Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Germanistik - Literaturgeschichte, Epochen

Der Animationsfilm „Shrek - ein Tollkühner Held“ und seine Beziehung zum Märchen

Ein SHREKliches Märchen

Titel: Der Animationsfilm „Shrek - ein Tollkühner Held“ und seine Beziehung zum Märchen

Seminararbeit , 2010 , 16 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Jan Wessel (Autor:in)

Germanistik - Literaturgeschichte, Epochen
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Im Jahr 2001 veröffentlichten die Dreamworks Studios den Film Shrek – Ein tollkühner Held. Dieser Film war einer der ersten vollständig computeranimierten Kinofilme. Aber nicht nur wegen seiner neuartigen Technik sondern auch wegen seiner ideenreichen und humorvollen Geschichte wurde Shrek zu einem sehr erfolgreichen Film. Dabei ist Shrek, wie versucht wird zu zeigen, kein gewöhnlicher Kinderfilme, sondern ein Werk mit verschiedenen Ebenen. Offensichtlich beschäftigt sich der Film mit Märchen. Inwieweit er aber auch als Märchenfilm oder etwa als Parodie über Märchen verstanden werden kann, soll im Folgenden untersucht werden.
Zuerst werde ich den Inhalt des Films kurz zusammenfassen, dann den Begriff der Parodie definieren, im Anschluss daran mit dieser Definition den Inhalt des Films untersuchen, bevor ich diesen dann anhand der Kriterien für die Märchenform, die der Märchenforscher Max Lüthi vorgestellt hat, analysieren werde.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Inhalt

3. Parodie

4. Shrek als Parodie

5. Form des Märchens

5.1 Eindimensionalität

5.2 Flächenhaftigkeit

5.3 Abstrakter Stil

5.4 Isolation und Allverbundenheit

5.5 Sublimation und Welthaltigkeit

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Film "Shrek – Ein tollkühner Held" im Hinblick auf seine Funktion als Parodie auf das Märchengenre sowie auf die Märchenverfilmungen von Disney, unter Einbeziehung der formalen Kriterien des Märchenforschers Max Lüthi.

  • Analyse von "Shrek" als moderne Märchenparodie.
  • Untersuchung der filmischen Auseinandersetzung mit Disney-Konventionen.
  • Anwendung der Märchen-Kriterien nach Max Lüthi auf den Animationsfilm.
  • Vergleich zwischen klassischer Märchenstruktur und filmischer Adaption.
  • Reflexion über die mediale Transformation märchenhafter Erzählelemente.

Auszug aus dem Buch

Eindimensionalität

Das Kriterium der Eindimensionalität unterscheidet Märchen am deutlichsten von anderen Geschichten in denen das Übernatürliche vorkommt. Auch im Märchen kommt das Jenseitige und Übernatürliche häufig vor. Aber es unterscheidet sich durch den Umgang mit dem Übernatürlichen. Das Übernatürliche steht im Märchen nicht der Realität gegenüber, sondern es steht ohne Abstand in der Welt. Im Märchen gibt es daher weder numinose Angst noch Neugier. Weder die handelnden Personen noch die Leser sind verwundert, wenn das Übernatürliche im Märchen in Erscheinung tritt.15

Das Medium des Animations- oder Zeichentrickfilms ist gut geeignet, dieses Kriterium umzusetzen, weil „es dem Zeichentrickfilmer gleichgültig [sein kann], ob er etwas 16 Wunderbares und Normales werden also schon in gleicher Weise dargestellt.

