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Zu: Hans Jonas „Das Prinzip Verantwortung“ - Eine Frage der Ethik?!

Titel: Zu: Hans Jonas „Das Prinzip Verantwortung“ - Eine Frage der Ethik?!

Hausarbeit , 2011 , 8 Seiten , Note: 1,6

Autor:in: Hanna Jüngling (Autor:in)

Philosophie - Philosophie des 20. Jahrhunderts
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Eine hoch technisierte Welt bedarf einer neuen Ethik
Was ist Ethik, wie definieren wir sie und wie „leben“ wir sie? Eine Frage die mit einer konkreten Antwort nicht zu lösen ist. Vielmehr wirft diese eine Frage tausende von neuen Fragen auf, immer öfter werden wir mit „Neuem“ konfrontiert, wodurch immer wieder auch neue Fragen und Probleme heraufbeschworen werden.
Die Wissenschaft hat sich in den letzten Jahrzehnten mit immenser Geschwindigkeit weiterentwickelt und somit auch unser Weltbild verändert und das nicht nur im positiven Sinne. So müssen wir uns heute mit Fragen beschäftigen die vor einigen Jahren noch undenkbar schienen. Wir müssen unser Tun und Handeln neu überdenken und können nicht mehr an den althergebrachten Werten und Vorstellungen festhalten, da die klassische Ethik den veränderten Bedingungen des technischen Fortschritts nicht mehr gerecht wird und nicht mehr in unserer heutigen hochtechnisierten Welt anwendbar ist.
In seinem Buch „Das Prinzip der Verantwortung“ geht Hans Jonas von dem Standpunkt aus dass die neue Technik nicht mehr als zukunftsweisend und verheißungsvoll anzusehen ist, sondern vielmehr als Bedrohung fungiert und dass die Menschen sich immer mehr der Technik unterordnen. Wurde die Technik zunächst von uns Menschen erschaffen, beherrscht sie uns in der heutigen Zeit immer mehr.
Eine Ethik wird gebraucht die sich mit den unkalkulierbaren Folgen der Technik und unserem Dasein mit dieser auseinandersetzt. Der Mensch hat Macht und trägt dadurch Verantwortung, er muss für sein Tun und Handeln und die daraus resultierenden Folgen Verantwortung übernehmen.Nach Hans Jonas „soll jeder Mensch so handeln dass die Wirkung seiner Handlung verträglich ist mit der Permanenz echten menschlichen Lebens auf Erden“.
Der Mensch wollte sich die Natur Untertan machen und muss nun, wo er mit der Technik dies schon weitestgehend vollbracht hat, feststellen dass er mittlerweile der Technik unterwürfig ist.
Hans Jonas beschäftigt sich mit der Frage und Notwendigkeit einer neuen Ethik. Über 30 Jahre sind seit der Veröffentlichung von „Das Prinzip Verantwortung“ vergangen und noch nie war die Notwendigkeit einer neuen Ethik so akut wie heute....
Welche Sichtweise hatte Immanuel Kant was einer ethischen Orientierung bedarf, in wieweit beeinflusste sein kategorischer Imperativ Hans Jonas und wie hinterfragte Hans Jonas die Notwendigkeit einer neuen Ethik im Bezug auf die Lebensverlängerung, die Verhaltenskontrolle und die genetische Manipulation?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Eine hoch technisierte Welt bedarf einer neuen Ethik

Immanuel Kant und sein kategorischer Imperativ

Hans Jonas und die Prägung einer neuen Ethik

Die Lebensverlängerung

Die Verhaltenskontrolle

Die genetische Manipulation

Die Prägung eines neuen ethischen Empfindens, oder wie die Technik unser ganzes Denken und Handeln auf den Kopf stellte

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Notwendigkeit einer neuen Ethik angesichts der rasanten technischen Entwicklung, basierend auf Hans Jonas' Werk „Das Prinzip Verantwortung“. Dabei wird hinterfragt, wie der Mensch seine Verantwortung für zukünftige Generationen angesichts moderner medizinischer und technischer Möglichkeiten wahrnehmen kann.

  • Die Grenzen der klassischen Ethik in der technisierten Welt.
  • Kritische Analyse von Lebensverlängerung, Verhaltenskontrolle und Gentechnik.
  • Die philosophische Abgrenzung von Hans Jonas zu Immanuel Kant.
  • Der Einfluss moderner Technik auf das menschliche Handeln und Denken.

Auszug aus dem Buch

Die Verhaltenskontrolle

Eine weniger utopische Möglichkeit ist die Verhaltenskontrolle, so gibt es in diesem Bereich der bio-medizinischen Wissenschaft schon Möglichkeiten der Ausführung, auch hier ist wieder das Problem vertreten das die alten ethischen Kategorien nicht ausreichen um sich wieder einmal die Fragen zu stellen „Fluch oder Segen?“.

Zum einen sieht Jonas die Verhaltenskontrolle als Segen, da sie die Fähigkeit besitzen könnte Menschen mit einer geistigen Erkrankung zu behandeln und ihnen somit das Leben zu erleichtern. Andererseits kritisiert er aber dass durch diese Möglichkeit der Gesellschaft eingeräumt würde sich von „lästigen“ Mitmenschen zu befreien. So geht die ärztliche Intention der Heilung und Linderung in eine soziale Handlung über die so etwas wie die Bereinigung unserer Gesellschaft von Menschen, die nicht in unser soziales Gefüge passen, ist.

