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"Hitlerjunge Quex" von Aloys Schenzinger - Eine ästhetische Filmanalyse

Title: "Hitlerjunge Quex" von Aloys Schenzinger - Eine ästhetische Filmanalyse

Term Paper (Advanced seminar) , 2008 , 17 Pages , Grade: 1.0

Autor:in: Veronique Grawe (Author)

Theater Studies, Dance
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Propaganda war jenes Werkzeug, mit deren Hilfe das Nationalsozialistische Regime das neue System festigte und seine Ideologie in den Köpfen der Bevölkerung zu verankern suchte. Dazu bediente es sich verschiedener Instrumente, das wirkungsvollste und am weitesten gebräuchliche war schon in den dreißiger Jahren des 20.Jahrhunderts das Medium Film.2Für den Propagandaminister Goebbels besaß das Kino, als Form einer Unterhaltungskunst, die hochgeschätzte Fähigkeit, der Bevölkerung die Umsetzung staatlicher Ziele als adäquate Befriedigung ihrer persönlichen Sehnsüchte erscheinen zu lassen. Das galt im Besonderen für die Jugend im Dritten Reich. Die meisten Jugendspielfilme waren von politisch-propagandistischem Inhalt. Das Regime war sich der Verführbar- und Manipulierbarkeit der Jugend sehr bewusst und nutzte den Film als Mittel der Beeinflussung schon zu Anfang seiner Machtübernahme. Einer der ersten Jugendfilme der schon 1933 fertig gestellt wurde, war „Hitlerjunge Quex, ein Film vom Opfergeist der deutschen Jugend“, der in dieser Arbeit vorgestellt werden soll. Es wird der Versuch unternommen, diesen Film vor allem auf seine filmästhetischen Aspekte hin zu untersuchen. Im Hauptteil wird in einem nächsten Kapitel kurz auch auf die ideologischen Hintergründe des Films eingegangen werden. Es wird der Autor der Buchvorlage zum Film und das Buch selbst vorgestellt sowie die Produktionsgeschichte des Films und die Filmemacher beschrieben. Die vornehmliche Aufmerksamkeit liegt auf der Frage, mit welchen filmischen Mitteln der Regisseur den ideologischen Inhalt, die „Botschaft“ des Films auf die Leinwand gebracht hat und welche Gesinnungsinhalte an den Kinobesucher vermittelt werden sollten. Welchem Zweck diente dieser Film, und wer waren seine hauptsächlichen Besucher? Wie erfolgreich war der Film und kann er als direkter Propagandafilm klassifiziert werden? Ein Fazit am Ende soll die Ergebnisse zusammenfassen und Antworten auf die in der Hausarbeit gestellten Fragen geben.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Hauptteil

1. Der Autor der Filmvorlage Karl Aloys Schenzinger

1.1 Der Roman „HJ Quex“ im Vergleich zum Film

1.2 Daten und Fakten zum Film „HJ Quex“

1.3. Hans Steinhoff

1.4 Inhalt des Films „HJ Quex“

2. Inhaltliche Filmanalyse

3. Ästhetische Filmanalyse

4. Ideologische Filmanalyse

5. Fazit

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den nationalsozialistischen Propagandafilm „Hitlerjunge Quex“ (1933) hinsichtlich seiner ästhetischen Mittel, seiner inhaltlichen Struktur und seiner ideologischen Wirkungsabsicht, um zu analysieren, wie der Film als Instrument zur Beeinflussung der Jugend eingesetzt wurde.

  • Biografie und Rolle des Autors Karl Aloys Schenzinger
  • Detaillierte Analyse der filmästhetischen Gestaltungsmittel
  • Untersuchung der inhaltlichen Gegensätze zwischen Nationalsozialismus und Kommunismus
  • Die ideologische Funktion des Märtyrermythos im NS-Film
  • Strategien der emotionalen Beeinflussung der Jugend

Auszug aus dem Buch

3. Ästhetische Filmanalyse

Die Einstellungslängen von „Hitlerjunge Quex“ betragen im Durchschnitt etwa 12 Sekunden, was für die Schnittfrequenz der dreißiger Jahre normal ist. Die Kamera bleibt bei den überdurchschnittlich langen Einstellungen selten unbeweglich. Sie wird auf die Schauspieler hin und von ihnen weggeführt, sodass die Aufnahmegrößen innerhalb einzelner Einstellungen variieren. Während der Dialoge werden die Darsteller fast immer gemeinsam in einer Einstellung gezeigt. Totale und Weitaufnahmen sind eher selten benutzt worden, dafür aber umso mehr Halbnah,- Nah- und Großaufnahmen, die meisten betreffen Heini, da er die Hauptfigur darstellt. Die meisten Großaufnahmen werden zur Illustration von Angst, Furcht und Besorgnis benutzt.

