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Technikerinnen zwischen normativem Anspruch und gesellschaftlicher Realität am Beispiel Kärntens

Title: Technikerinnen zwischen normativem Anspruch und gesellschaftlicher Realität am Beispiel Kärntens

Diploma Thesis , 2009 , 101 Pages , Grade: 2

Autor:in: MMag. Rosemarie Blasi (Author)

Pedagogy - Adult Education
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Sowohl in der Familie als auch im Beruf war ich mit der männlichen Dominanz konfrontiert. Noch immer genießen Männer in der Berufswelt ein höheres Ansehen als Frauen.
Der Fokus meiner Diplomarbeit bezieht sich auf die Frage, warum Mädchen und junge Frauen noch immer „traditionelle Berufe“ ergreifen. In der heutigen Gesellschaft haben Frauen die Chance, sich beruflich mehr zu verändern, jedoch müssen sie nach wie vor um Gleichberechtigung kämpfen. Das spiegelt sich vor allem im technischen Bereich wider; hier werden Frauen noch immer als „Exotinnen“ angesehen. Ein Faktor, der bei der Berufsauswahl eine Rolle spielt, ist die Sozialisation in der Familie. Für Mädchen fehlen in der Gesellschaft weibliche Vorbilder; das ist auch ein Grund, warum Mädchen sich mit technischen Berufen nicht identifizieren können. Das Berufsbild „Techniker“ ist in der Gesellschaft männlich geprägt. Technische Berufe werden als „Männerwelt“ heute noch in der Gesellschaft suggeriert und Frauen werden dadurch als Außenseiter, „Eindringling“ gesehen. Ein weiterer Aspekt ist, dass Frauen noch immer der Doppelbelastung von „Familie und Beruf“ ausgesetzt sind. Zum Einen ist es wichtig, aufzuzeigen, dass Frauen in technischen Berufen nicht die gleichen Chancen haben wie Männer. Frauen, die sich für einen technischen Beruf entschieden haben, finden sich als „Exotinnen“ in einer männerdominierten Umgebung wieder. Als Außenseiterin haben sie mit vielen Vorurteilen zu kämpfen. Zusätzlich haben sie das Problem, akzeptiert zu werden. Sie müssen um fachliche Anerkennung kämpfen. Auch die Rolle der Frau muss innerhalb der Gesellschaft neu überdacht werden. Frauen müssen die gleichen Rechte in allen gesellschaftlichen Lebenslagen einfordern.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

