2 Sachanalyse
Aufgrund der umfassenden Thematik und den zahlreichen Sonderfällen bin ich ge-zwungen, die Sachanalyse auf wenige, für das Verständnis und den Zusammenhang wichtige Aspekte zu beschränken.
2.1 Satzglieder
Satzglieder sind die kleinsten in sich zusammengehörigen Elemente des Satzes (Wörter und Wortgruppen), die sich nur geschlossen verschieben und als ganze er-setzen lassen. Die Satzglieder sind in ihrer Anordnung vom Prädikat bestimmt.
Es lassen sich neben dem Prädikat folgende Satzglieder bestimmen:
- Glieder, die im Kasus bestimmt sind, wie z.B. Subjekt, Akkusativ-, Dativ-, Genitiv-objekt...
- Glieder , die im Kasus nicht bestimmt sind, wie z.B. Satzadjektiv, Satzpartikel...
2.2 Subjekt
„Das Subjekt ist der formale und funktionale Ansatz- bzw. Ausgangspunkt des verba-len Geschehens, das durch das Prädikat bezeichnet wird. Merkmal dafür ist die im deutschen Satz zwingend vorgeschriebene Kongruenz zwischen Subjekt und Fini-tum. Mit ihr hängt zusammen, dass die Subjektstelle in der Regel durch ein Glied im Nominativ besetzt ist; (...)“
Das Subjekt kann man mittels folgender Verfahren bestimmen:
1. Infinitivprobe: Man löst das Prädikat aus dem Satz heraus und setzt es in den In-finitiv; ihm ordnet man die Glieder zu, die auch bei infinitivischer Formulierung in-nerhalb des Wortverbands, der durch das Verb organisiert wird, bleiben. Man nennt diesen Wortverband die (verbale) Wortkette:
Das Architektenteam stellt das Haus innerhalb eines Jahres fertig.
Das Haus innerhalb eines Jahres fertigstellen II das Architektenteam
2. Kongruenzprobe: Man ersetzt die Singularform des Finitums durch eine Plural-form (oder die Pluralform des Finitums durch eine Singularform). Das Glied, das notwendig seinen Numerus ändert ist Subjekt:
Das Architektenteam stellt das Haus innerhalb eines Jahres fertig.
Die Architektenteams stellen das Haus innerhalb eines Jahres fertig.
3. Passivprobe (für Sätze mit passivfähigen Verben, die im Aktiv stehen): Das Sub-jekt eines Satzes, in dem das Prädikat im Aktiv steht, wird zu einem präpositional eingeleiteten Glied mit von oder durch, wenn das Prädikat in das Passiv gesetzt wird:
Das Architektenteam stellt das Haus innerhalb eines Jahres fertig.
Von dem/durch das Architektenteam wird das Haus innerhalb eines Jahres fertiggestellt.
4. Ist die Bestimmung des Subjekts vor allem deswegen ein Problem, weil eine No-minativform nicht eindeutig erkennbar ist, sind folgende Verfahren möglich: [...]
Inhaltsverzeichnis
1 Situation der Klasse
1.1 Zusammensetzung
1.2 Soziales Klima
1.3 Lernvoraussetzungen und Arbeitsverhalten
2 Sachanalyse
2.1 Satzglieder
2.2 Das Subjekt
3 Didaktische Analyse
3.1 Bezug zum Bildungsplan
3.2 Auswahl und Begrenzung des Stundeninhalts
3.3 Vorwissen der Schüler
4 Lernziele
4.1 Inhaltliche Ziele
4.2 Erzieherische Ziele
5 Methodische Analyse
5.1 Einstieg
5.2 Wiederholung
5.3 Arbeitsphase
5.4 Abschlussgespräch
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit entwickelt einen detaillierten Unterrichtsentwurf für den Deutschunterricht in einer fünften Klasse mit dem Fokus auf die Einführung bzw. Wiederholung des Satzglieds „Subjekt“. Ziel ist es, den Schülern durch handlungsorientierte Lernmethoden die grammatikalische Funktion des Subjekts näherzubringen und gleichzeitig die Motivation in einer leistungsmäßig heterogenen sowie sozial unruhigen Klasse zu steigern.
