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Die zweifelhafte Liebesgeschichte zwischen Hamlet und Ophelia und ihre Auswirkungen auf diverse Hamlet-Verfilmungen

Title: Die zweifelhafte Liebesgeschichte zwischen Hamlet und Ophelia und ihre Auswirkungen auf diverse Hamlet-Verfilmungen

Seminar Paper , 2010 , 24 Pages , Grade: 2,7

Autor:in: Stefanie von Rossek (Author)

Theater Studies, Dance
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William Shakespeares Stück „Hamlet“ ist wohl nicht nur eines seiner umstrittensten Werke, sondern eines der umstrittensten Werke in der gesamten Literatur überhaupt. Dies hat zur Folge, dass insbesondere Hamlets Charakter als rätselhaft gilt und es zahlreiche Debatten über die Person dieser Figur gegeben hat. Dennoch wird es in dieser Arbeit um Hamlets Charakter nur bedingt gehen, vielmehr setzen sich die folgenden Seiten mit dem Liebespaar Hamlet und Ophelia auseinander. Oder wenn man es konkret ausdrücken will: mit dem „Nicht-Liebespaar“. Ich werde im Folgenden analysieren, inwiefern die Liebe zwischen Hamlet und Ophelia anzuzweifeln ist, da sie hochgradig einseitig – von Seiten Ophelias – zu sein scheint und inwiefern diese Tatsache – die sich bereits im geschriebenen Werk Shakespeares selbst finden lässt – Auswirkungen auf sämtliche „Hamlet“-Verfilmungen zeigt.
Im Endeffekt bedeutet das, ich beginne mit einer bloßen Textanalyse, welche sich ausschließlich auf Hamlets Beziehung zu Ophelia konzentriert, und werde mich anschließend mit einigen Filmbeispielen beschäftigen, welche ich der Einfachheit chronologisch angesetzt habe. Es existieren verschiedene Arten von Hamlet-Adaptionen und dennoch machen sie alle deutlich, dass die Liebesgeschichte in Shakespeares besagtem Text marginal ist.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Hamlets zweifelhafte Liebe zu Ophelia

2. Der weibliche Hamlet bei Svend Gade

3. Der ödipale Hamlet bei Laurence Olivier

4. Die ödipale Fortsetzung bei Franco Zeffirelli

5. Der sexualisierte Hamlet bei Kenneth Branagh

6. Laertes als der größere Liebhaber wie Hamlet bei Michael Almereyda

7. Die Liebe in Shakespeares Hamlet als Rahmenhandlung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die rätselhafte und von Zurückweisung geprägte Liebesbeziehung zwischen Hamlet und Ophelia in William Shakespeares Drama sowie deren vielfältige, oft interpretative Darstellung in verschiedenen filmischen Adaptionen.

  • Analyse der Textgrundlage hinsichtlich der Interaktion von Hamlet und Ophelia
  • Untersuchung filmischer Inszenierungen unter Anwendung semiotischer Analysemethoden
  • Psychoanalytische Betrachtung der Mutter-Sohn-Beziehung (Ödipus-Komplex) in Verfilmungen
  • Vergleich der Darstellung von Liebes- und Rachemotiven in verschiedenen Adaptionen

Auszug aus dem Buch

1. Hamlets zweifelhafte Liebe zu Ophelia

William Shakespeares Stück „Hamlet“ ist wohl nicht nur eines seiner umstrittensten Werke, sondern eines der umstrittensten Werke in der gesamten Literatur überhaupt. Dies hat zur Folge, dass insbesondere Hamlets Charakter als rätselhaft gilt und es zahlreiche Debatten über die Person dieser Figur gegeben hat. Dennoch wird es in dieser Arbeit um Hamlets Charakter nur bedingt gehen, vielmehr setzen sich die folgenden Seiten mit dem Liebespaar Hamlet und Ophelia auseinander. Oder wenn man es konkret ausdrücken will: mit dem „Nicht-Liebespaar“. Ich werde im Folgenden analysieren, inwiefern die Liebe zwischen Hamlet und Ophelia anzuzweifeln ist, da sie hochgradig einseitig – von Seiten Ophelias – zu sein scheint und inwiefern diese Tatsache – die sich bereits im geschriebenen Werk Shakespeares selbst finden lässt – Auswirkungen auf sämtliche „Hamlet“-Verfilmungen zeigt.

Im Endeffekt bedeutet das, ich beginne mit einer bloßen Textanalyse, welche sich ausschließlich auf Hamlets Beziehung zu Ophelia konzentriert, und werde mich anschließend mit einigen Filmbeispielen beschäftigen, welche ich der Einfachheit chronologisch angesetzt habe. Es existieren verschiedene Arten von Hamlet-Adaptionen und dennoch machen sie alle deutlich, dass die Liebesgeschichte in Shakespeares besagtem Text ziemlich vernachlässigt wird. Bei den einzelnen Szenen werde ich hauptsächlich die Zeichenerklärung des amerikanischen Semiotikers Charles Morris anwenden, welche von Erika Fischer-Lichte präzise und einfach erläutert wird. Dafür bieten sich insbesondere die Kinesischen Zeichen an, welche sich in die mimischen, die proxemischen und die gestischen Zeichen unterteilen. Jeweils werden hier die Gesichtsbewegungen, die Bewegungen des Körpers und die Bewegung der Extremitäten untersucht. Da es mir am sinnvollsten erscheint, bei den einzelnen Szenen die selbe Untersuchungsebene der Zeichen zu gebrauchen, um den Vergleich plastischer herauszuarbeiten, werde ich mich insbesondere auf die gestischen Zeichen stützen. Doch dazu später mehr.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Hamlets zweifelhafte Liebe zu Ophelia: Einleitung in die Problematik der einseitigen Liebe zwischen den Protagonisten und Erläuterung der methodischen Vorgehensweise.