1.1 Erkenntnisinteresse

1.2 Fragestellung und Vorgehensweise

2 PIONIERINNEN DER TECHNIK

2.1 Biographien (19.- 20. Jahrhundert)

2.2 Biographien (20.- 21. Jahrhundert)

2.3 Weitere Forschungsgebiete von Frauen

3 THEORETISCHE ANALYSE

3.1 Gender Mainstreaming

3.1.1 Begriffserklärung „Gender“ – „ Mainstreaming“

3.1.2 Berufsorientierung für Mädchen in technischen Berufen

3.1.3 Informationen über technische Berufe

3.1.4 Praktische Anwendungen

3.1.5 Anreize „Bezahlung“

3.1.6 Schnuppertage

3.1.7 Sommercamps für Mädchen/Interesse für Technik wecken

3.1.8 Zusammenfassung

3.2 GESCHLECHTSSPEZIFISCHE SOZIALISATION

3.2.1 Die Rolle des Elternhauses

3.2.1.1 Hemmende Faktoren

3.2.1.2 Fördernde Faktoren

3.2.2 Die Rolle der Schule

3.2.2.1 Hemmende Faktoren

3.2.2.2 Fördernde Faktoren

3.2.3 Zusammenfassung

3.3 GESCHLECHTSSPEZIFISCHER ZUGANG ZUR TECHNIK

3.3.1 Berufsbild „männlich geprägt“

3.3.2 Technikberufe

3.3.3 Fehlende Vorbilder für Mädchen in der Technik

3.3.4 Doppelorientierung – Beruf und Familie

3.3.5 Männer sehen Frauen in der Technik als „Eindringling“

3.3.6 Zusammenfassung

4 EMPIRISCHE ERHEBUNG

4.1 FRAUEN IN TECHNISCHEN BERUFEN IN KÄRNTEN

4.1.1 Lehrlingsausbildung „Mädchen“ in Kärnten

4.1.2 Chancengleichheiten am Arbeitsmarkt

4.1.3 Zusammenfassung

4.2 METHODISCHE VORGEHENSWEISE

4.2.1 Analyse

4.2.1.1 Individuelle Ebene

4.2.1.2 Unternehmerische Ebene

4.2.2 Ergebnis

4.3 BEFRAGUNGEN VON TECHNIKERINNEN

4.3.1 Berufsausbildung

4.3.1.1 Eltern

4.3.1.2 Keine Unterschiede zwischen Buben und Mädchen

4.3.1.3 Erfahrungen in der Schule

4.3.1.4 Interesse an technischen Berufen

4.3.1.5 Mehr Lehrerinnen in technischen Schulen

4.3.2 Berufseinstieg und Karriereverlauf

4.3.3 Beschäftigung bzw. Tätigkeit

4.3.4 Berufliche Situationen

4.3.5 Vereinbarkeit von Beruf und Familie

4.4 FALLBEISPIELE

4.4.1 Interview 1

4.4.2 Interview 2

4.4.3 Interview 3

4.4.4 Interview 4

4.4.5 Interview 5

4.4.6 Interview 6

4.5 GEMEINSAMKEITEN UND UNTERSCHIEDE DER FALLBEISPIELE

4.5.1 Gemeinsamkeiten

4.5.2 Unterschiede

4.6 BEFRAGUNGEN VON UNTERNEHMEN

4.6.1 Schulungs- und Ausbildungsmaßnahmen

4.6.2 Beschäftigte/Anteil der Frauen in Führungspositionen

4.6.3 Maßnahmen für die bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie

4.6.4 Gleiche Entlohnung

4.6.5 Karenz/Wiedereinstieg ins Berufsleben

4.6.6 Maßnahmen für die Familie

4.6.7 Zusammenfassung

4.7 FALLBEISPIELE

4.7.1 Interview 1

4.7.2 Interview 2

4.7.3 Interview 3

4.7.4 Interview 4

4.7.5 Interview 5

4.7.6 Interview 6

4.8 RESÜMEE

5 GESAMTERGEBNISSE

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Diskrepanz zwischen dem normativen Anspruch auf Gleichberechtigung und der gesellschaftlichen Realität von Frauen in technischen Berufen, insbesondere im Bundesland Kärnten. Ziel ist es, die strukturellen Barrieren sowie die Auswirkungen der Sozialisation in Familie und Schule auf die Berufswahl von Mädchen und Frauen zu identifizieren und aufzuzeigen, warum technische Berufe nach wie vor eine männlich dominierte Sphäre darstellen.

  • Historische und theoretische Analyse der Rolle von Frauen in der Technik.
  • Einfluss von Geschlechterrollen und Sozialisation in Elternhaus und Schule.
  • Empirische Untersuchung der Situation von Technikerinnen in Kärnten durch qualitative Interviews.
  • Analyse der Unternehmensperspektive hinsichtlich Chancengleichheit und Vereinbarkeit von Beruf und Familie.
  • Entwicklung von Strategien zur Förderung von Mädchen in technischen Berufen.

Auszug aus dem Buch

2 PIONIERINNEN DER TECHNIK

Im Jahre 1637 wurde erstmals einer Frau ein Patent zugesprochen. Bis zum ersten Weltkrieg 1914 erfanden hunderte von Frauen einige Materialien zur Verbesserung ihrer Lebensqualität. Viele große Unternehmen verdanken ihre Existenz den Frauen durch ihre Ideen. Der Einfallsreichtum der Frauen geriet in Vergessenheit, weil Erfindungen als Domäne des Mannes galten. Patente von Erfindungen wurden unter den Namen der Ehemänner oder Dienstherren registriert. Somit gingen sie gänzlich leer aus. Das Recht sich individuell zu entwickeln in allen Bereichen der Gesellschaft gebührte lange Zeit nur dem Mann. Dieses Denken ist heute noch in den Männerhirnen anzutreffen, obwohl es in der Geschichte der Menschheit zahlreiche Revolutionen gab, wo die Freiheit des selbstständigen, autonomen Individuums erkämpft wurde. Doch diese Strömungen, die den europäischen Menschen geprägt haben, betrafen nur den Mann, Frauen wurden ausgeschlossen. Die Frau wurde finanziell und ökonomisch vom Mann abhängig. Sie verzichtet auf die Entwicklung eigener Anlagen und Talente (nur der Mann hat das Recht sich frei zu entfalten), und verwirklicht sich in anderen Dingen, wie der selbstlosen Liebe, Engagement für den Nächsten (vornehmlich für den Mann) sowie aufopferungsvolle Hingabe. Das waren die einzigen Bereiche in der die Frauen Größe zeigen durften.

