Unterrichtsstunde: Die Sinne (1. / 2. Klasse)


Unterrichtsentwurf, 2001

13 Seiten, Note: 1,5

Anonym


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis:

1 Situation der Klasse
1.1 Zusammensetzung
1.2 Soziales Klima
1.3 Lern- und Arbeitsverhalten

2 Sachanalyse
2.1 Das Auge
2.2 Das Ohr
2.3 Die Nase/ Die Zunge
2.4 Die Haut

3 Didaktische Analyse
3.1 Bezug zum Bildungsplan
3.2 Auswahl und Begrenzung des Stundeninhalts
3.3 Vorwissen der Schüler

4 Lernziele.
4.1 Inhaltliche Ziele.
4.2 Erzieherische Ziele

5 Methodische Analyse.
5.1 Einstieg / Wiederholung
5.2 Arbeitsphase
5.3 Abschluss

6 Medien

7 Literaturangaben

1 Situation der Klasse

1.1 Zusammensetzung

Die Klasse besteht aus 23 Schülern: 14 Jungen und 9 Mädchen. Von diesen Schülern sind 11 Erstklässler und 12 Zweitklässler. Da die Schule am Modell „Schulanfang auf neuen Wegen“ teilnimmt, sind auch Schüler dabei, die im Frühjahr eingeschult wurden.

Die Schüler stammen aus X und den umliegenden Orten.

1.2 Soziales Klima

In der Klasse herrscht meistens eine ruhige und konzentrierte Arbeitsatmosphäre. Die Schüler arbeiten mit Freude mit den zahlreichen Materialien. Dabei bilden sie oft kleinere Gruppen (2-er Gruppen) in welchen sie zusammenarbeiten oder sich helfen. Im Umgang miteinander fällt kein Kind negativ auf; auch Konkurrenzkämpfe habe ich bisher nicht beobachtet. Einen richtigen Außenseiter, der von allen gemieden wird, gibt es in der Klasse nicht.

Das Verhältnis zur Klassenlehrerin ist aufgeschlossen und ungezwungen. Die Schüler kennen die Regeln und sind bemüht, diese einzuhalten. Weder was die einzelnen Charaktere, noch was die Lern- und Leistungsfähigkeit betrifft, ist die Klasse homogen. Einzelne Schüler fallen auf, wie z.B. X. Diese Schülerin weist schwache Lernerfolge auf, obwohl sie leisten will. Ihre Schrift und ihre Bilder zeigen deutlich, dass sie selbst einfache Bewegungen ( wie z.B. Linien) nicht richtig koordinieren kann. Die Klassenlehrerin vermutet eine Wahrnehmungsstörung.

Ihre Tischnachbarinnen X und X zeigen ebenfalls Auffälligkeiten. X arbeitet sehr langsam oder verweigert die Arbeit ganz. Ihr Verhalten ist noch sehr kindlich und unreif. Auch X kann den Anforderungen nicht gerecht werden, wobei beachtet werden muss, dass sie erst im Januar eingeschult worden ist.

Bei den Jungen fällt X durch ständiges Reden auf. Es fällt ihm schwer, sich zu melden, wenn er einen Beitrag leisten will. Sein Arbeitsverhalten ist oftmals inkonsequent, obwohl er schnell auffasst und lernt.

Ein weiterer undisziplinierter Schüler ist X. Sein Verhalten zeigt, dass er große Probleme hat, die Regeln einzuhalten. Das führt zu mangelnder Verantwortung gegenüber seiner Arbeit. Obwohl er intelligent ist, bringt er nicht die Leistung, die er problemlos schaffen könnte.

1.3 Lernvoraussetzungen und Arbeitsverhalten

Die Schüler arbeiten für ihr Alter äußerst selbständig und eigenverantwortlich, was durch die Freie Arbeit gefordert und gefördert wird. Durch das Modell befinden sich Schüler mit sehr unterschiedlichem Wissenstand in der Klasse, wodurch die Klassenlehrerin den Unterricht und die Materialien sehr differenziert gestalten muss. Wie in jeder Klasse gibt es auch Unterschiede in Verantwortungsbewusstsein und Ordentlichkeit.

Gutes Arbeitsverhalten und Lernerfolge werden von der Klassenlehrerin gewürdigt und belohnt ( Fleißbildchen, Edelsteine, Lob). Außerdem wird großer Wert auf diszipliniertes und ruhiges Arbeiten gelegt. Die Hausaufgaben werden immer kontrolliert und müssen von den Schülern ggf. noch einmal überarbeitet werden. Die Klassenlehrerin erwartet einen gewissenhaften und bewussten Umgang mit dem Material. Daher räumen die Kinder benutzte Materialien sorgfältig wieder auf.

Natürlich haben einige Kinder noch Schwierigkeiten, diesen hohen Ansprüchen gerecht zu werden. Trotzdem habe ich den Eindruck, dass sich alle Kinder in der Klasse sehr wohl fühlen, die Lehrerin ins Herz geschlossen haben und sie als Autorität respektieren.