- Grammatikalische Analyse der Satzstruktur in der 5. Klasse
- Methodische Konzeption eines schülerzentrierten Lernspiels
- Umgang mit Verhaltensauffälligkeiten und Heterogenität im Klassenverband
- Förderung der Satzgliedbestimmung mittels der „Wer oder was?“-Frage
Auszug aus dem Buch
2.2 Subjekt
„Das Subjekt ist der formale und funktionale Ansatz- bzw. Ausgangspunkt des verbalen Geschehens, das durch das Prädikat bezeichnet wird. Merkmal dafür ist die im deutschen Satz zwingend vorgeschriebene Kongruenz zwischen Subjekt und Finitum. Mit ihr hängt zusammen, dass die Subjektstelle in der Regel durch ein Glied im Nominativ besetzt ist; (...)“ 2
Das Subjekt kann man mittels folgender Verfahren bestimmen:
1. Infinitivprobe: Man löst das Prädikat aus dem Satz heraus und setzt es in den Infinitiv; ihm ordnet man die Glieder zu, die auch bei infinitivischer Formulierung innerhalb des Wortverbands, der durch das Verb organisiert wird, bleiben. Man nennt diesen Wortverband die (verbale) Wortkette:
Das Architektenteam stellt das Haus innerhalb eines Jahres fertig.
Das Haus innerhalb eines Jahres fertigstellen II das Architektenteam
2. Kongruenzprobe: Man ersetzt die Singularform des Finitums durch eine Pluralform (oder die Pluralform des Finitums durch eine Singularform). Das Glied, das notwendig seinen Numerus ändert ist Subjekt:
Das Architektenteam stellt das Haus innerhalb eines Jahres fertig.
Die Architektenteams stellen das Haus innerhalb eines Jahres fertig.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Situation der Klasse: Dieses Kapitel analysiert die Zusammensetzung, das soziale Gefüge und die spezifischen Lernvoraussetzungen der 5. Klasse, wobei insbesondere auf Verhaltensauffälligkeiten und Leistungsunterschiede eingegangen wird.
2 Sachanalyse: Hier werden die theoretischen Grundlagen zu Satzgliedern dargelegt und das Subjekt als zentrales grammatikalisches Element sowie dessen Bestimmungsverfahren erläutert.
3 Didaktische Analyse: Dieses Kapitel verknüpft das Stundenthema mit dem offiziellen Bildungsplan und begründet die Auswahl der didaktischen Methoden sowie die Berücksichtigung des Vorwissens der Lernenden.
4 Lernziele: Es werden die inhaltlichen Kompetenzen, die durch die Stunde erworben werden sollen, sowie die pädagogischen Erziehungsziele definiert.
5 Methodische Analyse: Dieser Teil beschreibt detailliert die geplante Struktur der Unterrichtsstunde, vom motivierenden Einstieg über die Erarbeitung mittels eines Lernspiels bis hin zum abschließenden Klassengespräch.
Schlüsselwörter
Unterrichtsentwurf, Deutschunterricht, Subjekt, Satzglieder, Grammatik, Klasse 5, Handlungsorientierung, Lernspiel, Unterrichtsmethodik, Didaktik, Satzbestimmung, Sozialgefüge, Sprachbetrachtung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit?
Die Arbeit stellt einen detaillierten Unterrichtsentwurf für das Fach Deutsch in einer fünften Klasse vor, mit dem Ziel, das grammatikalische Verständnis für das Satzglied „Subjekt“ zu festigen.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Im Zentrum stehen die theoretische Definition des Subjekts, die didaktische Einordnung in den Bildungsplan sowie die methodische Umsetzung in einer verhaltensauffälligen Lerngruppe.
Was ist das primäre Ziel der Unterrichtsstunde?
Die Schüler sollen das Subjekt eines Satzes mithilfe der „Wer oder was?“-Probe sicher identifizieren können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Der Entwurf basiert auf einer Sachanalyse linguistischer Strukturen (Satzglieder) und einer methodischen Planung nach Kriterien der schülerorientierten Unterrichtsgestaltung.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine Analyse der Ausgangslage, eine didaktische Rechtfertigung der Inhalte und eine detaillierte Phasenplanung der Stunde inklusive der notwendigen Materialien.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Satzglieder, Subjekt, Unterrichtsplanung, Handlungsorientierung und Differenzierung.
Warum wurde ein Lernspiel als Methode gewählt?
Das Lernspiel soll das abstrakte Grammatikthema handelnd erfahrbar machen und durch das Lösungsbild eine direkte Selbstkontrolle ermöglichen, was besonders in einer unruhigen Klasse die Eigenmotivation fördert.
Wie geht der Entwurf mit den Leistungsunterschieden in der Klasse um?
Es ist eine Differenzierung vorgesehen: Während die Partnerarbeit schwächere Schüler unterstützt, erhalten leistungsstärkere Schüler bei vorzeitigem Abschluss des Spiels ein zusätzliches Arbeitsblatt zur Vertiefung.
- Quote paper
- Anonym (Author), 2002, Unterrichtsstunde: Das Subjekt (5. Klasse), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/16740