Gerade im Bereich von Naturwissenschaft und Technik ist es kaum verwunderlich, dass Frauen bei derart widrigen Strukturen nur auf Umwegen zum Ziel kommen, sie müssen auf alle erdenklichen Aspekte (sachlichen und sozialen Ebenen) achten, damit sie die getrennten Welten von Beruf und Familie vereinbaren können.

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Das Kapitel erläutert das persönliche und wissenschaftliche Erkenntnisinteresse der Autorin an der Thematik „Frauen – Technik – Führung“ und legt die Forschungsfrage sowie das methodische Vorgehen dar.

2 PIONIERINNEN DER TECHNIK: Hier wird der historische Kontext beleuchtet, in dem weibliche Erfindungen oft ignoriert oder unter männlichen Namen registriert wurden, und bedeutende Pionierinnen werden kurz vorgestellt.

3 THEORETISCHE ANALYSE: Dieser Hauptteil analysiert Gender Mainstreaming, die geschlechtsspezifische Sozialisation in Elternhaus und Schule sowie die Barrieren für Frauen beim Zugang zu Technikberufen.

4 EMPIRISCHE ERHEBUNG: Die Autorin untersucht die Situation von Frauen in technischen Berufen in Kärnten durch Datenanalysen sowie qualitative Befragungen von Technikerinnen und Unternehmen.

5 GESAMTERGEBNISSE: Das Fazit fasst zusammen, dass die traditionelle Berufswahl von Frauen weiterhin stark durch Sozialisation und männlich dominierte Strukturen geprägt ist, und fordert mehr gezielte Fördermaßnahmen.

Schlüsselwörter

Frauen, Technik, Gender Mainstreaming, Sozialisation, Berufsorientierung, Kärnten, Gleichberechtigung, Arbeitsmarkt, Geschlechterrollen, Pionierinnen, Vereinbarkeit, Beruf, Familie, Karriere, Ausbildung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Situation von Frauen in technischen Berufen und den Hintergründen, warum dieser Bereich weiterhin von Männern dominiert wird.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der historischen Rolle der Frau, der geschlechtsspezifischen Sozialisation in Familie und Schule sowie den aktuellen Herausforderungen am Arbeitsmarkt.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Die Kernfrage lautet, warum Mädchen und junge Frauen trotz moderner Chancen noch immer traditionelle Berufsfelder wählen und wie der Zugang zu Technikberufen verbessert werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wurde ein qualitativer Forschungsansatz gewählt, der auf einer Datenanalyse sowie halbstrukturierten, problemzentrierten Interviews mit Technikerinnen und Unternehmen basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Analysen zur Sozialisation und zum Gender Mainstreaming sowie in eine empirische Studie, die speziell die Gegebenheiten in Kärnten beleuchtet.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Frauen in der Technik, Geschlechtersozialisation, berufliche Gleichstellung, Rollenbilder und Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Warum spielt das Beispiel Kärnten eine so zentrale Rolle?

Kärnten dient als konkreter regionaler Untersuchungsraum, für den die Autorin anhand von Statistiken und Interviews nachweist, dass hier die weibliche Erwerbstätigkeit in technischen Branchen besonders niedrig ist.

Welche Bedeutung misst die Autorin den „Pionierinnen“ bei?

Die Vorstellung historischer Erfinderinnen dient dazu, weibliche Leistungen in der Technik sichtbar zu machen und das Vorurteil der „Technikferne“ der Frau historisch zu widerlegen.

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Details

Title
Technikerinnen zwischen normativem Anspruch und gesellschaftlicher Realität am Beispiel Kärntens
College
Klagenfurt University  (Erziehungswissenschaft und Bildungsforschung)
Grade
2
Author
MMag. Rosemarie Blasi (Author)
Publication Year
2009
Pages
101
Catalog Number
V169776
ISBN (eBook)
9783640896646
ISBN (Book)
9783640896783
Language
German
Tags
Technik Beruf Bildung Frauen Technikerinnen Pionierinnen Gender Berufsorientierung Sozialisation Vorbilder
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
MMag. Rosemarie Blasi (Author), 2009, Technikerinnen zwischen normativem Anspruch und gesellschaftlicher Realität am Beispiel Kärntens, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/169776
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