Diese Arbeit beschäftigt sich mit den Geschehnissen nach dem Holocaust ab 1945. Sie zeigt auf, was mit den überlebenden Juden passiert ist, wie sie behandelt wurden und wo sie ihre Zukunft verbracht haben. Die Arbeit zeigt auf, in welche Staaten die deutschen Juden auswanderten und erklärt die Beweggründe hierfür. In diesem Zusammenhang werden Statistiken eingeflochten, die die Entwicklung der jüdischen Bürgeranzahl in der BRD sowie die der DDR aufzeigen und die Werte der 50er Jahre mit denen der folgenden Jahrzehnte bis hin zur heutigen Situation vergleichen. Darüber hinaus wird der Fokus auch auf die Frage nach der religiösen Akzeptanz gelegt. Die Frage, ob die Judenausgrenzung im Jahr 1945 ihr Ende gefunden hat oder ob sie auch darüber hinaus in Deutschland oder in anderen Staaten eine Fortsetzung fand, wird thematisiert. Auch das Leben derjenigen, die trotz der prägenden Geschehnisse in Deutschland geblieben sind, wird analysiert. Die Lebensperspektive dieser Menschen wird herausgearbeitet und mit denen der ausgewanderten Juden verglichen. Auch der psychologische Aspekt der jüdischen Vergangenheitsbewältigung und der damit verknüpften Frage, ob es den jüdischen Bürgern seelisch überhaupt noch möglich war, in Deutschland zu bleiben, wird in dieser Arbeit berücksichtigt. Die Rechtslage des jüdischen Lebens in Deutschland, Schadensersatzansprüche jüdischer Bürger, die Bildung von jüdischen Gemeinden und Organisationen in Deutschland, die jüdische Staatensuche sowie die Wanderbewegung zurück nach Deutschland werden zudem thematisiert.
Diese Arbeit bedient sich zahlreicher Literatur, die auch den neusten Forschungsstand einbindet. Das Thema stand in der Geschichtswissenschaft besonders häufig im Fokus, sodass es besonders viel Literatur und Forschungsmaterial aufweist. Diese Arbeit analysiert zahlreiche Forschungen beziehungsweise Literatur zu diesem Thema und vergleicht diese miteinander.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Auswanderung und Rückwanderung der jüdischen Bevölkerung
- Rechtslage der Juden in Deutschland
- Die jüdischen Gemeinden
- Leben und Akzeptanz der jüdischen Bevölkerung
- Antisemitismus und die Suche nach einem jüdischen Staat
- Die psychologischen Folgen des Holocausts
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit untersucht die Situation der jüdischen Bevölkerung in Deutschland nach dem Holocaust im Jahr 1945. Sie beleuchtet die Lebensumstände der Überlebenden, die Herausforderungen der Integration und die Frage der Akzeptanz in der deutschen Gesellschaft.
- Auswanderung und Rückwanderung der jüdischen Bevölkerung
- Die Rechtslage der Juden in Deutschland
- Die Rolle von Antisemitismus und die Suche nach einem jüdischen Staat
- Die psychologischen Folgen des Holocausts
- Die Bildung von jüdischen Gemeinden und Organisationen
Zusammenfassung der Kapitel
- Einleitung: Die Arbeit stellt den historischen Kontext des Holocausts dar und beschreibt die schwierige Situation der überlebenden Juden in Deutschland.
- Auswanderung und Rückwanderung der jüdischen Bevölkerung: Dieses Kapitel analysiert die Auswanderungswelle nach 1945, die Ursachen für die Flucht und die Situation der „displaced persons“ in Deutschland.
- Rechtslage der Juden in Deutschland: Das Kapitel befasst sich mit der rechtlichen Situation der Juden in Deutschland und den Auswirkungen auf deren Leben.
- Die jüdischen Gemeinden: Hier werden die Strukturen und die Rolle der jüdischen Gemeinden in Deutschland nach 1945 beleuchtet.
- Leben und Akzeptanz der jüdischen Bevölkerung: Dieses Kapitel untersucht die Lebensbedingungen der jüdischen Bevölkerung in Deutschland, die Herausforderungen der Integration und die Frage der Akzeptanz in der deutschen Gesellschaft.
- Antisemitismus und die Suche nach einem jüdischen Staat: Das Kapitel behandelt das Thema des Antisemitismus und die Bedeutung der Suche nach einem eigenen Staat für die jüdische Bevölkerung.
Schlüsselwörter
Die Arbeit beschäftigt sich mit den zentralen Themen der jüdischen Geschichte in Deutschland nach 1945, wie z.B. der Auswanderung, der Integration, dem Antisemitismus, der Bildung von jüdischen Gemeinden und der Suche nach einem eigenen Staat. Weitere wichtige Konzepte sind die „displaced persons“, die Rechtslage der Juden und die psychologischen Folgen des Holocausts.
Häufig gestellte Fragen
Was geschah mit den überlebenden Juden in Deutschland nach 1945?
Die Arbeit analysiert die Lebensumstände der Überlebenden, ihre Behandlung, die Bildung neuer Gemeinden und die Entscheidung zwischen Auswanderung oder Verbleib in Deutschland.
Wohin wanderten deutsche Juden nach dem Holocaust aus?
Die Untersuchung beleuchtet die verschiedenen Zielstaaten der Auswanderung sowie die spezifischen Beweggründe der jüdischen Bürger für das Verlassen Deutschlands.
Endete die Ausgrenzung von Juden mit dem Jahr 1945?
Die Arbeit thematisiert kritisch, ob die Judenausgrenzung 1945 tatsächlich endete oder ob sie in Deutschland und anderen Staaten fortbestand.
Welche Rolle spielen psychologische Aspekte in der Vergangenheitsbewältigung?
Es wird untersucht, ob es den Betroffenen seelisch überhaupt möglich war, im „Land der Täter“ zu bleiben, und wie die psychologischen Folgen des Holocausts das Leben prägten.
Was sind „Displaced Persons“ (DPs)?
Das Kapitel zur Auswanderung analysiert die Situation der sogenannten „displaced persons“, also Menschen, die durch den Krieg entwurzelt wurden und sich vorübergehend in Lagern in Deutschland befanden.
Wie entwickelte sich die jüdische Bevölkerung in der BRD und DDR?
Die Arbeit nutzt Statistiken, um die Anzahl jüdischer Bürger in beiden deutschen Staaten von den 50er Jahren bis zur heutigen Situation zu vergleichen.
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- Master of Arts Christian Werth (Author), 2009, Juden in Deutschland nach 1945, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/165851