Dieses Buch untersucht die Transformation menschlicher Freiheit im Zeitalter digitaler Macht, des Überwachungskapitalismus und der biopolitischen Steuerung gesellschaftlicher Prozesse. Ausgehend von kritischer Philosophie (Foucault, Agamben, Han, Butler), politischer Theorie und orthodoxer theologischer Anthropologie wird gezeigt, dass zeitgenössische Machtformen nicht mehr primär durch Repression wirken, sondern durch die Produktion von Subjektivität, Identität und normierter Verhaltensweisen.
Die Studie verfolgt eine philosophische Entwicklungslinie von der neuzeitlichen Autonomie und den klassischen Revolutionsmodellen hin zu einer postpolitischen Situation, in der technologische Systeme das menschliche Dasein jenseits traditioneller politischer Kontrolle strukturieren. In diesem Kontext erweisen sich herkömmliche Konzepte von Emanzipation, Widerstand und politischer Befreiung als unzureichend.
Als alternative Denkfigur führt das Buch den Begriff der Theosis ein, verstanden nicht als religiöse Weltflucht, sondern als ontologisches Modell von Freiheit. Theosis wird als eine Existenzweise beschrieben, die auf relationaler Personalität gründet und sich der algorithmischen Reduktion, der digitalen Objektivierung und der biopolitischen Verwaltung des Menschen entzieht.
Durch die Verbindung orthodoxer Theologie mit zeitgenössischer Macht- und Technologiekritik entwickelt diese Monographie einen neuen Freiheitsbegriff jenseits von Autonomie, Identität und Performativität – hin zu Freiheit als Beziehung, Teilhabe und ontologischer Vollzug.
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- Photios Zygoulis (Autor:in), 2026, Von der Unterwerfung zur Theosis, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1688153