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Das deutsch-amerikanische Verhältnis unter Helmut Kohl und Ronald Reagan

Title: Das deutsch-amerikanische Verhältnis unter Helmut Kohl und Ronald Reagan

Seminar Paper , 2010 , 17 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Mathias Kunz (Author)

History of Germany - Modern History
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Traditionell besteht zwischen den Vereinigten Staaten von Amerika (USA) und der Bundesrepublik Deutschland ein sehr enges und vertrautes Verhältnis, was auf die Gründungsphase der Bundesrepublik zurückzuführen sein dürfte, da in dieser Zeit die USA maßgeblich am Aufbau der noch jungen demokratischen bundesdeutschen Ordnung beteiligt waren. Dieses enge und vertrauensvolle Bündnis begann jedoch Ende der 1970er Jahre zu bröckeln, als die Frage aufkam, ob die Bundesrepublik auch weiterhin ein verlässlicher Partner im Kalten Krieg wäre. So titelten beispielsweise einflussreiche Zeitungen zu Beginn der 1980er Jahre „Can U.S. still count on West Germany?“ , „Bonn and Washington: From Deterioration to Crisis?“ oder auch „Two Allies in Trouble“ .
Doch waren die deutsch-amerikanischen Beziehungen zu Beginn der 1980er Jahre und während dessen Verlauf tatsächlich derart kritisch zu bewerten?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Erbe Helmut Schmidts

3. Der erste Besuch Helmut Kohls in Washington als Bundeskanzler

4. Das Treffen in Bitburg

5. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Entwicklung der deutsch-amerikanischen Beziehungen während der Ära von Bundeskanzler Helmut Kohl und US-Präsident Ronald Reagan. Im Fokus steht die Frage, ob und wie es den beiden Staatsmännern gelang, das durch die vorangegangene Administration belastete Vertrauensverhältnis zu stabilisieren und durch persönliche diplomatische Initiativen sowie gemeinsame Wertevorstellungen nachhaltig zu verbessern.

  • Das außenpolitische Erbe der Ära Helmut Schmidt und Jimmy Carter
  • Analyse diplomatischer Antrittsbesuche und offizieller Reden
  • Der Einfluss gemeinsamer Werte und der NATO auf die transatlantische Bindung
  • Die symbolische und politische Bedeutung des Bitburg-Besuchs 1985
  • Die Rolle persönlicher Freundschaften zwischen Regierungschefs für die Diplomatie

Auszug aus dem Buch

3. Der erste Besuch Helmut Kohls in Washington als Bundeskanzler

Mitte November (14.11.-16.11.) des Jahres 1982 reiste Helmut Kohl zu seinem ersten offiziellen Besuch als Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland nach Washington, wo er nach eigenen Angaben überaus freundlich und herzlich empfangen wurde. Bei diesem Besuch wurde deutlich, dass neben Helmut Kohl auch die amerikanische Regierung davon überzeugt war, „dass die unveränderte Präsenz amerikanischer Truppen in Europa als Garantie für die gemeinsame Sicherheit unerlässlich bliebe.“ Die deutsch-amerikanische Partnerschaft bestand zu diesem Zeitpunkt seit mehr als drei Jahrzehnten, weshalb es nun für Kohl galt, diese Partnerschaft zu festigen und erneut zu verbessern. Diese Absichten werden besonders in den Reden Ronald Reagans und Helmut Kohls deutlich, welche am 15. November 1982 am South Lawn des Weißen Hauses bezüglich der offiziellen Begrüßung Kohls als Bundeskanzler gehalten wurden.

Die bereits oben erwähnte Partnerschaft wurde ebenfalls von Reagan in dessen Rede aufgegriffen. Für ihn gehen die Ursprünge der deutsch-amerikanischen Verbindung auf die Siedlungs- und Gründungsphase der USA zurück.

German immigrants provided the hard work and determination that settled much of the Midwest, taking rugged frontier land like that in the Dakotas and reaping from it bountiful harvests that helped feed the world. In other industries, German energy and German ingenuity helped build the factories and firms that catapulted our standard of living [...]

Allerdings war es nicht ausschließlich die harte Arbeit deutscher Einwanderer, die Amerika formte und aufbaute. Hinzu kam die Freiheit.

