In der folgenden Hausarbeit soll ein historischer Abriss der Entwicklung des deutschen Parlamentarismus von der Gründung des ersten deutschen Bundesstaat 1867 in Form des Norddeutschen Bundes bis hin zur Gründung der Weimarer Republik im Jahr 1919 dargestellt werden. Der Schwerpunkt wird in den Wechseljahren 1918/1919 liegen. Anschließend soll deskriptiv dargestellt werden, welchen Einfluss die beiden vorherigen parlamentarischen Systeme auf das aktuelle parlamentarische Regierungssystem der Bundesrepublik Deutschland haben um aufzuzeigen, inwieweit die stetigen Vergleiche in der Presse und der Politik an sich mit den früheren parlamentarischen Systemen sinnhaft sind.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Definitionen
- Die Entwicklung des Parlamentarismus in Deutschland nach 1867
- Parlamentarische System des Kaiserreiches
- Präsidium
- Reichskanzler
- Reichstag
- Bundesrat
- Parlamentarische System der Weimar Republik
- Reichstag
- Reichspräsident
- Reichsregierung
- Reichsrat
- Staatsgerichthof
- Das parlamentarische System der Bundesrepublik Deutschland
- im Vergleich zum Kaiserreich
- zur Weimarer Republik
- Zusammenfassung
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Hausarbeit befasst sich mit der historischen Entwicklung des deutschen Parlamentarismus, beginnend mit der Gründung des Norddeutschen Bundes im Jahr 1867 und endend mit der Weimarer Republik im Jahr 1919. Der Fokus liegt dabei auf den Wechseljahren 1918/1919. Die Arbeit untersucht, welchen Einfluss die beiden früheren parlamentarischen Systeme auf das heutige parlamentarische Regierungssystem der Bundesrepublik Deutschland haben und ob die häufigen Vergleiche mit diesen Systemen in der Presse und Politik sinnvoll sind.
- Entwicklung des Parlamentarismus von der Gründung des Norddeutschen Bundes bis zur Weimarer Republik
- Einfluss der früheren parlamentarischen Systeme auf die Bundesrepublik Deutschland
- Analyse der Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen den drei Systemen
- Bewertung der Sinnhaftigkeit von Vergleichen mit früheren Systemen
- Bewertung der Stabilität und Effizienz der verschiedenen parlamentarischen Systeme
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt in die Thematik der Hausarbeit ein und beschreibt die Zielsetzung und den Aufbau der Arbeit. Das zweite Kapitel erläutert die Definition des Parlamentarismus anhand der Definition von Hans Kelsen. Das dritte Kapitel befasst sich mit der Entwicklung des Parlamentarismus in Deutschland ab 1867. Es beschreibt die Entstehung des Norddeutschen Bundes und dessen Verfassung, die dominante Rolle Preußens im System, die Gründung des Deutschen Kaiserreichs, sowie die Entwicklungen während des Ersten Weltkrieges und die Absetzung des Kaisers.
Kapitel 4 beleuchtet das parlamentarische System des Kaiserreichs und beschreibt die zentralen Organe, insbesondere das Präsidium, den Reichskanzler, den Reichstag und den Bundesrat. Es erläutert die Machtverhältnisse zwischen den Organen und den Einfluss des preußischen Staates. Kapitel 5 analysiert das parlamentarische System der Weimarer Republik und beleuchtet die Rolle des Reichstages, des Reichspräsidenten, der Reichsregierung und des Reichsrates. Es analysiert die Unterschiede zum Kaiserreich und zeigt die problematischen Machtverhältnisse auf, insbesondere die Macht des Reichspräsidenten, die Instabilität der Regierung und die starke Rolle des Militärs.
Im sechsten Kapitel werden die Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen dem parlamentarischen System der Bundesrepublik Deutschland und den beiden vorherigen Systemen analysiert. Es zeigt auf, wie sich die Rolle des Bundespräsidenten, die Abhängigkeit der Regierung vom Parlament und die Bedeutung der Grundrechte im Laufe der Zeit entwickelt haben.
Schlüsselwörter
Die Arbeit befasst sich mit den Kernthemen deutscher Verfassungsgeschichte und des Parlamentarismus. Dabei stehen die Entwicklung des Parlamentarismus in Deutschland, die Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen den Systemen des Deutschen Kaiserreichs, der Weimarer Republik und der Bundesrepublik Deutschland, sowie die Bedeutung der Grundrechte, die Machtverhältnisse der verschiedenen Organe und die Stabilität der Systeme im Mittelpunkt der Arbeit. Die Arbeit analysiert die Bedeutung der Erfahrungen mit den früheren Systemen für das heutige System der Bundesrepublik Deutschland.
Häufig gestellte Fragen
Welchen Zeitraum deckt die Analyse des Parlamentarismus ab?
Die Arbeit betrachtet die Entwicklung von 1867 (Norddeutscher Bund) über das Kaiserreich bis zur Gründung der Weimarer Republik im Jahr 1919.
Was waren die zentralen Organe im Kaiserreich?
Wichtige Institutionen waren das Präsidium (der Kaiser), der Reichskanzler, der Reichstag als Volksvertretung und der Bundesrat als Vertretung der Gliedstaaten.
Was änderte sich im parlamentarischen System der Weimarer Republik?
Die Weimarer Republik führte eine semipräsidentielle Demokratie ein, in der der Reichspräsident eine sehr starke Stellung innehatte, was oft zur Instabilität der Regierungen beitrug.
Wie beeinflussen frühere Systeme das heutige Grundgesetz?
Das parlamentarische System der Bundesrepublik Deutschland wurde als Reaktion auf die Schwächen der Weimarer Verfassung konzipiert, etwa durch die Schwächung des Bundespräsidenten und die Stärkung der parlamentarischen Kontrolle.
Wie definierte Hans Kelsen den Parlamentarismus?
Die Arbeit nutzt Kelsens Definition als Grundlage, um die Bildung des staatlichen Willens durch ein vom Volk gewähltes Kollegialorgan zu analysieren.
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- Norman Mach (Autor), 2010, Entwicklung des Parlamentarismus in Deutschland, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/170175