2. Der weibliche Hamlet bei Svend Gade: Analyse einer Stummfilm-Adaption, in der Hamlet als Frau dargestellt wird, die sich für einen Mann ausgibt, um die Herrschaft zu sichern.

3. Der ödipale Hamlet bei Laurence Olivier: Untersuchung der filmischen Umsetzung, die Hamlets Handeln durch den Ödipus-Komplex und eine starke Bindung an seine Mutter erklärt.

4. Die ödipale Fortsetzung bei Franco Zeffirelli: Betrachtung einer späteren Adaption, welche die ödipale Interpretation Oliviers aufgreift und explizit weiterführt.

5. Der sexualisierte Hamlet bei Kenneth Branagh: Analyse der massiven Nutzung von Rückblenden, um eine explizite sexuelle Beziehung zwischen Hamlet und Ophelia zu etablieren.

6. Laertes als der größere Liebhaber wie Hamlet bei Michael Almereyda: Untersuchung einer modernen Adaption, in der die Beziehung zu Ophelia durch Laertes’ gesteigerte Zuneigung in ein neues Licht gerückt wird.

7. Die Liebe in Shakespeares Hamlet als Rahmenhandlung: Synthese der Ergebnisse, die darlegt, warum die Liebesgeschichte in der Vorlage hinter die Aufgabe der Rache zurücktritt.

Schlüsselwörter

Hamlet, Ophelia, Shakespeare, Literaturanalyse, Filmadaption, Ödipus-Komplex, Semiotik, Liebesbeziehung, Inszenierung, Filmvergleich, Regie, Charakterdarstellung, Dramaturgie, Wahnsinn, Rache

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Liebesbeziehung zwischen Hamlet und Ophelia und analysiert, warum diese im Originaltext als zweifelhaft betrachtet werden kann und wie Regisseure diese Unklarheit in Verfilmungen unterschiedlich interpretieren.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind das Liebesverhältnis zwischen Hamlet und Ophelia, die psychoanalytische Deutung von Hamlets Charakter (insbesondere der Ödipus-Komplex) sowie die filmische Umsetzung literarischer Vorlagen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie verschiedene Filmregisseure die im Text angelegten Lücken bezüglich der Liebesbeziehung durch eigene Narrative füllen, um Hamlet entweder als liebenden oder als distanzierten Partner darzustellen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin kombiniert eine literaturwissenschaftliche Analyse des Originalstücks mit einer semiotischen Analyse der Kinesik (Körperzeichen) in den ausgewählten Filmbeispielen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert chronologisch verschiedene Hamlet-Verfilmungen (u.a. von Olivier, Zeffirelli, Branagh und Almereyda) und untersucht jeweils spezifisch die Inszenierung der Interaktion zwischen Hamlet und Ophelia.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Hamlet-Adaptionen, Ödipus-Komplex, intermediale Analyse, Liebesgeschichte und Charakter-Interpretation charakterisieren.

Wie beeinflusst der Ödipus-Komplex die Interpretation bei Laurence Olivier?

In Oliviers Verfilmung dient der Ödipus-Komplex als Erklärung für Hamlets Unfähigkeit, sein Leben normal zu führen und eine echte Liebesbeziehung zu Ophelia aufzubauen, da sein Fokus emotional auf seiner Mutter liegt.

Welchen Stellenwert nimmt Ophelia in Kenneth Branaghs Inszenierung ein?

Branagh wertet Ophelias Rolle durch zahlreiche, explizite Rückblenden auf, die eine sexuelle Beziehung zwischen ihr und Hamlet visualisieren, um eine emotionale Tiefe zu erzeugen, die im Text so nicht explizit vorhanden ist.

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Details

Title
Die zweifelhafte Liebesgeschichte zwischen Hamlet und Ophelia und ihre Auswirkungen auf diverse Hamlet-Verfilmungen
College
LMU Munich  (Theaterwissenschaft)
Course
Hauptseminar
Grade
2,7
Author
Stefanie von Rossek (Author)
Publication Year
2010
Pages
24
Catalog Number
V169199
ISBN (eBook)
9783640874255
ISBN (Book)
9783640873920
Language
German
Tags
liebesgeschichte hamlet ophelia auswirkungen hamlet-verfilmungen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Stefanie von Rossek (Author), 2010, Die zweifelhafte Liebesgeschichte zwischen Hamlet und Ophelia und ihre Auswirkungen auf diverse Hamlet-Verfilmungen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/169199
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