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Religion in der Erlebnisgesellschaft

Title: Religion in der Erlebnisgesellschaft

Term Paper , 2001 , 11 Pages , Grade: 2+

Autor:in: Heiko Baum (Author)

Theology - Systematic Theology
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Summary Excerpt Details

Bei der Auseinandersetzung mit dem Thema: „Religion in der Erlebnisgesellschaft“
gibt es viele Punkte zu berücksichtigen. Ich werde mich auf einige beschränken, und
z.B. Umfragen über die heutige Gläubigkeit der Menschen nicht in meiner Hausarbeit
bearbeiten. Ich werde mehr auf die Veränderungen in der Kirche eingehen.
Im ersten Teil meiner Hausarbeit behandele ich das Phänomen Erlebnisgesellschaft
in Anlehnung an Gerhard Schulze. Ich fahre fort mit den Chancen und Risiken, die
die Erlebnisgesellschaft für die Menschen bringen kann.
Im zweiten Teil möchte ich dann versuchen, die Chancen aufzuzeigen, welche die
Religion durch die Erlebnisgesellschaft hat Doch auch hier möchte ich nicht nur die
Chancen erläutern, sondern auch darauf hinweisen, welche Probleme auf die Kirche
zukommen werden, und welche zum Teil neuen
Anforderungen die Menschen an die Kirche haben.
Für den ersten Teil habe ich mir zwei Bücher ausgewählt, wobei der Inhalt aus „ Das
Heilige in der Erlebnisgesellschaft“1, schon in den zweiten Teil überleitet.
Für den zweiten Teil verwende ich hauptsächlich Bücher, die das Phänomen „neuer
Gottesdienst“ näher beleuchten und hier Chancen und Risiken aufzeigen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Erlebnisgesellschaft

2.1 Theorie der Erlebnisgesellschaft

2.2 Das Risiko in der Erlebnisgesellschaft

2.3 Das Bedürfnis nach Orientierung

3. Die Religion

3.1 Die Arten und Theorien der Religionen

3.2 Der Gottesdienst im Wandel

3.3 Veränderte Strukturen in der Kirche

2.4 Was sollen die Menschen im neuen Gottesdienst begreifen?

4. Schlussteil

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Diese Arbeit untersucht den Einfluss der modernen Erlebnisgesellschaft auf die religiöse Praxis und die Struktur der Kirche. Das primäre Ziel ist es, Möglichkeiten aufzuzeigen, wie die Kirche auf die veränderten Lebensbedürfnisse der Menschen reagieren kann, um sowohl den Herausforderungen durch den Wertewandel als auch den Chancen für einen neuen Gottesdienstzugang gerecht zu werden.

  • Analyse der Theorie der Erlebnisgesellschaft nach Gerhard Schulze.
  • Untersuchung des Verhältnisses von Risiko, Konsum und Bedürfnis nach Orientierung.
  • Kritische Betrachtung traditioneller Gottesdienstformen gegenüber dem Wunsch nach authentischer spiritueller Erfahrung.
  • Diskussion über notwendige Strukturveränderungen in der kirchlichen Gemeindearbeit.

Auszug aus dem Buch

3.1 Die Arten und Theorien der Religionen

Die Religion der Erlebnisgesellschaft „zeichnet sich in all ihrer Vielfalt durch einige kennzeichnende Grundzüge aus: Religion wird ‚partiell’ in Anspruch genommen.“ Das bedeutet, dass man sich entweder eine „Patchwork“ Religion selbst zusammenstellt, also von verschiedenen Religionen das für sich Beste heraussucht, oder man sich aus einer Religion das für sich Passende aussucht. Wichtig ist, dass man „Spirit“ wirklich erlebt: „’Kann man das erleben was zu glauben ist? Kann ich es selbst, an mir selbst erleben?’“ Es ist wichtig, dass jemand sagen kann, dass er das Erlebte mit allen Sinnen erfahren hat. „Wer unmittelbare Jenseitskontakte anbieten kann, hat erhebliche Marktvorteile. Wer es von den Kunden sachte angehen lässt beginnt mit Bewegungstechniken à la Tai Chi, mit denen sich unbewusste Energieströme simulieren lassen (...) Andere finden ihren spirituellen Kick in der Urschreitherapie.“ (19) Höhn will damit zum Ausdruck bringen, dass alte Strukturen abgelegt werden und bewusst auf überkommene Strukturen verzichtet wird. Dieser Impuls fehlt meist in der Kirche.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung steckt den Rahmen der Arbeit ab und erläutert den Fokus auf den Wandel der Kirche im Kontext der Erlebnisgesellschaft unter Aussparung soziologischer Gläubigkeitsumfragen.

