie definiert Platon eine Hypothese in diesem Kontext?

Eine Hypothese ist bei Platon eine Aussage, die sowohl einen propositionalen Gehalt besitzt als auch eine existenzielle Annahme über ein Ding mit bestimmten Eigenschaften trifft.

Ende der Leseprobe aus 5 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Das Platonische Liniengleichnis
Untertitel
Das Verhältnis von Wissen, Meinung, Wahrnehmung und Erkenntnis
Hochschule
Universität Kassel
Veranstaltung
Wissensformen
Note
1,7
Autor
Sebastian Schneider (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
5
Katalognummer
V165683
ISBN (eBook)
9783640817511
ISBN (Buch)
9783640821044
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Platon Liniengleichnis Hypothesen Wissen Meinung Wahrnehmung Erkenntnis Politea Menon Der Staat
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sebastian Schneider (Autor:in), 2011, Das Platonische Liniengleichnis, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/165683
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Leseprobe aus  5  Seiten
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