Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Psychologie - Entwicklungspsychologie

Unterschiedliche Sichtweisen des Selbstkonzepts und seiner Entstehung

Titel: Unterschiedliche Sichtweisen des Selbstkonzepts und seiner Entstehung

Seminararbeit , 2010 , 23 Seiten , Note: 1

Autor:in: Kristina Kokta (Autor:in)

Psychologie - Entwicklungspsychologie
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Meine dieser Seminararbeit zugrunde liegende Forschungsfrage lautet: "Inwiefern lassen sich unterschiedliche Sichtweisen des Selbstkonzeptes und seiner Entstehung ausmachen?" Des Weiteren wird folgende Subfragestellung behandelt: Welche Unterschiede bzw. Gemeinsamkeiten treten hervor, vergleicht man sie mit dem personenzentrierten Konzept der Selbstentwicklung?
Vorangestellt werden sowohl Carl R. Rogers, die personenzentrierte Psychotherapie sowie der Begriff des Selbst/Selbstkonzept einer kurzen Betrachtung unterzogen, um dem Leser1 den Einstieg in die Thematik zu erleichtern. Mittels Literaturrecherche werden sodann Einführungen in die einzelnen Entwicklungstheorien geben und ihre wesentlichen Grundgedanken herausgearbeitet. Da eine Behandlung aller existierenden Theorien zur Entstehung von Selbst und Selbstkonzepten den Rahmen dieser Arbeit sprengen würde, beschränke ich mich auf die in diesem Seminar erörterten. Demnach folgen Abschnitte über die Entstehungsentwürfe Margaret Mahlers, Daniel Sterns, Eva-Maria Biermann-Ratjens, Martin Dornes' und die Forschungsgruppe um Peter Fonagy sowie Carl Rogers'. Dem Entwicklungskonzept von Rogers wird dabei die größte Aufmerksamkeit gewidmet, da diese Arbeit im Rahmen des Schwerpunktes 'Personenzentrierte Beratung und Psychotherapie' geschrieben wird und in vielen wissenschaftlichen Arbeiten auf sein Modell immer noch Bezug genommen wird. In einem nächsten Kapitel erfolgt eine Gegenüberstellung der behandelten Entwicklungskonzepte und werden Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Theorien näher erläutert.
Abschließend dient ein Resumé der Zusammenfassung der Erkenntnisse dieser Arbeit und schließe ich die Arbeit mit einigen persönlichen Überlegungen, Gedanken und Einschätzungen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

0 EINLEITUNG

1 ZUM BEGRIFF DER / DES...

1.1 PERSONENZENTRIERTE PSYCHOTHERAPIE / PERSONENZENTRIERTER ANSATZ

1.2 CARL R. ROGERS

1.3 SELBST / SELBSTKONZEPT

2 DIE PSYCHOANALYTISCHE ENTWICKLUNGSTHEORIE NACH MARGARET MAHLER

3 DIE PHASEN DES SELBSTEMPFINDENS BEI DANIEL STERN

4 DIE BEDEUTUNG DER FRÜHKINDLICHEN BEZIEHUNGSERFAHRUNGEN IN DER SELBST-THEORIE BIERMANN-RATJENS

5 DIE ENTWICKLUNG DES SELBST BEI MARTIN DORNES UND VERTRETERN DER MENTALISIERUNGSTHEORIE

6 DAS PERSONENZENTRIERTE KONZEPT DER ENTWICKLUNG DER PERSÖNLICHKEIT VON CARL R. ROGERS

7 UNTERSCHIEDE / GEMEINSAMKEITEN DER KONZEPTE

8 RESUMÉ – PERSÖNLICHE STELLUNGNAHME

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Seminararbeit untersucht die unterschiedlichen theoretischen Sichtweisen auf die Entstehung und Entwicklung des Selbstkonzepts bei Säuglingen und Kleinkindern. Dabei wird insbesondere der Frage nachgegangen, wie verschiedene entwicklungstheoretische Ansätze dieses Phänomen begründen und welche Gemeinsamkeiten bzw. Unterschiede sich im Vergleich zum personenzentrierten Konzept von Carl R. Rogers ergeben.