2. Die Erlebnisgesellschaft: Dieses Kapitel definiert die soziologischen Grundlagen und beschreibt den Wandel vom Mangel zur Konsum- und Erlebnisorientierung.

2.1 Theorie der Erlebnisgesellschaft: Hier wird Gerhard Schulzes Konzept des Lebens als „Erlebnisprojekt“ vorgestellt, bei dem Ästhetik und Konsum die Bedürfnisbefriedigung bestimmen.

2.2 Das Risiko in der Erlebnisgesellschaft: Das Kapitel thematisiert den Übergang zur Risikogesellschaft und den damit einhergehenden Wertewandel, in dem Traditionen an Verbindlichkeit verlieren.

2.3 Das Bedürfnis nach Orientierung: Hier wird der Verlust autoritärer Sicherheiten und das daraus resultierende Bedürfnis nach neuen Orientierungshilfen diskutiert.

3. Die Religion: Dieses Kapitel befasst sich mit der Anpassung der religiösen Landschaft an die neuen gesellschaftlichen Rahmenbedingungen.

3.1 Die Arten und Theorien der Religionen: Hier wird das Phänomen der „Patchwork-Religion“ und das Bedürfnis nach unmittelbarer, sinnlicher Erfahrung analysiert.

3.2 Der Gottesdienst im Wandel: Das Kapitel hinterfragt die Sucherfeindlichkeit traditioneller Liturgien und plädiert für neue Wege der Gemeindeöffnung.

3.3 Veränderte Strukturen in der Kirche: Hier werden die organisatorischen Herausforderungen bei der Einführung neuer Gottesdienstformen und der Umgang mit innerkirchlichem Konservatismus erörtert.

2.4 Was sollen die Menschen im neuen Gottesdienst begreifen?: Dieses Kapitel legt den Fokus darauf, Menschen eine heilsame Nähe und tragfähige Lebensstütze durch eine offene und liebevolle Gemeinschaft zu vermitteln.

4. Schlussteil: Der Autor resümiert die Bedeutung des Kirchenraums in Krisenzeiten und reflektiert die Relevanz der Arbeit angesichts gesellschaftlicher Ereignisse.

Schlüsselwörter

Erlebnisgesellschaft, Kultursoziologie, Religion, Kirche, Gottesdienst, Wertewandel, Orientierung, Konsum, Patchwork-Religion, Moderne, Risikogesellschaft, Spiritualität, Gemeindearbeit, Sucherfreundlichkeit, Liturgie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, wie sich die moderne Erlebnisgesellschaft auf die Religion und die kirchliche Arbeit auswirkt und wie Gemeinden auf diese neuen Herausforderungen reagieren können.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind der soziologische Wandel der Gesellschaft, das veränderte Konsum- und Orientierungsverhalten, die Individualisierung religiöser Überzeugungen und die Neugestaltung des Gottesdienstes.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage zielt darauf ab, wie Kirche in einer Gesellschaft, die stark auf Erlebnisse und individuelle Auswahl fixiert ist, weiterhin Orientierung bieten und Menschen erreichen kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Literaturanalyse soziologischer und theologischer Fachpublikationen sowie auf die Auswertung von Erfahrungen aus der praktischen Gemeindearbeit.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil erörtert die Theorie der Erlebnisgesellschaft nach Schulze, die daraus resultierenden Anforderungen an den Gottesdienst und die notwendigen strukturellen Anpassungen innerhalb von Kirchengemeinden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Erlebnisgesellschaft, Patchwork-Religion, Gottesdienstwandel, sucherfreundliche Gemeinde und der Umgang mit dem Bedürfnis nach Orientierung.

Wie definiert der Autor das Problem der „sucherfeindlichen Gemeinde“?

Der Autor beschreibt dies als eine Situation, in der kirchliche Abläufe für Außenstehende unverständlich bleiben, vergleichbar mit einem Einladungsessen, bei dem die Türen verschlossen sind oder das Essen nicht schmeckt.

Warum betont der Autor die Notwendigkeit von „alternativen Programmen“?

Weil er erkennt, dass der klassische Gottesdienst für viele Menschen eine Barriere darstellt und daher ergänzende, niedrigschwellige Formate notwendig sind, um Menschen in ihrer Erlebniswelt abzuholen.

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Details

Title
Religion in der Erlebnisgesellschaft
College
Justus-Liebig-University Giessen  (ev. Theol.)
Grade
2+
Author
Heiko Baum (Author)
Publication Year
2001
Pages
11
Catalog Number
V16981
ISBN (eBook)
9783638216708
Language
German
Tags
Religion Erlebnisgesellschaft
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Heiko Baum (Author), 2001, Religion in der Erlebnisgesellschaft, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/16981
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