Die Handlung des Films ist zeitlich und räumlich in das proletarische Milieu des Berliner Arbeiterviertels Beusselkiez zur Endphase der Weimarer Republik eingebettet. Die erste Sequenz, noch vor bevor die Protagonisten vorgestellt werden, umreißt das soziale Spannungsfeld, thematisiert die Arbeitslosigkeit und Armut mithilfe des Ladendiebstahls. Mit einer Aufblende wird zuerst ein Apfel gezeigt, dann fährt die Kamera zurück und zeigt in einer Großaufnahme einen vollen Apfelkorb. Die Szene ist begleitet mit Trommelmusik. Das Ende der Szene zeigt den „heillosen Charakter“ der Weimarer Republik mithilfe einer knappen Montage von ca. 40 Sekunden in Mehrfachbelichtung mit zum Teil dokumentarischem Material.

Die Vorstellung der Protagonisten wird durch eine Frontaleinstellung vorgenommen. Die anschließende Szene findet in der elterlichen Wohnung Heinis statt. Hier wird durch abgedunkeltes Licht, eine zwar saubere, aber beengende und dunkle Wohnatmosphäre vorgestellt. Mutter Völker wirkt abgehärmt, gebrochen und gleichzeitig mütterlich fürsorglich. Die Kamera zeigt sie in Nahaufnahme im Profil. In dieser Szene wird die Ambivalenz gezeigt zwischen der gesellschaftlichen Einflusslosigkeit Vater Völkers zum einen und sein verzweifelter Versuch seine Autorität als Oberhaupt der Familie zum anderen aufrechtzuerhalten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Der Autor der Filmvorlage Karl Aloys Schenzinger: Biografische Darstellung des Autors, der als linientreuer Schriftsteller das nationalsozialistische Regime unterstützte.

1.1 Der Roman „HJ Quex“ im Vergleich zum Film: Gegenüberstellung der literarischen Vorlage und der filmischen Umsetzung unter Berücksichtigung spezifischer inhaltlicher Anpassungen.

1.2 Daten und Fakten zum Film „HJ Quex“: Auflistung technischer und organisatorischer Details zur Produktion und Uraufführung des Films.

1.3. Hans Steinhoff: Porträt des Regisseurs und seine Bedeutung als NS-Propagandafilmemacher.

1.4 Inhalt des Films „HJ Quex“: Zusammenfassung der Handlung über den jungen Heini Völker und seinen Weg in die Hitlerjugend.

2. Inhaltliche Filmanalyse: Untersuchung der polaren Darstellung von Kommunismus und Nationalsozialismus im Film.

3. Ästhetische Filmanalyse: Analyse der filmischen Gestaltungsmittel, wie Schnittfrequenzen, Kamerawinkel und Bildsprache.

4. Ideologische Filmanalyse: Erörterung der propagandistischen Botschaften und der Symbolik von Fahne und Märtyrertod.

5. Fazit: Zusammenfassende Bewertung des Films als Propagandainstrument und seine historische Einordnung.

Schlüsselwörter

Hitlerjunge Quex, Nationalsozialismus, NS-Propaganda, Filmgeschichte, Ästhetische Filmanalyse, Heini Völker, Hans Steinhoff, HJ, Märtyrermythos, Weimarer Republik, Politische Ideologie, Drittes Reich, Kameradschaft, Symbolik, Identifikationsfigur.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert den NS-Propagandafilm „Hitlerjunge Quex“ und untersucht dessen Wirkung auf die Jugend im Dritten Reich.

Welche zentralen Themenfelder deckt die Analyse ab?

Schwerpunkte sind die filmische Ästhetik, die ideologische Symbolik und die vergleichende Darstellung politischer Ideologien.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, mit welchen medialen Mitteln der Film als Propagandainstrument genutzt wurde, um Jugendliche zu beeinflussen.

Welche wissenschaftliche Methode findet Anwendung?

Die Autorin führt eine ästhetische und ideologische Filmanalyse durch, gestützt auf zeitgenössische Quellen und filmwissenschaftliche Literatur.

Was steht im inhaltlichen Fokus des Hauptteils?

Der Hauptteil behandelt die Entstehungsgeschichte, die inhaltliche Struktur des Films sowie die Analyse spezifischer Szenen und Symbole.

Durch welche Schlagworte lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Propagandafilm, Ideologie, Jugendführung, Märtyrertod, Ästhetik, NS-Zeit.

Wie bewertet die Arbeit die Rolle der Mutter in der Erzählung?

Die Mutter wird als tragische Figur gezeichnet, deren Selbstmord als dramatischer Wendepunkt fungiert, um Heinis Weg zur Hitlerjugend endgültig zu ebnen.

Welche Bedeutung hat das „HJ-Lied“ für die Botschaft des Films?

Das Lied dient als Leitmotiv und emotionaler Anker, der den Opfergeist des Protagonisten mit dem nationalsozialistischen Führerkult verknüpft.

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Details

Title
"Hitlerjunge Quex" von Aloys Schenzinger - Eine ästhetische Filmanalyse
College
Free University of Berlin  (Philosophie und Geisteswissenschaften)
Course
Theater in der Nazizeit
Grade
1.0
Author
Veronique Grawe (Author)
Publication Year
2008
Pages
17
Catalog Number
V170693
ISBN (eBook)
9783640897063
ISBN (Book)
9783656761815
Language
German
Tags
hitlerjunge quex aloys schenzinger eine filmanalyse
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Veronique Grawe (Author), 2008, "Hitlerjunge Quex" von Aloys Schenzinger - Eine ästhetische Filmanalyse, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/170693
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