  • Vergleich psychoanalytischer und personenzentrierter Entwicklungstheorien.
  • Analyse der Rolle von frühen Beziehungserfahrungen für die Selbstentstehung.
  • Untersuchung der Mentalisierungsfähigkeit und Affektregulierung als zentrale Entwicklungsfaktoren.
  • Synthese der Sichtweisen zur Entstehung eines kohärenten Selbstbildes.

Auszug aus dem Buch

3 Die Phasen des Selbstempfindens bei Daniel Stern

Auch der amerikanische Psychoanalytiker Daniel Stern war einer der Pioniere der modernen Säuglingsforschung. Stern war von Anfang an der Ansicht, dass Kleinkindforschung – und somit bestimmter Entwicklungstheorien - ebenso Gegenstand der Psychoanalyse seien. Er betont, dass Forschung auch innerhalb einer Denkrichtung stets Weiterentwicklung bedeutet (Dornes 2006).

Wie Mahler sieht auch er die Interaktion zwischen Mutter und Kind als wesentlich für eine gelungene psychische Entwicklung an, schreibt dem Säugling jedoch schon viel früher ein Selbstempfinden zu. Auch Stern unterteilt in seinem Hauptwerk 'Die Lebenserfahrung des Säuglings' 1992 (Original 1985) die Entstehung des Selbst in verschiedene Phasen, wobei die Phasen 1-3 präsymbolischer bzw. präverbaler Entwicklungsabschnitt (innere Repräsentanzen erfolgen ausschließlich durch unmittelbare Erfahrungen) genannt werden:

1) Das auftauchende Selbstempfinden (Geburt – ca. 2. Lebensmonat): In diesen 2 Monaten bildet sich eine grundsätzliche Ordnung und Organisation der Wahrnehmung des Säuglings heraus und es gelingt ihm, verschiedene Erfahrungen zueinander in Beziehung zu setzen. Dazu ist er in der Lage, da er seine angeborene Fähigkeit zur amodalen Wahrnehmung (dies bedeutet, dass er unterschiedliche Sinnesreize miteinander verknüpft und sie mit seinen propriozeptiven Reizen aus seinem Inneren abgleicht) anwendet.

Zusammenfassung der Kapitel

0 EINLEITUNG: Die Einleitung definiert das Forschungsinteresse an unterschiedlichen Entwicklungstheorien des Selbst und stellt die zentrale Forschungsfrage nach deren Gemeinsamkeiten und Unterschieden vor.

1 ZUM BEGRIFF DER / DES...: Dieses Kapitel führt in die Grundlagen der personenzentrierten Psychotherapie, die Person Carl R. Rogers sowie die Definition des Selbstkonzepts ein.

2 DIE PSYCHOANALYTISCHE ENTWICKLUNGSTHEORIE NACH MARGARET MAHLER: Der Autor erläutert Mahlers Phasenmodell, das die Entwicklung vom autistischen Zustand über die Symbiose bis hin zur Loslösung und Individuation beschreibt.

3 DIE PHASEN DES SELBSTEMPFINDENS BEI DANIEL STERN: Dieses Kapitel behandelt Sterns Modell der Selbstentstehung, das besonders die Bedeutung der frühen Interaktion und des präsymbolischen Selbstempfindens hervorhebt.

4 DIE BEDEUTUNG DER FRÜHKINDLICHEN BEZIEHUNGSERFAHRUNGEN IN DER SELBST-THEORIE BIERMANN-RATJENS: Biermann-Ratjens Ansatz wird dargestellt, der Rogers' Theorie um die Notwendigkeit therapeutischer Grundhaltungen in frühen Beziehungserfahrungen erweitert.

5 DIE ENTWICKLUNG DES SELBST BEI MARTIN DORNES UND VERTRETERN DER MENTALISIERUNGSTHEORIE: Das Kapitel fokussiert auf die Entwicklung der Mentalisierungsfähigkeit und die Bedeutung der Affektregulierung für das Verständnis mentaler Zustände.