Auch im Film Shrek wird das Kriterium umgesetzt. Die Fabelwesen gehören offensichtlich zu jener Welt dazu. Niemand ist verwundert, über die Hexen die durch die Luft fliegen können, oder über Pinoccio. Shrek wirkt zwar zuerst furchteinflößend auf die Menschen im Film, nicht aber auf den Zuschauer. Und auch die Menschen im Film fürchten sich nicht vor Shrek weil er übernatürlich ist, sondern weil er ein großer und furchteinflößender Orger ist. Daher können sie auch schnell ihre Meinung ändern, als sie erkennen wie sympathisch Shrek eigentlich ist. Auch können die Menschen in Shrek direkt einen Orger erkennen, wissen also über die verschiedenen Arten des Übernatürlichen Bescheid.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in das Thema, Vorstellung des Films und Erläuterung der methodischen Vorgehensweise anhand von Max Lüthis Kriterien.

2. Inhalt: Kurze Zusammenfassung der Filmhandlung von "Shrek – Ein tollkühner Held".

3. Parodie: Definition des Parodie-Begriffs und Differenzierung zwischen seriösen und trivialen Formen.

4. Shrek als Parodie: Analyse von "Shrek" als Parodie auf klassische Märchen, Disney-Filme und moderne Popkultur.

5. Form des Märchens: Detaillierte Untersuchung des Films anhand der fünf zentralen Merkmale nach Max Lüthi.

6. Fazit: Zusammenfassende Bewertung von "Shrek" als hybrides Werk, das Parodie und eigene Märchenform verbindet.

Schlüsselwörter

Shrek, Märchen, Parodie, Disney, Animationsfilm, Max Lüthi, Eindimensionalität, Flächenhaftigkeit, Abstrakter Stil, Isolation, Allverbundenheit, Sublimation, Welthaltigkeit, Medienanalyse, Filmgenre

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert den Animationsfilm "Shrek" auf seine parodistischen Elemente in Bezug auf klassische Märchen und den Disney-Stil.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentral sind der Begriff der Parodie, die Struktur des modernen Animationsfilms und die Übertragbarkeit der Märchen-Kriterien von Max Lüthi.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu klären, inwieweit "Shrek" als bloße Parodie verstanden werden kann oder durch seine Form selbst die Qualität eines modernen Märchens besitzt.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Autorin kombiniert eine parodietheoretische Untersuchung mit einer strukturalistischen Analyse anhand der fünf Märchenkriterien von Max Lüthi.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die inhaltliche Zusammenfassung, die definitorische Klärung der Parodie, deren Anwendung auf "Shrek" sowie die systematische Untersuchung der filmischen Form.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die wichtigsten Schlagworte sind Märchen, Parodie, Disney, Animationsfilm, Medialität und die fünf Lüthi-Kriterien.

Wie unterscheidet sich die Parodie in Shrek gegenüber klassischen Märchen?

Während klassische Märchen lediglich zitiert oder verulkt werden, ist die Kritik an der "sterilen" Disney-Welt im Film wesentlich schärfer und gezielter angelegt.

Warum spielt die Figur des Lord Farquaad eine besondere Rolle für die Parodie?

Lord Farquaad wird als Parodie auf den damaligen Disney-Geschäftsführer Michael Eisner gedeutet, der durch seine Tyrannei eine "perfekte" und sterile Märchenwelt erzwingen will.

Welche Rolle spielt die Animationstechnik für die "Flächenhaftigkeit" des Films?

Da der Film technisch zweidimensional ist, muss die Narration zwangsläufig auf einer ähnlichen "Fläche" stattfinden wie im literarischen Märchen, da eine psychologische Tiefgründigkeit oft durch äußere Handlungen ersetzt wird.

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der Animationsfilm „Shrek - ein Tollkühner Held“ und seine Beziehung zum Märchen
Untertitel
Ein SHREKliches Märchen
Hochschule
Universität Münster
Note
1,0
Autor
Jan Wessel (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
16
Katalognummer
V166631
ISBN (eBook)
9783640833610
ISBN (Buch)
9783640833382
Sprache
Deutsch
Schlagworte
animationsfilm tollkühner held“ beziehung märchen shrekliches zeichentrick
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Jan Wessel (Autor:in), 2010, Der Animationsfilm „Shrek - ein Tollkühner Held“ und seine Beziehung zum Märchen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/166631
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  16  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum