Fallstudie Betriebliches Umweltmanagement

Errichtung eines GuD Kraftwerks in Österreich


Projektarbeit, 2010

26 Seiten, Note: 1


Leseprobe

INHALTSVERZEICHNIS

1 EINLEITUNG

3 BERICHT
3.1 Konferenz in Kyoto und deren Ergebnisse
3.2 Erste Periode 2005 - 2007
3.3 Zweite Periode 2008 - 2012
3.4 EU Emission Trade System
3.4.1 Preise der Zertifikate:
3.4.2 Ausblick ETS
3.5 Weitere flexible Mechanismen - JI / CDM
3.5.1 JI - Joint Implementation (Art. 6 Kyoto Protokoll):
3.5.2 CDM - Clean Development Mechanism (Art. 12 Kyoto Protokoll)
3.6 Allokationspläne der EU-Staaten
3.7 NAP1 - NAP2: Zuteilung für die einzelnen Sektoren insbes. Elektrizitätswirtschaft
3.7.1 Zuteilung auf Branchenebene
3.7.2 Österreichischer Allokationsplan
3.8 Erreichbarkeit des Kyoto-Ziels für Österreich
3.9 Berechnungsverfahren der CO2-Menge insbes. bei Verbrennung von Erdgas
3.10 Definition SCOPE 1, 2, 3
3.11 Rechtliche Verpflichtungen in Österreich für CO2

4 VERZEICHNISSE
4.1 Abbildungsverzeichnis
4.2 Tabellenverzeichnis
4.3 Quellenverzeichnis

1 EINLEITUNG

Sie arbeiten als Umweltmanager in einem Unternehmen, das Wasserkraftwerke betreibt. Ihr Verantwortungsbereich liegt neben den Aufgaben des Abfallbeauftragten in der Fortführung des Umweltmanagementsystems.

Die Unternehmensleitung hat sich in der letzten Strategietagung u. a. das Ziel gesetzt, die produzierte Energiemenge zu erhöhen. Dabei wurde an die Errichtung eines Gas- und Dampf - Kraftwerkes gedacht.

Die Unternehmensleitung ist sich jedoch bewusst, dass durch den Betrieb eines solchen Kraftwerkes erstmals in der Unternehmensgeschichte Luftemissionen in großen Mengen entstehen würden. Daher würde man sich der CO2 - Thematik und - Problematik nicht entziehen können.

Auf diesem Grund erhielten Sie vom Geschäftsführer den Auftrag sich in die Thematik einzuarbeiten.

2 AUFGABENSTELLUNG

Erstellen Sie für die Unternehmensleitung einen Bericht (ca. 20 Seiten), der alles Wissenswerte über die CO2 - Thematik enthält. Der Bericht soll verständlich sein, gleichsam aber die nötigen Hintergrundinformationen bieten. Hinterlegen Sie den Bericht mit Tabellen und Grafiken um ihn lesbar zu machen.

Erfüllen Sie insbesondere folgende Fragestellungen

- Konferenz in Kyoto und deren Ergebnisse
- Erste Periode 2005 - 2007: Ziele Ergebnisse (insbesondere für Österreich)
- Zweite Periode 2008 - 2012: Ziele, derzeitige Ausblicke (insbesondere für Österreich)
- EU ETS: Beginn, Aufgaben, Funktionsweise, Preise der Zertifikate und deren Handel, Ausblick
- Flexible Mechanismen: JI / CDM
- Allokationspläne der EU-Staaten
- NAP1 - NAP2: Zuteilung für die einzelnen Sektoren insbes. Elektrizitätswirtschaft
- Erreichbarkeit des Kyoto-Ziels für Österreich
- Berechnungsverfahren der CO2-Menge insbes. bei Verbrennung von Erdgas
- SCOPE 1, 2, 3: Definition
- Derzeitige rechtliche Verpflichtungen in Österreich für CO2, skizzieren Sie diese

3 BERICHT

Die CO2 Thematik, die das Projektvorhaben „Errichtung GuD Kombikraftwerk“ begleitet, hat ihren populären Ausgangspunkt rund um das Kyoto Protokoll, dass in der Folge näher skizziert und erläutert wird. Die die daraus abzuleitenden Folgerungen für Österreich als auch unser Vorhaben zur Errichtung eines GUD Kombikraftwerks werden ebenso umrissen. Mit diesem Bericht soll unserer Unternehmensleitung ein kompakter und verdichteter Überblick zur CO2 Thematik geliefert werden.

Die in diesem Bericht zusammengeführten Informationen kommen alle aus den in Kapitel 5 genannten Quellen.

3.1 Konferenz in Kyoto und deren Ergebnisse

Das Kyoto-Protokoll (benannt nach dem Ort der Konferenz Kyōto in Japan) ist ein am 11. Dezember 1997 beschlossenes Zusatzprotokoll zur Ausgestaltung der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen (UNFCCC) mit dem Ziel des Klimaschutzes. Das erst am 16. Februar 2005 in Kraft getretene und 2012 auslaufende Abkommen legte erstmals völkerrechtlich verbindliche Zielwerte für den Ausstoß von Treibhausgasen in den Industrieländern fest, welche die hauptsächliche Ursache der globalen Erwärmung sind.