Bei den Stunden, die ich bisher gehalten habe ( meistens im FU), ist mir aufgefallen, dass einige Schüler oft mit dem Nachbarn reden, nebenher malen oder anderes machen. Da sie größtenteils in freier Arbeit und selbstgesteuert arbeiten können, haben manche Kinder scheinbar Probleme mit stark lehrerzentrierten Sozialformen. Bisher ist es mir trotzdem gelungen, in einigermaßen ruhigem Klima zu arbeiten, musste aber oft ermahnen.

2 Sachanalyse

2.1 Das Auge

Durch das Sehen erhält das Gehirn wertvolle Informationen.

Das Auge liegt in einer knöchernen Augenhöhle. Lichtstrahlen fallen durch die Pupille auf die Linse. Die Pupille kann als Eintrittsöffnung bezeichnet werden. Sie liegt inmitten des farbigen Teils der Augen, genannt Regenbogenhaut oder Iris. Ihre Öffnung kann sich vergrößern oder verkleinern. Somit kann die Menge des Lichts, das in die Augen fällt, kontrolliert werden. Bei wenig Licht öffnen sich die Pupillen weit, um soviel Licht wie möglich hereinzulassen. In hellem Licht hingegen werden sie sehr klein, um zu verhindern, dass zuviel Licht auf die Netzhaut gelangt und diese empfindliche Schicht schädigt.

Die Linse hinter der Iris bündelt die Lichtstrahlen, so dass sie auf die Retina ( oder Netzhaut) im hinteren Teil des Auges fallen. Dabei entsteht das Bild verkehrt herum, da die Lichtstrahlen sich hinter der Linse kreuzen. Sehnerven übertragen Informationen über die Bilder ins Gehirn. Dieses stellt daraus den Seheindruck wieder her. Die Netzhaut besteht aus spezialisierten Zellen, den Zapfen und den Stäbchen. Benannt wurden sie nach ihrer Form. Stäbchen nehmen Helligkeitsunterschiede, aber keine Farben wahr. Sie funktionieren auch bei Dämmerlicht. Die Zapfen hingegen nehmen Farben wahr und arbeiten nur bei hellem Licht.

Tränenflüssigkeit befeuchtet und säubert die Augen ununterbrochen und wird durch die Lider verteilt, die ungefähr alle zehn Sekunden schlagen. Die Tränen werden in den Tränendrüsen gebildet und enthalten Substanzen, die helfen, Infektionen zu verhindern. Die Tränendrüsen münden in den Augenwinkeln, die mit der Nasenhöhle verbunden sind. Deshalb läuft die Nase, wenn man weint.

2.2 Das Ohr

Das Ohr leitet Töne aus der Umwelt zum Gehirn weiter. Es nimmt sie wahr, stellt fest, woher sie kommen und was sie bedeuten. Töne sind Schwingungen, die sich in der Luft fortsetzen. Die Ohrmuschel fängt sie auf. Am Ende des Geförgangs befindet sich das Trommelfell, das je nach Ton mehr oder weniger stark schwingt. Drei Knöchelchen ( Hammer, Amboss, Steigbügel) verstärken die Schwingungen und leiten sie an die Schnecke weiter. Diese mit Flüssigkeit gefüllte schneckenförmige Röhre wandelt die Täne in Nervensignale um und schickt sie zum Gehirn. Die Flüssigkeit im Innenohr ist dafür verantwortlich, dass wir das Gleichgewicht verlieren. Wenn wir uns drehen und stehenbleiben, bewegt sich diese Flüssigkeit noch weiter.

2.3 Die Nase / Die Zunge

Die sichtbar äußere Nase stellt nur einen kleinen Teil der Nase dar ( Nasenrücken, Nasenflügel und – löcher). Die innere Nase wird in die Nasenhaupthöhle und die Nasennebenhöhlen aufgeteilt. Diese transportieren den Atemstrom in den Rachen. Die gesamte Nase ist mit einer Schleimhaut ausgekleidet. Der Schleim bildet feinste Staubpartikel. Er wird von einem Heer mikroskopisch kleiner Härchen nach außen transportiert. Im obersten Anteil der Nasenschleimhaut sind die Riechzellen eingebettet und ermöglichen uns, Gerüche wahrzunehmen.

[...]

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten

Details

Titel
Unterrichtsstunde: Die Sinne (1. / 2. Klasse)
Note
1,5
Jahr
2001
Seiten
13
Katalognummer
V16743
ISBN (eBook)
9783638214940
ISBN (Buch)
9783656240631
Dateigröße
447 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Namen von Personen und Orten wurden vor der Veröffentlichung geändert.
Schlagworte
1. Klasse, 2. Klasse, Klasse 1 und 2, Unterrichtsentwurf, Sachunterricht, Grundschule
Arbeit zitieren
Anonym, 2001, Unterrichtsstunde: Die Sinne (1. / 2. Klasse), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/16743

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