6 DAS PERSONENZENTRIERTE KONZEPT DER ENTWICKLUNG DER PERSÖNLICHKEIT VON CARL R. ROGERS: Hier wird das Kernkonzept von Rogers dargelegt, insbesondere die Rolle der Aktualisierungstendenz und die Differenzierung von Real- und Idealselbst.

7 UNTERSCHIEDE / GEMEINSAMKEITEN DER KONZEPTE: Eine vergleichende Analyse der vorgestellten Theorien, die sowohl gemeinsame Nenner als auch signifikante Differenzen in der Sicht auf das Säuglingsalter aufzeigt.

8 RESUMÉ – PERSÖNLICHE STELLUNGNAHME: Der Autor fasst die Ergebnisse zusammen und reflektiert kritisch über die verschiedenen theoretischen Entwürfe und die eigene Auseinandersetzung mit der Thematik.

Schlüsselwörter

Selbstkonzept, Persönlichkeitsentwicklung, Säuglingsforschung, Personenzentrierte Psychotherapie, Carl R. Rogers, Psychoanalyse, Margaret Mahler, Daniel Stern, Mentalisierung, Affektregulierung, Beziehungserfahrungen, Selbstempfinden, Aktualisierungstendenz, Entwicklungspsychologie, Identitätsbildung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den verschiedenen theoretischen Sichtweisen auf die Entstehung und Entwicklung des Selbstkonzepts in der frühen Kindheit.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen sind psychoanalytische Ansätze, das personenzentrierte Konzept von Rogers sowie moderne Ergebnisse der Säuglingsforschung hinsichtlich der Selbstentstehung.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit untersucht, welche unterschiedlichen Sichtweisen auf die Entstehung des Selbstkonzeptes bestehen und wie sich diese vom personenzentrierten Konzept unterscheiden oder mit diesem übereinstimmen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer fundierten Literaturrecherche der genannten Entwicklungstheorien basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Theorien von Mahler, Stern, Biermann-Ratjen, Dornes und Rogers sowie deren spezifische Konzepte zur Entstehung des Selbst.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Selbstkonzept, Personenzentrierung, Affektregulierung, Mentalisierung und die frühkindliche Interaktion.

Wie unterscheidet sich der Ansatz von Daniel Stern von dem von Margaret Mahler?

Stern schreibt dem Säugling bereits sehr früh ein aktives Selbstempfinden zu, während Mahler von einer eher passiven, autistischen Phase ausgeht.

Welche Rolle spielt die "Mentalisierung" bei Martin Dornes?

Mentalisierung ist die Fähigkeit, sich selbst und andere als Wesen mit geistig-seelischen Zuständen zu begreifen, was für die psychische Gesundheit wesentlich ist.

Warum widmet die Autorin dem Konzept von Carl R. Rogers besondere Aufmerksamkeit?

Die Arbeit ist im Rahmen des Schwerpunktes "Personenzentrierte Beratung und Psychotherapie" entstanden, weshalb Rogers' Modell als theoretische Basis dient.

Ende der Leseprobe aus 23 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Unterschiedliche Sichtweisen des Selbstkonzepts und seiner Entstehung
Hochschule
Universität Wien
Note
1
Autor
Kristina Kokta (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
23
Katalognummer
V169918
ISBN (eBook)
9783640884209
ISBN (Buch)
9783640884001
Sprache
Deutsch
Schlagworte
personenzentriert personzentriert psychotherapie gesprächstherapie gesprächspsychotherapie rogers carl rogers klientenzentriert klientzentriert selbstkonzept entwicklungstheorie persönlichkeitstheorie Sein Selbst Selbstbild Entwicklung mensch Person Individuum
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Kristina Kokta (Autor:in), 2010, Unterschiedliche Sichtweisen des Selbstkonzepts und seiner Entstehung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/169918
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  23  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum