Einführung und Funktionsweise des Textprogramms LATEX im Vergleich zu herkömmlichen Textverarbeitungssystemen


Facharbeit (Schule), 2011

11 Seiten, Note: 1,3


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Inhaltsverzeichnis

1 Einf ührung: Was ist LATEX?
1.1 Geschichtlicher Hintergrund von LATEX
1.2 Was unterscheidet LATEX von herkömmlichen Text- programmen?

2 Aufbau eines LAT EX-Dokuments
2.1 Was ist die sogenannte ”Präambel”?
2.2 Das eigentliche Dokument

3 Möglichkeiten der Formatierung
3.1 Basiswissen
3.1.1 Spezialfall: Farben
3.2 Tabellen
3.3 Mathematische Formeln

4 Abschließende Meinung

5 Quellenverzeichnis

1 Einf ührung: Was ist LATEX?

Das Satzsystem LATEX ist ein Programm für den Computer, mit dem man z.B Texte, Artikel, Arbeitsblätter oder sogar Bücher so aufbereiten kann, dass sie zum Drucken geeignet sind. Dabei kann die Form und das Aussehen des Dokuments sehr flexibel und einfach gestaltet werden, um so ein ansprechendes Layout zu erreichen.

Es ist für die gängigen Betriebssysteme Windows, Linux1 und OS X erhältlich und wird heutzutage vor allem für z.B wissenschaftliche Arbeiten an Universitäten, in Schulen für Arbeitsblätter oder jedweden Bereich in dem Formelsätze nötig sind, verwendet, da LATEX eine einfache Einbindung von mathematischen Formeln im Textgefüge erlaubt. Jedoch ist für viele Menschen der erste Kontakt mit dieser Art von Programm derart abschreckend, dass diese sich nicht näher mit den Möglichkeiten von LATEX beschäftigen. Darum werde ich in meiner folgenden Facharbeit versuchen, einen leichten Einstieg in die Materie zu ermöglichen.

1.1 Geschichtlicher Hintergrund von LATEX

Donald Knuth2 ist der Erfinder des Satzsystems TeX3, welches er 1977 hauptsächlich für Wissenschaftler und Ingenieure entwickelte, da diese häufig mit Formelsätzen in ih- ren Veröffentlichungen arbeiten mussten und dies nur sehr umständlich zu bewerkstelli- gen war. Außerdem störte ihn die nicht zufriedenstellende typographische Qualität seiner Buchreihe ”The Art of Computer Programming”(TAOCP), was für ihn einen weiteren Ansporn darstellte, eine neue Möglichkeit der Textverarbeitung zu entwickeln. Obwohl TeX zu Anfang noch sehr komliziert zu bedienen war, wegen der unzählbaren Anzahl von Befehlen, konnte das neue Satzsystem schnell Fuß in wissenschaftlichen Bereichen fassen, aufgrund seiner Stärken im Formelsatz.

Kurz danach folgte allerdings schon eine Weiterentwicklung mit dem Namen LATEX. Basierend auf Knuths TeX, programmierte Leslie Lamport4 in den 80ern das sich aktuell in der Versionsnummer 2 ε befindliche Satzsystem LATEX. So konnte er mit dem Programm auch Menschen erreichen, welche sich verständlicherweise keine hunderte Befehle zum Erstellen eines Dokuments merken wollten, da es nun ausreichte ein paar wenige Anwei- sungen zu kennen, um ein komplexes Dokument mit einer übersichtlichen Struktur zu erstellen.

1.2 Was unterscheidet LATEXvonherkömmlichen Textprogrammen?

Der Großteil aller Benutzer verwendet Textprogramme wie AppleWorks oder Word. Diese Art von Textverarbeitung arbeitet nach dem WYSIWYG-Prinzip (What You See Is What You Get). Das bedeutet, dass der Text so wie man ihn vor sich auf dem Bildschirm sieht, genauso auch auf dem Papier gedruckt wird. Ohne Frage ist das bei kürzeren Texten, welche kein hohes Maß an Komplexität aufweisen, die praktischere Variante. Denn um z.B. etwas fett zu drucken, muss der bestimmte Bereich nur selektiert und im Menü die Formatierung ”fett” ausgewählt werden.

LATEX kann man eher mit einer Programmiersprache vergleichen. Es existieren also bestimmte Befehle die im laufenden Text angegeben werden, um Text fett zu drucken oder sonstige Formatierungen auszuführen. Natürlich gibt es auch noch mehr Möglichkeiten in LATEX, als das Aussehen zu ändern. Durch andere Anweisungen können auch Tabellen oder Formeln in den Text eingebettet werden. Der gesamte geschriebene Text ähnelt somit Programmiercode wie z.B. bei HTML und entspricht in keinster Weise mehr dem Prinzip oder Aussehen bei einem herkömmlichen Textverarbeitungsprogramm.

Ein weiterer Unterschied ist auch die Verwendung von bestimmten Paketen in LATEX, welche alle für bestimmte Aufgaben installiert werden können. Es existiert heute ein reichhaltiges Angebot an Paketen, die zum Teil von den Benutzern selbst zur Verfügung gestellt wurden. Jedes dieser Pakete beinhaltet bestimmte Funktionen und Befehle die nur mit Hilfe dieses Pakets (oder Paketen, welche den selben Befehl enthalten) ausgeführt werden können, und sind somit unverzichtbar für die grundlegende Funktion von LATEX.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Word vs. LATEX

[...]


1 Bei den meisten Linux-Distributionen ist LATEX sogar direkt vorinstalliert

2 (* 10. Januar 1938 in Milwaukee, Wisconsin)

3 Tex kommt aus dem griechischen und bedeutet: Kunstfertigkeit, Fähigkeit

4 (* 7. Februar 1941 in New York)

11 von 11 Seiten

Details

Titel
Einführung und Funktionsweise des Textprogramms LATEX im Vergleich zu herkömmlichen Textverarbeitungssystemen
Note
1,3
Autor
Jahr
2011
Seiten
11
Katalognummer
V169515
ISBN (eBook)
9783656758037
ISBN (Buch)
9783656758020
Dateigröße
475 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
einführung, funktionsweise, textprogramms, latex, vergleich, textverarbeitungssystemen
Arbeit zitieren
Mario Tigges (Autor:in), 2011, Einführung und Funktionsweise des Textprogramms LATEX im Vergleich zu herkömmlichen Textverarbeitungssystemen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/169515

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