[...] it was freedom available here – freedom to which German immigrants greatly contributed.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung stellt die Fragestellung nach der Qualität der deutsch-amerikanischen Beziehungen zu Beginn der 1980er Jahre und erläutert die methodische Herangehensweise anhand von Reden und biographischen Quellen.

2. Das Erbe Helmut Schmidts: Dieses Kapitel analysiert die angespannte Ausgangslage unter der Administration Schmidt/Carter, geprägt von Rüstungsdebatten, dem NATO-Doppelbeschluss und wirtschaftlichen Divergenzen.

3. Der erste Besuch Helmut Kohls in Washington als Bundeskanzler: Der Fokus liegt auf dem diplomatischen Neuanfang im November 1982, bei dem die Reden Kohls und Reagans als Ausdruck eines gemeinsamen Werteverständnisses und Bündnisbekenntnisses untersucht werden.

4. Das Treffen in Bitburg: Dieses Kapitel beleuchtet den umstrittenen, aber symbolträchtigen Besuch auf dem Soldatenfriedhof in Bitburg 1985 als Instrument der Aussöhnung und persönlichen Vertrauensbildung.

5. Zusammenfassung: Die Arbeit resümiert, dass die persönliche Ebene zwischen Kohl und Reagan maßgeblich zur Besserung der diplomatischen Beziehungen und zur Festigung des transatlantischen Verhältnisses beitrug.

Schlüsselwörter

Deutsch-amerikanische Beziehungen, Helmut Kohl, Ronald Reagan, NATO, NATO-Doppelbeschluss, Außenpolitik, Bitburg, Aussöhnung, Diplomatie, Westintegration, Sicherheitspolitik, Kalter Krieg, Transatlantik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Dynamik und die qualitative Entwicklung der politischen Beziehungen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und den USA während der gemeinsamen Amtszeit von Helmut Kohl und Ronald Reagan.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Überwindung diplomatischer Spannungen aus der Ära Schmidt/Carter, die Bedeutung der NATO als Wertegemeinschaft sowie die symbolische Bedeutung staatspolitischer Besuche für die transatlantische Partnerschaft.

Was ist die Forschungsfrage der Arbeit?

Die Arbeit fragt, ob und inwieweit es unter der Ägide von Kohl und Reagan zu einer tatsächlichen Verbesserung und Festigung des deutsch-amerikanischen Verhältnisses kam.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin/der Autor nutzt eine quellenkritische Analyse von Reden, biographischen Aufzeichnungen und offiziellen Dokumenten, ergänzt um zeitgenössische Forschungsliteratur.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Aufarbeitung des schwierigen Erbes, die Analyse des ersten Washington-Besuchs 1982 und die Untersuchung des symbolträchtigen Treffens in Bitburg 1985.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie transatlantische Partnerschaft, NATO-Doppelbeschluss, diplomatische Aussöhnung und persönliche Freundschaft geprägt.

Welche Rolle spielte der NATO-Doppelbeschluss für das Verhältnis?

Der NATO-Doppelbeschluss war einer der Hauptstreitpunkte, der die Beziehungen unter Helmut Schmidt stark belastete; Kohl hingegen setzte auf Kontinuität und klare Bündnistreue, was das Vertrauen der USA wiederherstellte.

Warum war der Besuch in Bitburg für das Verhältnis so bedeutend?

Der Besuch war ein hoch emotionales und symbolisches Instrument der Aussöhnung, das trotz heftiger interner und externer Kritik die persönliche Bindung zwischen Kohl und Reagan sowie die Versöhnung zwischen den ehemaligen Kriegsgegnern demonstrierte.

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Details

Title
Das deutsch-amerikanische Verhältnis unter Helmut Kohl und Ronald Reagan
College
University of Potsdam  (Historisches Institut)
Course
Die USA unter Ronald Reagan (1981-1988)
Grade
2,0
Author
Mathias Kunz (Author)
Publication Year
2010
Pages
17
Catalog Number
V169569
ISBN (eBook)
9783640879649
ISBN (Book)
9783640879830
Language
German
Tags
USA Ronald Reagan Helmut Kohl Deutschland Außenpolitik Deutsch-Amerikanische Beziehungen Verhältnis USA Deutschland Kohl Reagan Mathias Kunz Kunz
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Mathias Kunz (Author), 2010, Das deutsch-amerikanische Verhältnis unter Helmut Kohl und Ronald Reagan, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/169569
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