Die Zunahme dieser Treibhausgase in der Atmosphäre ist überwiegend auf menschliche Aktivitäten zurückzuführen, insbesondere durch das Verbrennen fossiler Brennstoffe, Viehhaltung und Rodung von Wäldern. Die im Protokoll reglementierten Gase sind: Kohlenstoffdioxid (CO2, dient als Referenzwert), Methan (CH4), Distickstoffoxid (Lachgas, N2O), teilhalogenierte Fluorkohlenwasserstoffe (H- FKW/HFCs), perfluorierte Kohlenwasserstoffe (FKW/PFCs) und Schwefelhexafluorid (SF6).

Das Protokoll sieht vor, den jährlichen Treibhausgas-Ausstoß der Industrieländer innerhalb der sogenannten ersten Verpflichtungsperiode (2008-2012) um durchschnittlich 5,2 % gegenüber dem Stand von 1990 zu reduzieren. Trotzdem konnte es bislang nur wenig am allgemeinen Wachstumstrend der wichtigsten Treibhausgase ändern. Die Emissionen von Kohlendioxid und Lachgas steigen weiter unvermindert an, und der Ausstoß von Methan und den verschiedenen Kohlenwasserstoffen hat sich aus anderen Gründen stabilisiert, darunter das den Schutz der Ozonschicht reglementierende Montreal-Protokoll.

Auf der Konferenz der Vertragsstaaten im Dezember 2007 auf Bali wurde eine Einigung über die Rahmenvorgaben für die Verhandlungen über die Reduktionsverpflichtungen der Industrienationen in der 2013 beginnenden zweiten Verpflichtungsperiode erzielt. Die Verhandlungen sollen im Dezember 2009 auf dem Klimagipfel in Kopenhagen abgeschlossen werden. Strittig sind vor allem der Umfang der Reduktionen sowie die Einbindung von Schwellen- und Entwicklungsländern als auch einem der weltweit größten Emittenten (Vereinigten Staaten von Amerika), der das Protokoll nie ratifiziert hat (siehe Abbildung 1).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Weltkarte Kyoto Ratifizierungen

3.2 Erste Periode 2005 - 2007

Hier muss zwischen der ersten Verpflichtungsperiode nach Kyoto Protokoll (Start erst

2008-2012) und der ersten Periode (Phase 1) des EU weiten Emissionshandel

unterschieden werden (siehe Details in Abbildung 2).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Chronologie der Verhandlungen

Die EU Emissionsrahmenrichtlinie 2003/87/EG (nationale Umsetzungen) stellt ein eigenes internes Emissionshandelssystem dar und wurde vom Europäischen Parlament am 2. Juli 2003 ausgegeben. In Österreich wurde es mit dem Emissionszertifikategesetz EZG umgesetzt. Ziel ist die Schaffung eines Systems für den Handel mit Treibhausgasen (THG) via Emissionszertifikate, um auf kosteneffiziente und wirtschaftliche Weise THG Emissionen zu verringern. Der Europaweite Start war im Jänner 2005, die EU nahm dabei eine Vorreiterrolle der EU ein. Details zum ETS können dem Kapitel 3.4 entnommen werden.

Das Ergebnis der Phase 1 war, dass es zu einem massiven Preisverfall der Zertifikate kam und die Nationalstaaten 95 % der Zertifikate kostenlos verteilen mussten. 5 % konnten versteigert werden. Nur wenige Mitgliedstaaten nutzten ihren Spielraum, fast alle Emissionsberechtigungen wurden verschenkt! Phase 1 stand unter dem Zeichen einer massiven Überallokation an Berechtigungen. Insgesamt wurden etwa 2150 Millionen Zertifikate pro Jahr ausgegeben. Tatsächlich wurden jährlich gut 100 Millionen Tonnen weniger emittiert als durch Zertifikate erlaubt gewesen wäre. Der kontinuierliche Preisverfall zum Ende des Jahres 2007 ist darauf zurückzuführen, dass die Zertifikate nicht in die nächste Periode mitgenommen werden konnten.

Entsprechend näherte sich ihr Wert gegen Null.

Zusammenfassend kann daher festgestellt werden, dass in der ersten Periode (2005- 2007; learning period) mehr Zertifikate zugeteilt als benötigt wurden.

[...]

Ende der Leseprobe aus 26 Seiten

Details

Titel
Fallstudie Betriebliches Umweltmanagement
Untertitel
Errichtung eines GuD Kraftwerks in Österreich
Hochschule
Fachhochschule Burgenland  (Gebäudetechnik und Gebäudemanagement)
Note
1
Autor
Jahr
2010
Seiten
26
Katalognummer
V167754
ISBN (eBook)
9783640847112
ISBN (Buch)
9783640843237
Dateigröße
1066 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Fallstudie aus Unternehmenssicht (Stabstelle) zur Vorprüfung der wesentliches (inter-)nationalen Rahmenbedingungen für Errichtung eines GuD Kombikraftwerks in Österreich
Schlagworte
Kyoto Protokoll;, Österreich;, Klimaschutz;, CO2;, fossile Energieträger;, Kraftwerkerrichtung;, Vorprüfung;, Machbarkeitsstudie;, Fallstudie;, Betriebliches Umweltmanagement;, Rahmenbedingungen;, GuD Kraftwerk, ETS, NAP 1;, NAP 2;, Berechnungsverfahren Erdgas COs, JI/CDM, 2005-2007, 2008-2013
Arbeit zitieren
Mag.(FH) Dipl.-Ing. Josef Strohmaier, MPA (Autor), 2010, Fallstudie Betriebliches Umweltmanagement, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/167754

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