Menschen zu manipulieren, deren Tun und Handeln und Denken zu kontrollieren geht gegen deren Würde und depersonalisiert sie. Wenn wir die Menschen nach unseren Wünschen formen und sei es nur in deren Denkweise, so wird das Individuum an sich aussterben. Durch unsere Möglichkeiten, die wir heute im Bereich der Medizin und Technik besitzen, werden immer wieder neue Fragen aufgeworfen, deren Beantwortung uns vor eine der Größten Aufgaben der Menschheit stellt, denn „wir müssen neu überdenken im Lichte dessen, was wir heute mit ihm (dem Menschen) tun oder ihm antun können und nie zuvor tun konnten.“

Zusammenfassung der Kapitel

Eine hoch technisierte Welt bedarf einer neuen Ethik: Die Einleitung thematisiert die Unzulänglichkeit klassischer ethischer Werte angesichts einer hochtechnisierten Welt und führt in Hans Jonas’ Forderung nach einer neuen Verantwortungsethik ein.

Immanuel Kant und sein kategorischer Imperativ: Dieses Kapitel erläutert die Grundlagen der kantischen Moralphilosophie und den kategorischen Imperativ als rein vernunftbasiertes Prinzip.

Hans Jonas und die Prägung einer neuen Ethik: Hier wird dargelegt, wie Jonas Kants Imperativ für eine neue Zeit anpasst, indem er den Fokus auf die Verantwortung für zukünftige Generationen und die langfristigen Folgen technischer Macht legt.

Die Lebensverlängerung: Das Kapitel beleuchtet die ethischen Implikationen der künstlichen Verlängerung des menschlichen Lebens und die potenziellen negativen gesellschaftlichen Konsequenzen.

Die Verhaltenskontrolle: Der Text kritisiert die Möglichkeiten der bio-medizinischen Verhaltenskontrolle als Gefahr für die menschliche Würde und die Gefahr einer gesellschaftlichen Selektion.

Die genetische Manipulation: Hier wird die ethische Problematik der Genforschung und des „Spielens mit der Evolution“ kritisch hinterfragt, da sie den Menschen als Objekt begreift.

Die Prägung eines neuen ethischen Empfindens, oder wie die Technik unser ganzes Denken und Handeln auf den Kopf stellte: Das Schlusskapitel resümiert den Einfluss moderner Technik auf das gesellschaftliche Leben und die Notwendigkeit, ein neues ethisches Empfinden im Umgang mit technischen Gefahren zu entwickeln.

Schlüsselwörter

Hans Jonas, Das Prinzip Verantwortung, Ethik, Technik, kategorischer Imperativ, Immanuel Kant, Verantwortung, Lebensverlängerung, Verhaltenskontrolle, Gentechnik, Fortschritt, Zukunftsprognosen, Menschliche Würde, Handlungsfolgen, Zukunftsverantwortung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der philosophischen Auseinandersetzung von Hans Jonas zur Notwendigkeit einer neuen Ethik, die den Anforderungen unserer hochtechnisierten Welt gerecht wird.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Auswirkungen moderner Medizin und Technik auf den Menschen, insbesondere in den Bereichen Lebensverlängerung, Verhaltenskontrolle und genetische Manipulation.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit untersucht, wie Verantwortung unter den Bedingungen technischer Macht möglich ist und inwiefern der klassische kategorische Imperativ an die Herausforderungen der Moderne angepasst werden muss.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine philosophische Literaturanalyse und eine kritische Auseinandersetzung mit zentralen Werken von Hans Jonas und Immanuel Kant.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert spezifische medizinische Gebiete, in denen der Mensch zunehmend zum „Objekt der Technik“ wird, und vergleicht dabei die Position von Jonas mit der kantischen Ethik.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Verantwortung, Technikfolgen, Ethik, Zukunftsfähigkeit und Menschenwürde charakterisiert.

Wie unterscheidet sich Jonas' Ansatz vom kategorischen Imperativ Kants?

Während Kant auf die Gegenwart und die Form der Handlung abzielt, erweitert Jonas den Imperativ auf die Zukunft und die Sicherung der Bedingungen für künftiges menschliches Leben.

Welche Gefahr sieht Jonas in der genetischen Manipulation?

Jonas sieht die Gefahr, dass der Mensch durch die Manipulation der Natur des Menschen seine eigene Würde und Unabhängigkeit verliert, indem er sich selbst zum manipulierbaren Gegenstand macht.

Warum hält der Autor das Internet als Beispiel für Desozialisierung für relevant?

Das Internet dient als Beispiel für den technischen Fortschritt im Kleinen, der zeigt, wie wir durch virtuelle Welten unsere reale soziale Interaktion vernachlässigen und eine Abhängigkeit von Technik entwickeln.

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Details

Titel
Zu: Hans Jonas „Das Prinzip Verantwortung“ - Eine Frage der Ethik?!
Hochschule
ecosign/Akademie für Gestaltung
Veranstaltung
Philosophie
Note
1,6
Autor
Hanna Jüngling (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
8
Katalognummer
V169406
ISBN (eBook)
9783640878031
ISBN (Buch)
9783640878567
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Verantwortung Hans Jonas Wissenschaft Technik Philosophie Genetik
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Hanna Jüngling (Autor:in), 2011, Zu: Hans Jonas „Das Prinzip Verantwortung“ - Eine Frage der Ethik?!, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/169406
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Leseprobe aus  8  Seiten
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